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Folge 4


#44

100.000 EUR sind 0,1% von 100 Millionen Dollar.

Mehr Zitate braucht es nicht, um Hagen Grell zu beschreiben.


#46


 :wink:


#47

Das hat mich tatsĂ€chlich auch gestört. Das Labeling ist ĂŒbrigens keineswegs ein rein rechtes Problem, sondern betrifft wirklich alle.
Ich hĂ€tte schon erwartet, dass Holger Zitate anbringt, die das zumindest versuchen zu untermauern. So ist es fĂŒr mich eine völlig wertlose Information, die tatsĂ€chlich erstmal nur diffamierend rĂŒberkommt. Klar, das kann ich auch alles selbst recherchieren, aber dann kann man es auch weglassen.
Entweder man setzt sich inhaltlich mit den Meinungen anderer auseinander oder man lĂ€sst es. So wie dieser Beitrag es gemacht hat, weiß ich am Ende recht wenig ĂŒber Hagen Grells tatsĂ€chliche Weltanschauung und somit ist das Labeling fĂŒr mich auch völlig wertlos. Ich werte es sogar negativ.


#48

Kann ich nur zustimmen. Ich stand vor ca 2-3 Monaten kurz vor dem Deabonieren und bin seit der Programmreform begeistert.

Veto,Mediatheke, SonntagsfrĂŒhstĂŒck und erhöhtes Einbinden von Wolfgang M. Schmitt haben mir MG TV wieder sehr nah gebracht. Holger und das Team weiter so!


#49

Wenn Ich sonst nichts schreibe war die Sendung genau so wie sei sein sollte.


#50

Die Folge hat mir gut gefallen, mit einigen Ausnahmepunkten:

  • Ich finde, den ersten Beitrag hĂ€tte man deutlich kĂŒrzer fassen können, ohne den Akteuren dadurch Unrecht zu tun. Dies gilt m.E. insbesondere fĂŒr die Video-Zitate, hier hĂ€tte man vielleicht auf weitere Quellen an anderer Stelle verweisen können.
  • Im Interview verpasst Holger leider die Chance, den Gast etwas stĂ€rker in die Pflicht zu nehmen, wenn es um die generellen transportierten Botschaften der genannten TV-Formate geht. Dieses “Schrott-Fernsehen” ist ja nicht nur Zeitverschwendung und niveaulos, sondern hat auch sozialpolitische Dimensionen. Ich meine damit, dass Formate wie “The Biggest Loser”, “Die Super Nanny”, “Frauentausch” und Ă€hnliche dazu beitragen, gesellschaftliche Klischees zu verfestigen und sozialpolitische Diskurse so zu steuern bzw. zu “primen”, dass die Schuld immer beim Individuum gesucht wird und die gesellschaftliche Spaltung vorangetrieben wird. Nach dem Motto: “Du bist arbeitslos? Dann schau mal hierher, wie asozial und faul andere Arbeitslose sind. Dies bedeutet: Alle Arbeitslosen sind faul und asozial. Ergo bist du selbst schuld an deiner Arbeitslosigkeit.” Diese medialen Diskurse haben jahrelang die öffentlichen Diskurse etwa ĂŒber die Hartz-Reformen geprĂ€gt. Über das Privatfernsehen und die öffentlich-rechtlichen Formate wurden diese vereinfachten Botschaften permanent in die Wohnzimmer der Nation transportiert. Diese Dimension hĂ€tte man m.E. ansprechen mĂŒssen bzw. können.

#51

Die externe Firmenberatung hat bestimmt dazu geraten diese Informationen nicht zu veröffentlichen :smiley:


#52

apply cold water!


#53

Naja, auch wenn ich den Kommentar dazu verstehe, kann man diese beiden Sachen vergleichen?

Ich meine, das eine (MG) ist ein Unternehmen mit festen AbogebĂŒhren, die monatlich entrichtet werden, fĂŒr die man auch im Monat entsprechendes Programm bekommt.

Das andere ist ein Spendenprojekt wo etliche Tausend Euro zusammen gekommen sind und sich bisher irgendwie nicht viel getan hat und man jetzt als Spender irgendwie aufm trockenen sitzt und einfach nicht weiß, was mit der Kohle genau gemacht wird.

Gab ja schon FĂ€lle z.b. von Kickstarter wo Tausende Dollar gesammelt wurden, durch spenden, den Usern ein Spiel und frĂŒherer Zugang etc. versprochen wurde und im Endeffekt ist die ganze Kohle fĂŒr Parties, BetriebsausflĂŒge, Nutten etc. draufgegangen (Kein scheiß). Ob das jetzt hier auch so ist, weiß keiner, aber den Spendern zu Liebe wĂ€re ne Klare Ansage ja schon nicht schlecht, was jetzt genau ist mit dem Geld und wo es hinfließt, denn das ist halt wirklich nicht richtig ersichtlich.

Und das irgendwie fast 100.000€ in Programmierer und Beratung fließen soll, mag ich nicht ganz glauben. So ein Server will ja auch finanziert werden, worĂŒber aber gar kein Wort verloren wird
ehhh?


#54

Mach dir nichts draus. DafĂŒr wurde ja Dirk Pohlmann hofiert. :slight_smile:


#55

Ein genereller Kommentar. Nach vier Folgen Mediatheke kann ich sagen, dass mir die Mediatheke schon besser gefĂ€llt als FKTV. Zumindest was die letzten Jahre betrifft. Es wird immer deutlicher, dass die Luft aus FKTV tatsĂ€chlich raus war. Daher war die Mediatheke die beste Entscheidung - von meiner Warte als Zuschauer aus. Ob auch geschĂ€ftlich, wird die Zukunft zeigen. Mir gefĂ€llt auch das wöchentliche Release. Ich hoffe, Holger hĂ€lt die hohe Schlagzahl ohne ErmĂŒdungserscheinungen durch. Trotz quasi einem unendlichen Pool an nie endenen Ideen, stelle ich es mir nicht ganz einfach vor, Woche fĂŒr Woche eine solche Sendung abzuliefern. Also auch dafĂŒr noch mal: Respekt!


#56

Mich hat beim Interview die ganze Zeit die Tatsache abgelenkt, dass der Mann aussah, wie “Billy Bob Thornton” :smiley:

Ansonsten starke Folge. War eher wieder FK-TV MĂ€ssig.

@Fernsehkritiker Wie wird den das T-Shirt in die Vitrine gepackt?


#57

ich hab die ganze Zeit ĂŒberlegt, verdammt! Dabei habe ich vor kurzem erst Staffel 1 von Fargo gesehen!


#58

Sommers Weltliteratur to go, cool diesen Kanal kenn ich.
Damit habe ich mir Wilhelm Tell im Schnelldurchlauf repetieren lassen, dies als Vorbereitung fĂŒr das EinbĂŒrgerungsgesprĂ€ch auf der Gemeinde :smiley:

Echt toll gemacht, recht akkurat und doch schön locker.


#59

Tilgen war ein interessanter Gast und bei weitem nicht so ein Ekel, wie man auf den ersten Blick meinen könnte. Das dĂŒrfte das erste Mal gewesen sein, dass kein Opfer, sondern ein TĂ€ter zu Gast war, oder? Gerne mehr davon.

Zu Hagen Grell fĂ€llt mir nichts ein. Vielleicht ist er ein Blender, vielleicht ist er ĂŒberfordert. Seine politischen Ansichten sind mir relativ egal, wobei ich mir generell schwer damit tue, Freunde von Gerhard “MondlĂŒge” Wisnewski fĂŒr respektable Personen zu halten. Insgesamt ein guter Beitrag. Allerdings weiß ich nicht so recht, ob die Meinungsfreiheit noch so selbstverstĂ€ndlich gegeben ist, wie Holger tut. Rechtlich mag das der Fall sein. Der Eindruck, dass in den letzten Jahren fast nur noch dann von Meinungsfreiheit gesprochen wird, wenn es um deren Grenzen geht, stimmt mich jedenfalls bedenklich, und es ist ja nicht gerade mehr so, dass Youtube dazu ermutigt wĂŒrde, kontroverse KanĂ€le zu tolerieren.

Der Kanal der Woche war ein toller Tipp. Es ist gut, dass auch seriöse KanÀle eine Chance haben, vorgestellt zu werden.

Alles in allem eine gelungene Folge und besser als die vorherige.


#60

Ich wĂŒrde es eher mit Meinungsvielfalt bezeichnen. Die reduziert sich zumindest im öffentlichen Diskurs schon auf ein recht enges Feld von Meinungen, die man -ohne Diskreditierungen erwarten zu können- Ă€ußern darf. Das betrifft sowohl die konservative / im rechte Spektrum befindlichen Positionen (sofort alles Nazis) und im linken Spektrum wirst du recht fix zum Antisemiten, Putin-Freund oder USA-Hasser.
Sagen darfst du das aber alles, in sofern herrscht schon Meinungsfreiheit. Musst dir dann halt nur eine alternative Karriere ĂŒberlegen oder sonstwie schauen wie du dein Leben finanziert bekommst.


#61

Das ist der einzige Fall, bei dem man von Meinungsfreiheit spricht. Dass man niedergebrĂŒllt, ignoriert, von anderen umgangen und beschimpft wird, fĂŒr das was man sagt, hat nichts damit zu tun.


#62

Wenn die Gesellschaft dagegen ist, wird sie frĂŒher oder spĂ€ter auch rechtlich eingeschrĂ€nkt, und wir haben einen deutlichen Überschuss an “Darf man das sagen? / Wo beginnt Hetze? / X ist keine Meinung, sondern
” und einen Mangel an (bekanntes Voltaire-Zitat und bekanntes Orwell-Zitat einfĂŒgen).

Übrigens stand da noch mehr. Wozu verdeutliche ich eigentlich immer, was ich meine, wenn es dann abgeschnitten und ignoriert wird?


#63

Weil der Thread sonst zu lang wird :wink: Sei gewiss, dass ich dennoch alles gelesen und zur Kenntnis genommen habe.

darĂŒber können wir ja reden, wenn es soweit ist, ich halte nichts von Alarmismus. Bisher ist das Vorgehen der Regierung da ja recht geschickt, mit dem NetzDG zB ĂŒbertrĂ€gt man einfach eine gewisse Selbstzensur auf die Netzwerke selbst, die dann natĂŒrlich schneller zuschlagen als notwendig, um keine Risiken einzugehen.
Eine EinschrĂ€nkung von Art. 5 ist das aber noch nicht, dafĂŒr haben wir ja im Zweifel noch ein funktionierendes BVerfG, das schon hĂ€ufiger Gesetze der Regierung kassiert hat, die ĂŒbers Ziel hinausgeschossen sind.