Folge 526: Zum Tode von Mario Adorf

Pantoffelkino Folge 526. Hier kann darüber diskutiert werden!

Im April ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben. Und er hinterlässt ein riesiges Werk an Filmen und Fernsehproduktionen. Von daher haben Holger und Malte es sich nicht nehmen lassen, dem vielfach ausgezeichneten Schauspieler auch hier die letzte Ehre zu erweisen. Egal, ob als Schurke, als gutmütiger Charakter oder entschlossener Unternehmer: Adorf wusste in vielen Rollen zu überzeugen.

Ich glaube, ich habe das bei einer anderen Pantoffelkino-Folge schon mal gesagt, aber auch hier sieht man wieder schön, was diese Sendung von anderen Filmformaten abhebt. Wie toll, dass ihr einem der letzten Großen, die wir noch hatten, eine ganze Sendung widmet.

Ihr beide ergänzt euch wirklich gut, hat Spaß gemacht, euch zuzuhören. Normalerweise sind Synchrothemen für mich nicht so interessant, aber hier ist das schon extrem relevant und sehr informativ. (Bei manchen Filmen könnte die Suche nach der „o-tonigsten“ Fassung wahrscheinlich eine ganze Sendung füllen - die allerdings keiner gucken würde.) :slight_smile:

Von daher: Danke euch für diese Sendung, davon kann ich nie genug kriegen.

Nur so nebenbei: „Nachts, wenn der Teufel kam“ erscheint Anfang Juli auf Blu-ray.

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Ein zu Unrecht weniger bekannter Film mit Adorf, E. Sommer, H. Elsner und H. Reinecke ist

die Komödie

1973 eine Ausnahme im deutschen Film, das dritte Reich als Komödie zu behandeln.

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Isch habe in Kölle den Arm um je Holger gelegt, dat erlaubt mir meine Alte. Mensch Holger ich wille mal de Sau rauslasse, wo waren die geilen Weiber in Kölle.

Das ihr Exquisit seid (ist ja hinter einer Paywall) ist klar, aber sein Auftritt bei Kir Royal ist auch legendär.

Aber immer lernt man etwas neues. Und Via Mala, selten so einen Widerling gesehen. Ein super Schauspieler.

„Ich mach dich nieder, Schimmerlos. Wenn du mich jetzt hier stehenlässt wie 'ne Deppen, dann mach ich dich nieder. Ich ruinier dich. Ich mach dich fertig. Ich kleb dich zu von oben bis unten. Ich kauf dich einfach. Ich kauf dir 'ne Villa, da stell ich dir dann noch 'nen Ferrari davor. Deinem Weib schick ich jeden Tag 'nen Fünfkaräter. Ich schieb et dir hinten und vorne rein. Ich scheiß dich so was von zu mit meinem Geld, dass du keine ruhige Minute mehr hast. Ich schick dir jeden Tag Cash, im Koffer. Das schickste zurück - einmal, zweimal, vielleicht sogar 'n drittes Mal. Aber ich schick dir jedes Mal mehr… und irgendwann kommt dann nun mal der Punkt, da bist du so mürbe und so fertig und die Versuchung ist so groß, dann nimmst es. Und dann hab ich dich. Dann gehörst du mir. Dann bist du mein Knecht. Ich mach mit dir, was ich will. Verstehst du, Junge? Ich bin dir einfach über. Gegen meine Kohle hast du doch gar keine Chance. Begreifst du das denn nicht, mein Junge? Mensch, Baby… Junge! Ich will doch nur dein Freund sein! Komm… und jetzt sag „Heini“ zu mir.“

Ich musste bei der Folge auch an Kir Royal und an diesen legendären Monolog denken. Der hat in seinem Ausdruck, seinem Gesicht, seiner Stimme so viel Charakter und Charisma… Ein ganz Großer! Danke, dass ihr ihm diese Folge gewidmet habt.

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Mario Adorf war auch klasse in einigen Gialli und Poliziotteschi.

  • Das Syndikat
  • Milano Kaliber 9
  • Der Tod trägt schwarzes Leder
  • Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe
  • Der Mafia-Boß – Sie töten wie Schakale

Auch in Roland Klicks Deadlock fand ich ihn super.

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Diese beiden standen auch im Raum als zu besprechende Filme. Adorf spielt auch hier allerdings eher eine Nebenrolle. Beide Filme sind aber sehenswert.

Deadlock ist super. Er hatte Sorge nur noch in harten Filmen wie Der Mafiabos oder Milano Kaliber 9 besetzt zu werden und schlug andere Angebote in dieser Richtung aus. In Das Syndikat spielt doch auch Jürgen Drews mit. Fahrt zur Hölle, ihr Halunken von Corbucci ist auch geil.

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Freu mich das ihr eine Adorf-Folge gemacht habt und mein im Mai vorgeschlagener Wunsch „Nachts wenn der Teufel kam“ dabei ist. Hab es (natürlich) noch nicht gesehen, bin gespannt!
Kaum zu glauben das ausser mir noch jemand „Der letzte Ritt nach Santa Cruz“ kennt :grinning_face_with_smiling_eyes: Der Film kann für sich beanspruchen die größte Fehlbesetzung zu zeigen die ich je gesehen hab- nix gegen Walter Giller, aber in einem Western :see_no_evil_monkey:das geht ja gar nicht :grinning_face_with_smiling_eyes:

Eine meiner liebsten Rollen von Adorf ist die des Katzen fressenden! Kunstmalers in dem großartigen Giallo „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“
Eine sehr nette Nebenrolle hatte er auch in „Mein Schulfreund“ als Muttermörder, der mit Heinz Rühmann in einer Zelle sitzt und sich sicher ist das ihm nix passieren kann, weil „isch kriesch ja Paragraf, isch bin ja bekloppt“ :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich hatte vor einigen Jahren mal die Filmjuwelen-DVD von Der letzte Ritt nach Santa Cruz bestellt, aber leider ( wie komischerweise oft bei Veröffentlichungen von Filmjuwelen ) hatte sie zwischendrin Abspielprobleme. Hat Walter Giller da eine Trottel-Rolle wie Eddi Arent oder wurde darauf verzichtet wenigstens? Das Interview mit Adorf und Gysi kenne ich auch.

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Mein Schulfreund mit Rühmann ist toll, aber leider in Vergessenheit geraten. Als ehemaliger Klassenkamerad schreibt er Hermann Göring und bittet darum den Krieg zu beenden :grin: Für die damalige Zeit schon ein mutiger Film. https://youtu.be/-kg5jSfF080?si=aSHgpoRZK3CwQ2q4

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Giller spielt einen unterwürfigen Feigling den Adorf nur in seiner Bande duldet um ihn demütigen zu können. Plötzlich gibt er sich dann als Revolverheld zu erkennen, der sich eingeschlichen hat um mit Adorfs Figur abzurechnen und den gefährlichen Scharfschützen kauf ich Giller halt so gar nicht ab.
Der Schulfreund ist wirklich sehenswert, übrigens auch von Robert Siodmak.

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Horst Wendlandt war vielleicht nicht ganz so schnell bereit soviel Kohle wie Eichinger in Die unendliche Geschichte in Momo zu stecken als Produzent der alten Generation. Wenn Der Schatz im Silbersee im Kino ein Rohrkrepierer gewesen wäre er finanziell ruiniert gewesen. Er wollte Das Boot nicht produzieren weil er keinen Platz für eine Liebesgeschichte sah und das Ding ja nur unter Wasser spielt :grin: Die Entfremdung zwischen Adorf und Wedel fing bei den Nibelungen-Festspielen in Worms an. Adorf holte Wedel dahin und dieser wollte dann natürlich praktisch die gesamte Macht haben und so entstand der Bruch. Er soll wirklich gern bei Dialogen aus Wall Street schwach geworden sein :grinning_face: @HannibalSmith Wenn du Hans Korte magst besorg dir mal die Spiehs-Produktion Jeder stirbt für sich sich allein von 1976. Korte spielt da fantastisch und hassenswert einen SS-Mann. Martin Hirthe, Arnold Marquis und Peter Matic haben auch grössere Rollen. Einer der wenigen Filme von Spiehs mit Anspruch und ohne Dirndl :grin: https://youtu.be/jfYJiUK19vQ?si=RZoIUEufPxsv-QVr

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Diese beiden standen auch im Raum als zu besprechende Filme. Adorf spielt auch hier allerdings eher eine Nebenrolle.

In „Der Mafiaboss“ spielt er allerdings die Hauptrolle … und der ist m. E. ebenfalls ziemlich sehenswert

Den kenn ich auch, mit Hildegard Knef und Carl Raddatz. Regie Alfred Vohrer

Der ist :+1:

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Ich finde den sehr ergreifend und auch als Milieustudie nicht schlecht. Bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Die Neuverfilmung von dem Stoff mit Emma Thompson und Brendan Gleeson vor einigen Jahren war sicherlich gut, aber der Film von 1976 berührte mich mehr.

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Hier übrigens, wie erwähnt, Mario Adorf über Klaus Kinski - herrlich auch die Story mit der drallen Kellnerin :rofl:

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Er war auch dabei, als Sam Spiegel ( einer der größten Hollywood-Produzenten ) Senta Berger recht frech wohl zum Sex einladen wollte. Das spiele sich in Mexiko während einer Drehpause am Set von Sierra Charriba in einem Pool ab. Adorf hörte Berger sagen: Sam! Du bist alt, fett und hässlich :grin: Stimmte auch

https://youtu.be/-M3BLWHBwCA?si=gDooY8tceZC1WcmR ab 30:00. Spiegel war auch beim Casting für die deutsche Stimme von Marlon Brando in Die Faust im Nacken in Berlin dabei und entschied sich für Harald Juhnke als Stimme.

https://youtu.be/JN1pgPPn_QI?si=8XX37RptQJQInKgy Hier erzählt Wendlandt Momo habe tatsächlich 15 Millionen gekostet :distorted_face: Ab 14:00. Noch günstig im Vergleich zu Die unendliche Geschichte, aber nach 15 Millionen sieht Momo echt nicht aus. Dieser Johannes Schaaf

ist als Regisseur echt eine kuriose Wahl gewesen .

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