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Folge 295: Wunschfilme Januar

Pantoffelkino Folge 295. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die erste Pantoffelkino-Ausgabe im neuen Jahr beginnt natürlich mit Wunschfilmen. Und diesmal gibt es gleich zweimal Batman: in Tim Burtons „Batmans Rückkehr“ und sehr viel düsterer in „The Dark Knight“. Dazu gibt es Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“ und zwei echte Klassiker aus den 50ern: „Manche mögen’s heiß“ und „Lohn der Angst“. Volker, Mario und Anna diskutieren.

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Ich finde Batman Begins und The Dark Knight beide extrem stark und auf Augenhöhe. The Dark Knight Rises ist zwar noch sehenswert, aber deutlich schwächer. Catwoman wird hier übrigens von Anne Hathaway verkörpert, also war diese Aussage von Anna schon korrekt.

Dieses Jahr kriegen wir ja auch zwei Filme mit verschiedenen Batman-Darstellern:

Im März The Batman mit Robert Pattinson

Im November The Flash mit Michael Keaton und Ben Affleck

Ich bin jedenfalls mehr als gespannt und freue mich auf das Kinojahr.

Als langjähriger Batman-Fan (mind. 25 Jahre) habe ich die Nolan-Filme bei Erscheinen für großartig empfunden, besonders der erste „Batman Begins“ sagte mir am meisten zu (Liam Neeson als Ra’s al Ghul :+1:). Nachdem nun einige Jahre vergangen sind, fällt die Reihe in meiner Gunst leider etwas ab. Mehr Spaß habe ich heute definitiv eher (wieder) bei den Burton-Filmen. Warum ist das so?
Der größte Unterschied zu den Burton-Filmen - aber auch zu den Schumacher-Filmen als auch der (von mir nicht sehr geschätzten) 60er Jahre-Serie - ist, um es kurz zu fassen, den Nolan-Filmen fehlt es gänzlich an „Charme“.
Der Grundton der Filme ist kühl, rau und es mangelt (mit Absicht) erheblich an Fantasie. Früher fand ich es toll, dass man es mal mit einem halbswegs realistischen Ansatz versucht hat, heute stört mich das etwas.
Die „alten“ Filme schämen sich nicht ihres Comic-Hintergrundes, sind klar als solche erkennbar.
Eine Figur wie die Burton-Variante des Pinguins finde ich heute - im Gegensatz zu euch - großartig, mehr als früher beim Erscheinen, als ich den Film mit knapp 12 Jahren im Kino erleben durfte! Danny DeVito, der hier mal hemmungslos chargieren konnte, macht mir beim Zuschauen einen unheimlichen Spaß (im wahrsten Sinne des Wortes „unheimlich“)! Wenn ich Schauspieler wäre, hätte ich das selber gerne gespielt - was für eine tolle Rolle!
…und zum Schluss noch ein Schlückchen Eiswasser!

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Bin auch im „Team Burton“ und nicht so sehr bei den Nolan-Filmen. Man merkt, dass Burton (im Gegensatz zum ersten Film) vollkommen künstlerische Freiheit hatte und liefert absolut ab. Düster, comichaft und klasse gespielt. Ich persönlich ziehe Batmans Rückkehr jederzeit The Dark Knight vor (wobei der ja allein schon durch Heath Ledgers Performance sehenswert ist). Von den fast schon absurden Schumacher-Filmen mal zu schweigen - die gehen gar nicht.

The Day After Tomorrow halte ich auch für einen der besseren Emmerichs und thematisch sehr aktuell. Bin allerdings kein wahnsinnig großer Freund von Emmerich.

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Ist die Frage was denn wirklich „comichaft“ ist. Die eher spaßig bis albernen Comics der 60er sind nur deshalb so geraten weil sie sich eine Zeit lang an der damaligen TV-Serie orientiert hatten. Der später folgende Batman in der Interpretation von Neal Adams oder Frank Miller ist dagegen absolut ernsthaft, ziemlich brutal (Miller) oder darum bemüht das Unheimliche der Figur zu betonen (Adams). Und diese Werke stehen bis heute in der Gunst vieler Fans ganz weit oben.

Mario kann mit dem deutschen Vorläufer bestimmt mehr anfangen :grinning: Thomalla hier als Schauspieler dabei 'Fanfaren der Liebe' | DVD | Kurt Hoffmann | 1951 | Dieter Borsche, Grethe Weiser | Filmjuwelen - YouTube

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:thinking:

Witzig, bei „Lohn der Angst“ musste ich auch sofort an „Unsere kleine Farm“ mit Charles und Edwards denken (Michael Landon, Victor French), die flüssigen Sprengstoff mit zwei Pferdekutschen transportieren müssen (+ zwei andere Männer). Die Folge stammt aus dem Jahr 1976 (Der lange Weg zurück). Auch sehenswert, finde ich jedenfalls.

„Lohn der Angst“ muss ich mir dann ebenfalls mal reinziehen. Kenne den Film leider ich gar nicht. Danke dafür! :+1:

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Deshalb sind das ja auch Graphic Novels :stuck_out_tongue:

(extra mal 1 Emoji verwendet)

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Natürlich hat Billy Wilder bei „Buddy Buddy“ auf das Dreamteam Lemmon/Matthau zurückgegriffen! Nicht zu v ergessen Klaus Kinski als sächselnder Sex-Therapeut „Dr. Zuckerbrot“. :smirk: Soweit ich weiß, wurde der Stoff insgesamt dreimal verfilmt. Auch hier handelt es sich sich bereits um ein Remake der französischen Komödie „Die Filzlaus“ von 1973 mit Jacques Brel als Selbstmörder und Lino Ventura als Profikiller.

„Lohn der Angst“ … ein gewaltiger Film, der zu Recht seinen Platz im Olymp der Filmgeschichte hat! Es handelt sich hier um einen Action Film im besten Sinne, der - im Gegensatz zu dem, was man heute darunter versteht - weitgehend auf Knalleffekte verzichtet. Und das, obwohl Nitroglyzerin eine der Hauptrollen spielt. :dizzy_face: Im Gegenteil: Die spannendsten Szenen sind die Momente, wo es ganz ganz still wird …

Irgendwie verstörend fand ich am Anfang die Figur dieser Kellnerin. Wie schon erwähnt, wird sie von Yves Montand ja nicht unbedingt zartfühlend behandelt. Und trotzdem … Schaut so die wahre Liebe aus?

Noch eine Schlussbemerkung: Arte ist m.W. der letzte Sender, der seinem Programm noch manchmal eine Anmoderation gönnt, nachdem dies allgemein bereits in den 90ern gecancelled wurde. Natürlich macht der Kultursender das nicht mehr so steif, wie meine Generation von früher gewohnt ist. Da setzt sich jemand hin, der Ahnung hat, und palavert 5 Minuten lang über den Film, den wir gleich sehen werden, und seine Entstehungsgeschichte. Auf der Position könnte ich mir insbesondere Anna gut vorstellen.

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@wilhelm1915 WTF …

Für Menschen, die in und bei Hamburg wohnen: Das Metropoliskino zeigt im Januar eine Peter von Eyck Retrospektive, Lohn der Angst gibt es z.B. am 29.1. und 30.1.
https://www.metropoliskino.de/index.php?id=28#4

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Gerade hier bietet sich ein Vergleich mit dem aktuellen Liam Neeson-Film „The Ice Road“ an. Im Grunde auch die gleiche Geschichte, zwei Teams fahren die Trucks über eine eigentlich unbefahrbare Strecke, hier um technisches Gerät für die Bergung verschütteter Männer zu liefern. Aber statt subtiler Spannung wird immer noch eins draufgesetzt an absolut unglaubwürdigen, übertriebenen Szenen (seitlich liegende Trucks richten sich gegenseitig mit einem Seil wieder auf) und der totgeglaubte Bösewicht kehrt natürlich noch mehrfach zurück. Anscheinend „muss“ man das heute so machen, obwohl das Publikum da gar nicht in großer Zahl mitzieht.

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Sehe ich auch so. Allein schon beim Soundtrack von Danny Elfman bekomme ich Gänsehaut, die Musik aus den neueren Filmen hab ich nichtmals im Kopf. Ich bin auch ein grosser Fan der '92er Zeichentrickserie und der Filme aus dem DCAU.

Im deutschen Nachkriegskino bestimmt ein Hammer und der ganze Saal applaudierte wahrscheinlich :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Kleine Anekdote.
Jedesmal wenn ich den Filmtitel „The Day after Tomorrow“ höre oder lese hab ich sofort das Bild im Kopf, von dem wohl miesesten, im Kino abgefilmtesten Filme, der jemals ins Internet hochgeladen wurde.
Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Waybackengine sei dank ist dieses Bild tatsächlich für immer im Internet verewigt. ->-VCD Quality

Und allein deswegen hab ich den Film bis heute nicht gesehen und werde ihn bestimmt auch niemals anschauen. :joy:

Ach ja, wer die Dark Knight-Trilogie noch nicht gesehen hat: Finger weg von den Streamingversionen, The Dark Knight und The Dark Knight Rises sind teilweise im bildschirmfüllenden IMAX-Format (16:9), nämlich bei den Action-Sequenzen, während der Rest in 21:9/Cinemascope ist.
Die IMAX-Sequenzen sind aber weder bei Prime Video noch bei Netflix drin.
Und die lohnen sich definitiv, hab die Trilogie als UHD Blu-Ray und beim ersten Anschauen von The Dark Knight sind mir an diesen Stellen fast die Augen rausgefallen weil das so überragend gut aussieht. sabber :smiley:

Man hätte ruhig erwähnen können, dass er so einige Anleihen an Heat hat, zu dessen Jubiläum hat Nolan sich wohl u.a. darüber mit Mann, De Niro und Pacino unterhalten:

@DerRainer Da bist du nicht der einzige, Hans Zimmer ist mMn kein schlechter Komponist, aber von seinen Melodien sind mir außer "Cornfield Chase"aus Interstellar und ein wenig das Hauptthema in der Dark Knight-Trilogie keine Stücke wirklich hängen geblieben, obwohl er eben für zahllose Filme und Spiele den Soundtrack beigesteuert hat, aber da ist mir von John Williams, Alan Silvestri und Ennio Morricone wesentlich mehr hängen geblieben.

Ich finde die Reihe wegweisend, zusammen mit Sam Raimis Spider-Man und V wie Vendetta hat man eben nach den recht peinlichen Schumacher-Filmen und den Gehversuchen von Marvel in den 90ern (der Fantastic Four von 1994, der nie in die Kinos kam, aber auf YouTube zu finden ist, Hasselhoff als Nick Fury, immerhin Blade war ganz ok) hat man wohl den Weg für den Erfolg des MCU geebnet.

Bin gespannt auf die Interpretation mit Robert Pattinson, ihm hängt mMn zu unrecht immer noch Twilight an, manchmal sind die Karrieresprungbretter eben solche, aber lustigerweise wird der Vampir jetzt zum Fledermausmann. :bat:
Apropos, Bruce Wayne fährt einen Lamborghini Murcielago, übersetzt den Modellnamen mal aus dem Spanischen, schönes Easteregg.

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König von Deutschland
mit Olli Dittrich, Veronica Ferres, Jonas Nay
TV-Satire ähnlich wie „Trueman Show“

Das stimmt nicht. Bei Netflix sind die IMAX-Szenen enthalten, aber auf 2,40:1 maskiert. Der gesamte Film läuft also im gleichen Bildformat, was meines Erachtens konsequenter ist, als die IMAX-Szenen, die ja eigentlich in 1,43:1 sein müssten, lediglich auf 1,78:1 zu maskieren. Die Bildkomposition ist von vorne herein für IMAX und das normale Kino ausgelegt. Der Mittelweg mit 1,78:1 für die IMAX-Szenen ist da für mich eher ein schlechter Kompromiss.

IMAX

Netflix

Leider muss ich gleich hier widersprechen.

Zunächst einmal stimme ich einleitend Anna zu, dass mir die „Origin Story“ in Batman Begins große Freude bereitet und sehr zusagt, atmosphärisch, inhaltlich. Daher mochte ich diesen Film sehr und tue es nach wie vor.
Allerdings sind Batman Begins und The Dark Knight keineswegs auf Augenhöhe. Ich habe beide 2019 noch einmal hintereinander geschaut und man sieht den qualitativen Unterschied doch eindeutig und bemerkbar. TDK wartet nochmal mit einem größeren Budget und filmischer Qualität und Inszenierung auf. Man merkt den Qualitätsunterschied praktisch schon in der Eröffnungssequenz von TDK alleine.
Immer zunehmend verspürte ich, wie man hier etwas Besonderes gerade zu sehen bekommt.
Und ich war 2009, als ich TDK, zum ersten Mal sah, doch mächtig beeindruckt und von der Geschichte und Inszenierung gepackt. Und auch da bereits noch einmal einiges an Schippen mehr drauf als Batman Begins, den ich wie gesagt schon super fand zum Einstieg. TDK ist einfach von vorne bis hinten auch als Solo-Film wunderbar mit Anfang und Ende und einer Geschichte die mit den philosophischen und moralischen Elementen klare Strukturen aufzeigt und erzählt, inszeniert. Das hebt ihn schon alleine so hervor und setzt ihn nicht umsonst so weit oben bei vielen Zuschauern.
Und da muss ich auch bestätigen, dass es nicht Heath Ledger’s Joker alleine ist, der das bewerkstelligt. Keineswegs. Er ist jedoch ein wesentlicher Faktor.

The Dark Knight Rises fällt schon ab, ist aber dennoch sehenswert und kann bestätigen, dass er zu viel in einem Film nochmal gegen Ende hin packt. Ich würde ihn aber von der Machart und filmischer Qualität nicht unter Batman Begins sehen, sondern eindeutig darüber. Er hat ganz klar größere Schauwerte. Natürlich wird Batman Begins dennoch aufgrund der Origin Story seinen unterhaltsamen Charmen beibehalten. Für mich in dieser starken Trilogie dennoch, gerade weil sie so gut ist, nur Platz 3 mit 8/10.

ABER: Bane finde ich völlig in Ordnung, habe an dem Bösewicht keine Kritik zu üben. Fand die Auswahl überaus stimmig mit Nolan’s Trilogie. Dass man zum Beispiel keinen Riddler oder Pinguin da reinpacken würde, war naheliegend. Und auf deutsch kann man dank der Synchronisation auch Bane deutlich besser verstehen, als die englischsprachigen Zuschauer damals beklagten. Bei Bane widerspreche ich dem Eindruck, den die Runde hervorgebracht hat klar. Und ihn als schwach hinzustellen, unterstütze ich nicht. Er ist eben anders und die Abwechslung macht es. Wäre ja nervig und langweilig, wenn man nur noch extrovertierte, schrille, extravagante Psychopathen als Gegenspieler hätte. Tom Hardy hat seine Sache hier gut gemacht und auch über die Stimmmelodie, wie Bane bestimmte Dinge sagt, wird auch ein herablassender Humor mittransportiert und spricht für die Charakterzeichnung.

Die bekannten Motive der Filme
BB: Furcht
TDK: Chaos
TDKR: Schmerz

@Doc_Brown Bei dem Vorwurf des mangelnden „Charmes“ musste ich schmunzeln, da Nolan gerade dafür bekannt ist, in bestimmten Punkten etwas zu missen bei seinen Filmen und dazu zählt sicherlich „Charme“. Vieles bei ihm ist dann doch zu verkopft, oft wird die Charakterzeichnung kritisiert, dass sie nur Mittel zum Zweck sei und die Figuren sich seiner Erzählung mit den Zeitebenen unterwerfen. Das Drehbuch sie also nur benutzt und ihnen nicht die Tiefe zugestehen lässt, da sie für die Exposition oftmals eher die Welt oder wie der Film funktioniert, erklären müssen. Nolan ist also wohl eher technisch, mechanisch, kognitiv und nicht bis ins Äußerste künstlerisch, kreativ, emotional. Unterkühlter Realismus eben.

Volker hat natürlich gut herausgearbeitet, dass es nicht den „Comic“ gibt, weil es unterschiedliche Interpretationen gibt, aber es ist naheliegend, dass es bei Batman eben je nach Bösewicht, Situation, Feind sehr unterschiedliche Töne und Filme herauskommen können. Das macht auch diesen Kosmos um Gotham City so interessant auch für Filmemacher zu inszenieren. Siehe Joker jüngst und so weiter. Und beides hat seine Berechtigung, das richtig Düstere Dunkle (DCU, The Batman, 2022 ?), der Realismus der Gegenwart eines Actionthrillers (Nolan), das Schrille-Komödiantische (Clooney, Schwarzenegger) und das Schrille-Gruslige (Burton). Es ist schön, dass man eine Mischung zur Auswahl hat und sicher noch Vieles kommen wird.

Ja, die Figur des Pinguins ist wirklich einmalig und großartig. Kann da so die Ablehnung nicht so nachvollziehen. Die Figur hat definitiv Potenzial und verdient künftig noch mehr Auftritte, weil man sie ja ebenfalls recht unterschiedlich inszenieren kann. Ich freue mich daher, als ich las, dass wir den Pinguin im neuen The Batman Film ab März sehen werden und zwar von Colin Farrell dargestellt.

The Batman soll ja, wie ich las, die detektivische Seite und Arbeit von Batman herausarbeiten und da den Schwerpunkt setzen. Darauf freue ich mich. Die Rätsel des Riddlers gilt es zu lösen, um die Verbrechen rechtzeitig zu verhindern, nehme ich an. Schön, dass auch dieser Charakter von Paul Dano dargestellt nun seinen großen Teil haben wird, zur Abwechslung zu den anderen bekannten Gegnern.

Ich hoffe sehr, dass The Batman ein starker Film wird.

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