Ich benutze jetzt mal die „Ich als Frau“-Karte und teile meine Gedanken mit euch, als Frau versteht sich.
Das Thema Ulmen/Fernandes ist momentan so groß, ich verstehe das wirklich nicht. Täglich werden Menschen Opfer von Gewalt. Eins macht das andere nicht besser, aber es ist interessant zu beobachten wie die Medien Dinge aufnehmen.
Wenn alles so stimmt wie behauptet, dann ist die Geschichte sehr pervers, übergriffig und muss vor Gericht behandelt werden. Der Gedanken, dass der eigene Ehemann, mit dem man sein ganzes Leben teilen möchte, so etwas macht, ist fast unerträglich.
Ich finde es aber wirklich heftig, dass in diesem Zusammenhang von „virtueller Vergewaltigung“ gesprochen wird. Ich weiß, wir leben in einer Zeit, in der Worte eh nichts mehr bedeuten (Was ist ein Genozid? Was ist eine Frau?), aber so ein Wort wie Vergewaltigung in diesem Zusammenhang zu nennen… ich finde das so unangemessen. Nein, es ist keine Vergewaltigung. Wenn es so stattfand wie behauptet dann ist es ekelhaft, Identitätsdiebstahl und Demütigung. Aber keine Vergewaltigung. Es gibt keine virtuelle Vergewaltigung.
Und ja, was soll man zu diesen ganzen Videos diverser Influencer zum Thema Männerhass sagen…
Ich beobachte, dass allen Seiten mehr Anstand gut tun würde. Männern und Frauen. Meine allgemeine Beobachtung ist, dass viele Männer tatsächlich wieder vermehrt unverschämt gegenüber Frauen werden, sie als Schlampe oder aber als dumm und zu emotional abstempeln; und Frauen Männer immer mehr als Täter, pervers oder übergriffig darstellen.
Ich finde diese Entwicklung sehr schade. Es würde mich freuen, wenn von allen Seiten wieder mehr Respekt und Anstand da wäre.
Und noch eine persönlichen Anekdote: Als ich mal übergriffig von einem MANN belästigt wurde, bin ich zu einer Gruppe MÄNNER gegangen und habe dort Sicherheit und Hilfe erfahren. Männer können also beides - toll und schlimm sein. So wie Frauen. Wenn es einen Punkt gibt, in dem beide Geschlechter gleich sind, dann in dem Punkt „Idiotie“.
