Stefan Raab: ich empfand ihn schon immer als unbeholfen, etwas unsicher und plump und eigentlich als Fehlbesetzung im Bereich Showmaster/Moderator. Das konnte er früher durch seine Energie und seinen Ehrgeiz wettmachen und überspielen.
Inzwischen aber ist die Energie verpufft und er wirkt sehr farblos auf mich. Außerdem, das wurde ja oft kritisiert, wirkt alles was er gerade macht sehr lahm und angestaubt.
Und vor allem scheint er das alles selbst überhaupt nicht zu registrieren, ist ihm vielleicht auch der Erfolg etwas zu sehr zu Kopf gestiegen, dass er sich für eine unfehlbare TV-Legende hält? Oder war ihm einfach langweilig?
Dir ist schon klar, dass aber alles auch Vorgeschichten hat. Russland war vor Beginn des Ersten Weltkrieges das erste Land, welches die Generalmobilmachung erklärt hat, noch bevor es zur Kriegserklärung kam.
Und gerade beim Zweiten Weltkrieg finde ich deine Aussage noch unangemessener. Zwar hat Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen, aber vorher hat die Sowjetunion u.a. das Baltikum und Ostpolen eingenommen, letzteres im Einvernehmen mit dem Deutschen Reich. Die russische Vorherrschaft (innerhalb und außerhalb der Sowjetunion) über Osteuropa reichte bis 1991 und wurde regelmäßig auf militärischem Wege wieder hergestellt (DDR 1953, Ungarn 1956, Prag 1968 etc.) Da kann man nicht davon sprechen, es seien keine Aggressionen ausgegangen.
Darum schrieb ich auch explizit den Westen. Gut, da kann man sich jetzt streiten wo der Westen beginnt oder aufhört. Aber Russland betrachtete sich ja früher als Schutzmacht der Slawn, was ja mit einer der Gründe war, warum die Situation hin zu Ersten Weltkrieg eskalierte (ob die anderen slawischen Völker das ebenso sahen sei mal dahin gestellt). Man könnte sogar drüber streiten ob das Deutschland vor 1949 sich als zum Westen zugehörig betrachtete (eigentlich nicht).
Russland teilte zwar den Raum zwischen sich und dem Westen mit dem Westen auf, marschierte aber von selbst nie in Deutschland geschweige denn Frankreich ein. Man kann natürlich streiten in wie man den Konflikt mit Finnland einordnet.
DDR, Ungarn und Prag würde ich anders einordnen. Da waren die Russen zu dem Zeitpunkt schon und unterstützten ja in der Regel das regierende Regime. Es handelte sich nicht um einen Angriffskrieg im eigentlich Sinne.
Worauf ich im Kern hinaus will beim ganzen ist folgendes: Russland als den geschichtlich einzigen Aggressor darzustellen greift in meinen Augen viel zu kurz. In unsere aktuelle Situation haben uns halt ein reihe schlechter Entscheidungen und Gegenbenheiten geführt.
Ach Holger, du machst den gleichen Fehler wie viele Medien, wenn du verbreitest, was Muslime im Ramadan zu tun und zu lassen haben. Das sollte doch eine individuelle Entscheidung sein. Du wirst zum Handlanger der Scharia-Polizei
Du kannst natürlich auch als Christ Weihnachten in die Südsee fliegen. Christen fliegen zu Weihnachten in die Südsee. Moslems essen Spanferkel im Ramadan.
Auch ein alter Spruch und/oder Weisheit:
Si vis pacem para bellum.
Wörtlich übersetzt lautet es: „Wenn du (den) Frieden willst, bereite (den) Krieg vor.“ Andere, freiere Übersetzungsversionen sind: „Wenn du Frieden willst, rüste zum Krieg“ oder „Wer den Frieden sucht, bereite den Krieg (vor)“.
Als Gegenentwurf zur Wahrheit im Krieg.
Ich bin die Kriegsrhetorik auch leid, aber leider ist es auf dem internationalen diplomatischen Parket leider momentan so, dass sich die Nationen über Waffensysteme definieren und nicht über gesellschaftliche Fortschritte, die Ausweitung der zivilen Zusammenarbeit oder Abbau von gegenseitiger Schikane.
Autokratie als Staatsform, ist für nicht wenige Menschen in Europa und auf der Welt, etwas das man doch noch toll finden dürfe.
So als würde sich der Beginn des 20. Jahunderts wiederholen, wo sich die Nationen ein Wettrennen in militärischer Aufrüstung leisteten, um sich dann im WW I die Chemiewaffen gegenseitig in die Schützengräben zu schmeißen.
Einzig die Umstände, dass bisher keine Bündnisse im Miltär gegriffen haben, ist es zu verdanken das wir hier im westlichen Europa unser gewohntes Leben behalten haben.
Irgenwie ist es politisch gerade wie in den 80ern, ein Ritt auf der Kanonenkugel, nur mit dem Unterschied, dass Europa damals diesen beenden wollte und schließlich den Eisernen Vorhang aufschob, dieser Tage scheint es bei den Verantwortlichen Glückhormone ausszuschütten, Sprache und auch Handlung in Richtung Konflikt auszurichten.
Zu phoenix: first Richtigstellung war absolute vertretbar für den Moderator, denn laut Aussage der dahinterstehenden Parteien, und das ist äußerst glaubhaft, ist genau das die Intention.
Zdf-Experte intern: dass kein externer Experte gefunden werden konnte, ist höchst spekulativ. War die man jemand aus dem eigenen Haus nicht einsetzen, wenn er Experte ist. Oder wird eben dies angezweifelt?
Angebliche Kriegspropaganda: da schießt die Mediatheke wir über das Ziel hinaus. Die Gefahr wird in der Mediatheke klein geredet.
Bündnis Herne: warum „leider abgesagt“? Diese abschüssige Bemerkung steht der Mediatheke überhaupt nicht gut. Dass sich die Frau falsch verhalten hat und dies nun gesellschaftlich zu negativen Tendenzen führt, ist eine ganz andere Sache.
Kimmich: vielen Dank für diesen Beitrag. Die war mir nicht bekannt und ist absolut skandalös.
Zdf-Mediathek: mal sehen. Ich sehe das keinen Rückschritt für meine Zwecke. Und das ZDF besser sicher noch nach, wenn gerade erst umgebaut wurde.
Pfefferkörner: „Indoktriniert“? War soll diese Wortwahl?
Hier geht es nicht um kleine Kinder, sondern um ältere Kinder.
Die Pubertätsblocker werden zumindest in den Ausschnitt nicht empfohlen, sondern deren Existenz als Möglichkeit aufgezeigt.
Nicht ausgeforscht? Die Mediatheke hatte auch die aktuelle Evidenzlage beschreiben können.
Böhmi: der Betrag vom ZDF Magazin Royal war sehr gut. Hier zeigt sich die persönliche Abneigung gegenüber Jan Böhmermann. Und Differenzierung ist auch wirklich keine Stärke der Mediatheken und ist offensichtlich auch kein primäres Ziel auf Grund der Aufmachung beim ZDF Magazin Royal. Also erstmal Zuhause kehren…
Raab vs Pro7: danke für den Vergleich. Guter Beitrag.
Roderich Kiesewetter: „Der Krieg muss nach Russland getragen werden. Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden. Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände.“
Also alles nur für die Verteidigung.
Allgemein finde ich es komisch, wie du von Holger Neutralität forderst. Wer ist denn heutzutage neutral? Zudem wäre das langweilig.
Man stelle sich vor, Trump oder die AfD hätten in dem Maße von Merz gelogen. Wie würde der ÖRR da abgehen?
Dazu müsste man von offizieller Seite zugeben, dass man die Bundeswehr seit div. Legislaturperioden hat marodieren lassen - inkl. dessen, dass man seine vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen der NATO nicht erfüllt hat (was Trump ja schon in seiner ersten „Runde“ bemängelt hat!)
Solche Offenheit bezweifel ich allerdings.
Von der Geschichte, dass die Bundeswehr auch durch die Aussetzung der Wehrpflicht hat zurückbauen müssen - und durch eine Einsetzung quasi eine teure „Rolle Rückwärts“ performt werden muss, will ich erst mal nicht anfangen.
Tatsächlich begann das deutsche Engagement in der Region Anfang der 1990er Jahre zunächst humanitär und logistisch, z. B. durch Unterstützung von UN-Missionen wie UNPROFOR. Erst ab Ende 1995 beteiligte sich die Bundeswehr im Rahmen der NATO-geführten IFOR-Mission an einem stabilisierenden Einsatz in Bosnien – mit UN-Mandat. Der erste tatsächliche Kampfeinsatz deutscher Streitkräfte erfolgte 1999 im Kosovo-Krieg – allerdings als Teil eines NATO-Luftangriffs, nicht als „Einmarsch“.
Der BGH ist für Grundrechtsfragen wie diese gar nicht zuständig, sondern das BVerfG. Tatsächlich hat das BVerfG bereits 1960 (BVerfGE 12, 45) entschieden, dass die Kriegsdienstverweigerung ein durch Artikel 4 Absatz 3 GG geschütztes Gewissensrecht ist – und das gilt grundsätzlich auch im Spannungs- oder Verteidigungsfall.
Das ist Unsinn. Deutschland ist nicht in Jugoslawien einmarschiert und hat keinen Angriffskrieg geführt. Deutsche waren Bestandteil der Nato- und UN-Truppen, die das Abschlachten der Bürger untereinander beendet haben. Völkerrechtlich ein himmelweiter Unterschied.
Ich hab doch direkt ein Post darüber ein Video gepostet, wo die Bundeswehr selbst von einem Einmarsch spricht…
Und wenn Jugoslawien uns vorher nicht angegriffen hat und wir dann Anfange dort zu bombardieren und anschließend mit Bodentruppen einmarschieren, dann ist das ein Angriffskrieg. Selbst Gerhard Schröder hat Jahre später zugegeben, dass das völkerrechtswidrig war.