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Folge 153: John Carpenter Special

#1

Hier kann darüber diskutiert werden!

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#2

Dark Star mag ich auch. Die sprechende Bombe ist ein Motiv, das auch im Buch Raumschiff Titanic vorkommt, nach einer Idee von Douglas Adams, geschrieben von Terry Jones (Monty Python). Falls man das Buch nicht kennt, kann ich das empfehlen. Das liest sich recht schnell weg. :nerd_face:

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#3
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#4

Ich habe mir auch noch mal die Stimme vom Computer aus Dark Star angehört. Hallgard Bruckhaus war viele Jahre lang die Stimme von Barbara Blocksberg aus “Bibi Blocksberg”… diese Stimme hier klingt ganz anders :smiley: Ich tendiere auch eher zu Evelyn Hamann

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#5

Ich möchte bezüglich Halloween folgendes klar stellen: Ich kann alles ertragen-aber nicht, dass Michael auch den Hund umgebracht hat

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#6

Ich muss gestehen, ich bin kein Fan. Ich finde, er hat ein großes Problem: Er hat keinen Geschmack, keinen Sinn für Ästhetik – und das hat nichts mit dem Budget zutun. Vieles wirkt allzu billig. Große, gute Ideen werden verschwendet. Insbesondere auch in meinen Lieblingsfilmen von ihm: “Big Trouble in Little China” und “Das Dorf der Verdammten”. Tolle Stoffe (wenn auch nicht von Carpenter selbst, wie bezeichnend), mäßige Umsetzung – und dennoch seine besten Filme.

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#7

Würde ich von den mir bekannten Carpenter-Filmen höchstens für “Sie leben!” unterschreiben. Evtl. noch “Fürsten der Dunkelheit”. Da hätte man in der Tat Besseres draus machen können. Aber bezogen auf “Halloween”, “Das Ding aus einer anderen Welt”, “The Fog”, “Assault on Precinct 13”, “Mächte des Wahnsinns”, da wirkt auf mich nichts billig oder verschwendet. OK, “Die Klapperschlange” ist zugegebenermaßen gar nicht mein Ding, aber da sehe ich auch keine “großen, guten Ideen”.

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#8

Ja, ne? Ich finde das auch eindeutig!

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#9

Hallgard Bruckhaus hat sich zwar mittlerweile altersbedingt aus dem Synchron-Geschäft zurückgezogen, aber wäre auch generell ein guter Gast für @Sprechplanet… Bei der Gelegenheit könnte man sie auch gleich mal fragen, ob sie es war :smile:

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#10

Gut… das bleibt letztlich Geschmackssache. Ich kann nur für mich sprechen und muss feststellen, dass es kaum einen anderen Regisseur gibt, bei dessen Filmen ich die Faust gen Himmel strecke und sage „warum nur, warum… es hätte so gut werden können,“ :wink:

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#11

Auch dieser Artikel erwähnt, dass Evelyn Hamann die Sprecherin sein soll: https://www.welt.de/vermischtes/article1320203/EVELYN-HAMANN.html

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#12

Mein absoluter Lieblings-Carpenter ist THE FOG - NEBEL DES GRAUENS.
Vor allem wegen der genialen Musik und des Settings (Nebelverhangener Küstenort mit Geisterpiraten).

Halloween galt zu dessen Entstehungszeitpunkt als revolutionär, aber es gab diverse Slashervorläufer wie Black Christmas und Giallo-Filme, die auch die subjektive Kamera als POV des Killers nutzten. Überhaupt haben sich die amerikanischen Slasher-Produzenten häufiger am Giallo bedient (z.B. wurden für ‘Freitag, der 13. Teil 2’ mehrere Morde fast 1:1 aus Mario Bavas ‘Im Blutrausch des Satans’ entliehen. Allen voran natürlich die Doppelpfählung des Liebespaares beim Poppen).
Der zweite Halloween und auch der vierte gefallen mir in ihrer Gesamtheit deutlich besser, wobei die letzten 15 Minuten des ersten Halloweens aber immer noch klasse sind. Aber auch nur die.

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#13

Ein weiterer Giallo, bei dem sich die Slasherfilme wie die “Freitag der 13.”-Reihe offenbar haben inspirieren lassen, war “Torso” (1973) von Sergio Martino. Der schweigende maskierte Killer, der mysteriös zwischen Bäumen auftaucht und junge Frauen durch Wald und Sumpf verfolgt, unterscheidet sich nicht allzu sehr von dem, was Jahre später in diversen Slasherfilmen präsentiert wurde.

Halloween finde ich aber dennoch sehr eigenständig und halte ihn für einen der stärksten Carpenters, da er gerade aus heutiger Sicht sehr subtil daherkommt und geradezu mustergültig zeigt, wie wenig Gewaltdarstellung man für einen spannenden Horrorfilm braucht.

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#14

Mir fehlte der moderne Klassiker Die Mächte des Wahnsinns. Für mich gehört der zu den besten Carpenters. Dass stattdessen der belanglose The Ward besprochen wurde, ist etwas seltsam.

Einen Sinn für Ästhetik würde ich ihm nicht absprechen. Er schafft es immer wieder starke Bilder zu erzeugen und wie er die dann mit seinen minimalistischen Synthie-Sounds unterlegt, da zeigt er schon, dass er dafür ein gewisses Händchen hat. Dass vieles billig wirkt, liegt wohl daran, dass es billig ist. Ich glaube, Carpenter hat nie das Budget zur Verfügug gehabt, dass er eigentlich benötigt hätte.

Aber es stimmt, es geht auch mir so, dass ich kaum einen seiner Filme perfekt finde. Im Gegenteil, die meisten sind mindestens stellenweise holprig, wenn nicht manche gar völlig vergurkt. Außer vielleicht The Thing. Der ist gut durchdacht, gut inszeniert und verdammt geil getrickst, mit den Effekten an den richtigen Stellen. Ich würde fast sagen, den Film hätte man nicht besser machen können, gemessen an dem, was er ist und in welcher Zeit er entstanden ist.

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#15

Wir hatten ja zu Beginn der Sendung darauf hingewiesen, dass einige Carpenter-Filme bereits in früheren Sendungen ausführlicher besprochen worden sind.
Das gilt auch für den in der Tat überdurchschnittlichen “Mächte des Wahnsinns”.
Den hatte ich im Horror- Special von Folge 56 vorgestellt:

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#16

Bin ich eigentlich der einzige der “Jagd auf einen Unsichtbaren” super findet? Bin aber auch ein großer Chevy-Chase-Fan.
Großartig sind aber auch der bereits erwähnte “Mächte des Wahnsinns” und “The Fog”, den ich bedeutend besser finde als “Halloween”. Die Figur des Michael Myers finde ich leider nicht besonders interessant.

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#17

Danke für die Info. Das habe ich völlig vergessen.

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#18

Könnt ihr denn auch in etwa sagen, was das Werk von Carpenter im Kern ausgemacht hat? Was machte ihn zu dem besonderen Regisseur, als der er bis heute gesehen wird? Was machte seine Filme so revolutionär?

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#19

Du wirst sicher noch kompetentere Antworten der Carpenter-Experten bekommen, aber meine Meinung: Er war tatsächlich einer jener Regisseure, die mit einem einzigen Film (“Halloween”), der zu einem Kultfilm avanciert ist, Neues für ein Massenpublikum eingeführt haben – und von diesem Ruf dann eine ganze Karriere lang zehren, weil die Fans, die dabei blieben und das anfänglich “Revolutionäre” entsprechend honorierten, mit diesem “Bonus” auch schwächere Werke bzw. das Spätwerk wohlwollend betrachten.

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#20

Was Carpenter in seiner Hochphase ausgezeichnet und hervorgehoben hat war die Fähigkeit, mit wenig Mitteln (und passender Musik) eine faszinierende, packende Atmosphäre und viel Spannung zu erzeugen.

Wobei zumindest ich dann nicht wegen “Halloween” dabei geblieben bin, bei mir waren es eben “Escape from new York” und “Assault” die mich damals begeistert haben. Von da an war ich stets gespannt auf jeden neuen “Carpenter”, wurde dabei dann aber häufig enttäuscht.

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