Ach ja, die Parität, was Geschlechter angeht. Vielleicht sollten alle, die offenbar zu tief in diesem Sumpf stecken, mal in die Ferne gehen und das Thema nüchtern betrachten. Ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass die Besetzung von Posten, Berufen, Filmrollen und was auch immer, exakt ausgeglichen zwischen Mann und Frau ist?
Oder müsste man noch weiter gehen und anteilig sämtliche Minderheiten dazurechnen?
Vielleicht finden wir uns mal damit ab, dass es vielleicht auch einfach Interessen sind, die eine Rolle spielen. Oder sollen wir Frauen dazu zwingen, einen Beruf zu ergreifen, nur um den Ausgleich zu schaffen? Die Zeiten, in denen Frauen keine Rechte haben, sind seit Jahrzehnten vorbei und es ist egal, wie viele Regelwerke man im Detail noch aufstellt - es wird immer auch noch einen Patriarch geben, der Frauen lieber besitzen möchte, als ihr Gleichberechtigung einzuräumen. Diesen erreicht man ohnehin nicht.
Und wenn wir schon ins Detail gehen, dann bitte auch mal an die Stellen, in denen Frauen tatsächlich unterdrückt werden, oft mit angeblichem Respekt begründet oder einer Religion. Aber nein, das gibt es nicht. Das ist Schwurbel von rechts oder so. Ach Mann! Wir waren schon mal weiter in unserem intellektuellen Denken. Erst gestern hörte ich mal wieder Sketche von Gerhard Polt, darunter Mei Ling. Das war in den Achtzigern und es war völlig klar, was die Aussage ist, aber heutzutage bräuchte man einen seitenlangen Disclaimer und würde wahrscheinlich trotzdem noch einen Shitstorm ernten. Die Verdummung schreitet voran, ich sage es immer wieder.
Danke dann noch für den Pipi-Kacka-Song, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht und das auf die schlechte Art. Es ist eigentlich schon ein Sinnbild für Bildung und Kinderfernsehen. Ich bin mit der Sendung mit der Maus aufgewachsen und toll animierten Trickfilmen wie Der rosarote Panther. Ich würde gerne prognostizieren, dass wir nun am unteren Ende der Qualitätsleiter angekommen sind, aber ich weiß es besser. Es geht noch tiefer.
Aprilscherze an sich finde ich lustig, denn ich falle auch im ersten Moment gerne darauf herein und muss dann gestehen, dass er in einem solchen Fall gut gemacht war. Medial fällt uns hier aber die von mir schon öfter angeprangerte Schnelllebigkeit auf die Füße, denn in der Flut an Nachrichten, Eilmeldungen, Meldungen, Werbung, Reaktionen und Kommentaren ist so viel Falsches dabei, dass wir eigentlich jeden Tag den ersten April ausrufen könnten. Mit dem Konzept „Nachricht raus“, Fakten kommen später (vielleicht), kann ein zu gut gemachter Scherz auch mal nach hinten losgehen. Das wird noch lustig die nächsten Jahre.
Und zum Schluss noch das Thema KI-generierte Bilder. Ich bin ja kein Fan von der Kommerzialisierung von KI-Technik, denn man sieht ja, wie das Thema beim Volk ankommt. Jeder macht was damit und ein paar wenige verdienen viel Geld.
Ja, es ist witzig, Fotos in einen Asterix- oder South Park-Stil umzuwandeln und ich habe es natürlich ausprobiert. Aber warum soll ich dafür 23 Euro im Monat ausgeben? Was mache ich mit den Bildern? Verkaufen? An wen? Jeder kann es selber machen. Es ist eine Spielerei, die für mich als Privatperson keinen Nutzen bringt, außer sich darüber zu amüsieren und vielleicht mal eine Collage zu erstellen, die man in den Flur hängt.
Das „selber machen“ ist dabei das Problem, denn man macht nichts selber. Immer wenn ich diesen „Fortschritt“ in die Zukunft projiziere, sehe ich Wall-E vor mir und die Menschen, die darin vorkommen. Meine Zukunft wird das nicht sein, da können noch so viele „Assistenten“ auf meine Smartphone landen.
Aber eine Sache wäre interessant: müssen wir KI künftig auch in Quoten berücksichtigen? Denn aktuell sind es Arbeitssklaven, die von uns für Schwerstarbeit missbraucht werden. Das ist Unterdrückung und Diskriminierung. Ich fordere einen Ethikrat.