Pantoffelkino Folge 521. Hier kann darüber diskutiert werden!
Höchste Zeit für die Wunschfilme im Mai. Zunächst geht es um den jüngsten „Stromberg“-Film, der ja allgemein sehr negativ aufgenommen wurde. Lars und Rike haben kaum etwas von der Serie gesehen und gingen daher unvoreingenommener an das Werk heran. Mit „Waterworld“ und „Lethal Weapon 3“ stehen zwei Hollywood-Blockbuster auf der Liste, „Nymphomaniac“ führt in sexuelle Abgründe. Der 5. Film ist Jesse Eisenbergs „A Real Pain“.
Bei der Ankündigung, dass ein neuer Stomberg-Film kommen soll, dachte ich schon „Warum, bitte?“. Das Gefühl ist nach dem Film geblieben, auch wenn ich ihn nicht ganz so furchtbar fand, wie er von einigen gemacht wird.
Aber die Tendenz ist leider heute immer wieder vorhanden, eigentlich runde, abgeschlossene Formate und Serien zu nehmen und diesen partout nochmal ein Extra aufsetzen zu wollen.
Im besten Fall erzeugt man (meistens kurz) ein wohliges Gefühl und liefert ein bisschen Fanservice.
Aber mir fallen wenig Beispiele ein, in denen ein Revival auf einem gleich guten Niveau funktioniert.
Hier eben auch nicht.
Lasst „alte“ Serien in Frieden ruhen und zerrt nicht alles wieder zurück.
So sehr ich Lars und Rikes Kritiken sonst schätze, waren sie für die Stromberg-Kritik eine komplette Fehlbesetzung. Der Film bzw. der Abschluss der kompletten Serie wurde ganz sicher nicht für „Neueinsteiger“ oder Desinteressierte gedreht. Somit gab es in dieser PTV-Kritik keinen wirklichen Mehrwert. Lediglich Christian konnte die Kritik retten, mit der ich auch weitesgehend übereinstimme. Der Film war für alle oder zumindest für die meisten Fans ein kompletter Schlag ins Gesicht.
Es wäre deutlich interessanter gewesen wenn man Kenner der Serie eingeladen hätte. Vielleicht hätte sich dann so auch ein vernünftiges Pro- und Kontra-Gespräch ergeben.
Aber so macht PTV wenig Sinn. Rikes Joker-Vergleich fand ich allerdings gut. So werden vielleicht beim nächsten mal zu Joker 2 (falls nicht schon geschehen) Kritiker eingeladen, die Joker 1 nicht kennen und dann von einem guten Musical schwärmen.
EDIT: Christian, du erwähntest die schlechte überdrehte Leistung des Influencers. Das stimmt.Hinzu kommt aber auch das die Beziehung zu Jennifer extrem unglaubwürdig wirkt. Fans hattten schon anmerkt, dass die Rolle des Influencers ihr Sohn Helge viel besser hätte spielen können. Einfach ein wahrlich schlechtes Drehbuch mit krassen Logiklücken.
Ich fand interessant eine Kritik von Leuten zu hören, die die Serie gar nicht kannten.
Ganz ehrlich, das ist eh eine Kritik die keiner braucht. Ist doch klar, dass der Film Mist ist. Das ist ein billiger Cash Grab. Und klar, dass Fans der Serie damit nichts anfangen können. An Christians Kritik war nichts überraschend.
Da ist die Sichtweise von zwei unbefleckten Personen deutlich interessanter….
Team ist ja auch deutlich kleiner geworden. Genau genommen 6 Leute die überhaupt Teil von Pantoffelkino sind. Gut vorstellbar hatte auch nicht jeder Bock auf Nymphomaniac.
Finde ich schwierig. Das ist so als würde man die letzte Folge GoT oder einer sonstigen Serie schauen und sie daran beurteilen. Es ist halt ein zusammenhängendes Werk. Der erste Film hätte sich als Standalone sicherlich besser angeboten.
Habe mich schon lange auf die Kritik zu Stromberg gefreut. Hätte ja gehofft, dass zumindest Holger da sitzen wird, stattdessen saßen da Lars und Rike, die überhaupt gar keine Ahnung von dieser Serie hatten und es nur “interessant” fanden. Das tut dann echt weh sich das anzuhören, wenn man da überhaupt nicht drin ist! Und sich auch nichtmal ansatzweise mit der Serie beschäftigt hat. Fand ich schon enttäuschend. Mich hätte vor allem auch Holgers Meinung mal interessiert.
Hätten nur Serienunkundige in der Sendung gesessen, könnte ich deine Kritik verstehen, aber es waren ja sozusagen beide Positionen vertreten.
Und dein GoT-Vergleich hinkt auch etwas: Es geht hier ja nicht um eine herausgelöste Episode, sondern um einen Film, der über ein Jahrzehnt nach Ende der Serie erschienen ist; da kann man als Produzent mMn nicht mehr voraussetzen, dass die Zuschauer die komplette Serie geschaut, geschweige denn noch alles parat haben; von daher ergibt ein solcher Standpunkt wie von L & R in diesem Fall schon Sinn.
Ich muss sagen, dass ich den zweiten Stromberg Film auch nicht besonders gut fand. Ich habe irgendwann an der Stelle abgeschaltet, als Stromberg nur noch randalierend durch die Weltgeschichte läuft. Dabei macht gerade die erste halbe Stunde eigentlich noch Hoffnung, weil dort vieles von dem funktioniert, was die Figur früher ausgezeichnet hat. Danach geht es für mich allerdings deutlich bergab.
Vor allem die nervige Redakteurin wirkt unglaublich bemüht. Sie scheint hauptsächlich als eine Art politisch korrekter Kommentar zu dienen, und genau das nimmt der Figur Stromberg viel von ihrer Wirkung. Als Zuschauer wusste man auch vor 20 Jahren, dass man keinen Helden vor sich hat, sondern einen peinlichen, egoistischen und moralisch fragwürdigen Charakter. Gerade dieses permanente Fremdschamgefühl und die ständigen Grenzüberschreitungen haben die Serie getragen.
Umso stärker fand ich damals den ersten Kinofilm. Der war für mich eigentlich der perfekte Abschluss. Man hat die Serie sinnvoll auf das Kinofilmformat übertragen, ohne einfach nur wieder das klassische Bürosetting aufzuwärmen. Die Idee, die Jubiläumsfeier der Capitol an einen anderen Ort zu verlegen, war clever, weil dadurch auch andere Facetten dieses ganzen Capitol-Kosmos sichtbar wurden. Gleichzeitig funktionierte die Handlung um Stellenabbau und Strombergs verzweifelte Versuche, sich bei der Chefetage einzuschleimen, hervorragend. Selbst das Ende war großartig, weil es diesen herrlich ironischen Kommentar auf die Politik hatte.
Wenn man überhaupt noch einen weiteren Film hätte machen wollen, dann hätte er meiner Meinung nach genau dort ansetzen müssen, wo der erste aufgehört hat. Stromberg in der Politik. Oder alternativ Stromberg, der dank Vitamin B in der Politik tatsächlich in einer großen Firma als Manager landet und dort plötzlich mit einer modernen, „woken“ Unternehmenskultur konfrontiert wird. Diese Richtung wird im neuen Film sogar kurz angedeutet, aber die Auflösung ist dann leider einfach nur albern und verschenkt das gesamte Potenzial der Idee.
Bitte beantworte mir folgende Frage. Was explizit mochtest du an diesem zweiten Strombergfilm? Oder umgekehrt gefragt: Wenn du die Serie kennst und - wie du sagtest - JEDE Folge gesehen hast, wo hast du diese Gagdichte (aus der Serie) und vor allem den sehr spitzen Sarkasmus im neuen Film wiedergefunden? An welcher Stelle?
Ich habe - wie @nbfilm, fast überhaupt nicht gelacht - und wenn, dann nur mal ein kurzer Mitlacher aus Anstand, weil ein anderer im Kinosaal gelacht hat. Finn ging es übrigens auch so. Der Film diente nur einem einzigen Zweck: Geld machen und die Fan-Kühe ein letztes Mal abmelken!
Ich bin vom zweiten Kinofilm maßlos enttäuscht.
Allein schon der Filmtitel „Alles wie immer“ - ist eine Frechhheit!
Waterworld ist wirklich nicht dreckig genug und die aufwändige Frisur von dem Typen ist vielleicht auch nicht gerade passend. Sind nicht nochmal auch Szenen nachgedreht worden, weil Costners Haarausfall dem damaligen Superstar zu deutlich erkennbar war Reynolds und Costner haben dann bei Hatfields und McCoys von 2012 sich wohl wieder vertagen. Vielleicht waren auch beide froh zu diesem Zeitpunkt wieder Arbeit zu haben
Stromberg wurde durch mehrere Werbekampagnen totgeritten, zwischendrin gab es sogar noch eine Impfkampagne, die total an der Figur vorbei ging. Stromberg als braver Impfjünger? Was für ein hanebüchener Unsinn, spätestens damit war das Thema Stromberg wirklich zu Ende.
Der alte Stromberg hätte rigorose Kontrollmaßnahmen im Büro durchgezogen, hätte andere in die Pfanne gehauen und wegen fehlender Impfung oder Tests entlassen, während er selber nur ein gefälschtes Impfzertifikat hat. Er hätte schwule Stellenbewerber abgekanzelt, das N-Wort benutzt und heimlich AfD gewählt.
Aber kann man ja als Autor oder C.M. Herbst nicht mehr bringen, wenn du 20 Jahre später selbst keinerlei Mumm mehr hast und politisch korrekt weichgespült bist.
Ich habe die Serie mindestens 3 mal gesehen und den ersten Film 2 mal, aber den Film Nr 2 werde ich mir nicht antun.
Ich müsste mir den Film nochmal anschauen aber was mir im Gedächtnis geblieben ist, Am Ende vor Stromberg den Obdachlosen umarmt und sagt “Du kannst dir aber auch mal ein Duftbäumchen umhängen” Das ist zwar provokant undso aber damit hätte ich nicht gerechnet.
Oder wo die im Büro sind und plötzlich der Video Konferenz Bildschirm angeht und da alles so chaotisch ist, fand ich genial
Mich hat die ständige Verwendung des Begriffs “Fanboys” etwas gestört (nicht nur Rike), was ja automatisch etwas abwertendes hat.
Klingt für mich weniger nach Stromberg als nach einer sehr spezifischen Wunschprojektion.
Dass er beim Impfen irgendwie opportunistisch rumpfuschen würde? Da geh ich noch mit, da hätte man sogar eine richtig schöne Folge draus stricken können. Aber heimlich AfD wählen? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Dann eher noch die FDP wieder neu aufbauen mit ihm als Parteichef.