Folge 521: Wunschfilme Mai: u.a. Stromberg - Wieder alles wie immer, Waterworld

Nein, Christian hat nicht gedacht: Einmal mit Profis, denn die Sendung bestand ja nicht aus einem, sondern 5 Filmen. Und bei Nymphomaniac hatten beide dann deutlich mehr auf der Pfanne als ich.

Warum wird hier auf einem Film so rumgehackt? Damals bei K-Pop Demon Hunters waren Mario (der den Film abgebrochen hatte) und Holger auch die “falschen” Personen für den Film. Das passiert bei einer bunten Filmauswahl nunmal. Lars und Rike haben halt ihren Eindruck zum Film geschildert. Und ein Kinofilm sollte funktionieren, ohne, dass man die längst abgesetzte Serie gesehen haben muss. Stromberg - Wieder alles wie immer ist bestenfalls ein TV-Special.

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mir schwebt vor, dass Jennifer einen Araber datet, und dann ist der Schritt für Stromberg, AfD zu wählen ein Klacks :partying_face:

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Glücklicherweise geben die Macher der Faschistenpartei keine Bühne. Stromberg ging am Ende von Film 1 zur SPD stattdessen. Wäre er zur AfD gegangen, wäre das Ende und damit der Film, ebenfalls zum Kotzen gewesen.

Das ist doch gerade der Witz, dass Stromberg sich eben NICHT für einen Rassisten und Sexisten hält.

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Das würde ja sein aktuelles Problem nicht lösen, und ich glaube, weiter denkt er im Fall von Jennifer nicht. Da würde er eher noch einen auf weltoffen machen und parallel versuchen, den Typen irgendwie (mehr oder weniger) subtil loszuwerden.

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Ich war nach 8 Jahren das erste Mal wieder im Kino, weil ich die Serie und den 1. Kinofilm gesehen habe. Ich wollte nämlich wissen, wieso Stromberg wieder im Büro sitzt, nachdem er zur SPD-Größe aufgestiegen war. Das Resultat war für mich ebenso ernüchternd wie für die meisten Stimmen.

Dass der Film eine neue TV-Staffel lostreten sollte, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich denke, es war eher der müde Versuch eines Abgesangs.
Was will ein Fernsehsender noch mit einem unzeitgemäßen Fossil wie Stromberg.
Sowohl Herbst wie auch Mädel haben sich m.W. zur Mitwirkung am Film breitschlagen lassen, haben aber grundsätzlich kein Interesse, nochmal langfristig in ihre alten Rollen zu schlüpfen..

Ich halte die Stromberg-Thematik für auserzählt.
Aber selbst wenn nicht: Mit anderen Darstellern würde Stromberg nicht mehr funktionieren.

Was das Thema Professionalität betrifft:
Es wäre erwartbar gewesen, sich zur Vorbereitung wenigstens ein paar Folgen der Serie anzuschauen. Stattdessen das bereits bekannte Diva-Gehabe: Ich kenne das nicht und es ist mir auch schnuppe! In solchen Momenten vermisst man eine Anna.

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Leider nein - MG hat kein Publikum.

Publikum Ü60 mit Gebrechen, vornehmlich weiblicher Inkontinenz, ist nicht die Spezialität von MG. Das haben andere.

ja glücklicherweise, puhh! :downcast_face_with_sweat: Da haben wir alle nochmal Glück gehabt, dass die in so einem satirischen doppeldeutigen Film eines der Hauptthemen unserer Zeit einfach ignoriert haben. Top!

Und ich sprach nicht von AfD-Parteieintritt sondern von einem Kreuzchen bei der Wahl.

Da muss man schon genau lesen und differenzieren, ich weiß, beim Thema AfD kommen viele Emotionen hoch, da ist es manchmal nicht einfach einen klaren Kopf zu behalten!

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Ich hatte ursprünglich auch vor an der Sendung teilzunehmen, schaffte es aber leider terminlich nicht.

Zu Stromberg hätte ich einiges beitragen können, da ich (behaupte ich mal) so ziemlich jede Folge auswendig und jeden Spruch kenne. Den ersten Film finde ich auch großartig und auch Staffel 4 und 5 hab ich sehr gerne gesehen, gerade wegen „Finsdorrrf, ich komm aus dir, Finsdooorf“…Ich kann aber alles unterschreiben was Christian gesagt hat. Der Film vergisst einfach, was seine Hauptfigur ausgezeichnet hat und passt sich dem Zeitgeist einfach nur an. Fans der Serie muss man nicht erklären, dass Bernd ein böser Mensch ist, das wissen wir selbst, zumal Stromberg meistens in der Serie auch für seine Intrigen etc. eins auf den Deckel bekam. Dieser Film ist einfach überflüssig, so dringend nötig wie ein Pimmel am Papst.

Nymphomaniac hab ich damals gesehen als er rauskam, hauptsächlich wegen Stellan Skarsgard, ich liebe den Kerl einfach. Objektiv gesehen ist das ein großartiger Film (M.Schmitt bezeichnete ihn mal als einen seiner Lieblingsfilme und besten Film des 21 Jahrhunderts), aber Lars von Trier ist auch nicht so ganz meine Welt, da bin ich bei Christian und das obwohl ich skandinavisches Kino liebe. Der besagte Film ist toll gemacht, aber echt anstrengend. Ich hätte ihn für die Sendung aber trotzdem selbstverstädlich nochmal komplett geschaut.

Lethal Weapon kann ich alles nur bestätigen was gesagt wurde, einfach ein geiler Film seiner Zeit, auch wenn er nicht an Teil 1 und 2 rankommt.

Waterworld hätte ich gerne vorgestellt. Ich liiiiieeeebe diesen Film, eins meiner absoluten guilty Pleasures. Der Film hat so viele Logiklöcher wie Lars schon anmerkte und er ist viel zu sanft, aber ich liebe alles daran. Handwerklich ist er der Knaller mit echten Sets und riichtig viel Aufwand. Vor Titanic war er der teuerste Film aller Zeiten. Aber auch vom Inhalt her mag ich diese Dystophie einfach sehr, mal was anderes nur auf dem Wasser, diese überdrehten bösen Smoker und vor allem der overactende Dennis Hopper, genial gesprochen von Christian Brückner. Ich finde das einfach großartig, zum Beispiel die Szene mit seinem Auge und er das Kind fragt wie es aussieht. Klar der Film hätte dafür dreckiger sein müssen wie eben bei Mad Max, allerdings wollte dieser Film von Anfang an ein Familienfilm für das Kino sein mit FSK 12…
Ansonsten bin ich der erste der Logik hinterfragt, aber hier stört es mich einfach nicht, keine Ahnung warum. Auch Kevin Costners gewisser Minimalismus passt hier perfekt rein, finde ich zumindest. Wie auch immer, dieser Film wird immer auf meiner Top 100-Liste bleiben…auch wenn mir das Mädchen ebenfalls auf den Sack geht.

A real Pain muss ich unbedingt noch nachholen, der steht schon länger auf meiner Liste, aber ich weiß jetzt schon, dass er mir gefallen wird.

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Na ja, zu den Lieblingsfilme von Wolfgang M. Schmitt gehört auch Tenet.

Bei Lars von Trier Filmen schwanke ich zwischen genervt (Antichrist) und gelangweilt ( The House That Jack Built)

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Nicht ohne Grund hat der neue Film auf Amazon eine unsäglich schlechte Bewertung (aktuell: 1,6 von 5 Sternen). Sowas habe ich auf Amazon noch nie gesehen.

Bei Rike und Lars hatte ich schon immer das Gefühl, das sie sich in der “breiten” Filmwelt nicht wirklich auskennen oder auskennen wollen, vorallem was Klassiker und bestimmte (eher heute unpopuläre) Genres angeht. Deswegen halte ich sie in einer Wunschfilmfolge eher für fehlbesetzt. Folgen mit speziellen Themen liegen den Beiden da eher. Das hat sich leider in dieser Folge wieder gezeigt. Noch nie einen Teil der Lethal Weapon-Reihe gesehen, keine einzige Folge der Stromberg-Serie, aber natürlich diesen Lars von Trier-Mist. Diese Filmauswahl hätte ich lieber mit Holger,Malte, Max und Christian gesehen. Aber nicht böse verstehen, nur meine Meinung.

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Danke, Malte! Ich hatte eh gehofft, von dir noch was zum Film zu hören/lesen. Staffel 4 und 5 nämlich fand auch ich genau wie Staffel 1 bis 3 Hammer! Die Serie war durchgehend gut.

Der Film von 2014 dann noch ok. Ich mochte halt nicht, dass Stromberg da am Schluss durch seine “Doku-Bekanntheit” quasi so fanatische Fans bekommen hatte und das gegen Ende ein arges Durcheinander war, aber wie auch immer.

Der neue Film jetzt vergisst nicht nur, was die Hauptfigur ausgezeichnet hat usw., ich finde den auch sozusagen merkwürdig sinnlos zusammengeschnitten. Teils sogar inhaltliche Anschlussfehler bzw. ist in folgenden Szenen oft schon egal, was zuvor passiert ist. Ich finde den sehr schlecht inszeniert und unglaubwürdig..

Einmal musste ich lachen, als Ernie in seiner typischen Art so nüchtern ausgesprochen hatte: “Also mich wollte auch nie jemand, aber das ist mir mittlerweile egal, bin ich eben für mich selber Mensch” :slight_smile: Überhaupt finde ich, dass die Hauptcharaktere und auch Herbst selbst wieder richtig gut gespielt haben! Aber was bringt das bei dem Drehbuch und der Umsetzung…

Warum nicht einen Plot so ungefähr: Ulf und Tanja arbeiten weiter in der Capitol, Ernie und Stromberg nicht mehr, geraten aber irgendwie aneinander und schalten ihre alte Firma (Stichwort: Schadensregulierung) ein, da sie da ja noch so manchen kennen :wink: Dann hätte Stromberg Ulf für seine Sache zu gewinnen versucht und Ernie Tanja. So eine Story zum Beispiel.. oder whatever.. Die Nebencharaktere hier im Film jetzt waren aber allesamt schwach, fand ich. Wenn ich da an die diversen Chefs und Abteilungsleiter und Mitarbeiter in Finsdorf usw. aus der Serie denke, das war doch deutlich besser alles..

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Seitdem hat Stromberg die SPD im Alleingang heruntergewirtschaftet.
Das würde einige Zahlen glaubwürdig erklären. :smiling_face_with_sunglasses:

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Dass er am Ende von “Stromberg - Der Film” in die SPD eintritt habe ich nicht mehr als subtilen Seitenhieb sondern als klaren Arschtritt empfunden, der diese Partei der Lächerlichkeit preisgibt.

Stromberg ist einer, der eine Fassade aufrechterhält, hinter der man nichts findet außer totaler fachlicher Inkompetenz, Opportunismus und Feigheit. Stromberg ist das Allerletzte, ein ganz armes Würstchen. Und am Höhepunkt seines Scheiterns geht er zur SPD? :rofl:

Dass damals Steinmeier und jetzt Klingbeil da mitspielen kann nur bedeuten, dass sie Stromberg nie gesehen oder verstanden haben.

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Puuuh, ich glaube dazu, dass es zumindst eine streitbare Entscheidung (ggf. auch aus Mangel an Alternativen) war, zwei Stromberg-Neulinge mit der Besprechung des Films zu betrauen, ist hier alles gesagt worden. :sweat_smile: Da ich den Film vorgeschlagen hatte, fand ich es zumindest schade.

@Rike Ich kenne tatsächlich niemanden, egal wie sehr er die Serie liebt, der “zu sehr Fan von Stromberg ist” in dem Sinne, dass er dessen Verhalten nachahmt oder für gut befindet. Der Film suggeriert aber genau das: Dass es da ein Lager gibt, die sein wollen wie er vs. das “woke” Lager. Das ist doch Qutasch: Jeder findet Stromberg lächerlich und sein Verhalten total unangebracht, selbst AfDler werden nicht sagen “Na, der ist doch cool und toll und sollte unser aller Vorbild sein!”. Deshalb fand ich die ganze Prämisse des Films auch ziemlich doof - als hätte Ralf Husmann seine eigene Serie nie verstanden. :thinking:

Das einzig Gute an dem Film war für mich, Christoph Maria Herbst persönlich im Kino zu treffen:

Was meinst Du damit? Ich mag Tenet sehr, man muss ihn nur ggf. mehrfach gucken … :sweat_smile: Ich glaube er wird ziemlich unterschätzt.

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Die Zeit zwischen den beiden Filmen und was bei der SPD passiert ist, wird mehr oder weniger in diesem Buch abgehandelt. Dass dafür im Vorfeld nicht mehr Werbung gemacht wurde, ist mir unverständlich.

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Der Film versetzt Stromberg ins Jahr 2025 – und trifft dabei in einigen Punkten die gesellschaftliche Gegenwart erstaunlich genau. Die beiden Ansammlungen vor dem Studio sind ein sehr schönes Abbild gegenwärtiger Social-Media-Posts und Kommentarspalten. Auf der linken Seite die Überkorrekten, welche sich sebst für „die Guten“ halten und dabei gar nicht merken, dass sie sich genauso danebenbenehmen. „Nehmt die Glatze aus der Glotze“ ist nicht nur Bodyshaming vom Feinsten, sondern ein astreiner Stromberg-Spruch.
Rechts die Ultras, welche Stromberg kritiklos als Held der politischen Unkorrektheit gegen den sogenannten Wokenessterror abfeiern und die Satire hinter der Figur nie verstanden haben.

Stromberg selbst hat sich nicht verändert und landet folgerichtig genau da, wo so eine Figur 2025 landen würde, nämlich unten. Ja, sein Verhalten ging auch 2004 schon nicht, aber wenn ich mir meine verschiedenen Arbeitsstätten im Laufe der Zeit so anschaue stelle ich fest, dass zur Zeit der Serie auf strombergartige Sprüche deutlich anders reagiert wurde als heute. Vereinfacht gesagt, aus rollenden Augen wurden Abmahnungen.

Auch dass Stromberg sich darüber beschwert, dass er als „normaler Mann der arbeiten geht und auf Frauen steht“ heute noch die einzig mögliche Witzfigur darstellt, stellt wunderbar jene Zeitgenossen dar, welche sich über den angeblichen Wokenessterror aufregen und meinen mit „ich lass mir doch nicht den Mund verbieten“ alles rechtfertigen zu können aber dann bei der geringsten Spitze gegen sie selbst sofort an die Decke gehen oder beleidigt in der Ecke rumschmollen. Oder wie Ernie es gesagt hat: „Der ist wie ein Briefträger, er kann nur austeilen aber nicht einstecken.“ Auch dieses von Jennifer in perfektem Strombergton ausgerufene „Lauf doch nicht weg, is doch alles nur Schpassss!“ während Stromberg beleidigt die Treppe runterrast bringt es sehr schön auf den Punkt.

Ich kann schon verstehen, dass sich viele Fans mehr Capitol-Büroaction wie früher gewünscht hätten, aber wie hätte das glaubhaft funktionieren sollen? Einfach den ersten Film ignorieren? Stromberg ist einfach wieder da und macht weiter wie immer? Komplett unglaubwürdig.

Dass der Film vor der Wokeness eingeknickt sei, ist natürlich Quatsch. Stromberg bringt seine Sprüche noch, er hat sich wie gesagt nicht verändert. Nur wird anders - eben zeitgemäß - darauf reagiert.

Dass der Film teilweise mehr Drama als Komödie ist wird von vielen bemängelt. Aber das hat er mit der Serie gemeinsam. In der ersten Folge stirbt jemand, damit Stromberg seinen gewünschten Parkplatz bekommt. Erika stirbt. Strombergs Schwiegervater leidet an Alzheimer. Seine Frau verlässt ihn. Ernie unternimmt einen Selbstmordversuch. Warum haben denn so viele Leute bei dem neuen Film offensichtlich einen Dauerschenkelklopfer erwartet? Übrigens gab es auch in der Serie Gewaltausbrüche von Stromberg, was ja im neuen Film auch immer wieder kritisiert wird.

Dennoch teile ich auch einige Kritikpunkte.

Nachdem aufkam, dass der Papa bei der Alpha eben kein Chef ist fängt die Handlung an zu zerfasern und wird eine Zeitlang gefühlt nur noch von Instagramposts zusammengehalten. Dass Stromberg bei seinem Zusammenbruch erstmal davonläuft sehe ich ja noch ein, aber warum geht es dann in diesen komischen Park zu dem Lessingdenkmal?

Gerade zum Ende hin will der Film dann viel zu viel auf einmal. Es geht Hopplahopp vom Suizidversuch zum Überleben desselben (wie gehts eigentlich den Leuten auf die er draufgefallen ist?!?), zur trotzdem stattfindenden Fernsehshow (bei einem Sturz aus der Höhe so schnell wieder vor der Kamera?), welche furchtbar gestellt wirkt und schließlich zur Capitol, wo er sich „unverbindlich“ mal umschauen kann. Das sollte wohl die Möglichkeit zu einer 6. Staffel andeuten, aber das ist mir wirklich viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Wenn man so einen Typen erstmal los ist, holt man ihn nicht zurück. Sprung von der Brücke hin oder her. Und um es nochmal deutlich zu machen: eine sechste Staffel mit Stromberg wieder bei der Capitol fände ich super, aber für eine Rückkehr müssten sich die Macher schon was anderes ausdenken. Beispielsweise hätte der mittlerweile im Vorstand sitzende Klinkhammer doch genug Dreck am Stecken, um ihn unter Druck zu setzen … wer weiß was da noch alles ans Licht kommen könnte?

Dass der Film am Ende auch diese seltsame, gesellschaftliche Sehnsucht nach der Autorität aufgreift ist eigentlich ein guter Punkt. Das Showpublikum feiert die Umfrageergebnisse ab, laut denen sich die Arbeitnehmer mehrheitlich einen Chef wie Stromberg wünschen und von Politik- und Wirtschaftspromis kamen Aussagen wie „wenigstens macht er was“. Aber weiter wird halt nichts draus gemacht. Es wird einfach so stehen gelassen, ab zum nächsten Thema, Polonaise, hurra.
Gerade hier hätte man schön darstellen können wie unsinnig es ist, nach der autoritären Führung zu schreien und gleichzeitig die Absetzung von März zu fordern, der genau selbige darstellt. Dass solche Zeitgenossen dann auch noch ernsthaft glauben, es würde besser werden wenn erst die Blauzis an der Macht sind, kommt ja noch obendrauf. Diejenigen, welche nach der autoritären Führung schreien denken nicht soweit, dass diese sich gegen sie selbst richten könnte. Eine Art der mentalen Kurzatmigkeit, die man sehr gut hätte einbauen können. Hat man aber nicht.

Alles in allem ist „Stromberg – wieder alles wie immer“ ein treffendes Zeitbild mit einigen Schwächen.

Ach ja, und Edit meint auch, dass der Influencer nervt wie Hulle … wobei ein besonders widerlicher Punkt in seinem Verhalten ringt mir schon wieder Respekt vor den Ideen der Macher ab: im Backstagebereich der Fernsehshow löffelt er eine Suppe – während er immer noch auf seinem Kaugummi rumkaut. Also auf sowas muss man erstmal kommen. Ich hab das übrigens beim ersten mal anschauen gar nicht bemerkt … umso widerlicher war es, als es mir dann aufgefallen ist. :face_vomiting:

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Geh mal bitte Gras anfassen. Meine Güte.

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