Folge 194: Interview mit Friedrich Küppersbusch - Umstrittene Lanz-Sendung

Die Mediatheke Folge 194. Hier kann darüber diskutiert werden!

Er ist der Mann hinter „Chez Krömer“ und immer für einen lockeren Wortwitz gut: Friedrich Küppersbusch plaudert an der Theke über das Medienbusiness und dessen Abgründen. Außerdem geht es um eine umstrittene Ausgabe von „Markus Lanz“ sowie einen ZDF-Zeichentrickfilm, der für Kinder doch vielleicht etwas verstörend sein könnte…

2 „Gefällt mir“

Sorry, ich kann die dumm-rotzige Art von Kurt Krömer nicht ab (nur meine Meinung).
Schon seine Sprechweise geht mir super auf die Nerven…
Ich denke, die Sendung soll den Gast maximal vorführen und beleidigen, und wird nur deshalb unter Satire verbucht. Aus juristischen Gründen sozusagen.

5 „Gefällt mir“

Darsteller:innen bekommen einen Ständer?

2 „Gefällt mir“

Es war wieder sehr schön Friedrich Küppersbusch im Interview zu sehen. Dass es einen Großteil der Sendung einnahm, ist mir dabei kaum aufgefallen, weil der Gesprächsfluss so angenehm war und die Themenauswahl breit gefächert. Ich hoffe auch, dass aller guten Dinge drei sind und er noch mal wieder kommt :blush:

Zum Thema des letzten Betreuten Guckens und der genderneutralen Erziehung, möchte ich etwas aus meinem Psychologie Studium beitragen. Da waren schon im ersten Semester die Bedürfnisse von Kindern Thema, die erfüllt sein müssen, damit sie zu psychisch gesunden Menschen heran wachsen können.
Eines davon ist Sicherheit - Kinder brauchen einen Erwachsenen auf den sie sich verlassen können, der für sie sorgt und ihnen die Welt erklärt, in der sie aufwachsen.
Was ich aus dem Beitrag ziehen konnte, war, dass die Eltern das Gegenteil tun. Sie scheinen ihr Kind eher zu überfordern und das mit einem Thema, mit dem es sich noch gar nicht befassen sollte.
Deswegen sehe ich diese Erziehungsmethode mehr als kritisch.

16 „Gefällt mir“

Wenn sich der Mensch mit Erektionshintergrund als Frau fühlt?

2 „Gefällt mir“

Die Diskussion um die Sendung mit Lanz war mir entgangen (hatte eher die um Haintz verfolgt). Danke für die gute Analyse und Einordung, Holger! Fand es wirklich ganz schlimm, schon fast an Mobbing grenzend, welche Mittel da eingesetzt wurden und immer wieder die Moralkeule herausgeholt. Ich fragte mich die ganze Zeit, welcher Diskurs es wohl gewesen wäre, wenn die angegriffene Dame die Sendung verlassen hätte. Wäre es dann ein harmonisches Miteinander gewesen und man hätte sich gegenseitig moralisch überboten?
Vielleicht hätte man Lanz selbst mal eine moralisch gefärbte Frage mit innerem Konflikt geben sollen (mit ausgeführten Einzelschicksalen, Kindern als Opfer, Begrifflichkeiten wie „abschlachten“, immer so, als sei man von allen Anwesenden am meisten schockiert etc.), „mit Bitte um konkrete und kurze Antwort“, ihn dann aber nach dem 2. Satz direkt wieder hinterfragen und angreifen sollen. Das wäre doch genau der Stil gewesen, den er selbst gerne anwendet. Hätte er es rhetorisch geschafft sich wieder in gutes Licht zu stellen, wäre das mindestens interessant gewesen - seine eigene Sendung verlassen kann er ja nicht.^^ Und um einen Gast rauszuwerfen wäre danach eine Stellungnahme fällig gewesen.

Bei dem Zeichentrick wäre interessant gewesen, was nun mit dem Trainer ist – irgendwas muss ja mit ihm sein, laut Sendung.^^

Den funk-Beitrag fand ich interessant, weil gesagt wurde, was und vor allem, mit welchen Mitteln was getan wird. Das war mir zumindest neu. Einfach nur sagen, dass alles fake ist wird Jugendliche ja nicht unbedingt überzeugen und bei dem Thema kann imho gar nicht genug aufgeklärt werden. Schließlich ist ein Pornoportal deutlich einfacher zu finden als seriöse Sexratgeber für Jugendliche (wird die Bravo eigentlich noch verkauft?). Wenn nur nicht der ganze Kanal mit fragwürdigen Inhalten gefüllt wäre…

Chez Krömer schaue ich auch super gern, fand das mit Palmer zwar auch nicht so gut gelöst, aber „berührt“ zu sein, wenn der Vater das 16. Mal wegen einer Beleidigung abgeführt wird… „beschämt“ wäre eher die Reaktion gewesen, die ich da erwartet hätte. Ich nehme es Krömer aber auch nicht krumm, weil er zu der Zeit wohl auch wirklich in der Depression hing und auf Palmer kein Bock hatte.
Das mit der „KanzlerkandidatInnenkandidatur“ fand ich von der Sprache interessant, weil es Küpperschbusch ohne die Sprechpause sagt und es so ja vermutlich falsch war, da ja auch männliche Kanzlerkandidaten teilnahmen…
Merkel oder andere Politiker wegen der Russlandpolitik in der Vergangenheit zu befragen finde ich hat wenig Mehrwert. Man lernt ja jetzt nichts mehr daraus – es ist mehr so ein Abfragen, ob auch alle auf der richtigen Seite stehen, wie mir scheint. In der Mediatheke und Fernsehkritik hatte man früher auch öfters gezeigt, dass Russland als Schurkenstaat in den Medien dargestellt wurde und es (zurecht) hinterfragt. Von daher finde ich es falsch jetzt so zu tun als hätte man alles schon viel früher wissen und erkennen können und zieht die zur Rechenschaft die es nicht „schon immer wussten“.
Die Colaflasche war unschön – überkleben wie es bei Krömer gemacht wird oder handschriftlich „Pepsi“ oder so draufschreiben wäre schöner bzw. lustig gewesen. Das Interview mit Küppersbusch fand ich super, denn es waren Fragen aus sehr vielen Bereichen und der Gast hatte zu allem eine gut begründete Meinung. Da lernt man die Person und den Charakter gut kennen und ich habe nun mehr Respekt vor ihm.

Allerdings. Wieso nehmt ihr nicht eure Ikea-Latte-Gläser dafür?

1 „Gefällt mir“

Sorry, aber Ulrike Guerot muss man hier nicht verteidigen. Der Dame ist offensichtlich nicht bewusst, was da eigentlich in der Ukraine passiert und was Putin vorhat.

Jeder kennt die Bilder von misshandelten und erschossenen Zivilisten auf den Straßen von Butscha, jeder kennt die Reden und Texte von Putin, in denen er zur Vernichtung der Ukraine aufruft.

Es ist daher ganz einfach: Wenn Russland aufhört zu kämpfen, dann ist der Krieg vorbei. Wenn die Ukraine aufhört zu kämpfen, dann hört die Ukraine auf zu existieren und viele Ukrainer werden nach Russland verschleppt oder ermordet.

Zumal Frau Guerot auch das russische Narrativ eines Bürgerkrieges innerhalb der Ukraine verbreitet. Es gab nie einen Bürgerkrieg innerhalb der Ukraine, sondern einen Krieg zwischen dem russisch besetzten Donbass und der Ukraine.

OSZE-Beobachter beobachten schon seit Jahren, dass russisches Militärpersonal von Russland aus die Grenzen in den Donbass überquert. Es ist also davon auszugehen, dass im Donbass seit 2014 mehrheitlich russische Soldaten kämpfen und eben keine »Separatisten«.

Zitat aus [1]:

»According to the OSCE, men and women in military-style clothing have continued to daily cross the border between Donetsk and the Russian Federation13. The Government of Ukraine did not have effective control over considerable parts of the border with the Russian Federation (in certain districts of Donetsk and Luhansk regions).«

[1] https://www.ohchr.org/sites/default/files/Documents/Countries/UA/Ukraine_13th_HRMMU_Report_3March2016.pdf

5 „Gefällt mir“

Es ist kein Mobbing, sondern Frau Guerot wird einfach mit Fakten konfrontiert, die ihren Aussagen widersprechen.

Guerot betonte z.B., dass die NATO ja Russland provoziert hätte. Woraufhin Lanz ja korrekterweise entgegnet, dass überhaupt nicht zum Verhalten der russischen Streitkräfte passt, die voller Hass grundlos wehrlose Zivilisten erschießen.

Wenn es wirklich um die NATO geht, warum ist das erste, was in den russischen besetzten Teilen der Ukraine passiert das Vernichten der ukrainischen Identität? Die Russen haben beispielsweise in Mariupol die ukrainischen Ortsschilder ausgetauscht und durch russsichsprachige ersetzt. Ukrainische Flaggen und Embleme werden entfernt und übermalt, man führt den Rubel als Zahlungsmittel ein und verteilt russische Pässe an die Bevölkerung. Wer nicht mitmacht, wird entweder verhaftet oder gleich nach Russland verschleppt.

Dazu kommt noch, das Putin in einer Gesprächsrunde mit Jugendlichen sich selbst mit dem Zar Peter den Ersten verglichen hat und betonte, dass er es genau wie der Zar auf die Fahne geschrieben hat, »russische Erde heim ins Reich« zu holen.

Es ist daher mehr als offensichtlich, dass die Stories über angebliche Neonazis in der Ukraine und die gefühlte Bedrohung Russlands durch die NATO erstunken und erlogen sind. Es sollte inzwischen wirklich jeder verstanden haben, worum es Putin in diesem Krieg geht und daraus ergibt sich, dass es keine andere Möglichkeit gibt, den Krieg zu beenden als Russland sowohl militärisch als auch wirtschaftlich in die Knie zu zwingen.

Es tut mir Leid, es so direkt zu sagen: Aber wer allen ernstes glaubt, dass man diesen Krieg gegen Russland durch Diplomatie beenden kann, ist einfach nur naiv.

@fernsehkritiker : Ich empfehle dir, dass du dir die Anna-Veronika Wendland zu dem Thema nochmal einlädst, wenn du es wirklich mit jemanden von Fach diskutieren willst. Wendland ist Osteuropa-Historikerin und im Gegensatz zu Frau Guerot kennt sie sich mit dem Thema wirklich aus.

7 „Gefällt mir“

Es ging nicht um den Inhalt, es ging um den Umgang.

1 „Gefällt mir“

Ist der Vollschatten auf den Rücken des Gastes bewusst kreiert? Mir gefällt diese Perspektive nicht.

->edit: Auch hinter Holger entsteht ein Schatten auf der Wand. War @Chris_MG nicht da?

Holger muss funk beitreten, dann gibt besseres Licht und hübscheres Studio und Julian bekommt endlich Gäste zum Sprechplaneten die sich jetzt noch net trauen ( Pastewka etc. ), weil Holger „Fernsehkritiker“ ist und nur gepfändet GEZ zahlt.
Paddy bekommt dann ne eigene KiKa Sendung, Mario und Olli ein Philosophie Magazin Sontags um 00:00 Uhr, Kay Ray geht dann zu Deep und Deutlich und Christian zu den Filmgorillas.
Aber erstmal muss Leeroy als Gast kommen und Holger fragen „Wie ist das, wenn man Fernsehen hasst“ ?

1 „Gefällt mir“

Pepe 06

Eher kannste in der Hölle ne Eisbahn vermieten.

3 „Gefällt mir“

Wenn Alsterfilm schon seine Tonprobleme wegen uns abschaffen musste, dann gönn ihnen doch wenigstens ihre Lichtprobleme! :joy:

2 „Gefällt mir“

Das war eine sehr kurzweilige, abwechslungsreiche Sendung.

Zu Markus Lanz: Guerot formuliert Blödsinn zusammen („Die Verhandlungslösung bin ICH“) und liefert damit dauernd Anlass, unterbrochen zu werden. Und in den gezeigten Ausschnitten wird die Frau auch nicht wirklich konkret. Gegen die Ausdrucks- und Laberpower eines Lanz, Strack-Zimmermann oder Pleitgen kann sie letzten Endes nicht ansatzweise anstinken.

Zu „Ein Känguru wie du“: Was ist denn das bitte?! Den kleinen Kindern wird nicht wirklich was beigebracht und verstehen womöglich garnicht was da abgeht, während man als erwachsener Zuschauer verstört zurückgelassen wird. Sowas sollte besser auf arte in einem Horror-Themenabend laufen…

Zu Interview mit Küppersbusch: Während der Fernsehkritiker von anderen Moderatoren immer verlangt, bei ihren Interviewpartnern kritisch nachzufragen, gibt er sich mit seinen Gästen in der Mediatheke ein gemütliches Stelldichein im Stil von Sprechplanet. :stuck_out_tongue_winking_eye:
War aber auf jeden Fall ein angenehmes, humorvolles Interview. Nur Holger wirkt bei sowas immer leicht versteift und nervös dabei. :thinking:

Lanz: Lanz fragt mehrfach, was Guérot mit ihren Blödsinn von „zwei sich streiten“ im Zusammenhang mit einem Angriffskrieg meint: Antwort 0
Es wird mehrfach gefragt, was sie mir dem Unsinnsbegriff „Bürgerkrieg“ meint (die Gründung der sog. Volksrepubliken durch ein paar Separatisten und viele russische Söldner ist kein Bürgerkrieg), Antwort: 0. Nicht weil sie nicht zu Wort kam, sondern weil sie keine Antwort hat. Sie hat auch keine Definition. Sie hat nichts. Und dass die anderen auf die Schrecken des Krieges zu sprechen kommt, während Guérot irgendwas von „Strategie“ palavert als sei es Schach, ist doch wohl selbstverständlich.
„Die Verhandlungslösung bin ich“ sagt diese Figur, ich fass es nicht. Und dann holt sie Figuren wie Mearsheimer und Kissinger hervor und beschließt die Verhandlungslösung, die natürlich in „Gebietsabtretungen“ liegen muss, What the motherfuckinig fuck?
Ich habe jedes Verständnis, dass man sich solchen Unsinn nicht länger anhören will.

Schwules Kanguru: In Kinderbüchern, Zeichentrickfilmen etc. werden Tiere seit langer Zeit, wenn nicht quasi schon seit Entstehung der Genres, vermenschlicht. Sie sprechen, sind mind. so intelligent wie Menschen und leben mit diesen zusammen. Und natürlich fressen sie sich nicht gegenseitig, sondern essen Frühstück (oder trinken Tee mit der Queen). Da ist dieser Film keine Ausnahme.
Was mich mehr interessiert: Wurde die Vermutung, mehr ist es ja nicht, der Dompteur sei schwul, irgendwann mal bestätigt? Oder blieb es Vermutung / Bezichtigung durch die Robben? Nur dann ergäbe eine Kritik an den Stereotypen Sinn. In Wahrheit kann man auch Mozart hören ohne schwul zu sein. Wenn der Dompteur sich also nicht selbst outet, wo ist das Problem? Fände es aber etwas schwierig, den kindl. Zuschauern diese Erkenntnis selbst zu überlassen, wo offenbar auch Erwachsene Probleme haben. (angedeutet wird sie ja darin, dass die „Prinzessin“ ein Pokal ist, den man natürlich nicht heiraten kann.)
Ach und übrigens: Homosexualität gibt es auch in der Tierweilt, also vermutlich auch bei echten Kängurus.

1 „Gefällt mir“

Der Känguru-Beitrag amüsiert mich irgendwie, besonders Holgers Satz: „Also der minderjährige Enkelsohn der Oma nudelt jetzt ein schwules Känguru durch.“ Dazu dann noch, wie Holger auf die unnatürliche Darstellung von Raubtieren verweist. Ich konnte jedenfalls herzlich lachen. :smiley:

Gerade mal geguckt: Der Animationsfilm basiert auf einem gleichnamigen Buch von Ulrich Hub (2015). Es gab auch schon ein Theaterstück und ein Hörbuch. Auf seiner Website schreibt der Autor:

Nur Erwachsene haben ein Problem mit der Geschichte. Kinder finden sie in erster Linie unterhaltsam. Sie haben eine völlig andere Erlebniswelt als Erwachsene. Jedenfalls ist es völlig realitätsfern, wenn Erwachsene behaupten, Kinder würden nichts über die Existenz von Schwulen und Lesben wissen und man dürfe sie nicht damit in Berührung bringen.

Vermutlich denken viele Eltern bei dem Stichwort »schwul« geht es automatisch um Sexualität und stellen sich auf der Bühne hoppelnde und kopulierende schwule Kängurus vor. Dabei geht es einfach nur um Liebe.

2 „Gefällt mir“

Porno: Was ist falsch daran, darüber aufzuklären, wie unrealistisch Pornos sind? Junge Leute schauen das und haben dann falsche Vorstellungen von Sex. Ich finde das sehr sinnvoll. Das IST der Bildungsauftrag. Und zumindest aus den Ausschnitten heraus habe ich mit „Brudi“ nicht das geringste Problem. Ein völlig normaler Typ. Wie ist das ein „Machoknilch“? Hä? Was soll das mit „Schmutz“-Gelaber? Darum geht es nicht. Es geht konkret um das Unrealistischte, Gefakete, um den unerfahrenen Zuschauer zu zeigen, dass mit ihm alles okay ist, wenn er keinen halben Liter Sperma abspritzt oder nach einmal Ejakulieren der Ofen aus ist. Und gottverdammt ja; Man kann über das Thema sprechen, auch auf YT. Warum denn nicht?
Und nochwas: Sexismus hat mit Sex nix zu tun. Sexismus abzulehnen bedeutet keine Sexfeindlichkeit, noch nicht einmal Pornofeindlichkeit. (Wobei man auf den Sexismus IM Porno aber durchaus eingehen sollte.)

3 „Gefällt mir“

Das wurde unter anderem an meinem Heimat-Theater in Baden-Baden aufgeführt, aber wegen zu geringem Zuschauerinteresse vorzeitig abgesetzt.