Ne eben nicht, das ist kein Schnittgewitter wie 96 Hours oder anderer Mist, sondern perfekte choreographierte Action. Das ist Gold mit Platinumhüllung.
Gerade der vierte Teil ist der Hammer, ich sag nur lange Treppe oder der Kampf in der Disco mit dem Wasser. Inhaltlich kann man sich gerne streiten und Fragen stellen wie „gibt es dort überhaupt eine Polizei?“…„ist jeder dort ein Auftragskiller?“ …„warum lebt msn nach Abstürzen aus dem 4 Stock überhaupt noch?“
Mag sein. Ich werde damit nicht warm und hatte auf den 4. Teil keine Lust mehr. Vielleicht wenn Rosl Mayr die Rolle von Halle Berry im 3.Teil hätte übernehmen können, aber so nicht
Der Film ist viel zu lang, braucht ne Stunde ehe es losgeht, sieht dann aber toll aus. Leider ist die Action sehr digital, KR war in vielen Szenen, in denen er kämpft, gar nicht am Set (Häuserstürmung von oben gefilmt…da war nichtmal ein Haus).
Wie gesagt, sieht gut aus, aber Werke wie The Raid, The Furious, die alten Chan-Filme, etc sind alle beeindruckender. Auch wiederholt sich bei JW einfach zuviel. Da sind Teil 2 und 3 noch die besten.
Das Beste an 4 sind Scott Adkins und Donnie Yen, die wieder alles geben. Auch Reeves hat meinen Respekt, aber einen Rewatch der JW-Reihe werde ich wohl nie machen. Dafür ist vieles zu gleich.
Von John Wick bin ich auch nicht wahnsinnig begeistert. Praktisch alle Kampfszenen sind zu lang und nicht abwechslungsreich genug. Gun-Fu kann partiell eingesetzt fantastisch sein, aber es trägt für mich keinen ganzen Film.
Was mich auch immer wieder stört, ist, dass zwar soweit Wert auf Realismus gelegt wird, dass penibel Kugeln gezählt werden und das Nachladen der Waffen eine Rolle spielt, dann aber wiederum mit den dünnen Jäckchen die Kugeln abgewehrt werden. Da wird scheinbar die Physik völlig außer Kraft gesetzt.
Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass John Wick in seiner stilistischen Kohärenz schon irgendwo beeindruckend ist. Ich sehe den Massen-Appeal. Mir fehlt aber Dreck und echte Härte. Die ganzen Leichen, die sich da türmen, haben null Relevanz, und die ganzen Tode, die gestorben werden, hinterlassen nichts beim Zuschauer.
Die Figur John Wick ist mir auch irgendwie egal. Er leidet am Ende auch nicht ( wie John McClane oder John Rambo ja auch noch ) und mäht und kämpft eben alles nieder. Die Körperlichkeit von Reeves in dem Alter erkenne ich natürlich an. Wenn McClane am Ende von Stirb Langsam 2 abgekämpft und voller Blut den Namen von Holly schreit bin ich voll bei der Figur und freue mich mit ihr.
das ist doch aber der Standard, mindestens seit John Wayne. Haneke sprach mal in einem Interview über Funny Games davon, dass das mainstream-Kino Gewalt fast immer „konsumierbar“ macht. Wie man sie nicht konsumierbar macht hat er in seinem Film eindrucksvoll demonstriert
Danke @max.stascheit, dass Du @HannibalSmith mit der detailreichen Schilderung der Szenen etwas gebremst hast. Wenn man einen Film noch nie oder lange nicht gesehen hat, spoilert das Nachsprechen der Dialoge und Aufzählung von Poienten schon viel…
Und da ihr ja offenbar alle Jennifer Lawrence Fans wie ich seid: Bei meinen letzten Urlaub habe ich zahlreiche Film Drehorte besucht und Szenen nachgestellt. Da Jennifer Lawrence in einem Restaurant ihre Verlobung gefeiert hat, wo wir zufällig auch waren, habe ich auch dort ein Foto nachgestellt …