Folge 385: Der U-Bahnmord und die Medien - Viel Unfug bei den Epstein-Files

Die Mediatheke Folge 385. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die schreckliche Bluttat am U-Bahnhof Wandsbek-Markt in Hamburg ist von Öffentlich-Rechtlichen recht klein gehalten worden - selbst ein Hamburger Regionalmagazin berichtete kaum. Die Epstein-Files hingegen sind ein größeres Thema - aber da findet sich auch viel Unfug, den man schwer vom Seriösen unterscheiden kann. Außerdem geht es erneut ums Dschungelcamp und um ein Funk-Format, das leider doch nicht eingestellt wurde.

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Zu brave Mädchen.

Also wenn dass das Ergebnis der Emanzipation ist, würde sich die Frauen der Emanzipations-Bewegung der 20er und 60er im Grabe umdrehen.

Ich glaube diese Frauen würden die “Braven Mädchen” vom Sender jagen.

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@Fernsehkritiker Danke für die sachliche und unverblümte Berichterstattung zum „U-Bahn-Mord“ in Hamburg Wandsbek. Erschütternd fand ich auch, dass in den Medien oftmals nicht nur von einem Einzelfall, sondern nur von einem „Unfall“ gesprochen wurde - und davon kann ja nun definitiv keine Rede sein.

Dann noch etwas zum Dschungelcamp:

Nun,… wenn ich im Marketing des Waschmittel-Herstellers „Ariel“ säße, würde mein Werbeslogan (in einer perfekt abgestimmten Einblendung, wenn die Teilnehmerin Ariel gerade wieder am Austeilen ist) wie folgt lauten: „Wir waschen ebenfalls schmutzige Wäsche!“

Oder Ohropax hätte doch auch die Gelegenheit nutzen können, einen passenden Werbespot zu schalten: „Wenn’s mal wieder etwas lauter wird…“

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Hast du einen Link / Beleg, dass der Serkan C. Mörder Ein Syrer mit griechischen EU Pass war? In X gab es auch kurzzeitig einen Tweet, der dann gelöscht war.

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Vermutlich - ich habe es versucht, fand es aber unerträglich, sich das anzuschauen - die Art und Weise der Kommunikation, da dreht sich bei mir im Kopf alles.

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Holger ab Minute 02:50:
„[…] wo der Täter übrigens in Medien zunächst übereinstimmend, als „Grieche“ bezeichnet wurde. Es war aber in Wahrheit ein Syrer, der lediglich einen vorläufigen EU-Pass in Griechenland erhalten hatte.“
Was sagt denn die Staatsanwaltschaft Zweibrücken selbst zum Schläger aus dem Regionalzug in ihrer neuesten Pressemitteilung vom 04.02.2026?

Und wer behauptet die angebliche Wahrheit, die Holger kundtut ?

Irgendein mindestens rechtsoffener Twitteruser.

Oder solche „hochseriösen“ afd-nahen Medien

Was eine holgermäßige Recherche. Warum auch der Pressemitteilung der zuständigen Staatsanwaltschaft Zweibrücken glauben, wenn irgendwelche Twitter User das Gegenteil behaupten, dass gerade besser zum Mord am Wandsbeker Bahnsteig und ähnlichen Taten der vergangenen zwei Jahre passt.

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“Athen Nachrichten” ist nach meiner Recherche das einzige Nachrichtenportal, das diese Sache mit dem Syrer behauptet. Weder über Google, noch über alternative Suchmaschinen wie Yandex, DuckDuckGo usw. findet man sonst irgendwas über dieses Gerücht. Sehr dubios.

Aber vielleicht hat ja Holger durch Olli Zugang zu Nachrichtenmedien direkt aus Griechenland, die etwas in der Richtung herausgefunden haben, wer weiß.

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Mord an an einem “Dirigenten” ??

Naja, was heißt hier „angebliche Wahrheit?“ Holger hat sich auf eine seriöse Quelle bezogen. Auch die Abendzeitung München (wie du selbst mithilfe des Screenshots bewiesen hast), hatte zunächst darüber berichtet, dass es ein Syrer und KEIN Grieche gewesen sei.

Dann ist aber im Artikel die Herkunft des Täters entfernt worden - was leider WIEDER der AfD in die Hände spielt.

Warum benennt man die Dinge nicht einfach beim Namen? Na, ich weiß schon warum…

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Das stimmt nicht, das hatte ein User-Kommentar behauptet, und irgendwer hat daraus einen Screenshot gebastelt.

https://twitter.com/i/status/2019758557583851775

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Ok??? Boah ich finde das mittlerweile so anstrengend :roll_eyes: Alles muss man mehrfach prüfen, hinterfragen…

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Ich sehe gerade, es steht sogar oben im Screenshot schon als Community-Anmerkung dran. Davon abgesehen, man erkennt eigentlich an der Formulierung schon ganz gut, dass das kein journalistischer Text ist…

Alleine an dieser Diskussion zeigt sich, wie schwer es heutzutage ist, sich ein wahrheitsgetreues Bild von Geschehnissen und Hintergründen zu zeichnen. Und am Ende weiß man immer noch nicht, wie es genau war. Besonders bei aktuellen Ereignissen mit der heißen Nadel gestrickt, glaube ich erstmal gar nichts, nur im Groben was überhaupt Geschehen ist. Mutmaßungen, Spekulationen, Meinungen, Einordnungen, das ignoriere ich, wenn sich der Sturm gelegt hat, ergibt sich später ein klareres Bild, ohne das man vorher vieles geglaubt und selber als angebliches Wissen weiter verbreitet hat. Am “liebsten” sind mir Leute, die direkt auf jede Meldung anspringen, diese teilen, überall rumerzählen und daraufhin direkt Konsequenzen fordern.

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Ich gebe dir grundsätzlich Recht, mit dem was du schreibst. Aber man kann halt auch nicht pauschal bei jeder Meldung erstmal ne Woche warten.

Dafür ist heutzutage generell alles sehr schnelllebig - was zugleich wieder ein Problem darstellt.

Gleichzeitig machen uns K.I. und Co. das Leben in dem Punkt ebenfalls nicht leichter.

Und wir hatten es in der Vergangenheit leider auch schon des Öfteren, dass bereits veröffentlichte Nachrichtenmeldungen (mit Angabe der Herkunft des Täters) im Nachhinein nochmal verändert wurden, damit bloß keine Unruhe in der Bevölkerung entsteht. Das kann ja nun niemand mehr leugnen.

Der U-Bahnmord von Wandsbek

Einzelfall, naja. Die schreckliche Tat reiht sich ja schon ein, in eine ganze Reihe von brutalen Verbrechen, gerade im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bluttat im Regionalzug von Brokstedt zum Beispiel, oder im vergangenen Jahr die Messerattacke einer Frau auf Reisende am Hamburger Hauptbahnhof. Und in dieser Woche erfolgte dann auch noch der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Zug in Rheinland-Pfalz.

Die Bezeichnung als „ganze Reihe von brutalen Verbrechen“ trifft bei nüchterner Betrachtung nur eingeschränkt zu. Der in diesem Zusammenhang häufig zitierte Fall aus Brokstedt liegt mittlerweile über drei Jahre zurück (Januar 2023). Der tödliche Angriff auf einen Schaffner in Rheinland-Pfalz richtete sich gezielt gegen Zugpersonal im Rahmen einer Ticketkontrolle und war kein Gewaltverbrechen gegen Fahrgäste. Die Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof im vergangenen Jahr verlief zudem ohne Todesopfer. Die genannten Taten weisen unterschiedliche Tatkonstellationen und Täterprofile auf; ihr gemeinsamer Nenner ist im Wesentlichen der räumliche Bezug zu Bahn oder Bahnhof. Von einer zeitlich verdichteten Serie vergleichbarer, tödlicher Gewalttaten im ÖPNV kann daher sachlich nicht gesprochen werden. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass einzelne schwere Ereignisse im öffentlichen Diskurs aufgrund ihrer emotionalen Wirkung zu einer scheinbaren „Reihe“ verdichtet werden.

Gerade in Hamburg sind Bahnhöfe nach 21 Uhr Geisterbahnhöfe. Es ist nirgendwo Sicherheitspersonal.

Hamburgs Bahnhöfe sind nach 21 Uhr nun wirklich keine „Geisterbahnhöfe“ im Sinne einer völligen Abwesenheit von Sicherheit. An großen Knotenpunkten wie dem Hauptbahnhof oder in Altona ist durchgehend Personal präsent, das weißt du doch auch. Es gibt gemeinsame Streifen von Polizei, DB-Sicherheit und Hochbahn-Wache. Auch im übrigen Netz sind Sicherheitskräfte rund um die Uhr im Einsatz, allerdings überwiegend mobil und nicht dauerhaft sichtbar an jeder einzelnen Station, was auch mehr Sinn ergibt. Häufig fährt Sicherheitspersonal in den Zügen mit. Das ist meiner Meinung nach deutlich sinnvoller, weil sich Fahrgäste dort länger aufhalten, während der Aufenthalt am Bahnsteig meist nur kurz ist.

Sicherheit im ÖPNV funktioniert überall über eine Kombination aus mobilen Streifen, mitfahrendem Personal, Videoüberwachung und schneller polizeilicher Reaktion – nicht über Wachposten an jeder Haltestelle. Zudem ist eine dauerhafte Präsenz von Sicherheitspersonal an allen Bahnhöfen nicht realistisch, und mir ist in Deutschland auch keine Stadt bekannt, die dies so praktiziert.

Brave Mädchen
Diese Art zu sprechen ist für mich nur schwer zu ertragen. Danke für deine Einordnung. Ich befürchte, dass der Podcast heute nicht zum letzten Mal in der Mediatheke thematisiert wurde…

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Danke Holger für die klaren Worte zum Mord „Vorfall“ in der Ubahn. Es ist schon erschreckend wie oftmals ÖR Medien verharmlosen oder garnicht berichten. Ich war jahrelang eher pro Migration aus dem Motiv armen und Verfolgten zu helfen. Aber mittlerweile muss doch jeder die Folgen sehen.
Unterdurchschnittliche Zahl der Leute arbeitet überhaupt, das liegt zum Teil auch am System aber Asyl ist von der rechtlichen Konstruktion ja auch nur auf eine vorübergehende Zeit angelegt. Danach soll man ins Ursprungsland zurückkehren.
Viel wichtiger aber : Die Sicherheitslage wird nachweislich schlechter. Das kann niemand bestreiten.

Irgendwie ja auch logisch, wenn ca 10 Millionen Menschen seit 2015 mehr oder minder unkontrolliert ins Land lässt, die teils schwer traumatisiert mit Kriegserfahrungen aus Kulturen mit anderem Werte und Gewaltverständnis kommen. Wenn nur 1% dieser Leute gefährlich sind das 100.000 gefährliche Menschen.

Klar gab es alle paar Jahre auch Amokläufe durch Deutsche Tätern an Schulen. Aber diese alltägliche Gewalt wie Auto als Waffe, Messer in Zügen etc. Ist einfach neu und fast ausschließlich durch Flüchtlinge begangen. Oder gibt es solche Angriffe vermehrt auch durch deutsche ? Falls ja gerne hier Beispiele nennen ….. So geht es leider nicht weiter und wenn die ÖR Medien das verschweigen treibt es die Leute nur zu den Radikalen

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In Deutschland gab es seit 2015 rund 3 Million Asylanträge, aufgerundet wären es 10 Millionen Asylanträge in der EU.

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Grieche oder Syrer? Ich hatte auch ein paar Minuten bei google gesucht aber nichts gefunden, das die Info, es sei ein Syrer, bestätigt.

Aber wenn man bei google nichts findet heisst das heute leider nicht, dass es da nichts gibt. Was nicht von mainstream-Medien berichtet wird, findet man auch kaum über google.
Das hat sich seit Corona noch einmal sehr zugespitzt, wo im mainstream nicht genehme links zunehmend weiter nach hinten sortiert oder einfach aussortiert wurden. Ganz dramatisch auch in der youtube-Suche, wo zum Thema Corona nur mainstream Sender auftauchten, das war sehr auffällig damals.

Dazu kommen immer mehr bezahlte links und Werbung, die die Suchergebnisse beeinträchtigen und treffendere Ergebnisse verdrängt haben. Die Suchmaschine, der das Unternehmen den Erfolg und Milliarden-Wert verdankt ist lange nicht mehr das Recherchetool, das sie einmal war.

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https://www.focus.de/politik/deutschland/getoeteter-zugbegleiter-tatverdaechtiger-stammt-wohl-aus-thessaloniki_516dd158-38fa-459e-9b2a-3c223c49edae.html

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Screenshot 2026-02-07 at 13-45-29 Getöteter Zugbegleiter Fake News entlarvt – Tatverdächtiger stammt aus Thessaloniki - FOCUS online

“sichere Quelle”, aha…. naja.

Und dass ein Pass gefälscht ist oder bei Neuausstellung falsche Angaben gemacht werden ist nicht so dermaßen ungewöhnlich.

fake-news sind auch deshalb so mies, weil es unglaublich viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt und man sich nur mit so einem Käse beschäftigt.
Wobei ich jetzt immer noch nicht 100% überzeugt bin, aber die Tendenz ist natürlich da, dem Fokus mehr Glauben zu schenken.

Wie schon jemand schrieb: Geduld ist angesagt und mal ein paar Tage warten, bevor man sich zu schnell festlegt und zu weit aus dem Fenster lehnt