Folge 179: Krieg in der Ukraine - Zapp über Nemi El-Hassan

  1. Weil mich das Thema interessiert. Und gerade um mir hier nichts zusammenzufantasieren, zitiere ich allgemein zugängliche zusammenfassende Quellen.

  2. Je nach Quelle wird die Betonung des „großen Dschihad“ als geistige Anstrengung eher der islamischen Mystik oder dem schiitischen Islam zugeordnet, statt dem hierzulande vor allem präsenten sunnitischen Islam. Laut Islamwissenschaftler Georges Tamer „überwiegt unter Muslimen die Wahrnehmung des D. als eines bewaffneten Kampfes für die Sache Gottes“.
    (Dschihad – Staatslexikon)

Der Schlusssatz deines Posts ist doch absurd, was soll man dazu sagen?

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Und nun? Nemi hat gesagt, was Jihad für sie bedeutet. Es gibt diese zwei Verwendungen, und es ist offensichtlich, dass sie keine Jihadis verteidigen wollte. Die Frage ist, ob sie den Jihad im Sinne eines Kampfes verharmlost hat, und die Antwort bleibt halt: Nein.

Es ist nun nichts neues, dass man liberalen Muslimen ständig in die Suppe spuckt, und man sollte sich fragen, was man damit bitte erreichen möchte.

Es geht mir eher um eine realistische Einschätzung, ob der Einfluss liberaler Muslime bzw. Islam-Auslegungen so groß ist, wie es deren Medienpräsenz nahelegt, bzw. wie man es sich vielleicht wünscht.

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Sag mal, was soll denn diese Aussage, bitte? Es ist vollkommen legitim solche Dinge „nachzugogglen“ wir sind alle keine Experten, aber diese Arroganz von Nemi El-Hassan und auch deine ist doch genau das Problem.

Wer eine andere Meinung vertritt oder sich auf Quellen beruft hat laut Nemi (und scheinbar auch laut deiner Person) eh keine Ahnung und soll sich nicht äußern.

Ich würde eher sagen, du solltest dich zurückhalten, wenn es du es nicht schaffst einen Diskurs zu führen ohne anderen direkt gleich abzusprechen sich zu äußern! Aber immerhin kann man deine Verteidigung von Nemis Aussage zum Dshihad jetzt einordnen.

Man kann mMn nicht einfach klar besetzte Begriffe einfach umdefinieren und dann glauben, andere müssten das widerstandslos schlucken. Natürlich will Nemi Begriffe wie Dschihad positiv besetzt sehen und sich nicht kritisch mit ihrer Religion auseinandersetzen.

Wenn du einen Katholiken fragst, wird der seine Religion sicher auch nicht mit Frauenfeindlichkeit, Krieg gegen Ungläubige oder der Diskriminierung von Homosexuellen in Verbindung bringen. Der wird auch davon faseln, dass es um die Aufopferung vor Gott, um Nächstenliebe und dergleichen geht.

Es ist doch ein typischer Propaganda-Trick, einen negativ besetzen Begriff einfach umzudeuten und so zu tun, als wenn alle negativen Aspekte keine Rolle spielen, weil man selber „was anderes“ darunter versteht.

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Das Problem bei Frau Al-Hassan ist, dass sie sich an Märschen beteiligt und Inhalte gelikt hat, die zum Kampf gegen Israel aufrufen. Auch manche Passagen aus ihren (völlig talentfreien) Poetry Slams erinnern stark an Kriegsrhetorik. Ihre ZDF-Kollegin Feyza-Yasmin Ayhan bedient sich ähnlich gestrickten Poetry Slams und geht dabei rhetorisch sogar noch schärfer vor. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass diesen Damen, wenn sie das Wort „Jihad“ aussprechen, dabei kein friedlicher Kontext geglaubt wird.

Es mag sicherlich eine winzige Anzahl liberaler Muslime geben - mit wieviel Todesangst diese Menschen auch hierzulande oftmals leben müssen, durften wir ja kürzlich erst in dem Veto-Interview mit Mohammed Ali Slim erfahren. Für diese Menschen fehlt es bei uns also anscheinend vor allem an Unterstützung/Schutz von staatlicher Seite. Ich bezweifle allerdings stark, dass El-Hassan oder Ayhan wirklich zu diesen liberalen Muslimen gehören.

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Irgendwie fühlte sich diese Folge so an, als wäre sie aus zig früheren Beiträgen zusammengeschnibbelt. Gleiche Themen, neu verarbeitet mit dem gleichen Ergebnis. Muss auch mal gemacht sein, war nur so eine Anmerkung.

Allein beim Karnevalbeitrag war ich etwas irritiert. Ich finde, da haben die es gut gemacht. Etwas vom Karneval gezeigt, aber dann auch ernstere Töne getroffen. Hätten die die Krise komplett ignoriert, wäre dann eben das kritisiert worden. Wenn die komplett auf Karneval verzichten, dann das. Wie man es auch macht, irgendwem wird es nicht gefallen. War auch meiner Meinung nach viel zu lang der Beitrag.

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Ja klar, nicht etwa die Menschen, die Nemi (in dem Aspekt) auf bitterböse Art für etwas angehen, was eigentlich kaum falsch zu verstehen ist, sind das Problem, sondern meine/ihre Arroganz.

Der Begriff bedeutet literally Anstrengung, im Quran eben verwendet als Anstrengung auf dem Weg zu Allah/Gott. Da sollte man bei dem Thema vllt mal reinlesen, statt kurz zu googeln. Sie hat das auch nicht „einfach“ gemacht, es gab davor noch einen Erklärclip von der bpb.

Und wer da eifert (jahada), eifert (yujahidu) nur für seine eigene Seele; denn Allah ist auf niemanden von allen Welten angewiesen .“ [Quran 29:6]

Und diejenigen, die in Unserer Sache wetteifern (jahadu), wir werden sie gewiss auf unseren Wegen leiten. Wahrlich, Allah ist mit denen, die Gutes tun .“ [Quran 29:69]

Swastika bedeutet literally Glücksbringer. Häng ich mir sofort an den Rucksack neben meine Hasenpfote. Die Leute, die mich dann bitterböse dafür angehen, sind eben einfach nur arrogant und ungebildet.

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Das Swastika gab es in unserer Kultur nur nie als Glücksbringer.

Treffender wäre eher: Jemand aus einem anderen Kulturkreis hat das an seinem Rucksack hängen, und du wirst ganz neidisch und diskutierst rum.

Artverwandte Diskussionen und Aussagen:

  • Ich bin gar kein Antisemit, denn Araber sind auch Semiten und gegen die habe ich nichts.
  • Das sind gar keine Langzeitfolgen, denn Langzeitfolgen beschreiben in der Medizin Folgen, die kurz nach der Impfung auftreten aber erst später entdeckt werden
  • Das ist gar keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, Einschränkung der Meinungsfreiheit ist es nur, wenn der Staat einen dabei hindert.
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Du argumentierst hier doch im Sinne der ursprünglichen Bedeutung eines Begriffs. Da der Ursprung der Swastika jedoch nicht in unserer Kultur liegt, würde deiner Argumentation nach also die Bedeutung des Glücksbringers die primäre sein. Ich befürchte nur, das wird absolut niemanden interessieren, wenn ich mir das Ding an meinen Rucksack hänge und damit durch die Stadt laufe. :thinking:

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Doch - nur nicht unbedingt die woken Leute, die sich über diese pöse kulturelle Aneignung beschweren. Denn dafür müssten sie dieses Kulturwissen erst mal besitzen. :crazy_face:

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Falls es dir nicht augefallen ist: Das Hakenkreuz ist ein Symbol, und kein Begriff.

Begriffe aus göttlichen Werken lassen sich für gläubige Menschen schlechter vermeiden als random Symbole.

Ein Symbol, das begrifflich definiert ist. Die Swastika symbolisiert Glück.

Ich könnte ja auch folgendes Experiment ausprobieren:

Schritt 1: Ich marschiere auf einer Pegida-Demo mit und schreie deren Parolen.

Schritt 2: Ich konsumiere auf Instagram mehrere Inhalte, in denen gegen Ausländer gehetzt wird und gebe diesen ein Like.

Schritt 3: Ich veröffentliche ein doppeldeutig verstehbares Gedicht, in dem ich davon schwärme, wie sehr ich die Swastika als Symbol liebe und dass man doch bitte ein positiveres Verständnis dafür entwickeln sollte

Schritt 4: Über den Empörungssturm zeige ich mich völlig überrascht und inszeniere mich als Opfer.

Schritt 5: Mein Haus wird von der Antifa angezündet.

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Mach bitte Fotos davon.

Schritt 6: Ich informiere die Antifa über Mitchboves Zeit als Shlomo-Fangirl. :innocent:

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Ja das hast du richtig erkannt. Dieses Konzept von „Das ist meine Religion, das verstehst du als Außenstehender eh nicht“, kenne ich zur Genüge. Menschen, die einem elitären Club (lies: einer Religion) angehören, glauben sehr oft und gerne, sie könnten anderen die Kompetenz absprechen, indem sie eine Blase des Mysteriösen und des Ungewissen um ihre Religionsausübung legen und in dem ihre bloße Mitgliedschaft, sie zu Experten macht, während alle anderen keine Ahnugn haben. Wie arrogant kann Nemi El-Hassan noch sein, dass sie Islamforschern widerspricht und so tut, als hätten diese keine Ahnung, wenn sie nicht ihrer Einschätzung folgen? Arroganter geht es doch kaum? Ich hab meine ganze Jugend (vor allem in der Schule) mit Muslimen zu tun gehabt, freundschaftlich wie feindlich. Und mit solchen die mich eingeladen haben, ihre Religion besser zu verstehen und solche, die mich mit Hass und Ausgrenzung davon abgehalten haben. Ich kenn diese Leier also zur Genüge.

Nein, Nemi und du, ihr seid nicht schlauer als wir doofen Atheisten und Nicht-Muslime. Nur weil ihr euch einen zurecht schwurbelt und andere ausschließt und mit Arroganz in die Ecke der Unwissenden verweißt, ändert das nichts daran, das es radikale wie friedliche Muslime gibt und leider viele friedliche Muslime sich schwer damit tun, sich von dem radikalen Teil zu distanzieren. Und wie @BrainFister schon richtig sagte: Bei Nemi El-Hassan gibt es mehr als genug Anzeichen, dass sie ihre Relgion nicht ausschließlich friedlich auslegt. Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit den Dschihad also als „friedfertig“ zu bezeichnen sind zumindest mehr als gerechtfertigt.

Ich schätze dich persönlich so ein, dass dir der Unterschied zwischen einer wörtlichen Übersetzung und der Auslegung eines solchen durchaus bewusst ist. Nur weil jemand einen Krieg als „Befreiungsakt“ oder als „Friedensmission“ bezeichnet, wird es daraus nicht automatisch ein solcher. Auch nicht, wenn ich den Begriff einfach in einer anderen Sprache übertrage.

Und darum wird aus „Dschihad“ auch nicht „Anstrengung“ oder „ein persönlicher innerer Kampf“, nur weil jemand das so auslegt. Auch Nemi weiß sicher ganz genau, welche Dinge (fälschlicherweise!) im Namen des Koran und des Dschihad verübt werden.

Ansonsten möchte ich ab heute, dass wir zukünftig das Wort „Krieg“ als inneren Kampf begreifen und nicht als militärische Auseinandersetzung unter Einsatz von Gewalt.

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Es geht in diesen Passagen nicht um Krieg. Kriegerische Auseinandersetzungen spielen im Quran erst „später“ (er ist nicht zeitlich chronologisch, sondern nach Länge der Suren geordnet) eine Rolle, was sich, wenn man nicht-gläubig ist, leicht dadurch erklären lässt, dass Muhammad irgendwann mit seiner Religion expandieren wollte, als er genug Gefolgschaft hatte.

Wieso denn dann fälschlich? Aus deiner Sicht haben Fundamentalisten doch recht? Der Quran ist das direkte Wort Gottes, Gott will Jihad im Sinne von Krieg, vorzugsweise gegen die Juden, aber auch gegen alle Ungläubigen generell.

Ich verstehe nicht ganz, was das mit meiner Aussage zu tun hat? Mir ist bewusst, dass Wörter, Symbole, Flaggen, Farben, etc. alles missbraucht werden kann und wird.

Aber wenn jemand so tut, als gäbe es diesen „Missbrauch“ nicht und so tut, als wenn alle nur keine Ahnung haben, dann liegt doch der Verdacht einer bewussten Verschleierung mehr als nahe?

Weil ich nicht so dumm bin zu glauben, dass der Islam von Grund auf böse ist und nur Tod und Zerstörung über Ungläubige bringen will. Ich sehe es ja durchaus auch so, dass man Religionen immer auch friedfertig auslegen KANN. Jede Religion hat in dieser Form seine Berechtigung und hat auch Respekt verdient. Ich muss nicht religös sein um die Religion anderer Menschen zu respektieren. Solange dies in einem akzeptablen Rahmen passiert, stehe ich dem nicht kritisch oder gar feindlich gegenüber.

Problematisch wird es ja mMn nur dann, wenn religöse Eiferer versuchen, ihre eigentlichen Ambitionen offen und agressiv nach außen zu tragen oder, wie Nemi El-Hassan, versuchen diese zu verschleiern und so zu tun, als ginge es ihnen um Frieden, wenn sie aber offenbar empfänglich für radikale Ideen sind. Warum gibt es denn Muslime die radikale Muslime offen kritisieren und so viele andere, die es nicht tun? Und warum gehört Nemi denn zu denen, die einerseits von friedfertigen Absichten spricht, dann aber radikale Thesen verbreitet?

Es geht im Fall El-Hassan nicht wirklich um unterschiedliche Koran-Auslegungen. Wenn ihr missglückter Poetry Slam das einzige gewesen wäre, was man ihr vorwerfen kann, würde sie heute Quarks moderieren und es hätte sich daraus nie eine so große Debatte entwickelt. El-Hassans Poetry-Gedöns wurde jedoch im Kontext ihrer antisemitischen Aktivitäten bewertet. Ohne die Teilnahme an einem Judenhasser-Marsch und ohne ihr Interesse an antisemitischem Content in Sozialen Medien, wäre ihr Jihad-Gedicht nicht mit diesem weitreichenden Antisemitismus-Verdacht in Verbindung gebracht worden.

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