Folge 345: Schweizer Filme

Pantoffelkino Folge 345. Hier kann darüber diskutiert werden!

Eine Woche nach den österreichischen Filmen sind diesmal Schweizer Filme an der Reihe. Ein ganz typisches Werk ist etwa die Satire „Die Schweizermacher“ mit Emil Steinberger. Vor gewaltiger Berggkulisse spielen die Dramen „Der Verdingbub“ und „Tannöd“. Etwas jenseits der Spur sind hingegen der Horrorschocker „One Way Trip“ und der Trash-Softporno „Ruf der blonden Göttin“.

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Spannende und für mich lehrreiche Folge. Ich muss gestehen: Mir wäre kein einziger typisch schweizerischrischer Film eingefallen.

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Das hast du dann ja mit dem Kollegen Jürs gemeinsam. :smiley:

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„Sennentuntschi“, „Beresina oder Die letzten Tage der Schweiz“, sowie der Trashhammer „Mad Foxes“ wären mal eine Besprechung wert gewesen.

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Besten Dank für diese Folge. Hat mir gut gefallen bis nach der Besprechung von Tannöd das Niveau steil nach unten gind wie die Eiger-Nordwand. (Eiger-Nordwand – Wikipedia)

Einige Anmerkungen

Schweizermacher: dieser Film ist von ungefähr 1978, eine Zeit als die Schweiz viele Gastarbeiter aus Italien, (Ex-)Jugoslawien und der Türkei hatte. Politisch gab es mehrere Volksinitiativen über die Verschärfung des Einbürgerungsrecht und Angst vor Überfremdung. Aus diesem Grund entstand diese Satire.

Der Einbürgerungsprozess aus heutiger Sicht ist nicht mehr so. Die Einbürgerung ist kantonales Recht, welches auch den Gemeinden delegiert werden kann. Je nach Kanton oder Gemeinde ist es nach Erfüllung der Mindesterfordernisse (z.B. Wohnsitz in der Gemeinde über einen gewissen Zeitraum, grundsätzlich 12 Jahre) ein reiner Verwaltungsakt oder es bestehen noch Befragungen vor einem Einbürgerungsrat und ein Einbürgerungstest mit Fragen zur Politik, Geschichte, Geographie etc. an.

Verdingbub: es waren Verdingkinder, auch Mädchen, welche eigentlich als Pflegekinder untergebracht wurden, aber vielfach misshandelt, als billige Arbeitskräfte ausgebeutet wurden. Der Film zeigt nicht die schlimmsten Schicksale dieser Kinder, aber sicherlich eines was in dieser Zeit durchaus als „normal“ angesehen werden kann, da viel weggeschaut wurde und es keine Kontrollen gab. Dies war ein dunkles Kapitel der Schweiz bis 1978.

Die „Quetschkommode“ nennt sich Schwiizerörgeli. Man spricht Verdingbub mit V aus.

Tannöd: eine interessante Geschichte, aber kein Schweizer Film, spielt auch nicht in der Schweiz.
Meiner Meinung nach ein Film in der falschen Pantoffelkinofolge.

P.S. Ich hatte eine Liste mit Filmvorschlägen geschickt.

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:wink: :nerd_face:

Für alle übrigens, die Probleme mit dem Dialekt haben! :wink:

#DialekteHotline: Schweizerdeutsch - YouTube

Man könnte ein Trinkspiel machen: Jedes Mal, wenn jemand zu einem Film sagt „[…] gut für einen verregneten Sonntagnachmittag“, muss man einen heben :sweat_smile: :laughing:

Zur Einordnung, wer es noch nicht wusste! :wink:

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@Tellura : Du hast tatsächlich recht. Hab gerade mal nachgeschaut. Tannöd ist eine deutsche Produktion.
Gut, dass ich den nicht ausgesucht habe sondern das urschweizerische Filmdrama Der Ruf der blonden Göttin, der @eldorado vermutlich sonst für immer verwehrt geblieben wäre (wie erwähnt, entschloss er sich ja zur Teilnahme, nachdem ich dieses Meisterwerk nominiert habe - secret Fanboy).

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Die Regisseurin ist halt Schweizerin, aber alles daran ist Deutsch/Bayrisch.

Tannöd ist imo damals erschienen, als diese ganzen bayrischen (Eberhofer-)Provinzkrimis total im hype waren. Wundert mich, dass sich Volker überhaupt noch an die Story erinnern konnte, ich könnte das nicht.

Stimmt, das war ein Schweizer. Bester Untertitel ever: Feuer auf Räder :rofl:

Holger scheint den Begriff „sexistisch“ immer noch für „sex-lastig“ zu verwenden…

In der bereits verlinkten Wiki-Liste der Schweizer Filme taucht „Tannöd“ aber dennoch auf.

Daran habe ich mich orientiert.

Auf der Liste ist Tannöd auch drauf, außerdem hat der Schweizer Filmpreis und Zürcher Filmpreis bekommen

Edit: Holger war schneller

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Da dieses grandiose Stück Schweizer Filmkultur, das uns der eidgenössische Kulturbotschafter @nbfilm hier näher gebracht hat, offenbar sowohl sexlastig, als auch sexistisch ist, hat Holger doch nix falsches gesagt, wenn er darauf hinweist, dass der Film sexistisch ist. Auf die Sexlastigkeit ist doch @eldorado eingegangen, der nun einen neuen Blue Ray-Schatz in seinem Atelier präsentieren kann.

Ich glaub, er hat sich gleich die komplette Reihe bestellt.

Genügend toller Stoff für folgende Pantoffelkinofolgen:

https://www.mediaquelle.at/shop/product_info.php?products_id=42588

Ich hatte gehofft, dass du mit einem schönen Päckchen an Heiligabend vor seiner Tür stehst… :smile:

Neee… die werden feinsäuberlich über die nächsten Monate als kleines Bonbon verteilt :rofl:

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Da könnte es eventuell passieren, dass die Tür dann leider klemmt und zu bleibt. :innocent:

Dann kommt der Weihnachtsjürs halt durch den Schornstein :wink: Kekse und Milch stehen sicher bereit.

Erwin C. Dietrich und Karl Spiehs sollen ja wilde Orgien in der Hölle feiern und sich immer freuen, wenn Volker genötigt ist sich mit ihren Filmen zu beschäftigen :crazy_face:

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Nur dass das klar ist: Ich bin zumindest Herrn Dietrich für „Die Wildgänse kommen“ ernsthaft sehr dankbar. :blue_heart:

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