Folge 179: Krieg in der Ukraine - Zapp über Nemi El-Hassan

Den Umgang vom WDR mit dem Konflikt Karneval/Ukraine, soviel davon in der Mediatheke zu sehen war, fand ich jetzt gar nicht mal so schlecht. Keine Ahnung, was ich da machen würde.

Die Zapp-Reportage dagegen war wieder komplett verlogen, da man im Grunde nur Nemi El-Hassan exkulpieren will, sich aber gleichzeitig versucht einen neutralen Anstrich zu geben. Wenn es jemanden aus den eigenen Reihen trifft, dann wird ein Shitstorm beklagt, bei dem es nur darum gehe, Menschen fertigzumachen, aber wenn ÖR und Mainstreammedien Likes, Chats und Mails von Personen v. a. aus dem rechten Spektrum thematisieren oder leaken, dann wird das als Spitzenjournalismus im Auftrag der Demokratie gefeiert. Ein Großteil ihrer „Likes“ gegen Israel wird ebenso verschwiegen wie ihre Vergangenheit bei der „Blauen Moschee“. Außerdem wird so getan, als sei sie jetzt gar nicht mehr als Journalistin aktiv, dabei ist sie doch nach wie vor bei „Der Fall“ (ZDF) beschäftigt, oder? Zumindest ist sie noch auf der Website des Formats zu sehen.

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Ging mir ähnlich. Fand die Kritik in dem Beitrag dazu etwas zu übertrieben und ausschweifend. Letztlich steckte der WDR in einer Zwickmühle, die Holgi ja auch in Bezug auf seine eigene Arbeit immer wieder beschreibt: Egal wie sie’s gemacht hätten, irgendjemand hätte sich am Ende eh immer aufgeregt (vor allem in den Asozialen Medien). Hätte der WDR die bereits vorproduzierten und lange geplanten Sendungen komplett gecancelt, wäre der Aufschrei wohl Richtung „Gebührengeldverschwendung“ und „Wir lassen uns von Putin doch nicht das Programm diktieren“ gegangen.

Durch die Ausstrahlung der Sendungen (zumindest teilweise) ging der Aufschrei dann letztlich eben in Richtung „geschmacklos“ und „deplatziert“. Wobei das wiederum am Ende eher eine subjektive Frage ist - denn im Umgang mit so einer Kriegsbedrohung ist jeder Mensch anders. Die einen lassen ihre Stimmung stark davon beeinflussen und ziehen sich den ganzen Tag die neuesten Meldungen zu dem Thema rein. Die anderen versuchen, ihr Leben so gut wie möglich weiterzuleben und sich ihren Optimismus nicht nehmen zu lassen; ignorieren die Kriegsthematik vielleicht sogar komplett.

Und dann gibt es sicherlich auch noch irgendwas dazwischen. Der WDR hat mit seinen Karnevalssendungen also letztlich eine Möglichkeit gezeigt, wie man mit der Situation umgehen kann. Nur weil jemand sich in diesen momentan eh schon sehr angespannten Zeiten ein bisschen Ablenkung durch Karnevalsprogramm gönnt, heißt das nicht, dass ihm das Schicksal der Menschen in der Ukraine völlig egal ist. Den ganzen Tag Betroffenheit zu mimen, hilft den Ukrainern letztlich auch nicht wirklich weiter, sondern dient meist eher der Beruhigung des eigenen Gewissens.

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Sehe ich anders - entweder du machst Unterhaltung (was ich gar nicht kritisiere) ODER du lässt es bleiben - aber Unterhaltung gepaart mit schlechtem Gewissen? Sorry, das funktioniert nicht :thinking:

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Hätte mir gewünscht, dass nochmal etwas mehr darüber kommt, wie die Nachrichtensender am Donnerstag auf den tatsächlichen Kriegsbeginn reagiert haben.
Montag war ja rückblickend noch der „harmlosere“ Tag, was die Ereignisse angeht.

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Ideal wäre eine App, in der man eine Pushnachricht bekommt, wenn etwas online gestellt wurde…

Sorgen auf der Welt: Kriegsbedrohung, Pandemie, Wirtschaftskrise, Energiepreiskollaps.

Sorgen von MG-Abonnenten: Ein paar Stunden länger auf die neue Mediatheke warten.

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Es gibt zumindest die Möglichkeit über telegram Pushnachrichten zu erhalten, wenn man das möchte

Schöne Folge. Ich fände es aber durchaus interessant mal undercover bei so einem „kostenlosen“ Baulig Seminar teilzunehmen. Da könnte man gute Einblicke bekommen. Hier wurde Potenzial verschenkt. Kann man aber leicht nachholen, ggf auch durch @DeanStag

Hallo und willkommen in der Rasselbande unseres Forums.
Lass Dich nicht durch Schrägheit und Diskussionswütigkeit der Alteingesessenen einschüchtern. :wink:
Nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Ein Versuch wäre es wert :wink:.

Öhm… Ähh… Naja…
Mir geht gerade durch den Schädel, wie viele Pappnasen auf Facebook bei schlimmen Nachrichten auf „gefällt mir“ klicken. :ugly:

Vor allem stellt sich bei so was immer die Frage:
Wenn die sich bei solchen eindeutigen Fällen so verhalten, wie sie sich verhalten, wo dann sonst noch? …bei weniger eindeutigen Fällen.

Wenn es nur „ein Like“ gewesen wäre, dann würde ich darüber hinweg sehen.
Dass man aber von Zapp her den kompletten Kontext ignoriert…

Nicht nur auf Twitter.
Auch auf facebook, whatsapp & Co. frage ich mich bei diversen, geteilten Dingen, die vom Absender nicht weiter kommentiert werden: Findest Du das jetzt gut oder nicht?
Es wäre besser immer ein paar eigene, klare Zeilen dazu zu schreiben.

Auch, wenn es solche Shitstorms zweifelsfrei gibt - so wäre es aber hier anders.
Es wäre auch anders gewesen, wenn sich Frau El-Hassan so deutlich vom Islamismus getrennt hätte, wie es Axel Reitz vom Nazionalsozialimus getan hat.
„Jugendsünden“ und sich von Extremisten verführt werden ist alles zu vergeben, wenn man sich danach deutlich davon distanziert. Eben dies ist bei Frau El-Hassan bis heute nicht der Fall.

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Zur Aussage „ein Like ist ein klares Statement“: Nicht unbedingt - ich nutze likes bspw als bookmark sowohl auf twitter, als auch auf fb!

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Das kann ja durchaus ein. Der Punkt ist nur, dass genau die Kreise, die sonst Profile von missliebigen Personen danach durchforsten, ob sie irgendwas „rechtes“ geliked haben um das dann anschließend zu skandalisieren, nun behaupten, dass ein Like ja gar keine Äußerung der Zustimmung sei, wenn es um Leute aus dem islamitisch-antisemitischen Spektrum geht.

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Wenn Du Funktionen falsch nutzt, musst Du damit leben, dass Dich andere im Zweifel für ein Arschloch halten. :man_shrugging:
Zumal es dort „Bookmark“-Funkionen gibt.

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Die Ausrede muss ich mir merken. :stuck_out_tongue_winking_eye: Ich weiß aber jetzt schon, dass sich vom woken Mob absolut niemand dafür interessieren wird, warum ich etwas „problematisches“ gelikt habe. Selbst wenn ich absolut klar und zweifelsfrei belegen könnte, dass es nur Bookmarks sein sollten, würde das diese Leute nicht dazu bringen, ihre Fackeln und Mistgabeln wieder einzupacken. Der woke Mob gibt sich erst zufrieden, wenn Karriere und Privatleben des Systemschädlings signifikant beschädigt werden konnten.

Diese feindselige Welt haben sich die Fans der heutigen Cancel Culture letztlich selbst erschaffen. Leute wie Nemi El-Hassan und ihre Datteltäter waren über Jahre hinweg selbst Teil der Bewegung, die in Deutschland die heutige Cancel Culture stetig vorangetrieben hat. Dass das Monstrum, das sie damit erschaffen haben, irgendwann auch sie selbst auffressen wird, liegt in der Natur der Sache.

Für El-Hassan ist die ganze Geschichte ja aber letztlich sogar mit einem Happy End ausgegangen. Sie hat sich anscheinend entschieden, sich wieder stärker ihrer Arbeit als Ärztin zu widmen. Ein sehr wichtiger ehrenwerter Beruf. Journalisten haben wir hierzulande bereits wie Sand am Meer, während es an medizinischem Personal immer mehr fehlt. Insofern verläuft El Hassans weiterer Karriereweg in eine sehr viel positivere Richtung als dies bei vielen anderen Cancel-Opfern vergönnt gewesen ist. Leider gibt es inzwischen immer mehr Beispiele dafür, wie der woke Cancel-Mob seine Opfer sogar bis in den Selbstmord treibt. Eines der tragischsten und schockierendsten ist wohl Daphne Dorman:

Hier ein sehr lesenswerter Artikel, der sich allgemein mit dieser modernen Form der Hinrichtung beschäftigt:

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Wer sich für den „Zapp“-Beitrag über Gil Ofarim interessiert und nicht bis Mittwoch warten möchte: Er steht seit gestern in der NDR-Mediathek zur Verfügung, ebenfalls mit geändertem Titel. Aus „Der Fall Gil Ofarim - Gerichtete Empörung“ wurde „Der Fall Gil Ofarim - Schnelle Solidarität, späte Zweifel“. Bin gespannt, was Holger in der nächsten Mediatheke daraus macht …

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Mann muss leider heute immer eine Einleitung schreiben. Das Nemi El-Hassan gefeuert wurde ist richtig. Sie hat vergessen zu „scholzen“
Bezüglich Jihad gebe ich dir nicht recht Holger.
Sie hat lediglich gesagt, dass Jihad der innere Kampf mit sich selbst ist, und nicht bedeutet aktiven Krieg gegen andere zu führen.

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Hat sie also nicht den Dshihad verharmlost? Klang für mich eindeutig danach?

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Das ist so, als ob die CDU weiterhin darauf bestehen würde, keine konservative Partei der Mitte sondern eine „rechte“ Partei zu sein.
Nun, nach der klassischen Sitzordnung im Bundestag mag das stimmen - aber auch die CDU hat mitbekommen, dass auch „normal“ Rechts in der öffentlichen Wahrnehmung als „radikal/extremistisch“ verbrannt ist.

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Nein, hat sie nicht. Den Jihad kann man auch so interpretieren, dass es um eine metaphorische Anstrengung auf dem Weg zu Gott geht. Ihr Video damals ist immerhin auch mit der bpb entstanden. Ich hatte auch überlegt, deshalb bei MG Direkt anzurufen, sehe aber keine Gesprächsbasis zwischen Holger und mir.

Hier mal ein Zitat von der Wikipedia-Seite zu Dschihad:

The Encyclopaedia of Islam . New Edition. Brill, Leiden. Band 2, S. 538 („Djihad“): „In law, according to general doctrine and in historical tradition, the djihād consists of military action with the object of the expansion of Islam and, if need be, of its defence.“

Zudem heißt es auf der Seite, dass „sowohl Koran als auch Sunna sowie die Mehrheit der klassischen Gelehrten unter Dschihad primär bzw. ausschließlich eine militärische Betätigung verstanden“.

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Warum äußerst du dich überhaupt zu dem Thema, wenn du selbst keine Ahnung davon hast und nachgoogeln musst?

In dem Video wurde in zwei Formen von Jihad unterschieden, den großen Jihad (Kampf gegen sich selbst), und den kleinen Jihad (Krieg). Was wollt ihr überhaupt schon wieder erreichen? Zufrieden, wenn mehr Muslime Attentäter werden, ja?