Die Mediatheke Folge 413. Hier kann darüber diskutiert werden!
Die AfD muss im aktuellen Wahlkampf eigentlich gar nicht viel tun - ungelenke Medien liefern jede Menge Unterstützung, auch wenn eigentlich das Gegenteil gedacht war. Indes zeigt sich das Recherche-Portal Correctiv uneinsichtig bezüglich der Potsdam-Recherche - obwohl strittige Punkte gerichtlich geklärt sind. Schließlich geht es noch um das Funk-Format Fakecheck, das sich zu sehr an die Generation Tik Tok wendet und dadurch nie in die Tiefe geht.
Ich fand die Folge etwas anders als sonst, in Teilen detaillierter. Finde ich einen guten Ansatz, Differenzierung ist für mich fast am wichtigsten, wenn man noch Integrität bewahren möchte im heutigen Medienzirkus. Teilweise war etwas Redundanz da, aber ich kann mit allem sehr gut leben, was dieser hier thematisierten Turbo-Lobotomisierung von funk etwas (Entschleunigung) entgegensetzt!
hab mir das Interview bei MDR-Aktuell mit Ulrich Siegmund angeschaut.
Der Typ hat sich eigentlich ganz gut geschlagen, nicht besser und nicht schlechter als andere Politiker; die Moderatorin (Susann Reichenbach) hat auch viel verallgemeinert, vieles in einen Topf geworfen und um den heißen Brei geredet.
Nach diesen 10 Minuten frage ich mich wiederholt: Warum braucht Deutschland einen solchen ÖRR?
Friedrich Merz hat sein Programm nach der Wahl um 180 Grad gedreht. Ich weiß jetzt nicht, warum ich mir über die Nichtfinanzierbarkeit des AfD-Programms große Gedanken machen soll.
Einladung zu Talkshows: Analog zu § 42 VwGO kann nur Klagen, wer in seinen Rechten verletzt ist. Zu klagen, wenn man selber nicht benachteiligt ist (CDU in Sachsen-Anhalt), ist daher vor echten Gerichten unzulässig und man kann auch fragen: Warum?
Der Begriff der Antideutschen ist uralt. Warum ist das jetzt ein großes Problem, wenn ein AfD-Kandidat das etwas falsch definiert? Den Begriff hat er nicht erfunden. Und Joschka Fischer war früher gewalttätiger Linksextremist. Das er später Außenminister wurde ändert nichts daran, dass er zumindest zu gewisser Zeit Antideutscher war.
Martin Sellner wollte nach meinem Verständnis deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund mit Maßnahmen zum Ausreisen bewegen. Nur ist das keine Abschiebung oder Ausweisung, wenn einer ohne Zwang geht, weil er keinen Bock mehr auf Deutschland hat. Und im Prinzip wäre jede Steuererhöhung eine solche Maßnahme um Staatsbürger zum Ausreisen zu bewegen.
Sellner wollte also Staatsbürger vertreiben. Das tut aber jeder Politiker mit Maßnahmen, die Staatsbürger schlechter stellen als früher.
5:40
Das hast du anders wahrgenommen als die meisten Leute. Siegmund hat mit Susann Reichenbach eher den Boden gewischt.
Frau Reichenbach hielt ihm die Arbeitslosenquote 1995 vor, die natürlich kurz nach DDR groß war. Siegmund ging es aber um den Trend, um die positive Entlwicklung - hat Reichenbach nicht verstanden (oder wollte nicht verstehen).
Frau Reichenbach hielt ihm die Zahl der Straftaten 1995 vor, Siegmund redete aber von was ganz anderem, von Gewaltdelikten - und fragte nach.
Frau Reichenbach konnte weder die Zahl bringen, noch sonstwie flexibel reagieren.
Sie hing hilflos in der „alle Straftaten-Loop“ fest, obwohl es nicht um Radkappendiebstahl oder Betrügereien ging, sondern ausschließlich um Gewalt.
Darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass ein Typ, der sich selbst als „Jo Schück“ bezeichnet (so heißen eigentlich nur Troll-Accounts) einem AfD-Kandidaten ans Bein pisst.
Es sollen weder Erkenntnisse gewonnen werden, noch soll irgendein Mehrwert für den Zuschauer entstehen.
Klar, das Interview ist entbehrlich. Ich frage mich aber, ob Jo nur so unwissend tut oder ob er den geläufigen Begriff des Antideutschen nicht kennt. Besonders bei Grünen sind Antideutsche verbreitet. Neuerdings machen sie auf Patriotismus um mehr Wählerstimmen abzugreifen. Früher hieß es bei Ihnen „Deutschland verrecke“ oder „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“.
oder Holger
„Wutbürger“ ist die Reaktion auf die Emotionen, die Einordnung der Fakten wäre noch genauer mögllich gewesen. Wo gibt es eine Aufstellung dazu? von welchem Ministerium? Gibt es da vielleicht au Evaluationsmaßnahmen?
Holger sagt zu Brandenburg, das ist doch sinnlos sei ein Duell mit Personen zu führen, die auf keinen Fall Ministerpräsident werden würden. Je länger ich darüber nachdenke, desto anders wird mein Standpunkt: warum macht man einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht eine Vorgabe, dass er zu einem Wahlduell alle zugelassenen Parteien, die antreten einladen muss völlig diskriminierungsfrei egal wie sie in Umfragen stehen. Wenn wir so kleine Parteien sonst groß werden?
Zu Milski: das Haushaltsvolumen des Bundes der Länder und alle Kommunen lag im letzten Jahr ungefähr bei 2200 Milliarden! Da ist das, was der hier anbringt sind Kleckerbeträge. Und Deutschland macht das ja auch nicht aus Mildtätigkeit, sondern weil es sich davon etwas verspricht. Geben und nehmen eben.
Auch Kleinvieh macht Mist. Vor allem wenn man das ganze Kleingeld addiert. Die Behauptung, dass Deutschland nichts aus Mildtätigkeit macht, finde ich gewagt.
Das mit den 1995, da wurde ehr der Ruf von „Nemacka“ gemeint,
als 1990 in Montenegro/Jugoslawien geborener kann ich sagen das die Yugos große Deutschland waren, die Bosnier haben sogar ihre Währung "Konvertible Marka " genannt und die Kroaten haben die Kuna Scheine nach DM Mark Style gemacht.
Und überhaupt die Gespräche „Gute arbeit in Deutscheland“ etc.
Nimm einfach zur Kenntnis, dass ich anderer Meinung bin als du. Es gibt im Internet genug Quellen für jede der beiden Seiten.
„Der Bundesaußenminister hat sich in einem Interview freimütig zu seiner militanten Vergangenheit geäußert. Demnach besetzte Joschka Fischer Häuser, warf Steine und „langte kräftig hin“. Die CDU fordert seinen Rücktritt.“ Quelle: Spiegel.
Mir reicht das als Beweis, dass er zumindest damals Antideutscher war.
Die „Antideutschen“ sind schon eine klar umrissene Strömung im Linksradikalismus (Skepsis gegenüber der Wiedervereinigung, dem „wiedererstarkten“ Deutschland an sich und Zweifel daran, dass sich das Mindset der deutschen Bevölkerung nach 1945 grundlegend geändert hätte bei gleichzeitiger starker Solidaeisierung mit dem Stast Israel), deren Anhänger ich eher bei den Linken verorten würde als bei den Grünen.
Möglich, dass der junge Fischer mal so gedacht hat - als Außenminister tat er das, soweit bekannt, nicht mehr.