Folge 525: Wunschfilme Juni: u.a. Räuber Hotzenplotz, Casino Royale

Pantoffelkino Folge 525. Hier kann darüber diskutiert werden!

Uih, die Wunschfilme dieses Monats sind für die Pantoffelkino-Runde alles andere als ein reines Vergnügen. Bei einigen Werken war es durchaus Arbeit, sie anschauen zu müssen. Gert Fröbe spielt den „Räuber Hotzenpltz“, während in „Airport“ eine Bombe an Bord eines Flugzeugs für Panik sorgt. Und dann ist da noch die skurrile Verfilmung des Bond-Romans „Casino Royale“ von 1967. Am Ende sorgt zumindest Paul Naschy für Heiterkeit.

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Belmondo war damals mit Ursula Andres zusammen und daher verschaffte sie ihm die kleine Rolle gegen Ende noch. Den Bart könnte er aus Der Dieb von Paris ( auch von 1967) noch privat ne Zeit getragen haben.

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Bin hundertprozentig Christians Meinung zu „Die fetten Jahre sind vorbei“. Ein ganz furchtbarer Film, der auf meiner Hassfilm-Liste ganz weit oben steht. Man soll mit Pseudo-Revoluzzern sympathisieren, deren Ansicht ist „Uns gefällt nicht, dass du ein großes Haus mit Pool hast, deswegen brechen wir bei dir ein und kacken dir auf den Teppich“. Was Air Force One für Malte ist, das ist dieser Film für mich :grinning_face_with_smiling_eyes:.

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Schön, dass euch „Casino Royale“ so gut gefallen hat. Es ist auch ein handwerklich sehr gut gemachter Film! :laughing:

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@nbfilm Auch du kriegst von mir ein Bierchen, ich bin Jahrgang 74ig. Hotzenplotz hab ich Gottseidank nicht gesehen, schrecklich. Hab aber immer in der Lesestunde (gab’s damals noch) Preußler immer geliebt.

Und Casino Royal ist nicht so schlecht.

Und meine geliebte Ex-Frau (sorry der musste raus) war immer schon ein Fan von Peter Sellers.

Der Partyschreck ist ein geiler Film. (@nbfilm siehst du wahrscheinlich anders, Bierchen gibt es trotzdem, für meine geliebte Frau C.:rofl: )

Austin Powers in Scheiße trifft es perfekt. Obwohl ich Austin Powers nicht witzig finde.

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Partyschreck ist super.

Haben wir hier auch schon besprochen.

Und danke. Ich trinke das nächste alkoholfreie Studio-Bier auf Dein Wohl. :clinking_beer_mugs:

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Gerne Alkoholfrei, kein Problem.

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Aber Peter Sellers mit indischem Akzent, wir müssen Schweigen. Ist politisch nicht korrekt.:rofl: :rofl: hast super Film wissen.

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Seppel war auch schon im MG-Kosmos und sehr nett. Er lachte sogar über Paddys Kalauer :grinning_face:

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Euren ( wenn auch sehr unterhaltsamen ) Verriss von Airport finde ich etwas gemein. Der Film wirkt sicherlich wie von 1960, aber Burt Lancaster ( der hier im Gegensatz zu Dean Martin noch echte Haare hat ) als abgehalftert zu bezeichnen ist schon frech :grin:

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Ich glaube die Airport Filme sind ein guilty pleasure. Mir gefällt auch Airport 80ig, die Concorde.

Und George Kennedy geht immer. Schackelin Bisset sowieso :rofl:

Ups, die spielt ja da gar nicht mit.

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Die mag ich auch gern :heart_eyes: Es gibt ne schöne Box von Capelight.

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Christian & Co dürfen sich den teilweise Filmwunsch Schlonz ansehen und ich verängstigte Mädels neben mir im Kino bei Obsession. Finde ich ganz fair :grin:

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Christian, fängst Du schon an, Gespenster zu sehen? :slight_smile: Ich kann – nein, ich will – mir nicht vorstellen, dass „Der Räuber Hotzenplotz“ u.a. gewählt wurde, um Euch eins reinzudrücken. Zumindest war das nicht meine Motivation und da hätte es in der Liste auch einen viel geeigneteren Kandidaten gegeben, gell, Wilhelm? :winking_face_with_tongue:

Ich mag den ersten Hotzenplotz. Sehr gern sogar. Manche Eurer Kritikpunkte sind nicht von der Hand zu weisen, vor allem das Makeup. Meine Theorie ist, dass es sich hier eigentlich um einen Mann vom Theater handelt. Zumindest ist Hotzenplotz die einzige Filmarbeit von Reiner Pohl, und wenn es sich nicht um einen großen Zufall mit einem Namensvetter handelt, dann findet man tatsächlich bis Anfang der 90er einige Einträge zu Theaterproduktionen. Während das Makeup im Theater aufgrund der Entfernung zur Bühne halt durchgeht, ist das im Film fatal. Was mich allerdings schon als Kind viel mehr gestört hat, ist, dass der Film komplett ohne Ton gedreht wurde und fast alle Kinder (allesamt Laiendarsteller, die aus dem Drehort Wolframs Eschenbach stammen) nachträglich von Frauen synchronisiert wurden. Und das merkt man massiv.

Das ist aber alles, was ich zu meckern habe. Gert Fröbe finde ich sensationell, Meinrad sowieso. Gerhard Acktun wird immer mein Seppel sein, egal wie oft sie das verfilmen, allein wegen der ansteckenden Lache. Die Szene mit der Pfefferpistole ist einer meiner ersten Jump Scares der Filmgeschichte. Und ich finde, man sollte Rainer Basedow noch erwähnen, jahrelanges Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft (und u.a. die deutsche Stimme von John Belushi in „Blues Brothers“), dem als Dimpfelmoser keiner seiner Nachfolger das Wasser reichen kann.

Zum neuen Hotzenplotz: Hab ich (genauso wie die Armin-Rohde-Version) nie fertig gesehen. Da war ich raus, als Hotzenplotz mit der Pfefferpistole nur noch in die Luft geschossen hat (kann man ja nicht mehr machen, auf ein Kind zu zielen) und die schlechten CGI-Pfefferkörner (so viel zum Thema Effekte) langsam runtergesunken sind, so dass der arme Seppel ein bisschen husten musste.

Und zum Schluss noch: Ich hab im Sebastian-Gedenkthread schon kurz davon erzählt, dass ich mich mit ihm bei der MG-Tour in München ein bisschen unterhalten habe und dabei auch die TV Fassung vom Hotzenplotz angesprochen hab. Er wusste nichts davon und wollte gerne über seine Social-Media-Kanäle einen Aufruf starten, ob da jemand noch die TV-Aufzeichnung hat. Leider ist es nicht dazu gekommen. Er hatte mich zwar gebeten, ihn nochmal daran zu erinnern, falls er es vergisst, aber das war unmittelbar bevor er angefangen hat zu streamen (in seiner letzten Mail hat er sogar erwähnt, dass er damit jetzt anfängt), und das ging dann ja dermaßen schnell durch die Decke, dass ich ihn deswegen auch nicht mehr nerven wollte.

Wie auch immer, hier ist die Mail, die ich ihm damals geschrieben habe, mit allen Infos zur Langfassung, an die ich mich noch erinnern kann. Für die zwei Leute, die das vielleicht interessiert. :slight_smile:


Hi Sebastian,

evtl. kannst Du Dich erinnern, wir haben auf dem MG Tourtermin in München kurz gequatscht und Du hattest mich gebeten, Dir eine Mail zu schreiben und Dich an die Langfassung von Räuber Hotzenplotz zu erinnern.

Kurz zusammengefasst: Neben der Kinofassung gab es noch eine vierteilige TV Version des Films, die u.a. mal im ZDF Ferienprogramm gezeigt wurde. In diese Version wurden - wahrscheinlich um die Laufzeit auf ca. 4x30min. inkl. Nachspann zu bekommen - einige Szenen wieder eingefügt, die in der Kinofassung nicht zu sehen waren. Laut Fernsehserien.de war die deutsche TV-Premiere am 01.05.1978, aber sie muss auf jeden Fall 1982 oder später nochmal wiederholt worden sein, denn ich hatte sie mal selbst auf VHS und unseren ersten Videorekorder bekamen wir erst 1982.

Die Szenen, an die ich mich noch erinnern kann:

  • eine zusätzliche Einstellung am Anfang von Folge 2, in der Hotzenplotz die Holzkiste durch den Wald schleppt.
  • ebenfalls in Folge 2 ist die Szene länger, in der Hotzenplotz Kasperl fängt, aus der Grube befreit und in den Sack steckt. In der Kinoversion kommt sofort ein Schnitt und Hotzenplotz trägt Kasperl in die Höhle. In der TV Fassung schafft es Kasperl, sich nochmal loszureißen nachdem Hotzenplotz ihn in den Sack gesteckt hat. Darauf rollt Kasperl im Sack den Berg runter, Hotzenplotz läuft hinterher und fängt ihn unten wieder ein. Die Szene war sogar recht aufwändig gedreht mit einem POV Shot als Kasperl den Berg runterrollt, so dass die Kamera sich hier mehrfach mit um die eigene Achse dreht.
  • eine zusätzliche Szene in Folge 3, in der Dimpfelmoser den Leiterwagen, mit dem Kasperl und Seppel die Holzkiste transportiert haben, im Graben findet und sicherstellt. In der Kinofassung fehlt die Szene komplett und man sieht nur, wie er den leeren Wagen zurück in den Ort zieht.

Es ist möglich, dass noch mehr Szenen und Einstellungen wieder eingefügt wurden, aber das sind die einzigen, an die ich mich noch erinnern kann. :slight_smile:

Wenn Du magst, kannst Du ja mal Deine Fühler ausstrecken, ob es noch jemand da draußen gibt, der das mal aufgenommen hat. Meine Videokassetten sind leider alle den diversen Generationswechseln an Heimkinomedien zum Opfer gefallen.

LG,
Sam

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Das war bis in die 70er ja allgemein üblich, dass Kinder (in erster Linie Jungs, aber auch Mädchen) von Frauen gesprochen wurden.
Synchron war halt noch eher ein Nebenverdienst und erst mit dem Hörspiel-Boom ab Ende der 70er hatte man mehr oder weniger ausgebildete Kindersprecher zur Hand.

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Bart Simpson wird bis heute von einer Frau gesprochen :grinning_face_with_smiling_eyes: Frauen haben, gerade bei Serien, den Vorteil, nicht in den Stimmbruch zu kommen, so dass sie die Figur über Jahre hinweg sprechen können.

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Milhouse auch.

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Korrekt. Find’s bei deutschen Produktionen nur nochmal etwas markanter, wenn auch da natürlich keine Seltenheit, ohne Ton drehen war ja ziemlich lange fast schon Standard und häufig haben sich ja nicht mal die „Großen“ selber gesprochen. Bei italienischen Produktionen war das noch viel extremer. Aber ich schweife ab. :slight_smile:

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Laut fernsehserien.de lief die 4-teilige Version vom Hotzenplotz 1978 und 1983 im ZDF. Als Mehrteiler ergibt das Sinn, da der Spielfilm vor allem für Kinder eigentlich viel zu lang ist. Zum Blu-ray-Release hätte man die Serie doch noch mal mitveröffentlichen können (sofern denn tatsächlich zusätzliche Szenen enthalten sind).

Was man zu dem Film aber noch mal erwähnen muss: So schlecht auch Maske und Kostüme sind, die Drehorte sind fantastisch. Fast alles echt, keine billigen Kulissen. Also das Gegenteil von Theater. Und vieles sieht auch heute immer noch so aus wie damals. Nur das Haus von Kasperls Großmutter steht leider nicht mehr.


Dass ihr euch für den fünften Film ausgerechnet Blutmesse für den Teufel ausgesucht habt, hat mich doch überrascht. Sonst wird über Trashfilme ja gerne mal gejammert. Gefreut hat mich dann aber, dass der Film bei allen zumindest für kurzweilige Unterhaltung gesorgt hat.

Trotz aller Billigkeit merkt man, dass in dem Film Herzblut und Liebe zum Detail drinsteckt. Und der Film hat eine tolle Atmosphäre, zu der auch der famose Orgel-Soundtrack beiträgt.

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Christianist ja bekanntlich Paul-Naschy-Ultra :wink:
Ansonsten war das aber auch für mich eher eine Wahl der Marke „schlanker Fuß“.