Folge 390: Wahlabend im Ländle - Neues vom ZDF - Parabelritter reicht's

Die Mediatheke Folge 390. Hier kann darüber diskutiert werden!

Holger analysiert zunächst erstmal den Wahlabend in Baden-Württemberg, wo auch wieder einmal mit merkwürdigen Grafilken gearbeitet wurde. Endgültig die Nase voll hat indes der Dunkle Parabelritter von Funk - und er erklärt in einem Video warum. Schließlich geht es noch um neue Inside-Infos aus dem ZDF und Entsetzen darüber, wie schmal das Allgemeinwissen mancher Promis so ist.

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Ich habe leider kein Premium Abo, darum kann ich die Mediatheke erst morgen sehen. Ich reserviere mir trotzdem schon diesen Premium-Platz in der ersten Reihe um hier morgen meinen Premium-Kommentar zu der Folge hin zu schreiben.

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Und ich sichere diesen Kommentar als Zeichen dafür, dass Du mit dieser Haltung die Chronologie verfälschst. Da kann die ARD ja auch Merkel irgendwo reinschneiden wo sie nichts zu suchen hat.

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Tonight, I rewrite history like its 1984!

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Zu den Hochrechnungen hatte ich das bisher immer so verstanden, dass die Prognose immer auch Grundlage für die Hochrechnung ist. Die ersten Hochrechnungen wären sonst zu ungenau.

Den Fangirl-Vergleich bei den Grünen kann ich nicht nachvollziehen. Für mich war das okay und sachlich. Was mich mehr störte war der Punkt, dass es so lange gesendet wurde. Das ist in der Tat auffällig. Sonst schaltet man in der Regel auch erst dann hin, wenn die Person auf der Bühne ist. Insofern eher Fan-Regie.

Die schweizerischen Rundfunkgebühren sind halt auch teurer als in Österreich weil eben alles dort deutlich teurer ist.

Ich freue mich übrigens, in Köln mit dabei zu sein.

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Wo du schon den Schweizer Rundfunkbeitrag angesprochen hast wie wäre es denn mal wieder mit einem Blick in die Alpenrepublik? Kannst du an Material vom Schweizer Fernsehen rankommen und vielleicht mal einen Beitrag darüber machen, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk dort so treibt? Vielleicht ist der Beitrag der Qualität des dessen was angeboten wird ja gerecht.

Man darf bei dem Thema aber auch nicht vergessen, dass die Löhne in der Schweiz wesentlich höher sind. Genauso wie die Lebenshaltungskosten. Und das natürlich ein Land das viel kleiner ist pro Kopf mehr für ein Fernsehsender ausgeben muss ist natürlich auch logisch.

Ich muss zugeben, bei den Ministerpräsidenten wäre ich jetzt aber auch ins Schwimmen gekommen. Unseren Herrn Schweitzer aus der Pfalz hätte ich noch gewusst und den Söder, Markus natürlich auch aber alles andere….

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Also das, was der Parabelritter beschreibt, ist eigentlich der Vorgang jeder wissenschaftlichen Arbeit: Jede Behauptung muss bewiesen werden - selbst, wenn ich sage, dass die Sonne gelb ist, ist das eine Behauptung. Und wie Holger richtig angemerkt hat: wenn Funk das bei allen Videos so machen würde inkl. Prüfung, wäre das sehr löblich.
Mir hat jetzt noch vom Parabelritter der Satz gefehlt, dass er keinen Gewinn durch die Rundfunkgebühren erwirtschaften konnte, auf Grund der ganzen Bürokratie.

Beim letzten Beitrag hätte ich jetzt nicht gewusst, dass Hamburg auf Platz 2 der größten Städte Deutschlands ist. Bei den ganzen Sturmfluten müssen doch mal ein paar Einwohner weggespült worden sein. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Als Zuseher der Wahlsendungen in ARD und ZDF (ich bevorzuge das ZDF) verstehe ich das immer noch so, dass die Prognose bei der Erstellung der Hochrechnung eine untergeordnete Rolle spielt, wahrscheinlich sogar gar keine Rolle spielt. Denn die erste Hochrechnung basiert ja auf bereits fertig ausgezählten Wahlbezirken.

Die 18:00-Uhr-Prognose ist ja einerseits eine Prognose, aber - etwas präziser ausgedrückt - nichts anderes als eine Nachwahlbefragung (in anderen Ländern daher auch Exit Poll genannt).

Meine Interpretation ist: Die ARD beauftragt Infratest Dimap, das ZDF beauftragt die Forschungsgruppe Wahlen, an zufällig und repräsentativ ausgewählten Wahllokalen Leute abzugreifen, die gerade ihre Stimme abgegeben haben. Diese Dienstleister nehmen dann auch anonymisiert Daten zu Geschlecht, Alterskohorte, höchstem Bildungsabschluss und Arbeitssituation der Personen auf die gerade gewählt haben und fragen die Personen dann, welche Partei sie am Wahltag gewählt haben und welche Partei sie bei der vorangegangenen Wahl gewählt haben. Wahrscheinlich werden die Menschen auch nach den ihrer Ansicht nach drängendsten politischen Themen gefragt, welche Partei sie in bestimmten Themen als besonders kompetent erachten, wie sie die zur Wahl stehenden Parteien bewerten, wie zufrieden sie im Einzelnen mit bestimmten wichtigen Politikerinnen und Politikern auf Landes- und Bundesebene sind, welche Faktoren ihre Wahlentscheidungen beeinflusst haben und dann werden auch noch ein paar Thesen vorgelegt (etwa „Die CDU hat im Bund zu wenige ihrer Wahlversprechen eingelöst“), die von den Befragten bejaht oder verneint werden müssen.

Diese im gesamten Wahlgebiet gesammelten Daten fließen dann zusammen und ergeben eine Prognose, die dann um 18:00 Uhr dem Publikum präsentiert wird. Auf dieser Basis gibt es dann auch eine Wählerstromanalyse, eine Einteilung des Wahlverhaltens in Altersgruppen, formellem Bildungsstatus oder auch wie die Menschen, die gerade gewählt haben, zu den anderen Fragen stehen die Teil einer solchen Nachwahlbefragung sind. Und die ganzen Dinge können dann Stefan Leifert im ZDF oder Jörg Schönenborn im Ersten (dem ich im Übrigen zu seinem neuen Job als Tagesthemen-Moderator beglückwünsche) genüsslich präsentieren, einordnen und analysieren.

Und ich meine, dass es so ist, dass in den Hochrechnungen dann nichts mehr von der 18:00-Uhr-Prognose übrig ist, weil es ja bereits fertig ausgezählte Wahlbezirke gibt die handfeste und verbriefte Wahlergebnisse liefern und auf der Basis (und auf Basis historischer Daten) gibt es dann die Möglichkeit entsprechend präzise Hochrechnungen zu liefern. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Datensätze, die man für die Prognose gesammelt hat, die für die Hochrechnungen benötigten Daten womöglich sogar verfälschen eben weil die Befragung zufällig ausgewählter Menschen nach der Wahl und fertig ausgezählte Wahlergebnisse zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Obwohl beide Verfahren schon wenige Minuten nach Schließen der Wahllokale ein recht präzises Bild über den Ausgang einer Wahl zeichnen.

Aber wahrscheinlich gibt es Mathematikerinnen und Mathematiker, die das besser wissen als ich und ich hätte grundsätzlich kein Problem wenn man mir erklärt, ob diese meine Ausführungen nicht zutreffend sind und dies begründen.

Die Ausführungen, wie ich sie hier in jedem Fall getätigt habe, sind das, was - aus meiner Sicht - den realen Umständen am nächsten kommt und auch am logischsten herzuleiten ist.

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In der ersten Hochrechnung, die ja immer so gegen 18:20 Uhr kommt, sind noch so gut wie keine gemeldeten Ergebnisse drin, höchstens ein paar Mini-Dörfer mit 20 abgegebenen Stimmen.
In dem Stimmbezirk, in dem ich regelmäßig Wahlhelfer bin, mit immer so etwa 400 abgegebenen Stimmen haben wir es zu der Zeit gerade mal geschafft, die Stimmzettel zu zählen und mit der Zahl der Haken im Wählerverzeichnis abzugleichen.
So richtig Fleisch ist dann erst immer an der Hochrechnung um 20:00 Uhr, weil da tatsächlich auch schon viele größere Bezirke ausgezählt sind.
Die ersten Hochrechnungen basieren noch zum großen Teil auf den Befragungen, von denen die der letzten Stunde ja auch erstmal noch ausgewertet und durchgegeben werden müssen.

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Wär schon witzig, wenn Holger einfach aus Bock den Kommentar löschen würde.

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Welche Stadt hättest du denn auf dem zweiten Platz erwartet? Es gibt doch in Deutschland aktuell überhaupt nur vier Millionenstädte: Berlin, Hamburg, München und Köln. Berlin entwickelt sich in Richtung 4 Mio., Hamburg wird sehr bald die 2 Mio.-Grenze knacken, München liegt bei 1,5 Mio. und Köln bei etwas über 1 Mio. Vielleicht wird all das ja auch im Beitrag erwähnt. Ich habe gerade zuerst die Kommentare gelesen und gucke mir die Mediatheke erst später in Ruhe an.

Bezüglich Prognose 18 Uhr hast Du es gut erklärt. Zum Thema Hochrechnungen ist es aber so wie im Beitrag unter Deinem geschildert ist.

Zur Prognose kann ich eine persönliche Erfahrung beisteuern. 2009 waren mein Mann und ich zur Bundestagswahl in unserem Ort mit ca. 280 Wahlberechtigten. Als wir aus dem Lokal rauskamen stand dort jemand, um genau diese Nachwahlbefragung durchzuführen und sprach meinen Mann an. Er hat an solchen Dingen aber kein Interesse. Auch Telefonbefragungen von Umfrageinstituten beantwortet er nicht. Er sagt also, dass er keine Lust habe; man solle doch mich befragen. Darauf kam dann die Antwort, dass das gegen die Regeln sei. Entweder er oder eben von uns niemand. Ich meinte dann, er solle ruhig mal dran teilnehmen, wenn man schon mal die Gelegenheit hat.

Über den Umfang der Befragung kann ich nicht mehr viel sagen. Aus der Erinnerung raus waren das max. 3 Minuten.

Zum Thema VW: Ich finde es interessant, dass der liebe Herr es außen vorlässt, dass VW schon in Spanien und Portugal günstige Modelle gebaut hat. Es werden halt die Standorte weiter genutzt, weil die Verbrenner Modelle runtergefahren werden.

Ist dein Mann sehr viel älter oder jünger als du? Hat er einen Migrationshintergrund? Oder worauf sonst würdest du zurückführen, dass er befragt werden sollte, du aber nicht? Das muss ja einen Grund haben.

Der Vergleich mit der “SRG” und dem deutschen Rundfunkbeitrag hinkt doch: Denn die Schweizer verdienen deutlich mehr als die Deutschen. Insofern ist die Belastung unterm Strich bei uns vermutlich sogar höher, als bei den Schweizern.

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Ich nehme an die haben ein genaues Verfahren, zum Beispiel jeder fünfte der aus dem Wahllokal kommt. Logischerweise dürfen Personen sich nicht selbst für die Befragung melden, das würde das Ergebnis verfälschen.

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Nico Santos hat in derselben Sendung auch behauptet, Korsika läge 200 km südlich von Sizilien (zur Auswahl standen Korsika, Malta und Kreta). Da hilft dann auch nicht mehr die Ausrede dass er auf Mallorca aufgewachsen ist. Scheint im allgemeinen keine helle Leuchte zu sein.

Das ist glaub ich viel simpler als Du denkst. Er wurde halt ausgewählt und er musste es dann auch sein. Alles andere hat dann zwar keinen manipulativen aber eben doch verfälschenden Charakter. Alleine schon der Aspekt, dass ich bei sowas eher bereit bin als er, wirkt sich da schon aus. Bei anderen Paaren ist alleine schon das Geschlecht ein anderes. Ich finde es also logisch und vollkommen in Ordnung, dass es so ablief.

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Ich sage auch nicht, dass ich es nicht in Ordnung finde, ich fand es nur etwas verwunderlich. Aber ja, wahrscheinlich ist es genau so, wie du schreibst.

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Ich gehe davon aus, dass die Satire Sonderrechte hat und wenig bis nichts beweisen muss. Es geht wahrscheinlich auch vorwiegend um historische Fakten. Wie willst du beweisen, dass Höcke Gauland und Weidel an der Parteispitze der AfD ablösen wird? Ach das hat er immer noch nicht? Der ÖRR hatte es aber vor Jahren prophezeit.