Folge 401: Geschichten aus Kiew - Böhmi und der ÖRR - NIUS schwankt

Nein, gleichwohl wie man Trump nennt, für Putin ist die Bezeichnung Aggressor korrekt.
Dann ist es vielleicht bei Trump falsch. Ja, und richtig, manchmal wird der Begriff Aggressor zum Framing verwendet. Aber es ist einfach faktisch richtig.

Aus dem Wörterbuch:
Bedeutung/Definition

1) Angreifer; jemand, der einen Konflikt auslöst [Gebrauch: allgemein]
2) Staat oder Oberhaupt eines Staates, das rechtswidrig einen anderen Staat angreift [Gebrauch: speziell]
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Wenn Du damit bestätigen möchtest, dass Du meine Kernaussage entweder nicht verstanden hast oder bewusst nicht verstehen willst: Bravo gelungen. :man_shrugging:

Natürlich ist Aggressor in Bezug auf Herrn Putin korrekt. So what?

Was denn nun?

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Wenn man das so nebeneinanderstellt, entsteht ein Widerspruch wo aber keiner ist. Wortklauberei nennt man das glaube ich

Berechtigter Einwand.
Vielleicht hätte ich statt „korrekt“ den Terminus „besser“ wählen sollen? Weis nicht. :thinking:
Es war jedenfalls ungenau.

Der Punkt ist einfach, dass auch die USA oder auch „uns Deutsche“ schon Aggressoren waren Damit meine ich nicht WW1/2 sondern beispielsweise den Kosovo-Krieg 1999.

Das ist halt das Problem mit dem vielzitierten „Völkerrecht“ - es bekommt ein Geschmäckle, wenn man es willkürlich behandelt.

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Nicht wirklich.
Gerade die Medien verwenden ja geradezu inflationär den Begriff „DAS Völkerrecht“ und sollten sich demnach auch mit ihrem Wortlaut entsprechend verhalten.
Wie das Wort „Aggressor“ in dem Bezug definiert ist, habe ich weiter oben beschrieben.

da komme ich jetzt nicht mehr mit. Ist ersichtlich, dass ich zwar dich zitiert hatte aber auf Dosenstolz geantwortet habe?

Ich würde eher sagen dein Satz ist manipulativ. Man kann ja seine eigenen Handlungen nicht von den ungesetzlichen Interessen eines Diktators abhängig machen, zumal die Ukraine ja, inklusive aller Probleme, ja selbst in EU und Nato strebt. Man hat sie schon offiziell nicht in die Nato aufgenommen…. Das ist schon viel Entgegenkommen. Oder welche Vorgeschichte meinst du ?

Zudem wurde das russische Militär ja selbst vom Kriegsbefehl überrascht, die Wirtschaft war nicht vorbereitet, keine durchdachte längere russische Strategie, daran sieht man ja, dass der Krieg zumindest in dieser Form zumindest nicht offensichtlich war…

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Ich sage man hat die Interessen Putins ignoriert, darauf deine Antwort sinngemäß: das ist manipulativ, man muss ja die Interessen eines Diktators ignorieren?

Du bestätigst ja exakt das was ich sagte, also können wir uns auf folgendes einigen oder: man hat die Interessen Putins ignoriert, stimmst du mir da zu?

Du must ihn ja nicht hören.

@Normalo
Es kann gur sein, dass ich da was durcheinander gebracht hatte.
War sicherlich der Uhrzeit geschuldet. Latürnich!

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Ja das schon… vorbei wenn man eigene Interessen verfolgt man oftmals zwangsläufig viele Interessen anderer ignoriert oder sogar explizit entgegen der Interessen anderer handelt. Soweit so normal.

Ich finde man hat im Rahmen des Möglichen auf Interessen Russlands Rücksicht genommen ( Kein NATO Beitritt etc. ).

Welche Interessen hat man denn derart verletzt, dass das einen Krieg rechtfertigen könnte?

Wie sollte man jetzt, da der Krieg läuft vorgehen ? Siehst du Gesprächsbereitschaft auf Putins Seite ? Bisher hat er ja jedes Gespräch sabotiert und Angebote zum Waffenstillstand abgelehnt oder wie siehst du das ?
Offene Frage, bin tatsächlich an deiner Sicht interessiert :slight_smile:

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Die Frage impliziert schon dass es eigentlich gar keine Rechtfertigung gibt. Ich kann auch keine Rechtfertigung liefern, aber Gründe, die für Putin eine Rolle spielen mögen. Er hat angegriffen, das wird er nicht aus einer Laune heraus getan haben, sondern er muss Gründe dafür haben, etwa

wirtschaftliche: die Ukraine ist Handelspartner. Vor 2014 war das Handelsvolumen zwischen Ukraine und Russland größer als das zwischen Ukraine und Europa, das hat sich umgekehrt.

geopolitische, strategische Gründe: NATO-Soldaten und -Basen, gerne genannt wird ein Vergleich mit USA, man stelle sich russische oder chinesische Militärbasen in Mexico vor

ideologische, kulturelle: russische Sprache und Kultur weicht europäischer, amerikanischer. Wenn die Ukraine sich dem Westen angleicht und sogar floriert, vielleicht schielen die Russen dann zur Ukraine und wollen auch in Russland die autoritären Strukturen loswerden?

Die Ukraine ist wie eine Pufferzone, in der Interessen von West und Ost aufeinandertreffen, es hat auch Züge eines Stellvertreterkrieges. Wie soll man da vorgehen? Momentan setzen beide Seiten auf Zermürbung, beide pokern hoch, auf kosten der ukrainischen Menschen. Was wäre die Lösung? Natürlich ein Kompromiss

2014 war die Annexion der Krim. Somit verständlich, dass in Folge das Handelsvolumen einbrach.

Neben den von dir genannten Gründen, können es auch einfach Großmachtfantasien sein.
Alles in Schutt und Asche zu bomben um die Wirtschaft zu fördern oder die russische Kultur zu stärken macht keinen Sinn.

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die können auch eine Rolle spielen, allerdings klingt es nicht schlüssig für mich, dass sie eine große Rolle spielen. Was hat Putin denn in 22 Jahren als Präsident unternommen, um dieses Großreich zu schaffen?

Du meinst, außer Abchasien, Südossetien und die Krim zu besatzen?

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Tschetschenien nicht vergessen! Abchasien, Südossetien, Krim und Tschetschenien zusammen haben 15,4% der Fläche Deutschlands.

Da fehlt nicht mehr viel zur Weltherrschaft!

Nachtrag: Das kombinierte Bruttoinlandsprodukt (BIP bzw. Bruttosozialprodukt) dieser vier Regionen beläuft sich schätzungsweise auf etwa 5,5 bis 7 Milliarden Euro

Neben den genannten Ländern gibt es ja auch außenpolitische Aktionen, Verträge und Strategien:

  • Energiepolitik (wie z.B. auch die Gas-Pipeline)
  • Kooperationen mit China
  • Cyberangriffe
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In Syrien und anderswo hat Putin auch mitgemischt, insofern hast du recht, sicherlich will er dass Russland eine Rolle in der Welt spielt, aber es erscheint abwegig, dass er imperiale Pläne in Europa oder sonstwo hat.

Da frage ich mich schon warum eine Außenministerin Bärbock damals davon fabulierte, dass bald Panzer in Brandenburg stehen könnten.

Und Cyberangriffe usw wären nach einem Frieden in der Ukraine und einer normalisierung der Beziehungen zu Russland sicher kein Thema mehr. Momentan steckt ja auch hinter jedem umgefallenen Fahrrad Putin. Ich bin dafür ihn weder zu verharmlosen, noch zu dämonisieren.

Deinen weiteren Erläuterungen verstehe ich und sie wirken auch nicht unbedingt relativierend. Daher war dein unsprüngliches Statement vielleicht etwas zu scharf oder unklar formuliert.
Du sagst ja selbst, es gibt keine Rechtfertigung und auch keinen vorhersehbaren Grund für den Angriff.

Und, dass Putin leider nicht bereit für Verhandlungen oder waffenstillstande ist, ist ja aktuell leider offensichtlich.
Insofern halte ich es vertretbar und auch richtig, grade Angesicht von Relativierungen durch die AFd oder russische Bots, zuschreibende Formulierungen wie „Aggressor“ oder „russischer Angriffskrieg“ zu verwenden

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