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Folge 17: Michael Kotsch (Bibelbund)

Als Atheist stimme ich so gut wie gar nicht mit Kotsch überein, muss aber anerkennen: Kotsch ist ein eloquenter, redegewandter Mann.
Und dass niemanden außerhalb religiöser Gemeinschaften irgendwas aufgezwungen werden soll, ist auf jeden Fall begrüßenswert (obwohl ich dass nicht so ganz glaube, die Relität ist oft gegenteilig).

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Ich bin 10 Minuten im Video und empfinde physische Schmerzen.

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Ich habe die Folge noch nicht gesehen, aber wieso hast du nicht Philipp Möller als Atheist eingeladen?

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JA, BITTE!
(oder Michael Schmidt-Salomon)

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Keine Ahnung wie redegewandt Salomon ist, mir wäre Möller lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Habe mir gerne die Hörbücher von Möller angehört und einige Interviews gesehen, der geht richtig ab was Religion angeht.

Meine Meinung wäre jeder soll an das glauben was Er möchte solange niemand zu schaden kommt oder Diskriminiert wird.

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Google den mal, der ist Philosoph und der Vorstandssprecher der GBS und ein Freund von Möller. Ich hab den kürzlich auch mal persönlich erlebt, der ist sehr redegewandt.

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Danke den Namen kenne ich, Möller hat mal erwähnt, dass Er für die Salomon Stiftung arbeitet.

Wahrscheinlich hätte da zuviel Einigkeit geherrscht - ich fand diese Seite spannender.

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Das kann ich mir vorstellen, vielleicht kannst du Ihn mal zu einem anderen Thema mal einladen.

Sorry, aber der Titel des YouTube-Videos stimmt doch gar nicht. Es ging doch gar nicht um eine Therapie gegen “Schwulsein”, sondern um Therapien gegen (unerwünschte) homosexuelle Gedanken. :face_with_raised_eyebrow:

Das ist doch Schwulsein - oder wo soll da jetzt bitte der Unterschied sein??

Außerdem muss man auf YouTube in Überschriften nun mal auch verkürzen und auf den Punkt bringen - wie Schlagzeilen eben.

Das ist ja unglaublich was Herr Kotsch dort für einen Blödsinn von sich gibt. Ich habe ein bisschen durch die Youtube Kommentare geguckt und viele Leute finden den sogar kompetent… ARGH was ist los mit euch? Hier zeigt sich leider auch, dass Holger leider nicht gut vorbereitet war.

Man kann Homosexualität nicht wegtherapieren! Wenn Jemand nach 40 Jahren Ehe “merkt”, dass er homosexuell ist, dann wusste er das vorher auch schon, hat es aber unterdrückt wofür es vielerlei Gründe gibt. Wenn es jetzt dazu kommt, dass dies ein Problem in der Ehe ist, dann geht man zu einer Eheberatung. Solche “Therapien” sind äußerst homophob und Herr Kotsch konstruiert rote Herringe und pocht auf “freie Entscheidung” weil dies ja schließlich besser klingt als zuzugeben, dass man homosexuelle Menschen mit solchen Pseudotherapien versucht psychisch zu zerstören.

Dann die Behauptung es würde Therapien geben wo Leute schwul oder trans (was ausserdem wieder eine ganz andere Angelegenheit ist, warum wird das vermischt?) gemacht bzw. diese Gefühle verstärkt werden. Nichts davon ist wahr. Seriöse Therapeuten reden ihren Patienten nichts ein, weshalb diese Konvertierungstherapien verboten werden müssen da sie menschenverachtend sind.

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Also ich fand den Gast am Anfang recht sympathisch… klar er richtet sich stark an der Bibel aus, aber er sieht auch die Widersprüche und vorallem akzeptiert er andere Ansichten und will niemanden bekehren. Fast hätte ich an der Vetotauglichkeit gezweifelt, aber Zack kommt die „Therapie von Homosexualität“. Etwas unsinnigeres kann man ja kaum vertreten. Natürlich bleibt er einen konkreten Therapieansatz schuldig. Und dass die Widervereinigung gottgegeben sei ist natürlich auch sehr stark… Ich sag nur „die Zerstörung des Lebenswerk des Einheitskanzlers Kohl“

Ich halte Religion für extreme gefährlich. Religion darf niemals den gesunden Menschenverstand ausschalten.

Religion hat uns in der Entwicklung der Menschheit extrem zurück geworfen. Wenn man bedenkt wie weit die Wissenschaft bei den alten Griechen war, ist es Traurig wie weit uns das Mittelalter zurück geworfen hat.

Die zehn Gebote würde ich als sinnvolle Regeln des Gesellschaftlichen zusammen Lebens sehen. Zu mindest ab Nr drei. Bzw als früher Versuch von sinnvollen Gesetzen.

Erschreckend wie verblendet manche Menschen sind, welche offensichtlich einen gewissen Grad von höherer Bildung genossen haben.

Ich halte diese These für schwierig. Ich glaube das Problem des “Untergangs von Wissenschaft” ist keine Folge der Religion sondern eher der Zerschlagung der griechisch/römischen Kultur durch die Völkerwanderung und die damit verbundene Zerstörung ganzer Landstriche und Städte.

Religion oder religiöse Orte waren dann sogar eher ein Hort der Wissenschaften, wenn man an Klöster, Kathedralschulen und später auch an Universitäten denkt, die ja auch aus der kirchlichen Tradition erwachsen sind. Und das noch lange vor der Reformation. Die Wiederentdeckung der griechischen Literatur etc. erfolgte vor allem im theologisch-universitären Kontext, wie beispielsweise in der Scholastik.

Aber nicht nur für das lateinische Mittelalter gilt das, auch die wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritte im islamisch geprägten Raum sind nicht zu unterschätzen.

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Ich war gut vorbereitet. Allerdings ist es bei Kotsch so wie mit dem Pudding an der Wand. Denn er selbst hat seine Meinung zu Schwulen nicht geäußert, sondern sich immer ins Allgemeine gerettet. Da ist es schwer ranzukommen.

Interessanter Gast, aber ich frage mich, wie Holger es erging, als er dieses Stakkato ertragen durfte. Der redet ja ohne Punkt und Komma, sehr anstrengend auf Dauer…

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Also ich habe mir das Video noch nicht angesehen und scheue mich auch dafür, weil ich ja weiß in welche Richtung es geht.

Man sollte - ergänzend zum Beitrag von @Mentis - noch bedenken, dass der Interviewte auch innerhalb des Christentums eine ziemliche Randposition einnimmt - das hat wenig zu tun mit einer Querschnittsposition …

Wirklich ein ewig schwafelnder Pudding, der alles irgendwie wortgewandt vermischt.
Zu den Konversiontherapien ist es natürlich lächerlich mit irgendwelchen Erfahrungen aus Tiefenpsychologischer Therapie aus den 50ern (viel größere Probleme mit Homosexualität, die berichtete “Erfolgsrate” wird sicher auch dadurch verfälscht) zu argumentieren.

Es gibt keinen Beweis dafür, dass die sexuelle Orientierung geändert werden kann, die American Psychiatric Association und der Weltärzteverband haben sich klar dagegen positioniert, und damit ist das Thema soweit auch gegessen.

Auch schön, wie er das mit “helfen, mit den Gefühlen zurecht zu kommen” vermischt. Das ist eine ganz andere Sache, und natürlich dürfen Therapeuten weiter dabei helfen, dass der Patient sich so akzeptieren kann, wie er ist! Jeder, der nicht “nicht-hetero” sein will, tut das aus gesellschaftlichen Zwängen, und da ist natürlich nicht das Ziel, sich diesen hinzugeben.

Was für ein wirrer Typ.