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Folge 61: Rückblick auf 2020

Sonntagsfrühstück Folge 61. Hier kann darüber diskutiert werden!

Das Jahr 2020 geht zu Ende - aber so ereignisreich war es ja dann letztlich nicht, denn dank Corona wurde das öffentliche Leben und das Veranstalten von Events auf ein Minimum hinuntergefahren. Immerhin lässt sich feststellen, dass es sowas zuvor noch nicht gegeben hat. Somit plaudert die Rede zeitweise eher darüber, was sie geplant hatte und nicht was tatsächlich stattfand.

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Der Rückblick ist sehr Interessant gewesen. Ich persönlich war im Frühjahr im HomeOffice für 4 Monate gewesen. Bei mir in der Firma wurde alles, so gut, wie es geht, Digital durchgeführt und wenn man einen Drucker nutzen musste, konnte ich von zu Hause aus den Drucker in der Firma benutzen.

Ich habe im HomeOffice gemerkt, dass dies nicht das ist, was ich möchte. Ich habe lieber meinen privaten Bereich und was den Beruf angeht, fahre ich lieber in die Firma, um zu arbeiten.

Was dieses Jahr deutlicher aufgefallen ist, ist, wie rückständig Deutschland in Sachen Bandbreite ist. Man hat es dieses Jahr ganz extrem gespürt und ich hoffe, dass sich in Zukunft so einiges noch tun wird.

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Schöne Folge! Das Ende war sehr passend! :+1: :smile:

Interressant zu hören und zu lesen, wie unterschiedlich das Jahr wahrgenommen wurde. Als IT-mitverantwortlicher Lehrer hatte ich auf während des Lockdowns deutlich mehr in der Schule zu tun als sonst. Dafür haben wir aber auch deutlich an digitalen Möglichkeiten hinzugewonnen, die wir auch zukünftig nutzen können. Und wir konnten durch unsere Arbeit viele Hürden nehmen, sodass Schüler, Lehrer und Eltern gut mit den neuen Dingen zurecht kamen und nicht abgehängt wurden.

Gleichzeitig zeigte mir das Jahr auch viele Probleme in meiner näheren Umgebung aber auch insgesamt gesellschaftlich. Da wirkte die Corona-Situation wie ein Katalysator an dem sich vieles hervortat - im positiven wie im negativen. Ich bin gespannt, ob gerade die gesellschaftlichen Themen in Zukunft aufgegriffen und nochmal gesellschaftlich betrachtet werden.

Ebenso hatte ich Glück, dass in meinem Umfeld nur eher leichte Corona-Erkrankungen oder nur leichte persönlcihe Auswirkungen durch die Corona-Situation gab. Ich denke, dass es da auch ganz andere Schicksale gab und geben wird.

Bin auch ultra gespannt, ob Personal im Einzelhandel, sowie Pflegepersonal künftig mehr Wertschätzung bekommt. Ne, bin ich doch nicht, lol.

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Ich finde es schade, wie sehr hier und auch häufig auf Facebook das soziale Miteinander (Treffen, Rituale, Körperkontakt) als Belastung, überflüssig, ungenehm und fast schon ekelhaft erlebt wird. Man hat fast den Eindruck, dass viele nur dann zufrieden sind, wenn sie andere weder persönlich sehen noch hören müssen. Lieber zu Hause einschließen und vor dem Monitor sitzen. Der einzige Bezugspunkt zur Außenwelt ist bald die Amazon-Drohne.

Ich bin froh, wenn ich wieder zum Sport gehen kann, im vollen Kino-Saal sitze und mich ohne Maske frei bewegen kann. Natürlich gebe ich Leuten dann auch die Hand - denen ich sie geben will :wink:

Auch wenn Corona irgendwann von Seite 1 verschwindet, wird die gesellschaftliche Spaltung wohl zu einem gewissen Teil bleiben. Sorgen machen mir da auch die 120%igen Über-Coronisten, die Bürgerrechte für ein Relikt der Vergangenheit halten und mit Sätzen auffallen wie „Wir sollten dankbar dafür sein, dass die Regierung uns erlaubt, dass wir uns noch draußen frei bewegen dürfen“. Dankbar? Für eun Grundrecht? Für manche ist das GG offenbar wirklich Neuland, bei dem Grundrechte als Abwehrrechte gegen staatliche Eingriffe konzipiert sind.

Glücklicherweise ist die Welt offline deutlich weniger bekloppt als online. Rationales Abwägen und die unschrillen Töne der Mitte findet man im echten Leben noch häufig - Abseits von Covidioten und den Zeugen Coronas.

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Liegt bei vielen am Autismus

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Ich muss sagen, dass ich kurz etwas zusammengezuckt bin, als CF gesagt hat, dass Menschen, die ganz „konservativ“ morgens ins Büro wollen, den Fortschritt hindern.
Menschen sind Gemeinschaftswesen und haben einen natürlichen Drang, mit anderen Menschen zu tun zu haben. Es gibt schon mehrere Umfragen, die alle ergeben haben, dass die Menschen sich das Büro bei der Arbeit zurückwünschen und nicht weiter Homeoffice betreiben wollen. Und die Gründe waren nicht fehlende technische Vorraussetzungen zu Hause, sondern die geringere Produktivität und der fehlende Umgang mit Kollegen.
Wenn man sich lieber zurückzieht und alleine für sich arbeiten möchte, ist das eine Sache. Aber Unverständnis für Geimeinschaft zu haben und Händedruck und Begrüßungen als Belastungen zu empfinden, ist kein Fortschritt, sondern ein Fall für einen Therapeuten.

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Man muss an der Stelle ja nicht unbedingt in Absolutismen denken. Es ist schon sinnvoll, im Angesicht der modernen Möglichkeiten zu prüfen, inwieweit sie sich gewinnbringend für den Arbeitsalltag nutzen lassen (gerade was teure Geschäftsreisen angeht, da lässt sich sicherlich vieles auch einfach per Video-Call umsetzten). Wenn sich dann herausstellt, dass man bestimmte Tätigkeiten vollständig per Home-Office erledigen könnte, ist das ja eigentlich für beide Seiten ein Gewinn.
Aber natürlich wäre es wünschenswert, den Arbeitnehmer in den Prozess mit einzubeziehen; z. T. ist das aber wahrscheinlich auch eine Generationenfrage.

Also ich finde, wenn Ihr schon einen Jahesrückblick macht, hätte man doch Mal ein paar mehr Themen aufgreifen können. Die US-Wahlen, die Krawalle in den USA, der Anschlag in Hanau, usw… wäre ggf. interessanter gewesen als Olis neue Buslinie direkt vor seinem Haus. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Wie gesagt: Das haben wir ja in einem Frühstück schon „abgefrühstückt“ :wink:

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Das Jahr hatte einige Umbrüche für mich parat. Das seit zwei Jahren gewünschte Home Office für die Innendienstler wurde bei uns im März von einem Tag auf den anderen umgesetzt, gab etwas Chaos am Anfang, aber wir hatten zum Glück bereits die Digitalisierung abgeschlossen, die wir 2019 begonnen hatten. Mittlerweile ist das Präsenzbüro papierlos und besteht nur noch aus Springer-Arbeitsplätzen, wenn mal jemand ins Büro muss. Eigentlich ideal wie ich finde. Wir arbeiten fast alle eigenverantwortlich und können so das Büro nutzen, wenn wir es brauchen und wenn nicht, sind wir eben im HO.

Außerdem haben sich für mich ein paar Möglichkeiten ergeben, Digitalunterricht anzubieten, statt als Dozent durch die Welt zu kutschieren (sei es Unterricht via Livestream oder die Bereitstellung digitaler Lerninhalte), das hat mich persönlich sehr entlastet, ohne negativ ins Finanzielle zu gehen.

Da ich mir außerdem meistens selbst genug bin und nicht immer Menschen um mich herum brauche, gingen mir auch die Lockdowns nicht aufs Gemüt und ich habe meine sozialen Kontakte auf die besonderen Menschen und Momente beschränkt, wie es mMn auch bleiben kann. Habe das auch genutzt, um ein paar toxische Personen aus meinem Leben zu entfernen.

Alles in allem war das Jahr für meine persönliche und berufliche Entwicklung eigentlich ganz gut. Bin aber schwer entsetzt von den gesellschaftlichen und medizinischen Folgen, die die Pandemie uns gebracht hat. Als jemand, der ein paar Jahre in der Pflege war, macht es mich auch traurig zu sehen, was diese Berufsgruppe durchleiden muss in diesen Zeiten. Und natürlich entsetzt es mich, dass es immernoch Maskenverweigerer gibt, die unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Freiheit anderer Menschen Leben in Gefahr bringen. Aber der Vorteil der Pandemie war, dass solche Arschlöcher nun wie Glühbirnen aufgeleuchtet sind, was man sicher nicht vergessen wird nach dieser Krise. Ich weiß nun zumindest, wer in Zukunft Hilfe von mir erwarten kann und wer nicht.

Gefühlt war das Jahr allerdings das kürzeste meines Lebens, es hat sich angefühlt wie Januar, Februar, März, Dezember.

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War ja nur EIN Beispiel. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Und das von jemandem, der allein hier derart toxische Stimmung verbreitet, dass er dieses Jahr sogar ne Strafanzeige im RL deswegen gekriegt hat.

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Ich wage mal die kühne Aussage und das Ergebnis jetzt schon vorherzusagen. Ganz klares: Nein. Pflegeberufe und Einzelhandel wird danach wieder genau so schlecht bezahlt und behandelt werden wie davor. Und viele werden weiterhin diese Berufe ihren Kindern als abschreckende Beispiele erzählen.

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das vermehrte Homeoffice wird auch das Untereinander stark verändern, keine Zwischengespräche, schätze mal weniger Zusammenhalt und Teamgeist. und wer will sich morgens einen Schreibtisch buchen, wenn man mal im Büro sein möchte? Haben Große Firmen bereits versucht und sind dann doch wieder davon weg. gerade aus kleinen Gespräche auf dem Flur können wunderbare Ideen entstehen oder auch mal zusammen über Kunden ablästern etc.

Urlaub ausbezahlen geht nur bei Auflösung des Arbeitsvertrages

Hand geben fand ich auch vorher schon unangenehm, gerade bei vielen Leuten oder bei Klienten meinerseits…das werde ich nicht vermissen und habe es vorher auch schon vermieden

Corona hat auch viele wieder zum Spazieren gehen und Radfahren gebracht, kein schlechter Nebeneffekt. These: muss man zu einer Hochzeit wirklich sehr viele Leute einladen? denke, wir mussten jetzt auf das wesentliche konzentrieren und gewisse Werte neu ordnen. Muss man zu jedem Meeting fliegen / reisen oder geht es nicht auch über Online-Konferenzen?
und wozu braucht Thomas 2 Autos? :wink:

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Wobei ich es immer befremdlich fand, dass „Erika an der Aldi-Kasse“ plötzlich eine „Corona-Heldin“ sein soll. Geackert haben die Leute bei den Herstellern, die Leute im Lager und im Transportgewerbe. Heinzelmännchen haben weder mehr produziert noch geliefert.

Und langfristig stellt sich die Frage, ob wir noch Kassierer brauchen. Bald wird die aus den Regalen genimmene Ware drahtlos erfasst und beim Verlassen des Ladens automatisch bezahlt. Klar: noch nicht in 2 oder 4 Jahren- aber perspektivisch.

Die Frage mit den Großhochzeiten kannst du eher mal an dentürkischen/libanesischen/arabischen Kulturkreis mit 500 bis 1000 Gästen richten.

Ich bin gespannt wie sie deinen Vorschlag finden, eher im kleinen zweistelligen Kreis zu feiern :smile::smile:

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Wie schön, mal wieder die Klischeekiste ausgepackt. Als wären diese die einzigen mit Großhochzeiten.

Mal was anderes zu 2020:


Viele große Namen dabei dieses Jahr! Uff!
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Nö, Urlaub auszahlen geht immer im gegenseitigen Einverständnis, sofern der Arbeitnehmer im Kalenderjahr mds. 2 Wochen zusammenhängend Urlaub hatte.

3 Autos hat er aktuell. :wink: Warum das so ist, erfährst du in seinem akutellen Video auf Twitch ab Stunde 1:08.

Was dieses Jahr angeht: Ich glaube, ich habe es geschafft, mir so viele Filme anzugucken, wie noch nie. Irgendwie hatte ich auch voll Bock drauf im ersten Halbjahr. Ansonsten war ich immerhin 2x seit dem Corona-Beginn im Büro - und das auch nur, weil gegenüber vom Büro eine kleine Kaffeerösterei existiert, bei der ich mich erstmal für Monate mit Kaffee eingedeckt habe. :wink:

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