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Folge 63: Corona-Update mit Prof. Rychlik

Habe ich doch nicht geschrieben. Wenn ja wo?
Ich schrieb „Ansteckungen weniger schlimm“

Wenn jemand wie @nix auf das unGeiMpFten-Narrativ reinfällt, brauchste eigentlich nix mehr zu erwarten. :wink: Wenn ihm nicht mal auffällt, dass unsere Politiker die ganze Corona-Thematik während des Wahlkampfs bewusst auf die lange Bank geschoben und zu Herbstbeginn haufenweise Fehler gemacht haben (Testzentren geschlossen, Impfangebote abgebaut, Booster zu spät bestellt bzw. das ganze Booster-Thema überhaupt zu stark verspätet kommuniziert etc.), erübrigt sich alles weitere.

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Das ist meiner Beobachtung generell der Fall in der Politik. Beim „Ampelcheck“ von Jung&Naiv haben die eingeladenen Gäste(SPD, FDP, Grüne) dauernd gemeckert, dass die scheidende CDU/SPD-Regierung keine konkreten Maßnahmen genannt haben, nur um dann auf Nachfrage selbst keine konkreten Maßnahmen zu nennen.

Echt lächerlich sowas. :man_shrugging:

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Die Impfquote scheint schon stark mit der Infektionsinzidenz und den schweren Verlaeufen zu korrellieren.

Was ist denn daran verkehrt?
Angenommen, es wären bis Ende des Sommers alle, bei denen keine gesundheitlichen Gründe dagegensprächen, bereits geimpft → Folge: Ansteckungen weniger schlimm → Folge: weniger Patienten im Krankenhaus → Folge: weniger Intensivbetten für C19 nötig → Folge: weniger Einschränkungen nötig → Folge: zufriedenere Bevölkerung

OK,
dann habe ich das falsch verstanden.

Dann behaupte ich eben, das wir auch so blöde gerade dar stehen würden, wenn wir ALLE schon geimpft hätten. Kann ich nicht beweisen, wie auch bei dieser Faktenlage n(welche eben von der Regierung zu verantworten ist)

Angenommen, die Impfkampagne wäre in Deutschland früher ohne Terminchaos losgegangen und angenommen, man hätte bei dem Thema nicht so viel rumgeschlampt: Höheres Vertrauen, höhere Impfbereitschaft. Angenommen, man hätte dann schon im Sommer angefangen, eine Strategie zu suchen, mit der sich die bereits damals absehbare Impflücke schließen lässt. Angenommen, man hätte dann bereits im Frühherbst mit der Booster-Kampagne angefangen und damit gezeigt wie ernst die Thematik ist. Nicht erst Mitte November, wenn die Kacke bereits am dampfen ist und sich die Booster-Termine bis in Dezember/Januar/Februar hineinschieben. Angenommen man hätte nicht schon im Frühsommer/Sommer so getan als wäre das Thema längst im Griff und man müsste von politischer Seite keinerlei Anstrengungen mehr unternehmen. Angenommen, es wäre schon früher kommuniziert worden, dass wir eine Impfquote von 90 Prozent brauchen, um sicher durch Herbst und Winter zu kommen.

Angenommen, wir hätten hierzulande Politiker, denen Menschenleben wichtiger sind als Wahlkampf. :pikathink:

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Nachtrag: DAs ist nicht aus meinen Beiträgen klar geworden!

Das die Impfung gegen schwerere Verläufe schützt, glaube ich und deshalb bin ich ja auch geimpft. Aber dennoch gibt es eben eine große Zahl von sogenannten Impfdurchbrüchen. Die genügt derzeit doch locker aus, das die Pflegekräfte total überfordert sind, weil es eben doch so viele Infizierte gibt! Auch glaube ich, das diese Zahl noch weiter stark steigen wird. Somit ist es ein Witz, die umgeimpften als Schuldige darzustellen!

Oder anders: Glaubt jemand ernsthaft, das einer dieser Politiker sich da hinstellen würde und zugeben würde, das sie schon WIEDER total versagt haben? Nein, da ist das Märchen der umgeimpften leichter. Erstrecht, wenn man mit den ganzen tollen Medien Seite an Seite marschiert.

Wo sind die ganzen Pflegebetten hin? Da wurde doch im letzten Jahr auch massiv abgebaut. Liegt an den fehlenden Pflegekräften, ist mir klar. Nur wo sind die Bemühungen daran etwas zu ändern? Ich habe ein Vorschlag gebracht, welche den Pflegeberuf attraktiver machen würde!

In Anbetracht der Realsituation lohnt es sich eigentlich gar nicht, über dieses Szenario zu spekulieren. Denn zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in Europa kein einziges Land, das die notwendige Impfquote von 90 Prozent erreicht hat. Die meisten sind nicht mal in der Nähe davon. Vor allem nicht in unserer europäischen Nachbarschaft, aber auch in vielen anderen westlichen Ländern nicht.

Ein Szenario, in dem wir hierzulande im Herbst/Winter 2021 auf diese 90 Prozent kommen, war also von Anfang an unrealistisch. Mal ernsthaft, wie kann man auch so völlig weltfremd und verballert in der Birne sein, dass man daran glaubt: Über 90 Prozent aller Bürger lassen sich innerhalb weniger Monate von einem komplett neuen Impfstoff überzeugen, mit dem es in der Massenanwendung keinerlei Langzeiterfahrungen gibt. :rofl: Ein klein wenig logisches Denken hätte schon geholfen, um zu begreifen, dass das nicht funktionieren kann. Allein schon in Anbetracht der Impfquoten aus den Vorjahren. In Deutschland war bspw. das Vertrauen in die Influenza-Impfung schon in den Jahren vor Corona sehr schwach (Impfquote ca. 26-36 Prozent). Hier ein Zahlenvergleich zu anderen Ländern:

Alle diese Faktoren hätten in einer vernünftigen Corona-Strategie mit einbezogen werden müssen. Anstatt sich ausschließlich auf die Impfung zu fixieren (doch wie gesagt: selbst da war man bei Boostern etc. nicht wirklich konsequent), hätten auch andere nachweislich wirksame Maßnahmen gefördert werden müssen. Aber wo sind denn bspw. die besseren Belüftungsanlagen für Schulen und Universitäten? Dieses Thema dümpelt jetzt seit 2 Jahren vor sich hin. Wo ist die bessere Bezahlung und stärkere Förderung von Gesundheitsberufen? Und warum verfickt nochmal musste man im Herbst deutschlandweit massenweise Testzentren schließen?

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@BrainFister
Ich glaube das wir uns einig sind, wenn es um das Thema „logisches Denken“ bei den regierenden Politikern geht. Da ist weder die Einwanderungs- noch die Energiewende-Politik ansatzweise logisch. Da da nun auch noch die Grünen in Zukunft mitmischen werden, wird das ganze noch viel schlimmer!

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Edit:

Das ist in der Tat nicht ganz klar gewesen. Freut mich, dass du dich aus sachlichen Gründen für eine Impfung entschieden hast. :slight_smile:

Wie das mit den Impfdurchbrüchen und ITS-Betten verhält, müsste man ja bald in Brasilien erahnen können. Ich meine irgendwas bei >95% als Impfquote gelesen zu haben.

Wie kann man diejenigen, die noch fehlen und bei denen keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, denn nun zur Impfung bewegen?

Du, das Chaos am Anfang habe ich ja auch miterlebt. Wir sind knapp 100 Km für eine Impfung gefahren, andere noch viel weiter … Von daher bin ich in Sachen des Organisationsversagens auf deiner/eurer Seite.
→ Aber es gab eine Zeit im Sommer, da war reichlich Impfstoff für alle vorhanden, nur es kam keiner der ihn wollte, so dass er im Impfzentrum entsorgt werden musste. Da hätte der heute noch ungeimpfte Bevölkerungsteil, welcher nun eine Impfung möchte, genug Zeit gehabt.

PS: Sorry, wenn das hier eigentlich eher in einen allgemeinen Covid-19 Thread abdriftet als mehr zur Sendung.

Und welche Botschaft hat die Politik in der Zeit gesendet? Alles entspannt, alles locker! Happy wahlkampfing everyone! 3 Monate später, Wahlkampf vorbei: Panikbutton drücken!

Auf diese Weise wird man Unentschlossene und Skeptiker nicht gewinnen können. Ganz im Gegenteil, es bestärkt sie noch in ihren Ängsten und Befürchtungen.

Warum die Welt nun wieder ausgerechnet am deutschen Wesen genesen sollte, verstehe ich eh grundsätzlich nicht so ganz. Dass wir bei dem Thema keine Vorreiterrolle einnehmen werden, war absehbar. Aufgrund der jahrelang niedrigen Impfquoten hierzulande ist klar gewesen, dass man das Vertrauen in der Bevölkerung nicht innerhalb weniger Monate von um die 30 Prozent (wie in den Vorjahren bei Influenza) auf über 90 Prozent ankurbeln können wird. Eine entsprechende Anzahl Ungeimpfter hätte in einer schlüssigen Corona-Strategie also von Anfang an mit eingeplant werden müssen.

Du wirst die sogenannten Impfgegner (das ist auch so ein Framing, weil die meisten derer gegen irgendetwas geimpft sind) nicht mehr überzeugen können!

Dafür gab es viel zu viele Widersprüche, falsche Informationen, zu einseitige Informationen und zu viele Kurswechsel. Die glauben denen einfach nichts mehr und ich kann es gut verstehen!

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Quelle? Google sagt basierend auf Our World in Data 60,4 % für Brasilien.

Der Vertrauensverlust hat ü übrigens 2015 begonnen!

  • Fachkräfte
  • neues Wirtschaftswunder
  • wenn der Krieg vorbei ist, werden diese Menschen wieder gehen müssen

Dazu dann eben noch solche Lügen wie „Verfolgungsjagd in Chemnitz“, welche frecherweise immer noch in linken Kreisen behauptet werden. Fortgesetzt in der Trump Hetze etc.

Die Liste könnte unendlich erweitert werden und erklärt einfach das man grundsätzlich den einseitigen Medien und den Politikern dort nicht mehr traut.

Es bedient halt das gute alte Narrativ, dass „Wir“ ohne „die Anderen“ längst im Paradies leben würden. Diesem bedienen sich seit eh und je autoritäre Typen. So war es auch in den sozialistischen Unrechtsstaaten stets das Narrativ, dass man längst im kommunistischen Himmel leben könnte, würde es nur nicht das kapitalistische Ausland geben und Leute, die die Schaffung des Paradies unterwandern. Oder auch Rechtsextremisten sagen ja, dass Deutschland ein Paradies sein könnte, würde es nur „die Ausländer“ nicht geben.

Und gerade in Deutschland ist das halt gefährlich. 2020 bis 2021 haben die Deutschen sich ohne jeden großen Protest ihren öffentlichen sozialen Raum von Staat zerstören lassen und sich selbst auf ihre rein ökonomische Verwertung und Verwertbarkeit reduzieren lassen.

Jetzt, wo 70% (oder 75%? oder 85%?, man weiß es ja nicht genau) geimpft sind, läuft jetzt zum einen die Ausgrenzung der zum Feind erklärten Ungeimpften aus dem sozialen Raum (2G-Regel), zum zum Anderen die ökonomische Vernichtung der Ungeimpften (kein Lohnersatz bei Quarantäne, Auferlegung von Testkosten, 3G im ÖPNV obwohl man den ÖPNV braucht um zum Test zu kommen).

Und auch der Wille der 70% Geimpften die 30% Ungeimpften physisch zu vernichten bricht sich langsam die Bahn, in Form von Forderungen den Ungeimpften einfach die Behandlung zu versagen und sie aus der Krankenkasse zu werfen.

Der Mensch im Allgemeinen und der Deutsche im Speziellen ist halt mal wieder empfänglich für einfache Feindbilder. War ja auch in der ganzen Krise schon so. Vor einem Jahr waren es halt die „verantwortungslosen Jugendlichen“, die angeblich Corona-Parties gefeiert haben. Dann Anfang des Jahres waren die „Impfvordrängler“ die Volksschädlinge die hart bestraft gehören. Nun sind des die Ungeimpften, die vernichtet gehören.

Am Ende, wenn die Grausamkeiten angerichtet sind, will es aber wieder keiner gewesen sein.

Ich muss ganz ehrlich sein: Ich habe noch nie eine so tiefe Verachtung gegenüber unserer Gesellschaft empfunden wie heute. Wir Deutschen haben genau nichts gelernt aus unserer Geschichte, aus der DDR. Denn viele träumen von der gleichgerichteten Gesellschaft, in der alle an einem Strang ziehen, ganz ohne die lästigen Abweichler die zu anderen Schlüssen kommen als man selbst.

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Ja, vor allem die öffentlich-rechtlichen Medien schießen sich da immer wieder selbst ins Knie. Allein dieses Jahr: Immer dieselben Gäste in Corona-Talkrunden. Bis zum Schluss Kuschelkurs mit der Kanzlerin. Das retuschierte BILD-Mikrofon (WTF?!). Eine teils aggressive Medienkampagne inkl. Cancel-Forderungen gegen die Beteiligten von #allesdichtmachen. Rundfunkgebührenerhöhungen mit windigen Argumenten durchgewunken. Obendrein noch der schwammige und doppelmoralische Umgang mit den Antisemitismusvorwürfen gegen Mitarbeiterinnen wie El-Hassan und Ayhan.

Und das ist nur eine kleine Auswahl.

Dass die Medien mit diesem Vertrauensverlust nicht innerhalb weniger Monate über 90 Prozent aller Bürger vom Corona-Regierungskurs überzeugen können, ist nur wenig überraschend.

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Zwar nicht meine Quelle, allerdings kam das grad zufällig (obere Mitte des Artikels). Daher vielleicht die „95%“?

Ich formuliere anders …
Was ist denn an dem Ablauf der „Kettenreaktion“:
Angenommen, es wären bis Ende des Sommers alle, bei denen keine gesundheitlichen Gründe dagegensprächen, bereits geimpft → Folge: Ansteckungen weniger schlimm → Folge: weniger Patienten im Krankenhaus → Folge: weniger Intensivbetten für C19 nötig → Folge: weniger Einschränkungen nötig → Folge: zufriedenere Bevölkerung
sachlich falsch? Von Paradies rede ich ja nicht einmal.

Mal ganz allgemein gehen mir so manch verwendete Wortwahl und Vergleiche echt auf den Nerv.

Ja, sowohl sachlich als auch ethisch. Sachlich, weil du die Sachverhalte arg simplifizierst und mit einer mechanistischen Weltsicht Dinge versuchst vorherzusagen, die du dann als wahr annimmst. Ethisch, weil du immer noch das gleiche sagst, nämlich wären „die Anderen“ nicht da, wäre doch alles viel besser.

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Wenn diese Kettenreaktion (von der wir nicht wissen, ob sie tatsächlich das von dir implizierte Ergebnis in nennenswertem Ausmaß bringen würde) so logisch und schlüssig ist, warum ist es dann keinem einzigen europäischen Land gelungen, ausreichend Bürger davon zu überzeugen? Oder anders gesagt: Erkennst du wirklich nicht, wie unrealistisch deine Strategie ist? Sollte sich wissenschaftliches oder auch politisches Denken nicht stets an der Realität messen lassen? Wenn dir die Realität nicht mal ein einziges Land aufzeigt, in dem sich die von dir angepriesene Strategie umsetzen ließ, was ist sie dann wert?