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Folge 154

#1

Hier kann darüber diskutiert werden!

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#2

Hm, also hier bin ich völlig anderer Meinung als Volker.
Nur weil etwas in den Augen irgendwelcher Prüfer zu brutal und in den Augen bildungsbürgerlicher (schöner Ausdruck, danke, @Francorchamps :smile:) Rezipienten nichts zum künstlerischen Werk beiträgt, rechtfertigt das nicht die Zensur von Filmen für Erwachsene.
Das Urteil von Kritikern welcher Couleur auch immer ist da völlig unerheblich und die deutsche Gesetzgebung noch ein Relikt aus anderen Zeiten (und schon damals Humbug). Da geht mir das Verständnis völlig dafür ab und da gibt’s auch kein “Jaanuuun, hier kann man das schonmal machen, weil…”.
Nein, kann man nicht!
Wer’s sehen will, soll’s sehen und wer nicht, der lässt es halt.

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#3

Ich sehe das genauso, @Scumdog! Kann Volker da auch leider absolut nicht zustimmen… der Filmemacher wollte das genauso zeigen, völlig unerheblich, aus welchen Gründen. Und der Film ist ab 18 frei gegeben. Das heißt, kein Minderjähriger kann ihn “legal” sehen. Also ist das, was wir da haben bzw hatten im Fall von “Brawl…” schlicht und ergreifend ZENSUR.

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#4

Über Volker bin ich auch entsetzt. :astonished: :grinning: Schnitte kann ich schon aus Prinzip nicht gutheißen. Selbst wenn der Film noch so misserabel ist oder noch so gewaltverherrlichend oder menschenverachtend. Wenn es um Spielfilme geht, dann muss mit einer Ab-18-Freigabe alles möglich sein. Denn sonst gelangt man schnell zu einer Art Geschmackspolizei, die darüber entscheidet, was die Leute zu konsumieren haben.

Altersfreigaben für Kinder und Jugendliche mögen eine hilfreiche Sache sein, aber was Filme für Erwachsene anbelangt, da liegt das deutsche System im Argen. Ganz zu schweigen davon, dass es in der Zeit des Internets völlig sinnlos ist. Aber das scheint ja auch die FSK und BPjM zu merken, denn in den letzten 20 Jahren haben sich bei denen deutliche Veränderungen bemerkbar gemacht.

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#5

Bei der FSK scheint es in der Tat ein gewisses Umdenken zu geben. Dieses kommt allerdings nur aktuellen Produktionen zugute, während zahlreiche Horrorklassiker (in ungekürzter Form) immer noch einem Verkaufsverbot nach §131 in Deutschland unterliegen. Darunter “Tenebre” von Dario Argento, “Zombie” von George A. Romero, “Braindead” von Peter Jackson, diverse Fulcis, Slasher wie “Brennende Rache”, “Die Forke des Todes” usw. usf. Auch neuere Streifen wie “Hobo with a Shotgun” oder “Maniac” (Remake) sind betroffen, ebenso “I Spit on Your Grave” (Remake) usw. Die Indizierung reicht ja noch nicht, um erwachsene Zuschauer vor “jugendgefährdenden” Filmen zu beschützen.

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#6

Holger hat zwar recht damit daß Wien (noch) eine “rote Hochburg” ist, trotzdem hat hier die FPÖ einen für eine Millionenstadt überraschend hohen Wähleranteil (21% bei den Parlamentswahlen 2017).

Das ist eher Chemnitz (AfD 24%) als z.B. Hamburg (AfD 7,3%).

Von daher passt die Location schon für die Serie “M”; zumal die FPÖ, was Unappetitlichkeit angeht, noch ein ganz anderes Kaliber ist als das deutsche Pendant.

Grüße aus Wien.

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#7

In diesen Fällen ist die FSK aber genau so wie die BPjM machtlos und darf die Filme gar nicht neu bewerten oder vom Index streichen. Entweder müssen hier die Rechteinhaber selbst vor Gericht tätig werden (wie es z.B. Turbine oft getan hat) oder der Gesetzgeber ändert die Rechtslage.

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#8

Mir war ja klar, dass das die überwiegende Reaktion von Filmfans sein wird. :wink:
Überraschend ist eher, dass es für diese Diskussion auf You Tube nur sehr wenige nach unten gesenkte Daumen gibt, die Kommentare dort halbwegs sachlich sind und ich sogar etwas Zustimmung für meine Position bekomme. Vielleicht war es ja zumindest doch ein anregender Austausch von Argumenten.

Ich bin übrigens keiner der irgendwie Schnitte , Verbote oder sonstige Eingriffe fordert, um das nochmal klarzustellen. Aber so wie Christian auf die genannten Szenen mit “hat mich nicht gestört” antwortet, reagiere ich eben bei Schnitten im Bezug auf die verherrlichende, auswalzende Darstellung von Gewalt ebenso mit “hab ich kein Problem mit”.

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#9

Mir persönlich reicht die AfD aber schon

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#10

Ein positiver Schritt gegen Zensur :

Zombie - Dawn of the Dead

ist nicht mehr beschlagnahmt. Bald gibt es reihenweise raushängender Knochen uncut.
Zombies im Kaufhaus - bald wieder Realität.

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#11

Ja Moment… “Zombies” sind Kunst, sie sind überzeichnet, stilisiert, Fantasy, völlig unrealistisch. Auch fliegende Köpfe in “Kill Bill” sind comichaft inszeniert und verlieren dadurch ihren Schrecken. Wer würde dies von einem realen Enthauptungsvideo behaupten oder von einer Szene in einem Spielfilm, die dies realitätsnah darstellt? Das ist auch nicht zu vergleichen mit Szenen wie – verzeihe, ich gucke wenig torture porn und mir fällt nichts anderes ein – diese Hammer-Szene von Uwe Boll.

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#12

Brawl ist aber kein Torture Porn und auch nicht so hart wie die Hammer Szene, die ebenfalls nicht zensiert werden sollte. Man sollte auch keine Bücher verbrennen. Haben wir auch mal gelernt.

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#13

Mir ist es ehrlich gesagt auch völlig egal. Ich bin prinzipiell auch gegen Zensur. Nur habe ich durchaus Verständnis für Kritik in Richtung “Gewaltverherrlichung” – es gibt massig Filme, die damit bewusst spielen und wo es nur darum geht, möglichst krasse Szenen zu drehen. Es ist aber wohl eher eine geschmackliche Frage und ich bin geneigt, bei insgesamt schwachen Filmen eine solche Szene dem Regisseur dann besonders negativ anzukreiden. Dann kann ich die Schädelöffnung in Hannibal gut finden und den Knochen in Brawl nicht. Mir scheint es auch so zu sein, dass es eine Ermessensfrage des jeweiligen Prüfers ist, zumindest kommt es mir willkürlich vor.

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#14

Ihr immer mit euren Filmen. Lest mal Bücher, da gibt es Kaliber, dagegen wirkt Brawl wie ein Kindergeburtstag und für Bücher gibt es auch keine Altersfreigabe :wink:

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#15

Was aber leider viele nicht wissen.
Ich hab im Laden immer wieder die Situation, dass sich Eltern darüber beschweren, dass wir doch bitte besser aufpassen müssen, ihre 14 oder 15jährige Tochter hätte bei uns ein Buch gekauft, dass erst ab 16 freigegeben sei.
Wenn ich dann erkläre, dass es für Bücher keine verbindliche Altersfreigabe gibt und der aufgedruckte Satz “empfohlen ab 16 Jahren” eben tatsächlich nur eine Empfehlung ist, reicht die Reaktion von Erstaunen bis zu trotzigem Unglauben.
Natürlich verkaufe ich solche Titel keinem 9 jährigen Kind, aber bei geringen Abweichungen sehe ich kein Problem, viele Eltern allerdings schon. Viele Mütter, genauer gesagt - von Vätern hört man dazu eigentlich nie was.

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#16

Schöne Folge, Danke dafür.
Ich habe mich sehr auf die Besprechung von “Das krumme Haus” gefreut, weil ich ein großer Fan der Buchvorlage von Agatha Christie bin. Und der Trailer ist absolut vielversprechend. Aber ich werde mir den Film wohl eher erst irgendwann mal ansehen, wenn überhaupt - wenn man im Vorfeld schon weiß, wer der Mörder ist, ist das irgendwie auch doof.

Vielen Dank auf jeden Fall für die Besprechung von “M - eine Stadt sucht einen Mörder”. Ich habe schon länger die Werbung dazu verfolgt und war schon sehr gespannt und hatte mir vorgenommen, da bei zeitlicher Gelegenheit unbedingt mal reinzuschalten. Aber dank Euch werde ich diese Serie jetzt auf jeden Fall nicht anschauen, Ich bin ein großer Fan des Originals und eure Besprechung hat nicht wirklich Lust auf die Neuverfilmung gemacht. Und das auch sehr glaubhaft.

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#17

Nein nein, das hast du falsch verstanden. Das weiß man vorher nicht. Aber wenn es am Ende weiß hat man durchaus Lust ihn nochmal zu schauen. Das war zumindest meine Erfahrung.

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#18

Die Nostalgikerin weiß es, weil sie die Buchvorlage kennt. :wink:

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#19

Ja, das war jetzt irgendwie ein Missverständnis. :slightly_smiling_face:
Ich habe das Buch zu Hause und weiß, wer der Mörder ist.

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#20

Ach so - jetzt hat’s klick gemacht :smiley:

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