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Folge 33

#1

Hier kann darüber diskutiert werden!

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#2

Mir kommen die Tränen… diese arme FPÖ. Ich ERWARTE von einem Journalisten, dass er Politiker grillt und hart anfasst. Und wer ernsthaft bestreitet, dass die Karikatur der FPÖ diffamierend und ausgrenzend ist, tut es möglicherweise nicht unbewusst. Der Vergleich zum Stürmer ist natürlich nicht so deutlich und ich würde diese Parallele auch nicht ziehen, aber es ist ein völlig legitimes Mittel eines konfrontativen Interview-Stils, den ich gerade mit polarisierenden Politikern erwarte.

Ich bin der Meinung, dass sich ein Journalist mit einer Sache gemein machen darf. Es kommt drauf an, in welcher Rolle er ist. Im Spektrum der Print-Medien ist es völlig normal, dass es politische Verortungen gibt. Warum ist es im TV verwerflich? Es muss nur differenziert werden… handelt es sich um ein Magazin- oder Interview-Format oder um eine Nachrichtensendung (wie sie Hajo Friedrichs moderiert hat. Ob er seinen Grundsatz selbst tatsächlich immer eingehalten hat, kann ich nicht mehr erinnern. In seiner Autobiographie hat er es zumindest geäußert). Es geht halt um die abgebildete Bandbreite… und die darf natürlich kritisiert werden und die ist auch tendenziös. Es gab Anfang der 2000er eine vom Spiegel in Auftrag gegebene Studie, die besagt, dass eine deutliche Mehrheit der Journalisten links/grün orientiert sind. Das färbt natürlich ab (ohne dass “System” dahinter stecken muss)…

Dennoch… den Mediatheke-Beitrag fand ich sehr gut und differenziert.

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#3

Der Tanzverbot Beitrag von Herrn Schmitt ist bisher ganz klar der beste Beitrag von Herrn Schmitt, den er zur Mediatheke beigesteuert hat.

Trotz wöchentlichem Rhythmus muss ich sagen, dass die Mediatheke sich durchaus immer weiter steigert und was mich besonders freut, nicht nur negativ sondern auch positiv berichtet, was bei FKTV ja bisweilen gefehlt hat. Weiter so.

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#4

Hallo Holger da du ja Kunde von Waipu bist, wie lange sind denn deren Inhalte verfügbar? Denn die Öffis dürfen halt nur meist bis zu 12 Monate oder weniger die Inhalte zeigen, was natürlich ein grund wäre sich Waipu zu zulegen. Ich würde dafür auch kein Geld ausgeben, wenn man die meißten Sachen über die vorhanden Mediatheken zu sehen bekommt.
Hier noch ein Link von ARD zu diesen Thema.

Herr Schmitt gucke ich mir nicht an, der redet wie eine Schlaftablette und wirkt so dermaßen von Oben herab und total zugeknöpft, dass einzigste wo ich Ihn mir gebe ist wenn Er über Filme redet, da kaufe ich Ihm auch sein Wissen ab, allerdings wenn Er über so ein Trivales Zeug wie Youtuber oder Influencer redet, wirkt er einfach nicht überzeugend.

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#5

Sehr interessante Sendung.

Was den FPÖ-Beitrag angeht, einerseits finde ich diese Karikatur in der Tat rassistisch und so was sollte auch kritisiert werden. Andererseits sollte man das dann auch zeitnah machen. Das Bild ist ja anscheinend ein Jahr alt und wird jetzt zur Europawahl aus der Schublade geholt. Zudem sollten Absprachen mit Politikern über Gesprächsinhalte einheitlich gehandhabt werden. Falls der Vorwurf des FPÖ-Kandidaten stimmt, es seien andere Gesprächsinhalte abgesprochen worden, müsste überprüft werden, ob das eine gängige Praxis mit Politikern aller Parteien ist, oder ob nur mit bestimmten Politikern so umgegangen wird.

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#6

Also, dass diese “Karrikatur” rassistisch ist und nahezu 1:1 der Stürmer-“Karrikatur” entspricht, ist doch wohl offensichtlich.

Die FPÖ-Bande sollte sich in Grund und Boden schämen, statt auch noch an der Pressefreiheit zu sägen.

Waipu-TV verwende ich erstaunlich häufig (ich wollte es eigtl. nur kurz probieren), weil es einfach praktisch ist, auf dem Tablet, Handy oder Computer TV zu schauen. Jene Sender, die es da mehr gibt, interessieren mich wenig, vielleicht noch die beiden reinen Film-Kanäle, aber die Speicherfunktion ist praktischer als irgendwelche Mediatheken zu nutzen. Und 25 (in anderem Paket 100) Stunden Speicher reichen mir.

Kleber: Gute Idee mit dem SW-“Schnitt”.

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#7

Armin Wolf erklärt auf seinem Blog:

Die ZiB2 hat in den letzten Wochen eine Interview-Serie mit den EU-Spitzenkandidat:innen der Parlamentsparteien gebracht, bereits die zweite nach Ende Februar. Vergangenen Dienstag war Harald Vilimsky eingeladen, der Termin war seit Wochen ausgemacht, spezielle Themen waren – wie bei allen Kandidat:innen – nicht vereinbart.

(Quelle: https://www.arminwolf.at/2019/04/28/etwas-das-nicht-ohne-folgen-bleiben-kann/, Gender-* in : umgewandelt, da sonst Kursivschreibung des Forums)

Der Artikel ist allgemein interessant…

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#8

Schon eine oberflächliche Lektüre der Suchergebnisse nach “Harald Vilimsky” ruft in mir ein kaltes und trockenes Würgen hervor. Dass dieser Mann empört eine von Wolf in den Raum geworfene Vergleichbarkeit der FPÖ mit der NSDAP negiert, ist ein sehr zynischer Witz. Und ich finde es nicht optimal, dass der Fernsehkritiker/Mediathekenbartender dies als streitbaren Fall journalistischer Interviewpraxis darstellt, wenn man jemanden wie Vilimsky etwas gröber anfasst und mit den aberzähligen indiskutablen Ausfällen in seiner Partei (Stichwort: Rattengedicht) konfrontiert. Wenn das schlechter Stil ist, dann kann man es gleich sein lassen und nurmehr die höchst zweifelhaften Segnungen der schwarz-blauen Regierung preisen.
Btw: Die rechtspopulistische Mähr des ORF als “Rotfunk” ist auch so eine Sache, die mich in einem vorgeblich neutralem Bericht etwas stutzig macht.

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#9

Wieso muss ich Rundfunkbeitrag zahlen damit irgend so ein ausländischer Nazi Bares für Rares sehen kann?

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#10

Ich finde es etwas seltsam, dass bei dieser Sonnenklar-Werbeveranstaltung, Personen wie Elstner und Kalkofe ausgezeichnet werden, die ja nun nichts mit Reisen zu tun haben, und diese aber dort auch noch auftreten.

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#11

Wenn man nicht wüsste, dass es Sonnenklar.tv ist, könnten es auch die Massengeschmack.tv-Awards sein. Es war ja so gut wie alles vertreten, was an Prominenz bei MG zu Gast war oder bei FKTV verrissen wurde.

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#12

Ich habe vorhin dieses Interview von ZAPP mit Armin Wolf gefunden:

Hier erklärt er aus seiner Sicht die Hintergründe des ZIB-Interviews. Man bekommt dadurch auf jeden Fall ein Besseres Bild über den ganzen Sachverhalt.

Eine Zusammenfassung des Interviews meinerseits:
Die Vorgeschichte, des Interviews war, dass die FPÖ von Braunau am Inn zu Ostern das Gedicht “…die Stadtratte (Nagetier mit Kanalisationshintergrund)” veröffentlicht/verbreitet hat.:
https://media.diepresse.com/images/uploads_1152/3/2/8/5616424/gedicht_1556274516859237.jpg

Über dieses Gedicht wurde hierzulande rauf und runter diskuttiert. Am Tag des ZIB Interviews hat sich die FPÖ von diesem Gedicht distanziert und der verantwortliche Politiker der FPÖ Braunau ist zurückgetreten.
Das Plakat der steirischen Jugendorganisation war Herrn Vilimsky vor dem ZIB Interview sehr wohl bekannt, es kursierte an diesem Tag bereits vor dem ZIB Interview in sozialen Medien.
Armin Wolf hatte sich hier eigentlich erwartet, dass Herr Vilimsky sich von diesem Plakat ebenfalls distanziert. (bzw. Wie glaubwürdig waren die vorangegangenen Distanzierungen?)

Weiters ist zu beachten, dass der in der Mediatheke gezeigte Wahlwerbesport der FPÖ mit “Armina Wolf” nur Stunden nach dem ZIB Interview veröffentlicht wurde.
Hier meint Armin Wolf, dass man diesen Spot, in dieser Qualität, nicht in dieser kurzen Zeit hätte produzieren können und Herr Vilimsky deswegen wahrscheinlich von vornherein mit einer gewissen Intention in das ZIB Interview gegangen ist.

Zusammenfassung

Dann noch eine kurze Werbung meinerseits:
An einer anderen Stelle in diesem Forum wird für eine Filmbesprechung eines Films bzw. Kunstprojekts von Christoph Schlingensief geworben, das sich auf die erste Regierungskoalition von ÖVP und FPÖ von vor ca. 20 Jahren bezieht. Man kann die damalige Koalition ohne weiteres mit der heutigen vergleichen.

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#13

An Österreich kann man schön sehen wenn Rechte und Faschisten ihre Macht missbrauchen wollen.

Und @Fernsehkritiker, wenn du bei dem Plakat keine Ähnlichkeit zum Stürmer erkennen kannst solltest du mal zum Augenarzt gehen.

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#14

Man muss schon sehr voreingenommen sein, um bei dem Plakat eine Ähnlichkeit zum “Stürmer” zu erahnen. Nur mit viel bösem Willen und noch mehr Phantasie kann man so etwas hinein interpretieren.

Glücklicherweise war der Herr von der FPÖ nicht sonderlich schlagfertig, sonst hätte er den Journalisten - der natürlich auch nur provozieren wollte - wunderbar vorführen und im Regen stehen lassen können. Jetzt auch noch beleidigt eine Absetzung zu fordern, zeugt in meinen Augen nur für mangelnde Souveränität.

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#15

Und was soll da bitte der Unterschied sein?..ach ja habe es bemerkt, der Judenstern fehlt

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#16

Es ist dieser typische Zeichnungsstil den Karikaturen über Juden im dritten reich haben. Selbst wenn man sagt: “Das sind ja Islamisten”, dann hat man nur die einen durch die anderen ersetzt. Was dann zwar nicht mehr antisemitisch wäre, aber trotzdem extrem widerlich.

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#17

Die Ästhetik des Plakats und des Stürmers sind tatsächlich ziemlich ähnlich. Was aber noch viel wichtiger ist: Die Intention ist fast die Gleiche. Es geht darum, eine Minderheit zu stereotypisieren.
Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich für eine Seite zu entscheiden.
Wie Österreich so tief sinken konnte, eine Partei wie die FPÖ an der Regierung zu beteiligen, ist mir unbegreiflich. Selbst ein Jens Spahn oder Horst Seehofer würde sich eher den Fuß abhacken, als mit der AfD zu koalieren. Zumindest beim gegenwärtigen Stand der öffentlichen Meinung.

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#18

Blöde Frage, aber wo macht sich die FPÖ in ihrem Werbespot über Armin Wolf lustig?

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#19

Der unentschlossene FPÖ-Wähler wird von einer Reporterin namens “Armina Wolf” befragt, ob er wirklich nicht wählen gehen will.

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#20

Wolfgang M. Schmidt kritisiert Tanzverbots Beziehung zum rechten Youtuber Adlserson und ein paar Kilometer weiter plant Adam Livestreams mit ihm.

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