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Folge 3


#1

Hier kann darüber diskutiert werden!


#2

Das ist lustig, Holger. Ich habe mir die beiden Filme vergangene Woche auf Youtube angesehen und die Serie “Neues aus Wikihausen”, welche ich alle hochgradig interessant finde, vor allem, weil Step-by-Step und haarklein gezeigt wird, wie man diesen harten Kreis aus sich selbst schützenden Editioren zeigt und was eigentlich genau das Problem ist. Fast schon wie ein Krimi. Und dann machst du es zum Thema. Super! Das muss wirklich an die breite Öffentlichkeit kommen!
Auch interessant, wie “Feliks”, nachdem er enttarnt wurde, reagiert. Auf einmal kann er sich nicht mehr hinter seinem Pseudonym verstecken.
Alles im allen, sehenswert:



#3

Spannendes Thema. Ich freue mich auf die Folge. Sollte allerdings als Beispiel für Manipulation wieder etwas mit Russland kommen, werde ich enttäuscht sein.


#4

Jo, tut mir leid, aber spätetestens jetzt seh ich keinen Grund mehr mein Abo zu verlängern: https://www.psiram.com/de/index.php/Dirk_Pohlmann#Kritik_der_Wikipedia


#5

Vielleicht schaust du dir die Folge mal an, denn genau das wird natürlich zum Thema gemacht!


#6

Es wurde ja schon mehrfach an anderer Stelle erwähnt,ich würde es auch ganz gerne nochmal positiv hervorheben,dass die neuen Folgen schon so früh tagsüber hochgeladen werden! Bitte weiter so☺


#7

Ach, der Ton mal wieder.

Ich verstehe auch Wolfgang M. Schmitt nicht. Man kann seine Beiträge ja nur als Satire betrachten, eine Kunstfigur, die Alltägliches auf einer anderen Ebene kritisiert und so per se schon ins Lächerliche hebt. Oder nicht?
Aber ob echt oder durch meine Brille: schon der 3. Beitrag zerrt an den Nerven wie Olaf Schubert, Cindy aus Marzahn, Mario Barth oder Herr Hallervorden.
Er kann doch nicht in dieser Länge ein fester Bestandteil der Theke werden. :exploding_head:
Der Beitrag zu Tele DMW wird nachträglich eher als liebevolle skurrile Vorstellung dargestellt. Diesen Eindruck hatte ich bei der ersten Folge nicht. Auch ich hatte da das “Treten nach unten” Gefühl.


#8

Starke Folge !


#9

Ich kann immer noch nicht die FKTV-Melodie aus dem Intro raushören… glaube ich bin musikalisch zu unbegabt :smiley:


#10

An dem Punkt, als Daniele Ganser als Beispiel genannt wurde, wurde ich doch etwas stutzig. Hast du später ja noch angesprochen.

Wenn man als neuer Benutzer etwas schreibt, muss das jemand aus der Hierarchie freigeben. Das stimmt, ist aber auch eine notwendige Funktion. Das Sichter-Recht haben derzeit 18.244 Personen. Zu sagen: “wenn Sie denen nicht gefallen, sind sie einer von den 500, die sofort rausgeschmissen werden”, ist Unfug. Zum einen muss sich nur eine einzige der 18.244 Personen finden, die Änderungen freizuschalten, zum anderen sind Änderungen, die nicht gesichtet werden, einfach ungesichtete Änderungen. Wikipedia zeigt standardmäßig die letzte gesichtete Version an. Sichtungen finden bei selten gelesenen Artikeln oft erst nach Tagen oder Wochen statt, mit sofort hat es nichts zu tun. Rausschmeißen können die Sichter auch niemanden.

Dann gibt es noch die 35.918 passiven Sichter ((aktive) Sichter sind in der Zahl enthalten), deren Änderungen sofort publiziert werden, weil sie genug Vertrauen aufbauen konnten. Das Recht erhält man nach 30 Tagen und 150 Bearbeitungen oder 50 gesichteten Bearbeitungen automatisch. Das Sichter-Recht erhält man ebenfalls automatisch, aber die Grenze ist doppelt so hoch, oder auf Antrag.

Diejenigen, die hingegen sofort gesperrt werden, sind Leute, die beispielsweise die Hälfte des Artikels löschen und reinschreiben: “SCHWULE SAU”. Oder Leute, die einen Edit War betreiben, d.h. etwas ändern, was jemand zurücksetzt, es dann aber erneut ändern. Weist man sie darauf hin, die Änderungen durch seriöse Quellen zu belegen und/oder die Angelegenheit auf der Diskussionsseite zu klären, und sie halten sich nicht daran, ist so eine Sperrung gerechtfertigt. Der Gast erweckt den Eindruck, dabei fände eine Meinungsunterdrückung statt.

Sein Vorschlag, automatische Übersetzungen für Wikipedia anzubieten, um einem Bias zu entkommen, ist gar nicht so abwegig. Allerdings kann man da auch gleich einen externen Übersetzungsdienst wie den Google Translator nutzen. Wikipedia wird da kaum etwas selbst entwickeln können. Die Qualität automatischer Übersetzungen ist aber leider immer noch miserabel.

Was Feliks editiert hat, kann man bereits sehr einfach sehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beiträge/Feliks
Später geht der Gast darauf noch mal allgemeiner ein. Wie man sieht, ist sein Vorwurf falsch, dass es nichts gibt, um zu sehen, was jemand bearbeitet hat.

Zu Stammtischen geht nur ein kleiner Teil der Wikipedia-Autoren, d.h. die meisten kennen sich nicht.

Kritik an Änderungen von Feliks verstehe ich: A B. A sieht natürlich wie reines Whitewashing aus. Statt einen Großteil des Inhalts zu löschen, hätte man einfach Belege ergänzen müssen. Soweit ich der Diskussionsseite entnehmen kann, wurden bei B vorher Angaben vermischt, die keinen direkten Bezug zueinander haben. Die ganze Debatte hat zumindest dazu geführt, dass jetzt ein guter Artikel vorhanden ist.

Ich wüsste nicht, wieso Feliks nicht mehr als Autor erkennbar wäre, wenn er seine Änderungen entfernt und jemand anders sie wieder einstellt. Dann sind die Tools zur Analyse der Versionsgeschichte halt schlecht.

Wer soll einer externen Schlichterstelle angehören? Da hätte ich mir eine Nachfrage gewünscht.

Dennoch: Ich kann einen Großteil seiner Kritik nachvollziehen. Besonders im politischen Bereich bringen viele bewusst oder unbewusst ihre Meinung ein. Darüber gibt es durchaus immer wieder Diskussionen innerhalb von Wikipedia, wo sich jeder einbringen kann. Was ich mir von Wikipediakritikern wünschen würde, ist, dass sie sich auf Wikipedia stärker beteiligen, um angesprochene Probleme zu beheben, und dass sie sich nicht gleich eine Unterdrückung darin sehen, wenn ihre Änderungen mal zurückgesetzt werden. Leider fällt mir immer wieder auf, dass gerade Kritiker nicht verstehen, dass Wikipedia heutzutage mehr als in der Anfangszeit auf seriöse Quellen pocht. Belegt man die Änderungen, kann man nach meiner Erfahrung davon ausgehen, dass sie nicht zurückgesetzt werden.

Abschließend möchte ich noch auf eine Wikipediakritik eingehen, die aus einer anderen Richtung kommt:

Der Spiegel-Artikel stellt in meinen Augen die tatsächlichen Ereignisse falsch dar. Nachdem ein Nutzer einen Entwurf angelegt hatte, wies ein anderer Benutzer den Entwurf zurück (das System ist eine Besonderheit der englischen Wikipedia), weil beispielsweise unabhängige Quellen fehlten (über die Beurteilung kann man streiten). Statt Quellen nachzureichen, machte der Urspungsautor einfach nichts. Alles in allem wirkt der Spiegel-Artikel so, als hätte sie vorher keinen Wikipedia-Artikel gehabt, weil sie eine Frau ist. Dass sie nicht die einzige ist, die vorher keinen Artikel hatte, wird komplett verschwiegen.


#11

Kann es sein, dass du vor dem YT-Kanal der Woche nicht ganz Lippensynchron bist?

Bzgl. Gruppe 42/Wikipedia: Danke, dass dieser Vorschlag meinerseits es in die Mediatheke geschafft hat :slight_smile:


#12

Also bin ich nicht der einzigste dem das aufgefallen ist, ich dachte ich bin verrückt geworden :grin:


#13

Ein ehemaliger Grüner, tätig für die Nachdenkseiten, Compact und KenFM? Das ist so ziemlich der schlechteste Hintergrund, den ein Journalist haben kann. Die schlechte Querfront, die die Schattenseiten der Linken und der Rechten zu einem gemeinsamen Wahnkosmos vereint. Ich kann mir nicht vorstellen, dass von dem Typen etwas Vernünftiges kommt, und sollte er die übliche amerikanisch-“zionistische” Weltverschwörung predigen, die man dort, wo er verkehrt, für die unterdrückte Wahrheit hält, und Holger auch noch freundlich dazu nicken, dann kann es sein, dass ich im Affekt so reagiere wie du.

Naja, gebe ich ihm halt eine Chance…

(Ja, ich weiß, man soll nicht meckern, ehe man die Folge gesehen hat, aber ich habe mich niemals bereit erklärt, ununterbrochen Vorbild zu sein. :slight_smile: )


#14

Um es kurz abgehakt zu haben:

Ton: Gut so, den besten Ton hatte das Mikro vom Gast, dieses hörte sich schon fast so an wie man es bei einer Fernsehsendung erwarten würde, da fehlten sozusagen nur noch 5%.

Schnitt: Schnittfolge der 2. Sendung beibehalten, gut so. Keine besonderen Längen oder unnötige Stille die mir aufgefallen wäre. Bleib da am Ball.

Einblendungen: Gut so, obwohl ich mich mit dem dicken weißen oberen Strich nicht so ganz anfreunden kann, eventuell weglassen, in der dicke halbieren oder Farbe ändern wären meine Vorschläge.

Thematisch: Nach wie vor, ich brauche keinen Wolfgang der sich mit längst abgefrühstücktem beschäftigt. Was kommt als nächstes, ein Beitrag über das Star Wars Kid oder Knut den Eisbären? Wie wäre es (wenn es schon sein muss) sich stattdessen mit etwas zu beschäftigen das nicht eh schon 95% der MG Zuschauer wissen weil sie in der selben Blase leben, oder will mir hier im ernst jemand erzählen er wusste noch nicht wer oder was Bibi ist und was man davon zu halten hat (jaja, ich weiß, irgendwer wird sich schon finden…narf).

Edit: Zeugs gelöscht, war zu giftig.


#15

Weiß man das eh schon? Wiki ist nicht per se böse, sondern, wie alle Lexika inklusive Psiram, umso unzuverlässiger, je mehr Interpretationsraum ein Thema lässt. Dass sich Blasen und Hierarchien bilden, die denjenigen, die den Konsens stören, Schwierigkeiten machen, ist ein allgemeines Problem und betrifft ausnahmslos alle gemeinschaftlichen Projekte.


#16

Um darauf ein klein wenig einzugehen: Was genau erwartest du denn? Gerade internetaffine Personen werden bei der Mediatheke immer wieder Themen haben, die ihm oder ihr schon bekannt sind.

Früher oder später wird garantiert auch was kommen, was selbst du noch nicht kanntest und da wird es dann andere geben, die genau dein jetziges Argument aufgreifen :wink:

Die Gesamtschau muss passen, und das kann man der Mediatheke durchaus unterstellen, selbst wenn man viele Dinge sieht, die man selbst schon woher kennt.

edit: Was Wolfgang M. Schmitt betrifft: Gib dem Kind noch ein wenig Zeit - er hat vorher Filme und Serien kritisiert, da braucht es dann eine Weile, bis man den Themen-Komplex wechselt und die gleiche Schärfe + Wortwitz auch in anderen Kategorien entwickeln kann und die “interessanten” Dinge im Netz zum Kommentieren findet.


#17

Filterblase… KenFM selbst mag ein streitbarer Mensch sein, aber er hat interessante Gäste…


#18

@Fernsehkritiker was Daniele Ganser betrifft, warst du nun doch sehr unkritisch.
Wie mein Nutzername doch leicht andeuten könnte, komme ich selbst aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft. Wenn man nun etwas mit Daniele Ganser befasst, dann stößt man doch schnelle darauf, dass dieser gar nicht so der aufstrebende Wissenschaftler ist oder war, wie dein Gast das vermitteln wollte. Seine Dissertation ist in Fachrezensionen auch sehr kritisiert worden, und zwar deshalb, weil er für viele der behandelten Bereiche gar keine entsprechende Quellengrundlage hatte. Ich hab selber mal die 25€ investiert und mir das Buch “Nato-Geheimarmeen” gekauft. Wer sich mit Geheimdiensten, noch dazu mit existenten, befasst, wird logischerweise auf keine Archivquellen zurückgreifen können. So hat sich Ganser vor allem auf Periodika konzentriert und behandelt bspw. das Fallbeispiel Luxemburg an einem (!) Zeitungsartikel. Die Kritik daran war also berechtigt.
Dein Gast erwähnte auch, Ganser wäre auf dem Weg zum Professor gewesen. Das stimmt auch nicht. Er hat nämlich selber wiederum keinen Professor finden können, der sein Habilitationsvorhaben betreuen wollte, weil es ihnen schlichtweg zu spekulativ wurde.
Seine Thesen zu 9/11 oder auch seine Haltung zu Medien, so empfiehlt er in einem seiner Vorträge z. B. Kenfm oder RT als seriös, lasse ich jetzt mal unkommentiert.
Aber natürlich stimmt der Einwand, dass in der Wikipedia von “umstritten” und nicht von “verschwörungstheoretisch” geschrieben werden sollte.


#19

Ich habe (kaum ein) kein Problem damit “wie” Wolfgang seine Beiträge aufbereitet, sondern mit “was”.

Und genau da bin ich nicht bei dir Ronnü, bei der Gesamtschau. Glaubst du ernsthaft das 95% der User hier nicht “prinzipiell” schon wussten was vorkam, oder bin ich da wirklich so herausragend und allwissend…kann mir keiner erzählen das ich “in der Szene bin” oder “am Puls der Zeit”, aber sogar ich der sich mit dem Schrott nicht wirklich befasst und dir nicht sagen kann welche Sockengröße Gronkh hat weiß z.B. (verkürzt) “Bibi = doof”, oder “Wiki = Meinungsmache möglich” und wenn selbst ich alter Höhlenmensch, für den das Internet noch Neuland ist, sowas weiß dann weiß es echt jeder.

Nachtrag: Ich möchte hervorheben das mir durchaus klar ist das es sehr schwierig ist ohne entsprechende Redaktion so eine Sendung zu machen! Selbst mit Redaktion, kann da viel Schrott bei rauskommen den eh schon jeder kennt oder seit dem Ende der 90er wieder vergessen hat und dies aus gutem Grund.

@Historian Erklär mir doch mal bitte wann man von “umstritten” und wann von “verschwörungstheoretisch” schreiben darf/soll?


#20

Nun In Pantoffelkino #53 https://massengeschmack.tv/play/ptv-53#698 hat er durchaus zu verstehen gegeben, das er so ist, wie in seinen Videos. Ich finde diese art der sehr sachlichen aber auch sehr intelektuellen Kritik gar nicht so schlecht. Es ist besonders dann interessant, wenn er sich mit dem Bodensatz der modernen Unterhaltungsindustrie beschäftigt. Nicht so gut finde ich ihn wenn er eigentlich ganz solide filme, die vieleicht kein Art-House sind, Kaputt analysiert. Von daher ist WMS bei der Mediatheke besser aufgehoben als bei Pantoffelkino