Massengeschmack-TV Shop

Folge 168

Hier kann darüber diskutiert werden!

1 Like

Avengers: Infinity War: Na gut, ist halt was für Marvel-Fans… Ich bin keiner und werde auch keiner mehr. Bin absolut auf der Seite von Mario.

Nightmare on Elm Street: Meine Güte ist das lange her. Muss aber zugeben, dass ich Halloween immer besser und intensiver fand. Weil ich irgendwie nie Angst vor Freddie entwickeln konnte. Aber definitiv ein Klassiker, der zumindest einmal gesehen werden sollte.

Der Schuh des Manitu: Bin ich großer Fan gewesen, muss sagen er hat definitiv an Charme verloren, Filmkunst entwickelt sich eben weiter. Doch schlecht kann ich an ihm nichts finden. Habe ich bestimmt zehn Mal gesehen (nein, ich habe nicht Volkers Ex-Freundin :laughing:) und ich mochte auch immer die Bully Parade. Aber der Humor ist schon sehr Holzhammer, habe lieber etwas Subtileres heutzutage :wink:
“Grab den Klappstuhl aus und esst lieber mal ein Apfel!”

Haus der Verdammnis: Ja vor ein paar Jahren mal gesehen, außer den doch recht bekannten Cast, aber eher B- bis C-Darsteller, die man immer wieder mal sieht, nichts hängen geblieben. Stimme aber zu, dass ich da lieber ein Best of von X-Factor hätte, qualitativ kein Unterschied.

Den letzten Film habe ich noch nie gesehen. Nehme ich mal als Anregung mit, danke dafür.

1 Like

Avengers: Als DC-Guy (und insb. Batman-Fan) habe ich den Marvel-Filmen aus den Marvel-Studios nie viel abgewinnen können und finde alle völlig überbewertet. Außerdem: VIEL zu viele Figuren! Das stört mich schon bei den Comics, wenn zu viele Figuren auftauchen. Einen Helden und einen guten Schurken. Mehr braucht es doch eigentlich nicht.
Natürlich sind diese Filme wahnsinnig populär, aber auch nicht so meins. Wem’s gefällt…

Nightmare on Elm Street: Ich kenne nur den ersten Teil und das Remake. Beide gefallen mir gut! Ja, auch das Remake! Der erste Teil ist ein guter, handgemachter Horror aus den 80ern.

Der Schuh des Manitu: Jahrelang nicht mehr geguckt. Damals fand ich den Film (und die Bullyparade) ganz amüsant. Danke, dass ihr mich an den scheußlichen Bullyparade-Film erinnert habt. Den hatte ich schon erfolgreich aus meiner Erinnerung verdrängt! :face_vomiting:
Die Aussage, das die Karl May Filme im Grunde nur besserer Trash waren, kann ich so unterschreiben. Als Kind habe ich die gerne gesehen. Dann hatte ich mir mal nach vielen Jahren ein paar Filme gekauft und mich auf einen schönen Western-Abend gefreut… nur um festzustellen was für ein grausamer Murks dass im Grunde ist. Ausnahme: die Musik! Da bin ich ganz bei Mario.

Haus der Verdammnis: Ganz schlimm! Warum nur wurde der gewählt? Im Ranking von King-Filmen/Serien ganz sicher am unteren Ende einzusortieren. Sterbenslangweilig, doofe/nervige Figuren, billig… ein Mal gucken und nie wieder… eine Beschreibung die leider auf viele King-Werke zutrifft.

Wer die Nachtigall stört: Immer schön wenn mal wieder alte Filme dran kommen. Danke, dass ihr euch diesen ausgesucht habt! In der Tat ein großartiger Film mit einem (eigentlich immer) großartigen Gregory Peck. Die Sondersendung zum 100. Geburtstag habt ihr leider um drei Jahre verpasst… stattdessen schlage ich mal als Sondersendung vor: “Großartige Filme die vor 1960 gedreht wurden” :wink:

1 Like

Infinity War: Also ich bin jetzt kein ausgesprochener Marvel-Fan, aber ich schaue mir ab und zu schon gerne die Filme an und es war jetzt nicht so, dass ich völlig ahnungslos in “Infinity War” gegangen bin. Ich kannte die Hauptfiguren, wusste, wer sie sind, und kannte auch die Handlung um die Infinity Stones. Ich hatte davor bereits jeweils mindestens einen Iron Man, Captain America und Guardians of the Galaxy gesehen, von Thor hatte ich zwei Filme gesehen und auch Doctor Strange und Black Panther hatte ich gesehen. Trotzdem hat mir der Film keinen Spaß gemacht. Meiner Meinung nach war das keine zusammenhängende Handlung, sondern eine Aneinanderreihung von Cameos irgendwelcher. Meine Mit-Kinobesucher waren teilweise richtige Marvel-Fans und deren Reaktion war die ganze Zeit nur “Wooooohooooo! Da ist XY!” Es ging also rein um die Anwesenheit von bestimmten Figuren, die bei diesen Fans Glücksgefühle auslöste. Und ich dachte mir immer: “Ja und? Dass dieser und jener Typ jetzt da ist, macht noch keine gute Story!” Und dann das Ende… da waren die Fans dann ja regelrecht geschockt, als einige der Helden verschwanden. Aber sind wir mal ehrlich: Es gibt einen verdammten “Time Stone” und Dr. Strange hat ja die Zukunft schon gesehen und daher entsprechend gehandelt. Da war es ja wohl kristallklar, dass im nächsten Film mithilfe von Zeitreisen die Verschwundenen wieder zurückkommen. Für Spannung hat das bei mir überhaupt nicht gesorgt. Ich hab mich ehrlich noch nie im Kino so gelangweilt wie in “Infinity War”. “Endgame” fand ich wieder viel besser, weil das nicht so eine langweilige Cameo-Aneinanderreihung war.

Schuh des Manitu: Ich war in meiner Kindheit großer Fan der Karl-May-Filme und habe auch bis heute große Freude, wenn ich mal wieder einen sehe. “Schuh des Manitu” habe ich damals gefeiert und war mehrfach im Kino, weil er eben so eine liebevolle und witzige Hommage war. Heutzutage finde ich aber, dass der Humor schlecht gealtert ist. Mit 14 fand ich dieses übertriebene Schwulen-Gehabe extrem witzig, heute finde ich es eher peinlich. Auch andere Witze wie “meine Glocken” und anderer solcher pubertärer Kram zünden heutzutage bei mir nicht mehr. Ein paar Klassiker wie die genannte “Gesamtsituation” oder “Jetzt geht jeder nochmal aufs Klo” finde ich nach wie vor genial, aber insgesamt sind einfach zu viele cringeworthy Szenen mit kindischem Humor dazwischen, sodass mir der Film insgesamt keinen Spaß mehr macht. Er ist ein Produkt seiner Zeit, an das ich tolle Erinnerungen habe, genau wie an “Traumschiff Surprise”, den ich damals auch ganz toll fand, aber heute funktioniert der Film nicht mehr.

P.S.: Kann Holger bitte einmal “Avengers” richtig aussprechen?

1 Like

“Haus der Verdamnis” ist tatsächlich ein Guilty Pleasure von mir, weil ich bei der Erstausstrahlung auf RTL II damals als Kind einen der Teile gesehen und immer schnell weggeschaltet habe, wenn es mir zu gruselig wurde :smile:
Ich kann gut verstehen, wenn man heute das Ganze als eher öde und langatmig ansieht, wobei der “casual” Fernsehzuschauer, also solche Leute, die sich einmal im Jahr “trauen”, einen Horrorfilm zu schauen und dann von sowas wie “Polaroid” ernsthaft gegruselt sind, vielleicht noch beeindruckter ist als der gemeine Film- und Horror-Freak. Gerade die schlechte “untote” Ellen am Ende ist aus heutiger Sicht nicht mal mehr einen müden Schmunzler wert, aber besonders für die ausführliche Hintergrundgeschichte, die weit über “Jemand ist gestorben und spukt jetzt herum” hinausgeht, habe ich immer noch ein Herz :slight_smile:

“Der Schuh des Manitu” ist ein typischer Vertreter des platten Humors um die Jahrtausendwende, den man auch in der Wochenshow und Samstag Nacht zur Genüge findet. Heute könnte man den Film so nicht mehr drehen, besonders “lustige” Schwule funktionieren inzwischen überhaupt nicht mehr. Ich fand ihn als Kind schon nur ganz nett, während ich damals bei den ZAZ-Filmen vor Lachen auf dem Boden lag (und das heute immer noch tue).

Abschließend muss ich noch mal sagen, dass ich mich auf die Wunschfolgen immer ganz besonders freue, gerade weil es immer eine schräge Mischung mit extremem Qualitätsgefälle gibt. Wo werden denn sonst “Infinity War”, “Schuh des Manitu” und “Wer die Nachtigall stört” in einem Kontext besprochen :heart_eyes:

2 Like

Was “Haus der Verdammnis” angeht, da zeigt ja schon der Trailer bzw. der Grundriss der Handlung enorme Parallelen zu Shirley Jacksons Roman “The Haunting of Hill House”, der ja dann meisterhaft von Robert Wise verfilmt wurde (“Bis das Blut gefriert”). Da Stephen King den Roman meiner Erinnerung nach auch in mindestens zwei Büchern zitiert, schätze ich mal, dass er da eine Hommage schaffen wollte.

Ich war seinerzeit ein großer Fan der “Bullyparade”, aber im Filmformat auf der großen Leinwand und vor aufwendigen Kulissen hat der Humor für mich überhaupt nicht funktioniert. Es passt einfach nicht zusammen, wenn da vor einem Pracht-Hintergrund à la Sergio Leone plötzlich auf Bayrisch geblödelt wird. Ich fand es schon sehr seltsam, dass bei den schon lange etablierten “Winnetou/Old Shatterhand”-Sketchen in der Serie auf einmal die Namen durch “Abahachi” und “Ranger” ersetzt wurden, als hätte ein auferstandener Karl May Copyrightklage erhoben. Das Beste in dem Film ist echt Sky Dumont, vor allem der “Super Perforator”-Song.

Nightmare on Elm Street ist für mich nach wie vor ein grandioser Horrorstreifen, die Traumthematik mit ihren ganzen surrealen Möglichkeiten war frisch und neu, die Darsteller richtig gut gewählt, ein optisch toll gestalteter Bösewicht (dass er oft im Halbdunkel war, hat die Wirkung für mich noch deutlich gesteigert), kann mir den Film immer wieder angucken.

1 Like

Das habe ich bis vor kurzem auch so gesehen. Bis es das Marvel-Special bei Pantoffelkino gab. Daraufhin hatte ich anhand einer Info im Netz alle Filme in der chronologischen Reihenfolge (Chronologie der Story, nicht der VÖ der Filme nach) angesehen… und seit dem bin ich drin und habe Spaß an den Filmen.

1 Like

Haus der Verdammnis habe ich vom Titel her mit Haus der Vergessenen von Wes Craven verwechselt. Das war ja eine Überraschung. Der Craven-Film ist zwar auch kein guter Film, aber wenigstens kürzer und auch kurzweiliger. Haus der Verdammnis fand ich damals schon völlig belanglos, wie leider sehr viele King-Verfilmungen. Wie Holger ganz richtig gesagt hat: Eine Spukhausgeschichte lebt von der Atmosphäre und Haus der Verdammnis hat keine.

Von Nightmare on Elm Street haben mir die späteren Filme - Teil 3, 4, 5 - immer am besten gefallen, da dort die Traumwelten viel knalliger sind und die Filme mit tollen Einfällen und schönen Effekten glänzen. Ich glaube, ich hatte Teil 5 als allererstes gesehen und war danach von Teil 1 fast schon enttäuscht.

Mit Schuh des Manitu und Bully überhaupt kann ich gar nichts anfangen. Diese Art von zotigem Humor zündet bei mir nicht. Ich empfinde das tatsächlich als extrem anstrengend, so dass sich die Wirkung bei mir ins Gegenteil verkehrt. Statt ausgelassener Laune sellt sich eher eine deprimierende Stimmung ein. Eine interessante psychologische Eigenart, ich ich mir auch nicht so richtig erklären kann.

Tipp: Wer von dem ganzen Marvel-Käse genug hat, sollte sich The Boys auf Amazon Prime ansehen. Damit kann man als Superhelden-Fan genauso viel Spaß haben, wie als Superhelden-Hasser. Die Serie rüttelt an den Konventionen und ist meiner Meinung nach deutlich besser als Preacher, die leider ihr Potential nicht annähernd ausgeschöpft hat.

Ja ich war ja derjenige, der “Haus der Verdammnis” vorgeschlagen hat.
Ich bin vermutlich einer der wenigen, der die die Verfilmung mochte und relativ gut fand (kein Überfilm).
Ja es mag tatsächlich Menschen geben, die Haus der Verdammnis mögen. Man mag mir einen schlechten Filmgeschmack attestieren, aber über Geschmäcker lässt sich ja streiten. Und ja auch das Prequel “Das Tagebuch der Ellen Rimbauer” find ich gut :wink:
Ich möchte mich noch zu manchen Vorwürfen äußern, die mal mehr und mal weniger(durch die Blume) kamen: ich mochte tatsächlich nicht das MG Team mit schlechten Filmen ärgern, denn wie schon gesagt mag ich Haus der Verdammnis. Das war noch nie meine Absicht.
Wenn ein Großteil der Community ihn schlecht fand, frage ich mich warum er gewählt wurde. Ich hatte dem eh keine Chance gegeben und war sehr überrascht, dass er genommen wurde.

Zu dem Vorwurf man hätte euch reingelegt, weil es ja eine Serie ist. Ja tut mir Leid, aber es war ja keine groß angelegte Serie, sondern Miniserie und dachte wäre so Grauzone.
Allerdings war in der Vorschau zu der Serie doch klar ersichtlich, dass es eine Miniserie ist, denn dort stand: “Rose Red (TV Mini-Series 2002)”
Also bitte das war doch nicht zu übersehen. Haben das wirklich alle vier nicht gesehen?

Und ja: ich finde das hätte im Stephen Kings Special erwähnt werden sollen. Warum muß man immer nur die gelungenen Werke vorbringen?
Ihr hattet ja selbst gesagt es sind ja Filme interessant, welche man noch nicht kennt.

Trotzdem entschuldige ich mich, dass ich euch damit gelangweilt habe. Wenn ich das vorher gewußt hätte, hätte ich den Film nicht vorgeschlagen.

Ansonsten wie immer eine gelungene Sendung.

Ich muß zugeben, dass ich den Avengers nicht gesehen habe und mich auch weniger reizt. Bin vermutlich da wie Holger. Muß ich nicht sehen.

NIghtmare on Elm Street ist ein Klassiker und fand ihn recht gut. Aber zu lange her.

Zu “Der Schuh des Manitu”: ach ich liebe diesen Film. Ein Gag Feuerwerk. Der einzige Film, bei dem ich dreimal im Kino war!

1 Like

Zu Schuh des Manitu:
Ich muss sagen, dass diese Art des Humors schon immer besser in Sketchform in der Bullyparade funktioniert hat. In gewisser Weise ähneln sich SdM und die Otto-Filme da stark.
Dementsprechend bin ich immer noch mehr als verblüfft, dass der Film damals so unfassbar erfolgreich war.
Der Bullyparade-Jubiläums-Film vor 1-2 Jahren war auch nur mäßig lustig, obwohl hier die Episoden deutlich kürzer gehalten wurden

1 Like

Avengers: Infinity War: In Endgame fand ich die Kämpfe weit aus spektakulärer und ich hatte schon bissl Gänsehaut am Ende. Bis auf Black Panther und diesen Captain Marvel Film mit dieser unsympathischen Schauspielerin, habe ich alle Marvel Filme gesehen. Früher auch Comics gelesen und die eine oder andere Zeichentrickserie gesehen. Schade dass das DC Universum dies nie in dieser Art hinbekommen hat. Dafür mag ich ihre neuen Serien wie Doom Patrol und Swamp Thing lieber.

Nightmare on Elm Street: Ich bin kein Horror Fan. War das der Teil wo eine Frau schwebend an der Decke hing und das Blut überall hinspritzte? Ich hab das bis heute noch im Kopf. Vielleicht hätte ich mir das als Kind nicht ansehen sollen.

Der Schuh des Manitu: Viele Sprüche/Gags sind mir heute noch in Erinnerung geblieben. Dies ist einer der wenigen deutschen Filme die ich mir ohne Folgebeschwerden ansehen kann. Heutzutage könnte man aber bestimmte Szenen nicht mehr zeigen ohne das sich nicht irgendwer herabgewürdigt oder beleidigt fühlt.

Den Rest habe ich nie gesehen. Insgesamt fand ich die Sendung nur anfangs interessant.

Irgendwo hat noch jemand hier Boys erwähnt. Diese Serie läuft leider nur auf Amazon, weswegen ich leider wohl warten muss oder… naja ihr wisst schon. :roll_eyes:

Eine sehr schöne Folge!

Zwei Anmerkung habe ich zu “Wer die Nachtigall stört”. Ich habe das Buch tatsächlich gelesen, bevor ich den Film gesehen habe. Aus diesem Grund möchte ich betonen, wie wichtig zumindest für das Buch die Perspektive der Kinder ist. Es geht eben nicht um einen Justizskandal irgendwo in den Vereinigten Staaten, sondern um einen Justizskandal in einer rassistischen Südstaatengesellschaft, die aber gleichzeitig für die Kinder auch Heimat ist.

Was dann passiert ist eine Desillusionierung; zum einen hat man die kindlich-naive Perspektive auf ein “Südstaaten-Idyll” und zum anderen eben die Realität des Rassismus und des Justizskandals. Daraus hat das Buch aus meiner Sicht seine Kraft gezogen, dass dieser Gegensatz dargestellt wird. Also das wegzulassen, hätte dem Film den Kern entzogen aus meiner Sicht, zumindest wenn man es als Verfilmung des Buchs betrachtet.

Die zweite Sache bezieht sich auf den Nachfolgeroman von Wer die Nachtigall stört, den @eldorado kurz erwähnt hatte - “Gehe hin, stelle einen Wächter” ist zwar tatsächlich die Ursprungsfassung von Wer die Nachtigall stört, es gibt aber zwei entscheidene Unterschiede, die es dann doch zu einem eigenständigen Werk machen: Zum einen spielt es zu einer Zeit, in der Scout (also im Original die Protaginistin im Kindesalter) bereits erwachsen ist - und zum anderen wird entsprechend auch gar nicht mehr direkt die Geschichte vom Original erzählt. Der Roman erzählt, wie Scout als Erwachsene in ihre Heimat zurückkommt, und dabei feststellt, dass ihr “Held der Kindheit”, ihr Vater Atticus Finch mittlerweile Mitglied in rassistischen Zirkeln ist. Atticus Finch war zwar auch in diesem Nachfolgeroman der Verteidiger des zu Unrecht Angeklagten gewesen, mittlerweile scheint er sich jedoch mit seiner Umgebung mindestens arrangiert zu haben und ist auf jeden Fall nicht mehr in Opposition zu ihr.

Auch hier geht es also um eine Desillusion, aber es ist doch wesentlich intensiver, weil es eben zusätzlich diesen Vater-Tochter-Konflikt gibt. Es geht eben darum, dass die Tochter damit zurechtkommen muss, dass ihr Vater ein wenig anders ist, als gedacht.

Gerade weil Atticus Finch bis dahin als einer der größten (fiktiven) Helden der USA galt, hat der Nachfolger für viel Aufsehen gesorgt. Das war ein wenig wie eine Demontage von Atticus Finch.

Das nur als zwei kleine Ergänzungen …

4 Like

Ich werd bekloppt. Mario und Volker sind einer Meinung und die restlichen nicht. Gabs sowas schon mal? :smiley:

Schuh des Manitu hab ich schon länger nicht gesehen, aber habe den schon drei mal hinter mir und ich fand den eigentlich immer angenehm. Nicht zu lang, für jeden nicht gezündeten Gag gibts einen der in Ordnung ist. Ist doch keine schlechte Quote. Hab auf jeden Fall Bock den mal wieder zu schauen.

Und mein Beileid zu dem Marvel Kram an Holger und Mario. Dieser Superhelden Mist geht mir echt am Arsch vorbei mittlerweile. Der erste Iron Man war noch gut, beim 2. Teil war ich schon erschüttert. Den 1. Avengers Film hab ich mir noch angetan, weil der ja so geil sein soll… Furchtbar. Hab seitdem keinen einzigen Superhelden Film mehr geschaut und ich hab echt nicht das Gefühl, dass mir auch irgendwas entgehen würde.

Schlimm, dass Marvel mit diesem leider übererfolgreichen Projekt erst diesen Franchise Wahnsinn für die Studios schmackhaft machte. Sodurch geben die Filmfirmen lieber für sowas Kohle, als alleinstehende Filme, wodurch es gefühlt leider immer weniger gibt. Man muss sich nur mal Toplisten anschauen. Überall nur Reboots/Fortsetzungen

2 Like

Bei den Mavel-Filmen habe ich das Problem, dass die handwerkliche Umsetzung zwar super ist, ich aber nach kurzer Zeit den Inhalt wieder vergessen habe. Mich bräuchte keiner mehr frage, was bei Iron Man 2 oder 3 passiert. Das ist einfach nicht hängen geblieben.

Vom Schuh des Manitu bin ich auch ein Fan. Ich würde auch nicht sagen, dass (T)Raumschiff Surprise schwächer ist. Wo ich aber absolut zustimme, dass alle weiteren Filme schrott waren. Gerade bei Bullyparade der Film hatte ich mich auf ein Schuh den Manitu Niveau gefreut, und wurde absolut enttäuscht. Die Wickie-Filme von Bully fand ich hingegen auch super.

1 Like

Ich mag fast alle Marvel Filme, allerdings muss man dazu sagen, dass die meißten keine so gute Story haben und nur durch das Zusammenspiel der Helden sehenswert ist. Mir persöhnlich hat Endgame besser gefallen, mir war Infinity War zu überladen von den ganzen Helden und mir hat der strunzdumme Starlord überhaupt nicht gefallen, durch seinen dummen alleingang hat er dafür gesorgt, dass Thanos es überhaupt geschafft hat die Steine zu bekommen. Ich höre jetzt besser auf bevor ich den Film noch weiter auseinander nehme.

Vielen lieben Dank für die Besprechung von “Wer die Nachtigall stört”, den ich vorgeschlagen hatte. Ist einfach nur ein großartiger Film. Das Buch allerdings ist noch besser.

Perfekt zusammengefasst! Generell danke für den Beitrag, @Matclou! Bezüglich “Gehe hin, stelle einen Wächter” ist es tatsächlich echt interessant, wie extrem kontrovers der aufgenommen und diskutiert wurde, eben wegen der, wie du schreibst, “Demontage” des “größten Helden” der US-Literatur- und Filmgeschichte.
Eine klitzekleine Kritik muss ich leider loswerden, wenn ihr einem Film, der offensichtlich von Euch einhellig als vergleichsweise überflüssig und booooring betrachtet wird, so viel Platz in der Sendung einräumt und dann einem Meisterwerk und Klassiker wie “Wer die Nachtigall stört” nur zwölf Minuten. Zumal das ja, wenn man sich Reaktionen auch hier im Forum ansieht, offenbar kein Klassiker ist, den ohnehin schon jeder kennt, wie das ja damals bei “Spiel mir das Lied vom Tod” behauptet wurde. Aber trotzdem wie gesagt: vielen Dank!! Hab mich echt gefreut.

Zu “Schuh des Manitu”: Ich finde ihn witzig. Auch witziger als die Otto-Filme, obwohl ich Otto sehr schätze. Aber alle anderen Bully-Filme danach sind wirklich schlecht, auch “Surprise” finde ich kein bisschen amüsant. Die Wickie-Filme sind als charmante, schön ausgestattete Kinderfilme dann wieder sehenswert. Und “Ballon” finde ich echt super. Bully sollte sein filmemacherisches Talent weiter so toll entwickeln, aber ich finde, das mit der Comedy sollte er sein lassen. Hat er aber inzwischen auch selbst begriffen, glaube ich.

Ging mir auch erst so, hatte mich schon gefreut, weil ich den als Teenager geliebt habe und auch heute noch echt unterhaltsam finde.

Bezüglich Freddie sei von meiner Seite nur gesagt, ich finde ihn cool und verstehe den Kult um ihn, aber so richtig gruselig fand ich ihn nie. Auch mir hat da beispielsweise Michael Myers deutlich mehr Angst eingejagt. Aber klar, “Nightmare” ist ein Stück der Popkultur geworden und ich finde den ersten auch echt gut, gerade WEIL er so dunkel und (gezwungenermaßen) “low-budget-mäßig” gedreht ist. Hat mich gewundert, dass der noch niemals vorher bei Euch besprochen wurde. War um in der Runde der dritte so gefeiert wurde, kann ich hingegen nicht nachvollziehen, aber muss ich ja auch nicht.
Zu Marvel wurde alles gesagt: kann man was mit anfangen oder nicht. Fand schon merkwürdig, dass der gewählt wurde, aber gut, es wurden schon deutlich schlimmere Filme gewählt. Insgesamt aber liebe ich die monatliche Wunschfilm-Folge sehr und fiebere immer ein wenig darauf hin.

Und bei Bandsalat kommt dann wohl nächstes Mal die Besprechung von “Die drei ???” - Folge 200, nehme ich an???
Ich habe “Feuriges Auge” vorgestern zu Ende gehört und mir mein erstes Urteil gebildet. Bin auf Eures gespannt!

2 Like

Wir schauen da nicht auf die Uhr und planen das nicht - wir reden so lange drüber wie es was zu besprechen gibt.

Ja, ist ja schon online :wink: