Folge 392: Drama um Collien - Der Funk-Chef spricht - Malle-Mist vom SWR

Die Mediatheke Folge 392. Hier kann darüber diskutiert werden!

Das Drama um Collien Fernandes und Christian Ulmen beherrscht die Medien. Obwohl noch manches unklar ist, haben viele ihr Urteil schon gefällt. Außerdem geht es um interessante Aussagen des Chefs von Funk, um zwei unterschiedliche Kika-Beitäge über Ramadan und Christentum und ein öffentlich-rechtliches Format, dessen Niveau sehr weit unten ist.

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Fukushima: genau diesen Fehler mit den Opfern hast du damals 2011 im FK TV auch schon kritisiert. Da haben sie genau den selben Quatsch geschrieben, dass bei der Atomkatastrophe so viele Menschen gestorben wären.

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Eine Endlosschleife im Öffentlich Rechtlichen. Immer der gleiche Ablauf :joy: Ob der Spuk jemals aufhört …

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Bei dem Fernandez-Beitrag dachte ich ja schon, dass ich auch mein Fett abbekomme, aber es war dann fast gruselig wie sehr es auf meiner Wellenlänge war. Krass fand ich wie offen Männerhass verbreitet wird - das habe ich zwar schon gelegentlich gespürt, aber offen gesagt hat es niemand.
Man stelle sich vor was einem misogynen Typ droht, wenn der solche Videos online stellt oder so Zeug labert wie die Bosetti, nur eben entsprechend andersherum gefärbt…
(Erst diese Woche hatte ich wieder mit Damen zu tun, denen ich freundlich professionell etwas zu KI erklären sollte und die kein einziges Mal höflich lächelten und extrem passiv aggressiv waren als ich zu technischen Sachfragen/Kritik etwas Kontra gab und die dann eine KI wg Opferschutz etc. fragten.)
Interessant fand ich in persönlichen Gesprächen, dass auch viele Leute beider Geschlechter die konkrete Geschichte eher zweifelhaft finden, aber es als Anstoß zu für eine größere Debatte zu Regeln im Internet und Fakevideos im Allgemeinen und KI begrüßen.

Der Beitrag zum Flugmodus war super - und obwohl ich mich vor 15 Jahren damit stark beschäftigte und eigentlich vom Fach bin, konnte ich da noch einiges lernen! Danke! :slight_smile:

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Moin. Zeit für ein Manifest. Die Casa Ulmen ist wieder ein typisch medial aufgebauschter Misthaufen, in dem Prominente ihre schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit waschen und der digital gespaltene Mob die Fackeln anzündet. Und natürlich dürfen die guten und so besonnenen Feministinnen ihre Gewaltfantasien ins Netzt pöbeln, während der privilegierte Mann das Generalproblem für alles ist. Klar. Und scheiß auf die Justiz, die ist eh vom Patriarchat unterwandert und schützt die Täter. Besser, wir regeln das selbst, denn damals im Mittelalter, als man rothaarige Frauen verbrannt hat, war es viel besser. Da wurde aufgeräumt.

Aber es ist ja eigentlich eh nur digitale Gewalt und die Idee, der Gesetzgeber möge hier regulieren, ist ehrenwert, aber fernab jeglicher Realität, weil unsere Mühlen erstens sehr langsam mahlen und Gesetze nach ihrer Reife schon wieder hinter den aktuellen Zuständen herhinken und zweitens oft gar nicht greifen, weil das Internet ein global agierender Körper ist. Ob in Deutschland nun ein Deepfake-Beitrag oder ein Sexvideo gesetzlich verfolgt wird, kommt der Irrelevanz nahe, da gleichzeitig abertausende solcher Beiträge auf alle möglichen Portale gespült und verbreitet werden. Das Internet ist tot, so sieht es aus! Und dazu muss man einfach mal die tollen KI-generierten Tier- oder Babyvideos auf der Boomerplattform Facebook anschauen und die Kommentare überfliegen. “Süß”, “ach wie toll”, “so rührend” - niemand checkt es.

Und um an härtesten Sex in Bild und Ton zu gelangen, reicht eine Google-Suche. So gut funktioniert der digitale Schutz. Es war früher schwieriger, an eine Bravo Zeitschrift zu kommen als heute an abgründigste Sexfantasien. Ein Fass ohne Boden, nicht zu flicken.

Zum Kirchenbeitrag kann ich nur sagen: als traditionell christlich aufgewachsener Mensch, der getauft und konfirmiert ist und sich gerne auch auf die Feiertage Ostern oder Weihnachten besinnt, sehe ich jegliche Art der Religion als Wurzel vielerlei Übels. Ich sehe den Glauben mittlerweile eher als eine Art Leitfaden, für sich selbst ein ordentliches Leben zu führen und Werten wie Nächstenliebe oder Moral einen Raum zu geben. Aber sein Leben einem Gott zu unterwerfen und sich strenge Regeln aufzuerlegen, die auch Ausgrenzung andere Menschen beinhaltet (wie etwa Homosexuelle, was ich in einer christlichen Glaubensgemeinschaft erfahren durfte, der Teile meiner Verwandtschaft angehören), ist für mich kein Weg. Da tendiere ich dann fast schon zum Atheismus. Die Austritte aber damit zu begründen, ist doch lachhaft, denn es ist wahrscheinlich die entfallende Kirchensteuer, die lockt. Schade für viele kirchlich engagierte Bewegungen, die man vielleicht nicht auf dem Schirm hat, wenn man diese Entscheidung trifft, aber generell ist Religion ein Relikt aus einer unaufgeklärten Zeit, die es vor allem in den Extremen zu hinterfragen gilt.

Bleibt noch Shurjoka. Irrelevant. Fertig.

Schön auch, wie Ali mit veralteten Mythen aufräumt, an denen man gut sehen kann, wie man Vorschriften einfach weiterführt, obwohl deren Ursprung gar nicht mehr existiert. Ein wunderbares Beispiel für langsame Mühlen.

Und bei Funk wissen wir nun, dass wir ein Trial-and-Error-Prinzip finanzieren. Wir probieren was aus, klappt nicht, alles klar, nächstes Format. Prima. Passt zum Zeitgeist “Hauptsache schnell - Qualität kommt nach zig Fehlversuchen automatisch.” Zumindest statistisch. Alte Sprichwörter wie das vom kornfindenden blinden Huhn bleiben somit weiterhin wunderbar modern.

Schönes Wochenende!

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Da fallen mir nur dystopische Szenarien ein. Die Hardware-Krise sorgt dafür, dass der Endverbraucher keine Geräte mehr kaufen kann und KI frisst die Ressourcen so schnell, dass wir keine Stromversorgung mehr aufrecht erhalten können. Und genau dann, wenn wir wieder Feuer anzünden, um für Licht und Wärme zu sorgen und Tierfelle tragen, wird sich auch am ÖRR was ändern. Da bin ich sicher… :wink:

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Geht das nur mir so oder sehen die drei sich ziemlich ähnlich - oder zumindest Vater und Sohn plus Schwippschwager? :wink:
Dass sie dann offensichtlich das gleiche Faible für Frisur und Brillenart haben, macht’s nicht einfacher. :sweat_smile:

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Eine Frage habe ich bei der Causa Fernandes/Ullmen vermisst: wie viel Inszenierung steckt in der Veröffentlichung? Nach Medienberichten soll Fernandes seit Ende 2024 vom angeblichen Geständnis ihres Ex-Partners gewusst haben. Nun kommt die große Medienstory, samt Demos, Bühnen, auf denen Collien mit zitternder Stimme sagt, dass sie „hier mit Polizeischutz und schusssicherer Weste steht“, die üblichen Ricarda Langs, Luisa Neubauers und co. sind natürlich auch von Sekunde 1 am Start, die üblichen Feminismus-Netzwerke sind aktiviert und beschallen uns in Dauerschleife.

Eines muss doch klar sein: Dem Zufall überlassen war da offenbar nichts. Es geht um Meinungshoheit. Leider gepaart mit viel Pauschalisierung über „diese Männer“. Und einige Soja-Sörens generieren sich natürlich direkt wieder als „Weiße Ritter“, die ja „ganz anders sind“ und sich „für ihr Geschlecht schämen“.

Dies schließt nicht aus, dass Ullmen tatsächlich einiges moralisch und/oder rechtlich verwerfliches gemacht haben könnte. Ebenso nicht, dass Fernandes ganz genau plant, wie sie möglichst lukrativ als Krisengewinnlerin aus der Nummer rausgeht.

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Man könnte auch den Eindruck gewinnen, dass Fernandes die Gelegenheit genutzt hat, ihren Mann mit einer größtmöglichen Aktion medial zu “verbrennen”, weil sie gemerkt hat, dass auf dem Rechtsweg in Deutschland nichts möglich ist und ein Prozess in Spanien von der hiesigen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt verlaufen würde.

Es erweckt zumindest derzeit den Anschein, als würde Ulmen auf längere Zeit im deutschen TV/Streaming nicht mehr stattfinden.

Holgers Beurteilung der Affäre Ulmen/Fernandez kann ich absolut zustimmen. Geh ich voll mit. Einen kleinen Beigeschmack hat für mich nur der Zeitpunkt an dem Frau Fernandez mit der Sache an die Öffentlichkeit geht. Warum erst jetzt, wenn sie alles seit 2024 wusste? Aber so ein Stück Selbstinszenierung muss man heutzutage wohl einfach hinnehmen. Wie Grass damals sagte: es kam wieder hoch beim Häuten der Zwiebel Naja :person_shrugging:

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Wenn man das nicht belegen kann, gilt auch hier die Unschuldsvermutung.

Die Unschuldsvermutung ist ein strafrechtliches Elemen, kein zwingendes Kriterium medialer Ereignisse.

Und Ihr habt die ausgelacht die 2020 Campingkocher, Dosenravioli und Wasserflaschen gehortet habt…..

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Dachte Ich auch. Schade, wo wir eh so wenig grosse Schauspieler in Deutschland haben….

Was für eine Ansammlung von reaktionären Takes zu Colleen Fernandez - sowohl in der Mediatheke als auch hier im Forum. Fangt doch einfach mal an, den Opfern zu glauben, anstatt nach jedem möglichen Wenn und Falls zu suchen. Bis irgendwas anderes bewiesen ist, ist das Opfer das Opfer.

Ihr fragt euch, warum sie nicht schon 2024 an die Öffentlichkeit getreten ist? Vielleicht GENAU DESHALB? Schonmal daran gedacht? Der Schock, vom eigenen Ehepartner verraten worden zu sein, muss halt erstmal verdaut werden, bevor man sich dem unvermeidlichen Shitstorm von (zu 99%) Männern bis hin zu Morddrohungen aussetzt. Hättet ihr da Bock drauf? Beantwortet die Frage mal ehrlich.

Mich würde wirklich interessieren, wie die Reaktionen im Forum und in der Mediatheke ausgefallen wären, wenn sie nicht mit einem Christian, sondern einem Ismail oder Mohamed verheiratet wäre. Bei manchen Menschen in der Welt da draußen überwiegt nämlich einzig die Islamophobie ihre Misogynie und vor allem ihre Angst vor Frauen mit eigener Stimme.

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Nein. Erst wenn etwas bewiesen ist, ist ein Opfer auch eines. Jetzt ist sie eine mutmaßlich Geschädigte.

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Wenn im Berliner Jugendheim mutmaßliche “Ismails” eine Gruppenvergewaltigung verüben, wird vertuscht und in der daueranklagenden Feminismus-Filterblase geschwiegen.

Die Berliner Soli-Demo weißer Mittelschichtsfeministinnen wird wohl auch ausbleiben.

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Nein. Aber ich hätte auch kein Bock darauf, dass in der Öffentlichkeit medial aufzuarbeiten. Get it? :man_shrugging:

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Und damit auch der Täter der Täter?
Ich habe ja keinen Zweifel daran gelassen, dass an ihrer Geschichte etwas dran ist - hat Ulmen ja auch zugegeben. Daher weiß ich nicht, was hier „reaktionär“ sein soll.

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Top Beitrag zur Ullmen Fernandes Geschichte.

Bin da natürlich nicht so tief in der Materie, aber denke auch, dass da sicher Handlungsbedarf beim Gesetzgeber besteht (wie bei so vielem), aber so ganz glauben kann ich es auch nicht, dass das aktuell angeblich komplett unreguliert und straffrei ist wie viele Aktivistinnen nun behaupten, Deepfakes zu erstellen und zu verbreiten.

Das muss doch mindestens den Tatbestand der Rufschädigung/Verleumdung und Verletzung von Bild- bzw. Persönlichkeitsrecht erfüllen?!

Und wie generell aus dieser Ecke Hass gegenüber Männern verbeitet wird ist richtig übel. Hier ist HASS auch wirklich mal zutreffend, aber wird natürlich null thematisiert geschweige denn verfolgt.

Erinnert sich noch jemand an den Vorfall vor einigen Monaten als 2 Frauen in der Sauna gefilmt wurden und vor Gericht verloren haben? Das ist für mich 100x mehr ernst und verdient Aufmerksamkeit, als diese Fake-Kacke.

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