Folge 322: Kostümfilme

Pantoffelkino Folge 322. Hier kann darüber diskutiert werden!

Diesmal wird es auch optisch anspruchsvoll, denn in Kostümfilmen werden die großen bunten und aufwendigen Kleider präsentiert. Anna, Volker und Holger haben sich sechs Filme herausgesucht - vom obligatorischen „Sissi“-Film über Kurosawas „Ran“ bis hin zum knallbunten „Moulin Rouge“. Lasst euch verzaubern!

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Was war denn ab ihrer Rede so furchtbar, @AnnaElch ?

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Schön ohne Tränen geweint…

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Wow!

Mit Ran, Barry Lyndon, Shakespare in Love und dem göttlichen Moulin Rouge waren richtige Perlen dabei!

Danke für diese wunderbaren Entscheidungen und Besprechungen und auch ein großer Dank aus „Tobias from London“ für die sehr gute Auswahl der Kategorie!

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Die Test Ausgabe der Cinema hab ich auch. Haben da schon ordentlich über den Greifer mit Belmondo hergezogen :smile: :smile:

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Romy Schneider soll auch von Hans Herbert Blatzheim missbraucht worden sein und mit der Wahrscheinlichkeit zu leben, dass die eigene Mutter was mit Hitler gehabt haben soll ist vielleicht auch eine Lebensbürde.

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Händels Sarabande ist ein wahrer Ohrwurm!
Für alle, die es ein bisschen rockiger mögen, hier die Version von A.J. Wakeling:

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Ran hab ich mir vor paar Jahren auch Mal angeschaut, kann schon zustimmen, die erste Stunde ist schon sehr anstrengend. Und der geht dann auch insgesamt fast drei Stunden lang :stuck_out_tongue:

War auch komplett verloren nach ner Weile, was die Charaktäre angeht. Hab mir echt einen Stammbaum gezeichnet, damit ich die Familienverhältnisse endlich kapiere. :smiley: Da wurden so viele Namen reingeworfen, ich verlor den Überblick.

Von Kurosawa finde ich übrigens Zwischen Himmel und Hölle am stärksten. Kein Kostümfilm , geht um Kidnapping

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„Barry Lyndon“ ist ein Meisterwerk und gehört zu meinen - ich sag mal - Top 10 Lieblingsfilmen. Wirklich grandios! Händels Sarabande finde ich auch unglaublich gut. In „Pumuckl und der große Krach“ wurde das Lied auch mit eingebaut, als er vom Eder rausgeschmissen wurde :wink: Noch besser ist aber Schuberts Trio Op 100, das auch in „Barry Lyndon“ zu hören ist.

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Barry Lyndon ist mein Lieblingsfilm von Kubrick und langweilig finde ich den keine Minute. Es stimmt zwar, dass Barry als Figur zeitweise unsympathisch wirkt (was ja nicht gegen den Film spricht), aber das ändert sich aus meiner Sicht, sobald man sieht, wie seine Hoffnungen sich teilweise erfüllen und es aber für ihn zunehmend schwierig wird, in dem neuen Umfeld seinen Erfolg fortzusetzen. Die Bilder finde ich einfach atemberaubend und den stellenweise auch etwas aufgesetzten Krawall von Uhrwerk Orange oder das Overacting aus Shining habe ich da jetzt nicht vermisst. Finde auch nicht, dass das der Maßstab für den Film sein sollte.

Was ich noch toll finde aus dem Bereich Kostümfilm, sind die kurzfilmartigen Musikvideos „Libertine“ und dessen Fortsetzung „Pourvu qu’elles soient douces“ von Mylène Farmer bzw. Regisseur Laurent Boutonnat, die in zusammen knapp 30 ziemlich erotik- und gewalthaltigen Minuten die Geschichte einer jungen Frau zur Zeit des Siebenjährigen Kriegs erzählen, also in etwa zur gleichen Zeit spielen wie Barry Lyndon. (gibt es auch auf DVD mit anderen ebenso sehenswerten Videos der Sängerin).

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Ebenfalls ein klangvolles und mitreißendes Musikstück.
Das passt! :slightly_smiling_face:

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Zu der Frage am Anfang der Sendung:

:wink:

Ja, passt schon, oder? :innocent:

Bei den Filmtrailern waren Scanlines (Interlace Streifen) zu sehen. Etwas störend.
Ohne eure Produktionsabläufe genau zu kennen, klugscheiße ich mal ins Blaue (sorry):
Ihr müsst in Premiere Progressiv Scan einstellen, und das Rohmaterial evtl. deinterlacen.
Dann klappt es auch mit den Trailern, und alle sind glücklich
:wink:

Wenn die bereits im Originalmaterial so drin sind, hilft auch Progressiv Scan nix mehr *KlugscheißermodusAus

Zuerst einmal der besondere Dank an Harvey Weinstein (auf welche Art er Frauen zum Erfolg „verholfen“ hat, bzw. welchen Preis das mit sich brachte, wissen wir ja nun alle). Dann das übertriebene Bedanken bei allen Menschen, die sie kennt und dass sie jeden davon „more than anything“ liebt. Schön, wenn man das über 1-2 Personen sagt, aber ab 5 ist die Aussage dann doch recht verwässert und nichts mehr wert. Und das hysterische Schluchzen zum Ende hin nervt mich auch ziemlich.
Frances McDormand z.B. war auch sehr emotional und aufgeregt, sie hat auch Schwester, Mann und Kind gedankt aber dann noch die Bühne für eine politische Botschaft genutzt: das ist eine Rede, die mir gefällt!

Aber das ist natürlich nur meine ganz subjektive Meinung :wink:

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Jennifer Lawrence mit ihrem Oscargewinn im jungen Alter (Silver Linings Playbook, 2012 bzw. 2013) schien ja auch bei weiteren Auftritten ihrem Produzenten Harvey Weinstein sehr nahe, auch recht offensiv im körperlichen Kontakt und besonders dankbar.

„Harvey, thank you for killing everything necessary to get me up here tonight.“ (Frei aus dem Kopf rezitiert)

Ihre schauspielerische Leistung war davon unabhängig natürlich herausragend und definitiv oscarwürdig.

Wirkt retrospektiv zumindest verdächtig, ohne etwas behaupten zu dürfen. Zuzutrauen wäre es ihr, zumindest wirkte sie recht früh schon reif, abgebrüht und selbstsicher unter Älteren und in der Öffentlichkeit. Dass das nur eine Rolle und sie privat recht emotional zerbrechlich sein kann, ist natürlich gut möglich bei Schauspielerinnen.
Und man kann so stark sein wie man will, die meisten jungen Stars lernen erst spät, welchen emotionalen oder psychischen Schaden sie eigentlich über die ganzen Jahren davon getragen haben, als sie noch glaubten, dass sie mit allem gut umgehen können und es ihnen angeblich nur nütze oder es Teil des Geschäfts sei.

Hoffentlich wird sich das nach und nach in der Zukunft für alle Branchen über Hollywood hinaus auch ändern und zum Umdenken führen, damit Machtpositionen nicht derart missbraucht werden.

Okay, jetzt kann ich das besser nachvollziehen. :grin: Das mit Harvey Weinstein war mir auch aufgefallen, aber ich finde es schwierig, jetzt rückwirkend mit dem Wissen von heute drüber zu urteilen. Inwiefern welche Leute in Hollywood genau über seine ekelhaften Verbechen Bescheid wussten, kann doch niemand von uns beurteilen …

Zumindest ist belegt, dass Brad Pitt Harvey Weinstein gedroht hat, dass er seine damalige Freundin Gwyneth Paltrow in Ruhe zulassen habe.

Es hat folglich einen Zwischenfall gegeben, der Pitts Einschritten erforderlich machte.

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Zu Barry Lindon.

Meines Wissens einer der ersten Filme, der nur mit natürlichem Licht gefilmt wurde.

Zur Linse gibt es eine interessante Verschwörungstheorie.

Die Linse wurde Kubrick von der NASA zur Verfügung gestellt, wenn er die Mondlandung faked. :rofl: :rofl:

Was viele Menschen an der #metoo Debatte missverstehen: es geht ja gar nicht immer gleich um eine Vergewaltigung o.ä. Aber gerade Frauen mussten sich schon immer viel gefallen lassen, zum Beispiel hatte ich in einem früheren Job im Marketing mit einem Arzt zu tun, der für die Kampagne sehr wichtig war, und der meinte, sich bei Geschäftsessen extrem eng neben mich setzen zu können und mich ständig „wie zufällig“ irgendwie angetatscht hat. Als Jüngste im Team fühlte ich mich dem ausgeliefert und wusste nicht, wie ich mich wehren sollte, ohne im Job etwas zu gefährden. Zum Glück hatte ich einen Kollegen, der eingeschritten ist, nachdem ich mich bei ihm ausgeheult hatte. Es geht einfach um Machtverhältnisse, die ausgenutzt werden.
Da war ich noch sehr jung. Jahre später hat mir mal ein Regisseur auf einem Dreh an den Hintern gegrabscht, da hab ich sofort laut protestiert, worauf er nur grinste: „#metoo, oder was?“ worauf ich nur sagte: „Fass mich nie wieder an!“ (Der Typ zeigte abends beim Essen dann übrigens Bilder, wie seine Frau zuhause sein Baby ins Bett brachte :face_vomiting:)
Nach Ende der Produktion habe ich meinen Chef gebeten, dass wir den Typen nie wieder buchen und stiess auf Widerstand - „aber der ist doch ein guter Regisseur?!“ - aber ich hab nicht lockergelassen und seit 4 Jahren wird der bei uns nicht mehr beschäftigt.
Was will ich damit sagen? Ich gehe davon aus, dass Harvey sie wenigstens auf „harmlose Weise“ belästigt hat und seine Macht als Produzent ausgenutzt hat, und auch das ist schon zuviel. Es ist schade, dass sie ihm gedankt hat,
Rant vorbei :wink:

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