Folge 31: Andrew Onuegbu, Inhaber des Restaurants "Zum Mohrenkopf"

Was soll die herabsetzende Frage?
Du bist offenbar einer.

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Ich übersetze @Lud-ger mal in freundlicher:

Deine Gedankengänge erschließen sich mir nicht. Bitte um ausführlichere Erklärung zu genommener Grundthese und deiner Gegenthese.

Äußere ich hier einen infamen Generalverdacht gegen Andersdenkende oder machst das nur du?

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Danke. Da geht es ja nun vor allem um die Apotheke - das mit den Mauren und Heilkräutern kann man wohl auch nachvollziehen. Ich hatte mich auf den Aspekt der guten Küche fokussiert und, dass viele Köche gewesen sein sollen. Hast aber Recht, ich hätte erstmal die grundsätzlichere Frage recherchieren sollen.

Also wenn man mal nur so eine kurze Google Recherche betreibt, dann landet man zwar immer wieder bei Andrew Onuegbus Aussagen bezüglich des Mohrenkopfes, aber Quellen dafür findet man in der Tat keine.

Richtig tolles Gespräch, grandioser Typ. Sein Akzent war echt tierisch interessant, könnte den Stundenlang zuhören :slight_smile:

Finde es toll, dass er eine so starke Meinung hat, muss man aber auch zugestehen, dass seine Haltung schon extrem humanistisch ist. Sowas wird sich als Mainstream Meinung nie durchsetzen können

Sehr beeindruckender Mann mit sehr beeindruckender Vita. Ich meine, dass muss man erstmal schaffen ursprünglich als Asylant in ein fremdes Land zu kommen und Jahre später ein erfolgreicher Unternehmer zu sein und die eigenen Kinder bis zum Studium zu bringen. Auch bewundere ich die Souveränität, die er ausstrahlt. Für ihn wurde glaube ich der Spruch: „Wer mich überhaupt beleidigen kann, das bestimme immer noch ich selbst“ erfunden. Spielen nicht viele in der gleichen Liga wie er.

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Was meinst du denn mit „extrem humanistisch“?

Ist mir auch so gegangen.
Aber wenn ich nach „mohren gute küche“ suche finde ich eine Reihe von Gaststätten, die Mohren im Namen haben.

Ich glaube, er meint das beim Dritte-Welle-Feminismus und Intersektionalismus und wie der ganze Firlefanz heißt, gängige, in meinen Augen abstruse Unterdrückungs- und Opfernarrativ, dass alle, die keine „heterosexuellen weißen Männer“ (die das Patriarchat repräsentieren) und diesem Patriarchat leiden und jegliche Misserfolge eben darauf zurückgeführt werden und nicht auf das eigene Scheitern/Versagen.
Zudem eben deren Rassismusdefinition (inkl. systematischen), wo ich mir schon öfters kopfschüttelnd denke „alles ist Rassismus“, dass es keinen gegen weiße geben kann, ähh ja, siehe Simbabwe/Südrhodesien ab Ende der 70er, wo man dann weiße Farmer enteignet hat, bis dato war das Land die Kornkammer im Süden Afrikas, durch Mugabe und eben solche Sachen unter seiner Regentschaft ist das Land ein ziemliches Sh*thole geworden.
Genau das wird teilweise gerade in Südafrika wiederholt, zum einen sehe ich eben Enteignung kritisch, aber man hat dann eben offensichtlich den Schwarzen das einfach so überlassen, die aber offensichtlich keien Ahnung vom (modernen) Ackerbau haben, um nur das zu lösen sollte man da erstmal einige schwarze auf den Höfen beschäftigen als Lehrlinge und wenn die dann soweit sind, kann man sich die Höfe/Güter dann teilen.

Ach ja, kleine Zusammenfassung der letzten Jahre in Simbabwe: https://img.pr0gramm.com/2020/08/30/c9f63721b492286c.png

Wild fand ich auch das hier, würde eher sagen Generation Snowflake als vom Patriarchat oder den höheren Klassen „unterdrückt“: https://youtu.be/XdxnnbO9K_I
Gabs auch in gut kommentierter Form von Molch Lurch TV, von denen sind aber leider iwie fast alle Videos weg, ähm ja, klar ist das Elternhaus und Kindheit oft sehr entscheidend und das deutsche Schulsystem dem auch nicht gerade förderlich, aber es heißt eigentlich schon recht früh „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“, die Eltern spielen da natürlich auch rein, aber macht jetzt nicht so den großen Unterschied, wenn man den halben/ganzen Nachmittag zockt, draußen was macht, Fernsehen in rauhen Mengen konsumiert, statt mal öfter Bücher zu wälzen und früh genug vor einer Klassenarbeit mit Lernen anfangen und nicht erst am Tag zuvor, sich dabei noch die Nacht um die Ohren haut und dabei Kind vom VW-Chef ist oder von einem Bandarbeiter ist, sondern eben deren Erziehung, ob sie denen vielleicht wirklich mal in den Hintern treten, zur Nachhilfe schicken und anhalten früh genug für besagte Klassenarbeiten zu lernen wenn die Leistungen immer schlechter werden oder sie es ignorieren/gleichgültig ist.
Und im Studium ist eben nicht mehr so viel mit Fördern, da wird vor allem gefordert und zwar eigenverantwortliches Lernen, man muss nicht mehr in alle Vorlesungen, aber (und das sage ich als Nichtakademiker) sollte sich gut überlegen, ob man diese und jene wirklich auslassen sollte.
Das mit dem „Ins Theater gehen“ finde ich auch absurd, wohl eher ins Filmtheater und natürlich typabhängig, welche die Informatik, Maschinenbau, E-Technik etc. studieren werden es wohl deutlich weniger, als welche, die auch was Richtung Theaterwissenschaften, Literatur etc. studieren…
Besonders beim letzten hats dann entgültig den Vogel abgeschossen, man muss eben über seinen eigenen Schatten springen, ich glaube kaum, wenn man eine blöde Frage stellt, dass einen auf der Beratungsstelle alle laut auslachen werden, wenn dann höchstens sarkastisch à la Blöde Frage - Blöde Antwort.

Aber zurück zum Thema, gutes Interview, nur das mit dem Tode Floyds hat mich enttäuscht, denn er hatte mehrere Rauschmittel intus, darunter Fentanyl, das ausgerechnet die Atmung lähmt, Bodycamaufnahmen zufolge kam ein „I can’t breathe!“ seinerseits dann schon vor dem ersten physischen Kontakt mit den Polizisten und als sie ihn dann zu Boden gebracht haben, hatte er wohl sogar noch Tabletten im Mund und diese dann offenbar runtergeschluckt.
Zweifelsohne war das minutenlange Knien aber nicht richtig.

Schreibe nur selten im Forum, nun habe ich aber mal wieder das Verlangen…

Tolles Interview Holger!

Ein wirkliches Veto gab es in dem Sinn zwar nicht deinerseits, aber es war wohl auch nicht nötig.

Man darf Andrews Meinung nun natürlich auch nicht einfach generalisieren und denken nur weil er keine Probleme damit hat, sehen das alle so, aber es ist sicher mal eine interessante und sehr reflektierte Stimme zu diesem Thema, die ich so noch nicht wahrgenommen hatte. Denke so eine Meinungsvielfalt ist ja genau wichtig zur differenzierten Meinungsbildung.

Auch wenn ich abseits der Mediatheke aus Zeitgründen eigentlich kaum noch was anderes schaue (eben Ausnahmen wie dieses dann schon), so sind aich solche Interviews genau der Grund warum nun ich glaube fast durchgehend seit der Couch aktiver Unterstützer bin.
An MG /FKTV merkt man, wie man älter wurde. Sind nun schon deutlich über 10 Jahre seit meiner ersten FKTV Folge.
@Fernsehkritiker, mit dir habe ich sozusagen die längste Beziehung in meinem Leben. Ich weiss nicht so recht wie ich das finden soll :wink:

Ich auch nicht :banana:

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:see_no_evil: :hear_no_evil: :speak_no_evil:


Im zweiten Punkt wird der Begriff „Mohr“ näherer Betrachtung unterzogen.
Herr Onuegbu war übrigens selbst bei Plasberg zu Gast.

https://www.rnd.de/panorama/wie-mohrenkopf-chef-andrew-onuegbu-zur-afd-und-rassismus-steht-PKZRJP5AVNBCZEVL7LI5B54E2U.html?fbclid=IwAR2kDWXPIiqz1Ob-pfe26Sgpuf6GMosQDg2ZeoaVcZ_mIoU-riQRMRxbiO8 Hier ist dieser Artikel interessant.

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Was für eine Wohltat, dieses Interview! Onuegbu vereint alle Eigenschaften, die den Deutschen fehlen. Bodenständig, realistisch, souverän und vernunftgeleitet. Ein freiheitlich denkender Geschäftsmann, der einfach nur sein Leben leben will und keinerlei Bedürfnis hat, unter einer Fahne zu marschieren.

Ja, der ist sehr interessant. “Ich bin Geschäftsmann und unterscheide da nicht zwischen den einzelnen Parteien. Bei mir ist jeder willkommen.” Wenn man das liest, glaubt man glatt einen Augenblick lang, in einem Land zu leben, das sich nicht in Größenwahn suhlt und dafür verehrt werden will. Und die beste Nachricht: Er ist bei weitem nicht der einzige Bürger mit Migrationshintergrund, der so denkt.

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Diese Folge war wirklich sehr cool. Ich finde es mutig von Andrew, dass er nicht nur eine solche Meinung hat und sie äußert, sondern, dass er tatsächlich sein Restaurant so genannt hat. Auch die Erklärung fand ich interessant, vor allem aber das Argument, dass man eine Straße ja nun nicht so benennen würde, wenn etwas negativ besetzt ist.

Ich hatte mich auf diese Folge bereits gefreut, da ich seitens der Mediatheke schon von Andrew gehört hatte.

Es ist im Übrigen ein Segen, dass Holger in Minute 17:34 den Angriff der Fliege ohne Verletzungen überstanden hat!

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Hammer Folge!

Ich finde Andrew’s Blickpunkt zum Thema Rassismus sehr Interessant und stimme ihm hundert prozentig zu. Vorallem kann ich seine Kommentare zu anderen Migranten nachvollziehen.

Ich bin selber ein Migrant, in Italien geboren und in Deutschland aufgewachsen und habe öfters mitbekommen was einige Italiener untereinander sagen. Ich finde es zum Beispiel frech das einige Cliques von Migranten Einheimische schlecht reden und sich in einer gewissen Art überlegen fühlen. Ein formativer Moment für mich war als Migrantenkinder in der Grundschule nicht mit mir reden wollten da sie dachten ich sei ein Deutscher. Sie haben ihre Meinung daraufhin geändert da einer von ihnen gesagt hat „Ne der ist Italiener der ist OK“.

Ich frage mich von wo dieses tribalistische Denken kommt? Ich denke was zu einem Teil zu solch einem Denken führt ist lästern und Überlegenheitsgelaber hinter geschlossenen Türen. Da kann ich Andrew nur Recht geben das Rassismus in alle Richtungen geht und wenn Migranten sich nicht in die Gesellschaft integrieren wollen einfach wieder in ihr Land zurück fahren können wo ja alles viel besser ist.

Dazu möchte ich aber noch anhängen, dass in meiner Erfahrung Herkunft für die meisten nicht ein großes Thema zu sein scheint. Mein Umfeld war schon immer sehr divers und division durch Herkunft ist bei meinem Umfeld nur selten vorgekommen. Die Herkunft ist für uns alle ein wichtiger Teil unseres daseins, aber sich selbst und andere in Schubladen zu schieben basierend auf Herkunft, oder andere Deskriptoren, zieht uns alle nur auseinander.

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Ein sehr sympathischer und ehrenhafter Mann, der höchst Gescheites erzählt. Geniale Folge! Vielen Dank, Holger!

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