Folge 526: Zum Tode von Mario Adorf

Das dass nicht dabei ist, schäm dich Holger. Wir kaufen Alsterfilm mit Markus Söder auf, dann gibt es nur noch Weißwürste und Alkohol, keinen Tee.

Wir Bayern sind dir über. Das hast du in Kölle schon gemerkt. Wir nehmen dann die Ossis noch dazu. Dann Frühstück, Weißwürste mit Weißbier, Mittag Soljanka mit Leipziger Gose, Abendessen Pfälzer Saumagen mit (okay die sagen Weizenbier, geht gar nicht).

Anstattdessen Gaisburger Marsch. mit Zäpfle.

Und zwischendurch Frankfurter Etagere mit The Station Bier.

Da sind wir nicht Hamburger dir über.

Soooo! Jetzt wissen wir es vom Experten.

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Ich hab mich auch schon gefragt, was da passiert ist, dass der Herr Spiehs involviert war. :slight_smile:

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Der Reigen von 1973 war auch ein Versuch von ihm in der Richtung mit Helmut Berger und Senta Berger, aber wollte niemand sehen.

An Deadlock musste ich auch denken. Ein Pantoffelkino-Spezial über Roland Klick wäre auch mal was. Da könnte man quasi alle Filme besprechen, denn so viele hat er leider nicht gemacht.


Ich finde auch Lola von Fassbinder echt gut. Ein eher untypischer Fassbinder. Adorf spielt einen Baulöwen, der mit Bürgermeister und Bankdirektor die Aufträge aushandelt. Da gibts eine Szene, die ein wenig an die legendäre Kir-Royal-Rede erinnert. Adorf liefert sich mit Matthias Fuchs einen Bieterwettstreit um die titelgebende Prostituierte Lola, gespielt von Barabara Sukowa, und er sagt zu Fuchs sinngemäß: „Wissen Sie was? Bevor Sie sich ruinieren, kauf ich Sie. Was ist Ihr Preis? Ich weiß zwar nicht, was ich mit Ihnen anfangen soll, aber dafür sind Sie wahrscheinlich billig. Und immerhin könnte ich Sie dann rausschmeißen.“

Der Film hat noch eine Reihe anderer herrliche Szenen, vorallem zwischen Adorf und Sukowa. Schauspielerisch fantastisch.


Eine gute Performance liefert Adorf auch in Pizza Colonia ab. Der Film ist zwar manchmal ziemlich schrill und klischeehaft, aber wegen Adorf alleine schon sehenswert. Und Eberhard Feik und Willy Millowitsch gibts auch noch.


Was Fernsehen betrifft, muss ich noch Tresko nennen. Das waren drei Filme auf Sat1 basierend auf Adorfs eigener Idee. Er spielt einen Ermittler im Kunstmilieu. Aus heutiger Sicht etwas dröge, aber damals fand ich das ganz originell.


An Die Kaltenbach-Papiere, der letzte filmische Output von Rainer Erler, erinnere ich mich nur noch vage, glaube aber, dass ich den Zweiteiler recht gut fand. Müsste ich mir auch mal wieder anschauen.

Kürzlich habe ich „Fedora“ von 1978 gesehen, den vorletzten Billy-Wilder Film.
Adorf ist dort in einer Nebenrolle als verschlagener Hotelbesitzer zu sehen.

Via Mala von 1945 kann man auf archive.org anschauen. Zwar mit englischen UT, aber besser als nichts. Der Film wurde offenbar nach der damaligen Kinoveröffentlichung nicht mehr veröffentlicht. Vielleicht lief er mal im Fernsehen, aber VHS oder gar DVD gabs nicht.

2015 hat die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung den Film digitalisiert, aber wieso er nicht auch irgendwie veröffentlicht wurde, ist unklar. In deren aktuellem Verleihkatalog ist der Film auch nicht drin.


Endstation 13 Sahara mag ich auch sehr. Allerdings spielt Mario Adorf eher eine Nebenrolle; zumindest eine Rolle mit wenig Text, denn im Bild ist er schon oft.

Caroll Baker crasht mit einem Auto in ein Wüsten-Camp und bringt dort die anwesenden Herren, die schon seit Monaten keine Frau mehr gesehen haben, in Wallung. Spitz wie Lumpi sind Hansjörg Felmy, Peter van Eyck, Ian Bannen, Denholm Elliott und Mario Adorf.

Für die Synchro-Fans gibt es auch was zu hören, nämlich Gerd Günther Hoffmann, Gerd Martienzen, Arnold Marquis und Uta Hallant. Felmy und van Eyck haben sich selbst gesprochen.

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Der enorme Erfolg und die Kosten von Via Mala waren mir gar nicht klar. Der lief mal so um 1997/98 auf Arte an mehreren Tagen und ihn habe ihn mit meinen Eltern geschaut. Fröbe hat sich in einer Szene in der Verfilmung von 1961 komplett vergessen und war so in seiner Rolle drin bis ihn mehrere vom Set gepackt habe und er wieder zu sich kam. Wäre als Bonusmaterial geil gewesen, aber ist wohl vernichtet worden leider.

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Ich könnte mir vorstellen, dass es das gedrehte Material mit Schwarzkopf für den „Großen Bellheim“ gar nicht mehr gibt und man es damals spätestens nach dem Endschnitt vernichtet hat, weil man es ja sowieso nicht verwenden konnte.

Die erste Folge von „Die Affäre Semmeling“ lief am Neujahr 2002; ich habe die damals zusammen mit meinen Eltern gesehen und am Ende sagte meine Mutter ganz trocken: „Mein Gott, war das langweilig. Das gucken wir jetzt aber nicht weiter.“ :laughing:

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Ausschnitte von „großen Bellheim“ - Material mit Klaus Schwarzkopf liefen im Rahmen der Berichterstattung bei der Erstausstrahlung im ZDF…

Klaus Schwarzkopf hat - nach meiner Erinnerung - selbst vom Krankenhaus aus mit Heinz Schubert wegen der Übernahme seiner Rolle im Bellheim telefoniert…

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Kluge Mama :smiley:

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Bei mir hat es auf der DVD Box umgekehrt sofort funktioniert. Ich mag die Reihe sehr…auch wenn ich die anderen immer noch besser finde.

Vielleicht lag es am Lagerfeuer-Gefühl, dass einfach die ganzr Truppe rund um Wedel dabei war. Irgendwann werde ich mir die 6 Dinger nochmal reinpfeifen

Kann natürlich auch an der Erwartungshaltung gelegen haben. „Der König von St. Pauli“ war ja ein riesiger Erfolg und inhaltlich mit der Rotlicht-Thematik für Wedel auch noch mal ein bisschen was anderes.
Da haben viele Zuschauer möglicherweise eher wieder sowas erwartet anstatt einer klassischen Familien-Polit-Geschichte.

Wenn man Claude-Oliver Rudolph über die Dreharbeiten zu Der König von St.Pauli erzählen hört könnte man meinen nur er wäre allein für den Erfolg verantwortlich. Ich kann den Typen nicht ernst nehmen in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung :grin:

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Hab mit dem Thema NULL Berührungspunkte und war auch nicht wirklich sicher ob ich diese Ausgabe anschaue, aber habs dann doch gemacht.

Ganz tolle Dynamik zwischen Holger und Malte, fands auch richtig toll, dass hier mal wirklich Zeit genommen wurde für die Besprechungen. Immer öfter kommt mir das viel zu kurz rüber, hier genau richtig. Interessante Filmauswahl, diese Folge war mal was anderes

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Kir Royal (hat mit der Folge jetzt nur am Rande zu tun) ist gerade in der ARD-Mediathek:

Vor allem die erste Folge mit Mario Adorf ist ja ein absoluter Klassiker.

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Und sogar in 1080p in guter Qualität.

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Noch ein Film aus seiner Anfangszeit. Derzeit in der ARTE-Mediathek.

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Toller Film. Kaum zu glauben, dass sowas mal aus Deutschland kam.

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Ja, guter Film, gutes Buch. Tressler hat ein paar gute Sachen gemacht - und „Ach jodel mir noch einen“. Später musste er dann seichte Fernsehserien drehen.

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