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Folge 47: Pro und Contra #allesdichtmachen

Veto Folge 47. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die Kampagne #allesdichtmachen mit über 50 Schauspielerinnen und Schauspielern sorgt für viel Wirbel, rund die Hälfte der Mitwirkenden hat sich inzwischen distanziert. Einer der Initiatoren, der Regisseur Bernd K. Wunder, erläutert das Motiv hinter der Kampagne. Ihm gegenüber ist die Sängerin und Chorleiterin Tanja Heesen, die in der Kampagne einen Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft sieht.

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Sehr schwache Sendung meiner Meinung nach.
Weder Frau Heseen noch Holger waren dem Redeschwall von Wunder gewachsen.

Und spätestens bei Herrn Brandenburg, der unwissenschaftliche (Querdenker-)Thesen vertritt und es da keinen Widerspruch gab, war die Sendung verloren.
Oder, dass Wunder ernsthaft Bakhdi, der bereits vor über einem Jahr widerlegt wurde, noch verteidigt und Mai Labs Beitrag über ihn als „Spaltung“ ansieht.
Kein Mensch in der Naturwissenschaftlichen Welt nimmt Bakhdi ernst, nicht umsonst setzte er sich in ein Land mit wesentlich härteren Corona-Regeln ab.
Auch hätte man fragen können, woher denn die Nähe von Herrn Brüggemann zur (extrem rechten) Freien Linken kommt…

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Inwiefern ist die Freie Linke „extrem rechts“?

Man höre sich einfach nur mal an, was die so auf den Querdenken-Demos so verbreiten.
Der Volksverpetzer hat dazu einen interessanten Artikel.

Freie Linke ist einfach nur eine False Flag Aktion der Querdenker, u.a. tümmeln sich auch bekannte rechte Szenegrößen bei den Demos unter der Flagge der Freien Linken.

Ich finde, wenn du so eine Aussage tätigst, solltest du auch eine Antwort auf Lager haben.

Allein schon, dass die Freie Linke eng mit Querdenken Zusammenarbeit, ist ein Beleg.
Zu finden, wie gesagt, beim Volksverpetzer.

Aber wie du möchtest:

Eine freie Linke proaktiv mit dem Nazi Sven Liebich.

Oder wie wäre es damit:
AfD-Stehen zusammen mit „Freien Linken?“

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-12/querdenken-bewegung-bundestagswahl-gruene-linke-afd-studie

Würde ich so nicht sagen, Coronaleugnung ist zwar Extremismus, lässt sich aber für mich nicht per se in ein politisches Rechts-Links-Schema einordnen. Klar, viele Rechtsextreme sind auch Corona-Leugner und Querdenker, das macht Corona-Leugnung aber nicht rechts.

Oder sehe ich das falsch?

Hm hm, es ist ja kurios. Eine False Flag-Aktion der extremen Rechten unter linkem Banner würde man doch eher für Image-Schädigung nutzen, was es aus deren Sicht doch aber nicht ist.

Grundsätzlich stimmt es, dass sich bei den Querdenkern alles mögliche tummelt, von ganz links bis ganz rechts.
Wenn man sich aber die führenden Akteure ansieht, die einen radikalen Systemumsturz, notfalls mit Gewalt und Tod ansieht, und auch wie viele dem Folge leisten, lässt das nur einen Schluss zu:
Das ist eine extrem-rechte, faschistische Bewegung.

Auch das wäre theoretisch auch aus linksextremer Richtung eine mögliche Forderung. Ich weiß aber natürlich, auf welche Akteure du dich beziehst und das die von rechts kommen.
Aber das heißt ja nicht, dass alle Gruppen, die sich zu diesem Thema verbinden, aus der rechten Ecke kommen.

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So sieht’s aus. Die Weimarer Republik hatte ihre Feinde auch auf beiden extremen Seiten des Spektrums, KPD und NSDAP haben oftmals im Reichstag gemeinsam gegen die Regierung gestimmt, zu Streiks aufgerufen etc. Beide wollten den Umsturz.

Diesen historischen Fehler haben viele KPD-Mitglieder dann ab 1933 mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Nichtsdestotrotz, in diesem Fall ist eine False-Flag-Aktion wohl tatsächlich wahrscheinlicher, wenn man sich die Akteure anschaut. So erhofft man sich eventuell wohlwollendere Berichterstattung oder einen größeren Unterstützerkreis.

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Aber die sind doch viel zu bedeutungslos

Aber scheinbar bedeutend genug, dass jemand wie Brüggemann darauf reinfällt.
Oder aber er ist tatsächlich den Querdenkern näher als er zugeben möchte.

Das behauptet übrigens jemand, der über Die Linke im Osten folgendes propagiert:

Am Ende ist eben alles eine Frage der eigenen Schablone im Kopf. In welche Richtung ist man bereit, sein Auge am stärksten zuzukneifen bzw. wie groß muss der Balken im eigenen Auge sein, um daran zu erblinden? Ja, es gibt extremistische Splittergruppen unter den Querdenkern, die einen radikalen Systemumsturz, notfalls mit Gewalt und Tod, anstreben. Darauf hinzuweisen, ist völlig legitim und ich erwarte von Polizei und Verfassungsschutz, dass die Bestrebungen dieser extremistischen Querdenker-Strömungen sehr aufmerksam beobachtet werden.

Wenn man jedoch einerseits dazu in der Lage ist, solche Strömungen in einer noch sehr jungen Bewegung wie den Querdenkern zu erkennen, warum ignoriert oder verzeiht man sie dann in einer jahrzehntelang etablierten Partei wie Die Linke? @Pa1n1 legitimiert seine verharmlosenden Aussagen zu Die Linke ja mit dem eigenen Ossi-Status. Dann spiele ich diese Karte ebenfalls mal aus:

Selbst auch Ossi, habe ich mich schon als Jugendlicher sehr für Politik interessiert. Das ging spätestens in den 90ern wenige Jahre nach der Wende los. Ich durfte damals intensiv miterleben, wie sich die junge Linke in Ostdeutschland entwickelt und wie sie ein eigenes Selbstverständnis gefunden hat. Ein Selbstverständnis, das damit einherging, Extremismus in den eigenen Reihen nicht nur zuzulassen, sondern auch zu glorifizieren. So galten bspw. die Extremisten der RAF durch die Bank als Helden. Ja, genau diese RAF-Leute, die einen radikalen Systemumsturz angestrebt haben und dabei auch vor Tod und Gewalt nicht zurückgeschreckt sind. Diese Blindheit und Gleichgültigkeit ggü. linksextremistischer Gewalt war für mich der erste Anstoß, meine damals tiefrote Gesinnung zu hinterfragen. Bis ich mich komplett davon verabschiedet habe, verging zwar noch eine Weile, aber immerhin sorgte dieser Denkprozess wohl dafür, dass ich nicht auf die linksextremistische Schiene abgerutscht bin, auf der viele meiner damaligen Genossinnen und Genossen längst angekommen waren.

Viele dieser ostdeutschen Linksextremismus-Fans wählten damals schon PDS/Die Linke und tun es heute noch. Die SED-Nachfolgepartei hatte nie ein Problem mit der Gesinnung dieser Leute und hat sie dankbar in ihre Reihen aufgenommen. Meiner Erfahrung nach fand bei den wenigsten eine Abkehr vom Extremismus statt. Warum auch? Keiner ihrer Parteigenossen gab/gibt ihnen Anlass dazu. Die Linksextremisten dürfen innerhalb der Partei in ihrer Hassblase gemütlich weiterexistieren.

Nun kann man natürlich auch dieses Problem aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlicher kritischer Schärfe betrachten. Dennoch kommt es mir doch sehr seltsam vor, wenn ein Ossi wie @Pa1n1 von dieser ganzen Problematik bisher so überhaupt gar nichts mitbekommen haben will. Mir ist der Extremismus innerhalb von Die Linke in vielen unterschiedlichen Ecken Ostdeutschlands begegnet. Rechtsextremismus übrigens ebenso. Beides ist für uns Ossis immer noch ein tiefsitzendes Problem. Wenn der Balken im linken Auge allerdings so gigantisch ist, dass man nur eine Seite dieses Problems wahrnimmt (so wie jetzt völlig zurecht beim extremistischen Teil der neuen „Querdenker“-Bewegung), sollte man vielleicht dringend mal zum Augenarzt gehen. :thinking:

Ja, zum Glück ist dieses (mutmaßliche) Kalkül nicht aufgegangen.

Danke Tanja für deine Worte :slight_smile: das teilweise Geschwurbel und das sich als Opfer darstellen von Herrn Wunder fand ich unerträglich.

Danke für die Folge Holger!

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Bitte nicht ganz so heftig persönlich projizieren. Herr Wunder hat auch eigene Fehler eingestanden und an keiner Stelle opfermäßig herumgejammert. Die Art und Weise wie die Medien ihn anfangs dargestellt haben, war verzerrt und faktisch falsch. Darauf kritisch hinzuweisen, ist legitim. Vielleicht ist es dir in deinen 10 Jahren hier noch nicht aufgefallen, aber MG (bzw. FKTV vorher) ist eine medienkritische Plattform.

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uff…jetzt zu Ende gehört! Hm…ich rufe gleich mal meinen Doc an, ob wir die Immunsuppression absetzen können, damit mein Immunsystem wieder in Gang kommt.

Kai Wunder: „Die Politik sollte das Gesundheitsbewusstein im Volk stärken.“

Tajci: „DiE iMmUnSuPpReSsiOn aBsEtZeN!!!1“

Alles klar, danke für das Geschwurbel. :smirk:

Was ist eigentlich das erste, was einem die meisten Ärzte empfehlen, wenn man aufgrund chronischer Erkrankungen Immunsuppression benötigt? Ach richtig: Ernährung umstellen, mehr körperliche Bewegung zur Stärkung des Immunsystems, zudem auf Alkohol u.ä. verzichten.

Tjoa, scheint ja doch irgendwas dran zu sein an diesen wunderlichen Ideen. :kissing_heart: