Folge 408: Die Chatkontrolle - AfD und DDR - Femizid bei RTL

Die Mediatheke Folge 408. Hier kann darüber diskutiert werden!

Das EU-Parlament hat die sogenannte Chatkontrolle verlängert, obwohl eigentlich eine Mehrheit dagegen stimmte - möglich wurde dies durch einen Verfahrenstrick. Außerdem geht es um Uwe Steimle und seinen umstrittenen Auftritt bei der AfD, um das Thema Femizid in einer RTL-Trashsendung und die Frage, wie sehr ARD und ZDF eigentlich selber ihre Rolle bei der Flutkatastrophe im Ahrtal aufgearbeitet haben.

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Ja ist denn schon wieder Wochenende? Wo ist die Woche hin?
Öhm… Zeit MG zu schauen… CU l8er.

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Die Aspekte-Sendung zu Danger Dan wird am späten Samstagabend ausgestrahlt. Ich hab im Beitrag Freitagabend gesagt.

Herrlich der Rülpser bei 44:04 :sweat_smile:
Aber wohl die einzig normale Reaktion auf den RTL-Müll :innocent:

Ich kann die Ausgabe noch nicht sehen, aber es handelt sich beim bösen Gottschalk wohl um diese ( vom ZDF auch noch mitfinanzierte ) Doku mit Böttinger und Hella von Sinnen. Dieses ewige Herauskramen angeblicher Verfehlungen alter Haudegen wie Kuli oder Gottschalk jetzt wieder nervt nur noch. Esther Schweins kramt jetzt ihre Geschichte von 1996 auch natürlich noch aus. Gottschalk mag in den Jahren öfter was Sprüche oder Berührungen betrifft mal übers Ziel hinausgeschossen sein, aber dieses ständige Niedermachen ( auch von Carrell…) ist echt zum kotzen.

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Fand ich auch eine Katastrophe, wobei Esther da für mich besonders schlimm ist, sie hatte großen Erfolg damals bei RTL Samstag Nacht in ihren 20igern, sie selber war aber überhaupt nicht komisch oder irgendwie passend für die Sendung im Vergleich zu Nontschew , Boning, Dittrich. Sie war nur dabei weil sie gutaussehend war, das wars.

Hella und die anderen sind ja wirklich gute Komikerinnen oder Schauspieler.

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Carrell hätte in Herzblatt ja schlecht immer nur verschämt auf den Boden sehen können bei der Vorstellung weiblicher Kandidaten. Esther Schweins war dann 2000 nochmal bei Gottschalk auf der Bank. Habe ich jedenfalls gestern gelesen, aber finde gerade keinen Beweis.

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Das ist etwas, das mir in den vergangenen Jahren besonders auffällt - erst neulich wieder bei der absoluten Ignoranz des ZDF gegenüber Peter Alexanders 100. Geburtstag (und auch vorher schon bei der Zimmermann-Doku).

Dadurch, dass mein Vater US-Amerikaner war, bin ich seit meiner Kindheit regelmäßig immer wieder in den USA und gerade im Vergleich mit den US-Sendern fällt mir der Umgang mit den „großen Namen“ der Sender umso deutlicher auf: Bspw. beim Sender CBS gelten Lucille Ball und Desi Arnaz, die in den 50ern die Sitcom „I Love Lucy“ gemacht haben, bis heute als absolute Ikonen, deren Vermächtnis regelmäßig u.a. durch Marathons ihrer Sendungen geehrt wird (eine Zeit lang wurde jedes Jahr zu Weihnachten sogar eine neu nachkolorierte Episode als Auftakt zum Serienmarathon gesendet) - jeder kennt und liebt die beiden, von der Oma bis zum Enkel. Dass Desi Arnaz dort in mehreren Episoden Lucy scherzhaft „übers Knie gelegt“ hat, ihr eine eigene Arbeit verboten hat und als „Herr des Hauses“ das Geld verwaltet hat, interessiert dort keinen - und wenn, dann wird es eben als Produkt seiner Zeit anerkannt. Stattdessen konzentriert man sich eben auf Lucy als weibliche Powerfrau und Desi als kubanischem Musiker, dem der große Durchbruch gelungen ist - die positiven Aspekte zählen. Und das ist nur ein Beispiel von Hunderten.

Die deutschen Öffis scheinen sich hingegen in den letzten Jahren aus irgendwelchen Gründen zunehmend für ihre großen Stars, die ihre Sender aufgebaut haben, zu schämen und wollen sie offenbar wenn möglich irgendwie aus ihrer Sendergeschichte streichen. Da sie das aber nicht können, wird stattdessen versucht, sich (vermeintlich) bei diesem woke-feministischen Zeitgeist anzubiedern, indem man regelmäßig seine eigenen Sendungen schlecht redet und die Verantwortlichen verflucht und als patriarchale Paschas zeichnet. Dass das damals die beliebtesten Showmaster mit den höchsten Quoten waren, interessiert heute keinen mehr - nur die negativen Aspekte zählen.. Wo ein US-Sender eine neue Jubiläums-DVD-Edition mit neuem Bonusmaterial veröffentlicht, veröffentlicht ein deutscher Sender eine Doku darüber, wie schlimm und rückständig das alles war…

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Du kennst „I love Lucy“? Ich habe die Serie 2010 in Australien durch die DVD-Sammlung meines australischen Gastgebers kennenlernen dürfen. Gebe Dir Recht, die Serie ist ein Produkt ihrer Zeit. Es ist eine ikonische Serie, die man aus damaliger Sicht sehen muss, das Rollenbild gibt es natürlich heute nicht mehr, trotzdem war Lucy der Star der Serie.

Warum deutsche Serien es z.B. bei Abramakabra u.a. nicht hinkriegen, ist einfach nur peinlich.

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Ich hab die Serie sogar selbst auf DVD :smiley: Dadurch, dass ich schon als Kind mit den Serienmarathons aufgewachsen bin, hab ich Lucy und Ricky irgendwie ins Herz geschlossen :slight_smile: (Aber ja, sie ist ein Produkt ihrer Zeit)

Kleiner Funfact: In den USA wird die Serie ja oft als „erste Sitcom“ bezeichnet, das stimmt zwar nicht - allerdings hat die Serie das bis heute in Sitcoms gängige 3-Kamera-Konzept eingeführt, und verantwortlich dafür war ein deutscher Kameramann (Karl Freund), der vorher schon in der Weimarer Republik bspw. mit Fritz Lang gearbeitet hat :wink:

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Lucille Ball ist mir ein Begriff aus einigen Simpson-Episoden, aber ich wusste damals nichts mit dem Namen anzufangen als Jugendlicher. Du hast vollkommen recht.

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