Ich hätte München getippt. ![]()
Ich könnte mir vorstellen, dass viele München überschätzen, weil die Stadt historisch etwas im Schatten von Wien stand (Hauptstadt der Habsburger-Monarchie, Stadt zahlreicher deutscher Kaiser). Wien ist auch heute noch größer als München (und größer als Hamburg). Dadurch gibt es in der BRD ein gewisses Ungleichgewicht mit den zwei größten Städten im Norden.
Die absolute Höhe des Rundfunkbeitrags zu vergleichen ist absolut dämlich. Es gibt in AUT, CH und D so viele sozioökonomische Unterschiede. Dann sollte man evtl im gleichen Atemzug den jeweiligen Mindestlohn, das Lohnniveau, den durchschnittllichen Mietpreis pro Quadratmeter, den Preis für eine Flasche Wasser in der Gastro oder nen Liter Benzin an der Tankstelle vergleichen.. Will sagen, so Polemiken wie den deutschen und den schweizerischen Rundfunkbeitrag zu vergleichen ist ein absoluter Bärendienst und null hilfreich bei der kritischen Auseinandersetzung mit dem ÖR. Der deutsche ÖR hatte 2025 Gesamteinnahmen von knapp 11 Milliarden Euro, und trotzdem reicht denen das Geld nicht, das sind etwa 30 Millionen Euro am Tag, einfach nur geisteskrank.
Ich habe mal Wahltagsbefragungen für ein Meinunngsforschchungsinstut gemacht, wir sollten (je nach Größe des Wahllokals) jeden dritten, fünften oder siebten Wähler befragen. Die Befragungen sahen so aus, dass wir die Leute nach ihrem Alter fragten und das Geschlecht ankreuzten (Migrationshintergrund war egal) und ihnen dann den Zettel zum anonymen Selbstausfüllen gaben. Der wurde dann in unsere “Wahlurne” eingeworfen und ich musste dann dreimal während des Wahltags die (Zwischen)ergebnisse durchgeben.
Interessant! So eine Urne hätten wir auch besser gefunden.
War so ein Billig-Ding aus Pappe, aber es ging halt darum, dass die Leute den Zettel anonym ausfüllen konnten. Da sollten sie ankreuzen, was sie diesmal mit Erst- und Zweitstimme gewählt haben, was bei der letzten Bundestags- und was bei der letzten Landtagswahl. Und diese Daten haben wir dann telefonisch an die Zentrale übermittelt.
Interessant, ich hätte gedacht, dass das 2026 mittlerweile irgendwie per Tablet und direkt online weiterleiten und so geht
Dürfte mittlerweile so sein, denke ich. Aber das half uns damals im Jahr 2000 ja nichts.
Moin. Das Ländle hat gewählt und damit was genau erreicht? Eigentlich nur “weiter so” und daher ist vermutlich nicht viel Neues zu erwarten. Was aber weiter auffällt, ist der Zuwachs der AfD, auch wenn man bei der Visualisierung mal wieder “Ups - die Pannenshow” abzieht.
Da passt es doch ganz gut, wenn der Parabelritter den Personalaufwand für Quellen-Recherche aufzeigt. Da bleibt nicht mehr viel für die Präsentation und Endabnahme übrig. Und weil das so ist, brauchen wir eine Beitragserhöhung, denn nur so können Fehler, die aus Versehen im fertigen Programm landen und KI-erzeugte Schnipsel aus Zeitmangel vermieden werden. Ich wäre für 300 Euro im Jahr und eine jährliche Erhöhung, die sich am Metalltarif orientiert.
Aber Schluss mit Sarkasmus, denn offenbar kam man nun zum Schluss, der Atomausstieg sei ein Fehler gewesen, der auf Grundlage einer Ideologie geboren wurde. Ach was! Eine späte Erkenntnis ist zwar besser als keine, aber vielleicht ist sie tatsächlich zu spät. Wir werden sehen. Mir persönlich gefällt die “grüne” Energie auch nicht besonders, wenn ich allein im Umkreis von 30 Kilometern riesige ehemalige Wiesenflächen mit Solarmodulen zugepflastert sehe und beim Wandern im Schwarzwald Zeuge davon wurde, was es für Landschaft und Natur bedeutet, ein einziges Windrad aufzustellen, geschweige denn viele. Das Thema Ökologie und Ökonomie scheint jedenfalls nicht sinnvoll vereinbar zu sein.
Und damit sind wir bei VW und als jemand, der auch in einem produzierenden Unternehmen tätig ist, das an die Baubranche gekoppelt ist, kann die Trübsal-Stimmung durchaus nachvollziehen. Unternehmen rechnen mit Wachstum, neue Märkte, mehr Kunden, mehr Umsatz, Durchsetzung höherer Preise und in der Folge auch mehr Marge. Verglichen wird dabei das Vorjahr und die Planung, die auf den Vergangenheitsdaten basiert und immer mit viel Ehrgeiz eine Steigerung vorgibt. Tritt das nicht ein, gehen die Alarmglocken an und die Kostenschrauben werden angezogen. Es mag absolut betrachtet immer noch ein fettes Plus sein, aber der Trend ist negativ und dem wirkt man entgegen, bevor es tatsächlich ins Minus kippt. Das ist eben das Kernproblem der Wirtschaft: man rechnet mit unendlichem Wachstum und das bei begrenzten Ressourcen und Märkten.
Und daraus lässt sich nun auch der Bildungsrückgang schlussfolgern, auch wenn das spekulativ ist. Betrachtet man die Unternehmen, geht der Trend ganz klar zur Geschwindigkeit. Auch hier zitiere ich eine ganz klare Ansage aus unserem Unternehmen: “KI first!” Heißt (und das ist leider keine Interpretation meinerseits, sondern eine Arbeitsanweisung), Probleme werden durch KI-Befragungen gelöst, ohne den Weg zu verstehen. Verstehen kostet Zeit und diese haben wir nicht, weil China gerade mit Hochgeschwindigkeit in die Zukunft schreitet und wir müssen da mithalten. Also schneller um jeden Preis!
Und wo keine Zeit für Verstehen ist, braucht es auch keine Bildung, was mich sehr düster gestimmt auf die nachfolgenden Generationen blicken lässt, die derzeit unser ohnehin schon extrem abgeschwächtes Schulsystem durchlaufen. Sich auf einer Quizshow zu blamieren dürfte da nur noch die Spitze der Krone sein. Ob der China-Spirit uns am Ende aus der Krise führt, wage ich zu bezweifeln.
Aber beenden wir den Beitrag doch mit einem Zitat aus dem Buch “Das Neue Quizbuch”, das ich Ende der 80er von meinen Eltern aus dem Regal stibitzt und mit meinen Kumpels damit lustige Abende verbracht hatte: “[…] Sie sind eingeladen, Ihre geistige Wendigkeit zu erbproben[…]“. Und daher nun mal einfach eine zufällig ausgewählte Frage aus der Kategorie “Vorwiegend heiter”, die uns Kindern am besten gefallen hatte: “Handwerker + landwirtschaftlicher Arbeiter = Spinne“ - Welche Spinne? Heute eine Frage an ChatGPT, früher haben wir sowas zum Spaß auswendig gelernt.
Exakt das dachte ich auch. “Andere sind teurer” ist dasselbe Argument, das ein Schüler mit einer schlechten Note anführen würde: “Andere sind schlechter”. Aber schlecht bleibt schlecht und teuer bleibt teuer, egal wie man es wendet.
Gut, ich möchte diesen Thread nicht kapern. Aber ich muss loswerden, dass man ganzheitlich viel mehr hätte erreichen können. Fehlende Speicher und Leitungen in den Süden machen alles so teuer, weil wir für nicht produzierten Strom extra bezahlen und diesen dann fossil erzeugen oder importieren müssen.
Nein, ich glaube nicht, dass eine absolute Mehrheit der Grünen das alles perfekt hätte machen können. Ich glaube aber, dass wir mehr Ökostrom im Netz hätten, der dann auch günstiger wäre, wenn alle Regierungen und Parteien zusammen an diesem Ziel gearbeitet hätten. Wenn aber Kräfte, so wie aktuell die Frau Reiche, oder in der Ampel die Opposition dagegen arbeiten, kommt eben viel Mist raus. Gemeinsam hätte man da viel erreichen können.
Ich hab bei dieser Folge den selben Fehler wieder, den ich schon mal bei Folge 379 beschrieb:
Auf der Hauptseite sehe ich die Folge unter “Aktuelle Folgen”, aber wenn ich auf “Aktuelle Folgen” drauf klicke und dann im “Archiv” bin, dann ist die Folge einfach verschwunden. Scheint ein wiederkehrender Fehler zu sein, aber irgendwie recht selten.
Im RSS-Feed fehlt diese Folge auch - das hängt bestimmt miteinander zusammen
Im Wesentlichen lässt sich der höhere Beitrag pro Kopf in der Schweiz mit drei Ursachen erklären.
Erstens, wie es einige Mitforisten bereits schrieben, ist das Preisniveau und damit auch Kosten für Gehälter und Büros deutlich höher.
Zweitens hat es eigene Programme, Redaktionen, Sender für die verschiedenen Sprachregionen, also im Prinzip mehrere Rundfunkanstalten parallel.
Drittens hat es deutlich weniger Werbung als im deutschen oder österreichischen Fernsehen.
Ich fände einen Betrag, der die ÖR-Struktur Österreichs, der Schweiz und Deutschlands miteinander vergleicht, sehr interessant.
Schon als ich das Parabelritter-Video gesehen habe, war ich so irritiert davon, dass man bei funk offenbar so eine penible Quellenarbeit fordert und diese langen Arbeitswege hat - was mich nicht wirklich überrascht, wo ich mich aber gleichzeitig fragen muss, wie konnte das sowas wie “Brave Mädchen” passieren? Sowas hätte doch verhindert werden können, wenn sich einfach nur genug Leute das “Konzept” und vor allem das Personal angesehen hätten. Da hätte doch einfach nur jemand sagen müssen “Vielleicht geben wir denen nicht direkt einen Ein Jahres Vertrag”, sondern machen erstmal einen Piloten und schauen wie es ankommt. Das hätte viel Geld und schlechte Publicity erspart. Warum winkt man das einfach durch und sagt “passt schon”, aber bei Alex, der ja eigentlich einen guten Ruf und ein gutes Portfolio hat, da muss die ganze Bürokratie-Maschine angeworfen werden. Komm ich nicht mit klar.
PS: Ich meine gehört zu haben. dass da offenbar ein halbes Duzend Redakteur*innen bei Brave Mädchen im Hintergrund saß, aber die haben ja irgendwie gar nichts gemacht?
PPS: Eben bei Rezo gesehen, dass die Braven Mädchen ja einen neuen Podcast machen wollen ohne funk und implizieren, dass sie auch von funk zurückgehalten worden sind??? Wenn funk da schon redaktionell eingegriffen hat, will ich gar nicht wissen, wie das vorher war.
Bezeichnend ist doch diese Aussage. Auch wenn wir das natürlich schon lange wissen.
Parabelritter:
“Der ÖRR ist eine Behörde… Da wird zuerst ein Gremium von fünf Landesrundfunkanstalten einberufen, um herauszufinden, wer alles verantwortlich sein könnte und über welchen Topf das finanziert werden kann, und wie genau das Konzept aussehen muss, damit es von diesem Fördertopf dann auch finanziert werden kann.
Und dann werden irgendwelche Rahmenrichtlinien entwickelt, wie viel Reichweite es über welche Aktion erhalten soll, einfach weil die Vorschriften sagen, dass es dort stehen muss. Und am Ende sind die Anforderungen an das Produkt so abstrus, dass es automatisch scheitern muss.
Mein Eindruck ist, dass es am Ende überhaupt irgendjemand sehen will, ist eigentlich zweitrangig. Wichtig ist, dass es den Metriken entspricht. Man arbeitet da mit mehr Buzzwords, als ich jemals in der Arbeit mit Agenturen zusammengefasst gehört habe.”
Hat eig. schon mal wer eine Aufstellung gemacht ob solche Grafikfehler beim ÖRR wirklich meistens zu ungunsten der AfD passieren?
Die Software für die Diagramme soll Vizrt heißen. kennt die jemand?
Zustimmung! Ich mag hier vielleicht verkürzt oder zu unterkomplex denken, dennoch bin ich sicher, dass man mit weniger Ideologie “alles abschalten" und einer durchdachten Vorgehensweise heute weiter wären.
Zuerst alles verknappen und verteuern und scheinheilig “woanders” wieder einzukaufen, um überhaupt den Wirtschaftsmotor halbwegs in Gang zu halten, erscheint mir schwierig in punkto Fortschritt. Und so sehr ich den Vergleich hasse: China macht das in Teilen besser.
In Die Medienhölle nimmt der Geschäftsführer von Funk Stellung zum Abgang des Parabelritters und dem Ende von Brave Mädchen (ab 1:12:32). Bei Funk gibts übrigens keine Sendungen, sondern “Produkte”.