Folge 19: Malte über seine 10 liebsten deutschen Krimiserien

TOP 10 Folge 19. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die Deutschen lieben Krimiserien - und deswegen gibt es davon auch jede Menge! Aber natürlich ist alles vertreten von grandios bis schlichtweg einfallslos. Malte hat ein Top10-Ranking zusammengestellt mit 10 Krimiserien, die seiner Meinung nach aus der Masse hervorstechen. Dabei sind sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Serien dabei - von den 60er Jahren bis in die Gegenwart.

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Für mich war “Der Fahnder” mit Klaus Wennemann meine liebste Krimi-Serie. :nerd_face:

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Interessante und gut gemischte Top-Ten, viele Serien kannte ich nicht. Schön, dass die SOKO 5113 so weit oben stand, übrigens handelt es sich bei der Zahlenkombination um Göttmanns Durchwahl im Münchner Polizeipräsidium. :wink: Als Highlight-Folgen ist mir eine Folge in Erinnerung geblieben, wo ein Mann, dem übel mitgespielt wurde, sich an allen rächt, die ihm im Leben Unrecht getan haben, weil sie für seinen Magenkrebs im Endstadium verantwortlich seien, und dann stellt sich am Ende heraus, dass er verwechselt wurde und nur ein harmloses Magengeschwür hat.

Und natürlich die grandiose Doppelfolge zu Schickls Abschied “Die Akte Göttmann”, in der sich Bernd Hertzsprung als Maulwurf und Göttmanns Mörder herausstellt.

Zu Polizeiruf 110 sei noch ergänzt, dass die Serie Ende 1991 mit dem Versenden der letzten DFF-Folgen zunächst eingestellt wurde und die ARD mit dem neuen Tatort-Team Ehrlicher/Kain um Peter Sodann die “deutsche Krimi-Einheit” am Sonntagabend für hergestellt gehalten haben. Erst Anfang 1993 wurde der Polizeiruf 110 mit neuem Vorspann zurückgeholt, weil man wohl die ostdeutschen Krimifans zu sehr verprellt hatte. Seither gibt es aber auch immer ein westdeutsches Polizeiruf-Team, zunächst aus BaWü, dann aus Hessen und schließlich aus Bayern.

“Der letzte Bulle” habe ich nie geguckt, von der total unrealistischen Eingangsszene wirkt sie auf mich ziemlich klamaukig. Jemand, der seit 20 Jahren im Koma liegt, pennt einfach im Bett, ohne an ein einziges Gerät angeschlossen zu sein, kann sich sofort aufrichten, als habe er nur eine halbe Stunde Mittagsschlaf gehalten und hat sofort mit normaler Stimme einen coolen Spruch auf den Lippen. Das wirkt auf mich schon arg trashig und würde mir wenig Lust machen, weiterzugucken. Sowas gehört eher in eine Öffi-Schmunzelkrimiserie.

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Tolle Folge Malte!

Mit der Nummer eins gehe ich voll mit.
Für mich als Freund von Oldtimern hat der Kommissar auch noch diese zusätzliche Komponente, die diese Serie so sehenswert macht.

Ich wollte gerade den Titel der Folge „beanstanden“
aber wie ich gerade sehe, wurde der Titel bereits auf „Malte über seine 10 liebsten deutschen Krimiserien“ geändert.

Ansonsten kann ich noch die Serie „Schwarz, Rot, Gold“ empfehlen.
Wikipedia-Link: Schwarz, Rot, Gold

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Also “Hubert und Staller” oder “Hubert ohne Staller” so nebenbei als Quatsch abzustempeln und dann “Kommissar Rex” auf Platz 9 … ach Malte :winking_face_with_tongue: … echt jetzt.

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…oder wie gesagt “Der letzte Bulle”. Scheint eher auch ein Schmunzelkrimi zu sein.

Die Koma Geschichte erinnerte mich an einen frühen Film mit Steven Seagal. Er liegt da auch mehrere Jahre im Koma und nimmt nach seiner Genesung Rache an seinen Peinigern. Das war Hard to Kill von 1990. Da ist eben kein Humor, aber die Grundgeschichte ist doch ähnlich.

Ich hätte ggf noch genannt:

  • Sonderdezernat K! (quasi das ARD-Pendant zum Kommissar)
  • Der Fahnder (vor allem die Phase mit Klaus Wennemann)
  • Der Bulle von Tölz (wenn schon Schmunzelkrimi dann diesen)
  • Bella Block (sehr gute Krimireihe mit Hannelore Hoger, vor allem die frühen Folgen)
  • KDD- Kriminaldauerdienst
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Farbfernsehen gab es doch erst ab 1967 teilweise. Malte sagte 1953, aber das kann ich mir nicht vorstellen irgendwie. Adrian, der Tulpendieb ( mit Heinz Reincke) war doch die erste Serie in Farbe.

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Das stimmt, es gab ja damals auf der Funkausstellung diesen missglückten Start mit dem damaligen Außenminister und Ex-Bürgermeister Willy Brandt (zwei Sekunden zu früh auf Farbe umgeschaltet, so dass jeder sah, dass dieser Knopf in Wahrheit gar keine Funktion hatte):

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Niemand ratterte seinen Text so herrlich herunter wie Ottfried Fischer ohne jede Emotion :grin:

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Die Nazis hatten doch auch schon versucht Fernsehgeräte unter das Volk zu bringen. Paul Nipkow Sender nach dem Erfinder, aber wohl kaum einer im Reich hatte wohl Kohle für so eine Anschaffung. Bis auf Nazis eben.

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Zumindest jeder der schon einen Farb-Fernseher hatte, also vermutlich die wenigsten :grin:

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1953 wurde Farbfernsehen in den USA eingeführt. Hat Malte wohl was verwechselt.

Ich freue mich über euer Feedback. Ja es gibt noch weitere tolle Serien oder Reihen wie Der Kriminalist oder Rosa Roth und Holgers erwähnter Bella Block.

Oh,
Stimmt da hab ich was mit Jahren des Farbfernsehens durcheinander gebracht. Mir war es dennoch wichtig zu betonen, dass der Kommissar bewusst in s/w gedreht wurde und es Farbfernsehen schon gab…was natürlich nichts an meiner falschen Information ändert.

@GuentherStoll wie ich im Ranking schon sagte, die Komaszene und insbesondere das Aufwachen beim letzten Bullen sind bescheuert…aber wenn man das hinnehmen kann, ist der Rest der Serie einfach großartig und genau die perfekte Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Gib der Serie mal ne Chance, ich glaube, du hast einen falschen Eindruck bekommen. Guck dir die ersten 5 Folgen vielleicht mal an, dann springt eventuell der Funke rüber. Diese Serie hat so viel Herz, ich liiiiieeebe sie einfach.

Die 5113 war zwar auch Göttmanns Nummer, aber sie wurde genommen wegen Schenks Durchwahl zu Zeiten seiner Polizeiarbeit. Aber ja das hätte ich noch erwähnen können.

@EsVau Kommissar Rex ist ein Produkt meiner Kindheit, da bin ich befangen. Dennoch finde ich dfn Vergleich mit Hubert und Staller unpassend.

Ich oute mich als Kommissar Rex Fan und schäme mich auch nicht dafür. Ich fand den Hund immer klasse. Der konnte einfach alles. Und ich habe noch ein paar Fakten zur Serie, da ich das ein oder andere gelesen oder in Interviews gehört habe:

  1. der erste Rex Darsteller hies BJ der zweite Rhett (ab der Folge Giftgas war er zu sehen und seine Schnautze war dunkler)
  2. Der Hund war trainiert klar und zwar von Theresa Ann Miller einer Tiertrainierin aus den USA.
  3. Das Glas, wo Rex durchsprang im Vorspann war aus Zuckerglas
  4. die Stunts wurden von Stunthunden gemacht
  5. Tobias Morretti wollte eigentich gar nicht so lange dabei sein hat es dann aber doch getan (Guter Mann!)
  6. Gedeon Burkhard war in der Folge Amok schon mal zu sehen in einer Gastrolle
  7. Gedeon Burkhard ist zehn Jahre jünger als Tobias Morretti und stieg nach drei Jahren aus persönlichen Gründen aus
  8. Wolf Bachhofner, der den gemütlichen Peter Höllerer spielte, war in den Folgen mit Burkhard nur im Büro zu sehen, da der Schauspieler so viele Theaterverpflichtungen hatte und sie in daher nur für Büroszenen bekommen haben.
  9. Trainerin Theresa Ann Miller hatte viel Geduld mit ihrem Hund und musste ihm unter anderem sehr oft etwas vorgähnen bis es klappte und klar hat ihr Hund auch manchen Streich in der Realtät gemacht dieser Lümmel XD Der wusste doch nicht, dass er nur in ner Serie ist. Und wenn Rex den Stadtplan „lesen“ sollte hielt einer der Darsteller einfach ein Stück Leber in der Hand und bewegte es im Stadtplan hin und her und dann „las“ Rex aufmerksam mit weil er das Essen sah.
  10. Peter Höllerer Darsteller Wolf Bachhofner hat nach seinem Ausstieg bei Kommissar Rex jahrelang keine Wurstsemmeln mehr essen wollen. → Verstehe ich total.
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@HannibalSmith Was mich interessieren würde:

Guckst du eigentlich auch Serien, die nicht schon meine tote Oma gesehen hat? Nicht falsch verstehen, natürlich kann man Soko 5113 feiern (auch wenn mir schleierhaft ist, warum :laughing: ), aber gibt es aktuelle Serien, die Du schaust? Und ich meine nicht die üblichen ZDF-Rentner-Krimis sondern sowas wie Bosch, Alex Cross oder so.

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Du hast es nicht mit deutschen Schauspielern so? :winking_face_with_tongue:

Für Kommissar Rex war ich damals schon zu alt. Mit der naiven Darstellung von vermeintlich schlauen Tieren kann ich nichts anfangen. Es ist aber interessant, was noch alles danach kam. Neben dem deutschen Remake gab es auch:

Italienisches Remake
Polnisches Remake (25+ Staffeln)
Portugiesisches Remake
Slowakisches Remake
Kanadisches Remake (9+ Staffeln)

Wahrscheinlich sind das nicht mal alle.


Schön, dass du Abschnitt 40, Die Wache und Doppelter Einsatz genannt hast. Das waren wirklich gute RTL-Serien. Balko und auf Sat1 SK Kölsch fand ich tatsächlich auch sehr unterhaltsam.


Als Spielfilmreihe würde ich noch Einsatz in Hamburg erwähnen. Die fand ich ganz gelungen. Könnte aber auch etwas schlecht gealtert sein. Habe ich seit damals nicht mehr gesehen.


Ich habe zwar nach langer Zeit auch wieder mit einigen älteren Endlosserien wie Derrick angefangen, aber mittlerweile bin ich eigentlich mehr ein Fan von Serien, die über eine komplette Staffel eine einzige Geschichte erzählen.

In dem Zusammenhang will ich die Serie Die Toten von Marnow nennen (8 und 6 Folgen). Hinter diesem bräsigen Titel versteckt sich eine sehr gute Serie. Vor allem die erste Staffel ist ein richtig geiles Ding. Die zweite Staffel ist nicht mehr ganz so stark, kann man sich aber auch noch ansehen. Originelle Story (vor allem in der ersten Staffel), gutes Schauspiel, realistische Dialoge und eine toll miteinander harmonierende Figurenkonstellation.

Eine weitere Empfehlung ist die superdüstere Serie Der Pass (3 x 8 Folgen), in der es um einen Serienmörder geht, der im deutsch-österreichischen Grenzgebiet sein Unwesen treibt. Abgründig und ein echter Runterzieher. Gibt es in dieser Form aus Deutschland (und Österreich) nicht oft. Orientiert sich visuell und inhaltlich stark an skandinavischen Krimis, es ist im Grunde eine Variante von Die Brücke.

Das Geheimnis des Totenwaldes (6 Folgen) erzählt in fiktiver Form die Göhrde-Morde nach (XY-Zuschauer erinnern sich). Das Besondere ist, dass die Serie einen Zeitraum von 30 Jahren abdeckt. Und das ist gut gelungen, auch wenn ich die Inszenierung eher als traditionell bezeichnen würde. Und wenn man die Geschichte hinter den Göhrde-Morden kennt, ist die Serie auch nicht immer richtig spannend. Dennoch sehenswert.

In Pregau - Mörderisches Tal (4 Folgen) geht es um einen Dorfpolizisten (Maximilian Brückner), dem beim Vertuschen eines kleinen Vergehens (Blowjob von der Nichte gegen Strafzettel) nach und nach alles aus dem Ruder läuft. Und ehe er sich versieht, stapeln sich die Leichen. Erzählerisch ist das echt ein Kracher. Wie die Situation langsam aber unaufhaltsam ins Chaos driftet und Brückner von Minute zu Minute, von Wendung zu Wendung, hysterischer wird, ist sagenhaft gemacht und gespielt. Nach dem Trailer hätte ich direkt Lust, mir die Serie noch mal anzuschauen.

Zum Schluss noch etwas Wirtschaftskriminalität. King of Stonks (6 Folgen) ist leider, meines Erachtens zu Unrecht, etwas untergegangen. Die Serie erzählt eine Geschichte angelehnt an den Wirecard-Skandal, aber als groteske völlig überzeichnete Komödie. In Hochgeschwindigkeit ballert hier die Handlung durch die 6 Folgen. Das ist alles genau auf den Punkt. Und Matthias Brandt als der größenwahnsinniger und komplett durchgeknallter CEO: ganz große Klasse.

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Hab dich auch lieb mein kleiner Stinkstiefel…

Wenn du das Ranking gesehen hast, hättest du ja bemerken müssen, dass ich eben keine genannten „Rentner-Krimis“ gucke. Die finde ich ebenfalls schrecklich.

Was ich aktuell an Serien schaue außer genannte Krimiserien :thinking: :thinking:

Eigentlich nur Tulsa King

Ansonsten ehemalige wie Breaking Bad, Better call Soul, House of Cards, Preacher,

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