Folge 16: Holger über seine 10 liebsten Derrick-Folgen

TOP 10 Folge 16. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die Krimiserie „Derrick“ lief 24 Jahre lang im ZDF, fast 300 Folgen sind entstanden. Die Serie war auch ein Export-Schlager und lief in über 100 Ländern. Holger stellt seine 10 Lieblings-Episoden vor. Die Auswahl fiel ihm dabei nicht leicht, denn in dem großen Fundus an Folgen finden sich durchaus mehr als nur 10 empfehlenswerte. Na, dann: Harry, starte schon mal die Sendung.

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Schöne Folge. Hab Derek nie geschaut, dachte immer sei spiessig und öde, aber die vorgestellten Folgen sahen interessant aus.

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Irgendwie hatte ich die Vermutung, dass diese Top10-Ausgabe die Derrick-Ausgabe sein wird, nachdem Holger kürzlich schon sagte, er habe Bock drauf :grinning_face_with_smiling_eyes:.

Sehr schöne Zusammenstellung der Rangliste, einige finden sich auch auf meiner wieder. Aber bei 281 Folgen ist es natürlich zum einen nicht einfach, eine Top 10 herauszufiltern und zum anderen ergeben sich dadurch bei jedem auch andere Lieblingsfolgen.

Meine Top 10 (die ja auch letztens schon von Malte in seinem Adventskalender-Livestream vorgelesen wurde) ist:

  1. Waldweg (Wolfgang Kieling spielt das Muttersöhnchen, das ein Frauenmörder ist, ganz hervorragend)
  2. Der Untermieter (ohne Mordfall, dafür eine ganz unangenehme Psycho-Atmosphäre, hervorgerufen durch den grandiosen Peter Kuiper)
  3. Kaffee mit Beate (quasi wie ein Theaterstück aufgezogenes Kammerspiel mit hervorragenden Darstellern)
  4. Madeira (Curd Jürgens als charmanter, aber auch eiskalter Mörder. Nein, ist kein Spoiler, das ist eine Folge nach dem Columbo-Prinzip)
  5. Stiftungsfest (wieder eine frühe Folge, in der man den Täter direkt kennt. Siegfried Lowitz hier als Mörder, später dann auf der richtigen Seite des Gesetzes als Der Alte)
  6. An einem Montagmorgen (skurriler Beginn mit der Erzählstimme, gab es sonst auch nicht. Wilfried Baasner grandios als fieses Schwein)
  7. Eine Nacht im Oktober (mit Bernhard Wicki, der aus einem von Derrick herauszufindenden Grund einem - vermeintlich? - Unschuldigen eine Tat anhängen will)
  8. Eine Endstation (Will Quadflieg als von seiner Familie enttäuschter alter Mann, der von den eigenen Kindern ins Seniorenheim abgeschoben wird)
  9. Die Festmenüs des Herrn Borgelt (ein Vater macht sich auf die Suche nach Antworten, nachdem seine Tochter Selbstmord begangen hat)
  10. Hoffmanns Höllenfahrt (wieder mit Columbo-Prinzip. Klaus Löwitsch bringt Ingrid Steeger um und kommt mit der Tat nicht klar).

Generell muss man ja sagen, dass Horst Tappert als Derrick zwar die Hauptfigur der Serie war, im Grunde aber in schöner Regelmäßigkeit von den Gastdarstellern an die Wand gespielt wurde. Da sind oft wirklich hervorragende Leistungen gestandener Schauspieler dabei.

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Derrick für mich typisch 70er und 80er Jahre Serie. 90er geht halt die typische Optik, Atmosphäre und Nostalgie doch ein großes Stück verloren.

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Meine Mutter hat immer den “Krimifreitag” geschaut, selbst die aus heutiger Sicht eher langweiligen Derrick-Folgen in den 90ern.
Ich selbst fand diese Serie damals immer langweilig.Bis ich eines Abends zufällig in eine Derrick-Nacht im ZDF hineingezappt und hängen geblieben bin.
Dort lief auch die Folge “Waldweg, und ab diesem Moment hatte mich die Serie in ihren Bann gezogen, zumindest die alten Folgen. Vor ein paar Jahren habe ich die frühen Staffeln dann auf Kultkrimi nachgeholt.

Ähnlich wie bei den alten Folgen von “Ein Fall für zwei” und “Der Alte” sind das wirklich Weltklasse-Episoden und ein wunderbarer Einblick in das Deutschland der 70er- und 80er-Jahre. Beim Fall “Paddenberg”, fand ich es interessant, dass man dem Zuschauer offenbar keinen Nazi-Kriegsverbrecher zumuten wollte und stattdessen eine Flucht aus einem Kriegsgefangenenlager und einen damit verbundenen Mord dem Täter angelastet hat. Es schwingt aber natürlich mit, dass der Täter durchaus seine Gründe hatte, aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft zu fliehen.

Die Folge “Hals in der Schlinge” ist mir ebenfalls in Erinnerung geblieben. Ich habe sie abends zum Einschlafen geschaut, nicht, weil sie langweilig war, sondern als Ritual vor dem Schlafengehen. Ich bin tatsächlich eingeschlafen und wurde dann vom lauten Finale abrupt aus dem Schlaf gerissen.

Aber Holger meinte im Video, dass Reinecker alle Folgen gedreht hat. Soweit ich weiß, hat Herbert Reinecker zwar die Drehbücher geschrieben, aber nicht alle Folgen selbst inszeniert. Alfred Vohrer hat zum Beispiel einige Derrick-Folgen gedreht, und bei diesen Folgen ging meist auch ziemlich die Post ab.

Zu meiner Lieblingsfolgen gehört aber unter anderem “Abitur”, allein schon deshalb, weil Derrick und Harry hier fast ausschließlich Nebenfiguren sind und am Ende sogar weniger wissen als der Zuschauer. Der Fokus liegt ganz auf dem verzweifelten Lehrer.

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“Das Superding”

Hätte mich auch gewundert wenn sich die Amis was bei einer deutschen Serie abgeschaut hätten. Eigentlich ist es andersrum: Deutschland kann nicht Filmemachen und schaut sich fleißig bei den Amis ab.

Da hast du mich falsch verstanden. Ich meinte nur die Drehbücher - Regie hat Reinecker nie geführt.

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Danke für diese Folge Holger!! :heart_eyes:

Erst durch dich, bin ich mit meinen Anfang 30 überhaupt erst auf Derrick aufmerksam geworden. Vermutlich hätte es mir aber in meiner Jugend auch gar nicht gefallen.

Ich heb mir die Folge genüsslich für Silvester auf

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Hab vor drei vier Jahren (irgendwie zufällig auf Youtube entdeckt) viele Derrickfolgen durchgeschaut. (Derrick war einem ja immer bekannt. Hatte aber nur mal aus Jucks diesen Zeichentrickfilm geguckt und eigentlich deswegen dann mal in nen Film reingeschaut und dann so einige sehr gute Folgen gesehen….)

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…anbei…KultKrimi…ist von ZDF.. ist monetarisiert und es kommt viel Werbung..nur so zur Info

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Streng genommen ist es eine Tochterfirma des ZDF, genau so wie seit jeher Tochterfirmen DVDs mit ÖR-Inhalten verkaufen - und das sicherlich nicht zum Selbstkostenpreis.
Mag komisch wirken, ist rechtlich aber völlig in Ordnung.


„An einem Montagmorgen“ erinnert, sowohl von der Handlungskonstellation als auch vom Titel, natürlich sehr an „An einem Tag wie jeder andere“ mit Humphrey Bogart, aber irgendwo müssen die Ideen für 281 Folgen ja schließlich her kommen :wink:

Dieses Klischee kommt, glaube ich, tatsächlich aus den 90ern, als dieser typische Reinecker-Dialogstil schon etwas angestaubt wirkte.
Auch für den Tatort war das kein gutes Jahrzehnt. Auch da gibt es natürlich Highlights, aber auch viel Bräsiges, Altbackenes.

@Fernsehkritiker
Könntest du sagen, was aus deiner Sicht die schlechteste Derrick-Folge ist?

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Hab es noch nicht geschaut, aber ich hab mit nem Kumpel der auch Fan der Serie ist mir vor einiger Zeit den Spaß gemacht jeweils unsere Top 20 Folgen zu ranken. Meine Nr.1 wäre ,Eine Rose im Müll’ von 82 und seine ,Die Dame aus Amsterdam’ von 87. Bin gespannt was Holger so ,anbietet’ :wink:

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Die merkt man sich ja meist nicht so… aber „Darf ich Ihnen meinen Mörder vorstellen?“ fand ich zum Beispiel schwach. Oder „Einen schönen Tag noch, Mörder“.

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Also aus meiner Sicht ,Billies schöne neue Welt’ irgendwann aus den 90ern. In jeder Beziehung unerträglich, mM nach :person_shrugging: Aus den 90ern kommt auch der schlechte Ruf den die Serie heute bei vielen hat. Auch meine Frau war echt positiv überrascht als sie mit mir ältere Folgen aus den 70er/80ern gesehen hat.Bis auf ein paar Highlights sind die 90er Folgen ziemlich öde und formelhaft :roll_eyes:

Dein Kumpel ist mir sehr sympathisch :smiley:

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Wie ist denn die Folge Besuch aus New York von 1979 mit Brad Harris?

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Hatte zumindest ich in meinen Top Ten dabei, sehr spannend :+1:

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Ich hab noch was entdeckt…bei Derrick Offizieller Kanal läuft kaum oder keine Werbung …(ZDF steht auch hier im impressum)

man kann es auch einfach downloaden - dann hat man auch keine Werbung…

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Selbst als Grundschüler durfte ich mir zusammen mit meinen Eltern die Freitagskrimis ansehen :face_with_peeking_eye:.
An einzelne Folgen aus dieser Zeit kann ich mich aber nicht mehr wirklich erinnern.

Das letzte Mal habe ich Derrick vielleicht so Ende der 1980er geguckt.
Diese Top-Ten Folge macht aber Lust darauf sich die eine oder andere Folge anzusehen.
Holgers und auch @C.H.1981 Top-Ten scheint mir hier ein guter Einstieg zu sein.

Bei den Aufzählungen der Freitagskrimis (auch bei Wikipedia) fehlt meistens meine damalige Lieblingsserie „Petrocelli“, vermutlich weil es sich um eine amerikanische Serie handelt.
Wen ich mich mit gleichaltrigen unterhalte, kann sich komischerweise kaum einer an „Petrocelli“ erinnern.

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