Folge 146 - Tolerant für eine Woche

Hier kann darüber diskutiert werden!

Interessant das so getan wird als wenn Tolenrant sein ausschließlich was tolles ist.
Für mich ist es oft sehr negativ behaftet. Wenn Leute zu tolerant sind ist das doch nichts tolles. Eher vergleichbar mit Gleichgültigkeit oder so.

Hey da wird ne Frau vergewaltigt. Ach reg dich nicht auf sei mal lieber etwas toleranter.
Warum was verändern? Wir sind lieber tolerant.

Erinnert mich an dieses Lied. Vielleicht ist für mich tolerant sein gerade wegen diesem Lied so negativ behaftet?!

Toleranz bedeutet, dass man etwas akzeptiert, was man aber eigentlich nicht gut heißt/nicht mag.
Die ARD sagt also, dass sie z.B. Homosexualität schlecht findet, aber niemandem verurteilen will, der homosexuell ist. Hut ab!

[QUOTE=schessman;386708]Toleranz bedeutet, dass man etwas akzeptiert, was man aber eigentlich nicht gut heißt/nicht mag.[/QUOTE]

Genau genommen akzeptiert man es gerade nicht - man duldet oder erträgt es. Oder wie Harald Schmidt in einem seiner Programme einmal Toleranz definierte: “das sehr laue Gefühlsgemisch aus Ekel, Verachtung und Mitleid”

[QUOTE=schessman;386708]Die ARD sagt also, dass sie z.B. Homosexualität schlecht findet, aber niemandem verurteilen will, der homosexuell ist. Hut ab![/QUOTE]

Das ist zumindest eine der möglichen Interpretationen - und wohl auch die, die am nächsten an der Wortherkunft dran ist.

Allerdings bin ich mir bei den meisten Leuten (also auch den Planern der Themenwoche), die das Wort Toleranz benutzen, nicht sicher, ob sie nicht eigentlich etwas positiveres meinen. Also schon eher in Richtung Akzeptanz.

Wobei dann eigentlich immer, wenn ich gerade an das psoitive im Menschen zu glauben beginne, einer kommt und mit erzählt wie schlimm er etwas findet - aber “man ist ja tolerant”. Vielleicht gehören die Planer der Themenwoche auch zu dieser Gruppe…

Um dies loszuwerden, unterbreche ich das Schauen der Folge:

Lieber Holger, dieser Beitrag ist absolut erstklassig. Ich möchte mich vollumfänglich anschließen.

Und hier gilt besonders: [B]Dafür zahl’ ich![/B]

Später äußere ich mich noch einmal genauer und gehe auf die Thematik ein, erstmal will ich aber die FKTV-Folge zuendegucken.

[QUOTE=B. Snakebite;386716]Genau genommen akzeptiert man es gerade nicht - man duldet oder erträgt es. Oder wie Harald Schmidt in einem seiner Programme einmal Toleranz definierte: “das sehr laue Gefühlsgemisch aus Ekel, Verachtung und Mitleid”[/QUOTE]

Ja, okay. “Dulden” ist das treffendere Wort. Aber ich meinte das auch so. Wie die ARD: Sie hat auch das falsche Wort gewählt für einen Sachverhalt.

Wobei ich damit keine Sprach-Diskussion anfangen wollte - und ich hoffe mal, dass du darauf auch keinen Wert legst :wink:

Nur habe ich - als Teil einer der bei der Themenwoche angesprochenen Randgruppen - den Unterschied zwischen „hingenommen“ werden und „angenommen“ werden schon persönlich erlebt. Da wird man manchmal etwas sensibel :wink:

Nein :wink:

Okay, ist toleriert :wink:

Reptiloiden werden nicht toleriert wg der NWO! Selbst schuld :cool:

Ich gehöre noch zu ein paar anderen Randgruppen - ich find schon ne Möglichkeit toleriert zu werden :wink:

Ja die ARD meint 100%ig Akzeptanz und nicht “nur” Toleranz. Obwohl beide Begriffe bei den meisten Mitmenschen recht nah bei einander liegen. Dennoch sollte das bei einem Sender wie der ARD durchaus unterschieden werden. Ich verstehe auch nicht, warum man immer Toleranz als Begriff nimmt, wo Akzeptanz genauso gut klingt und das auch kein Wort ist, was man selten hört.

[QUOTE=schessman;386708]Toleranz bedeutet, dass man etwas akzeptiert, was man aber eigentlich nicht gut heißt/nicht mag.
Die ARD sagt also, dass sie z.B. Homosexualität schlecht findet, aber niemandem verurteilen will, der homosexuell ist. Hut ab![/QUOTE]

Das Wort „Toleranz“ hat vermutl. einen ebensolchen Bedeutungswandel hinter sich wie „evakuieren“ oder „geil“.

Früher hieß „Toleranz“ „dulden“ und heute heißt „Toleranz“ „toll finden“. (TOLLeranz :wink: )

Ein Bedeutungswandel von Toleranz ist klar zu erkennen:

Synonyme zu Toleranz
Aufgeklärtheit, Aufgeschlossenheit, Duldsamkeit, Entgegenkommen, Freizügigkeit, Großmut, Großmütigkeit, Liberalität, Menschlichkeit, Nachsicht, Offenheit, Verständnis, Vorurteilsfreiheit, Vorurteilslosigkeit; (bildungssprachlich) Humanität, Indulgenz, Konnivenz

Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Toleranz

Mit “Toll finden” hat das aber nicht unbedingt etwas zu tun.

Und bevor jemand meckert: Bedeutungsänderungen sind völlig normal.

Edit: Ganz tolles Beispiel:
“toll” bedeutet ursprünglich töricht sein, einfältig sein. Dann bedeutete es “verrückt” (Tollhaus, Tollwut). Und seit längerer Zeit ist es nun ein positives Adjektiv, während die Fähigkeit zur Bildung eines Kompositums verloren geht.

Während Holger mal wieder sinnbefreit lospoltert… Gabs nicht schon mal so einen Beitrag? Zeit die Themenwoche mal wieder einen vollen Erfolg, bei den Facebook kommentaren der rechtsdrehenden Joghurtkulturen des “Tierschutzes” sieht man mal was für gefährliche asoziale Elemente mittlerweile Deutschland und das Internetz bevölkern. Gäb es doch nur einen IQ Test fürs Internet…


YouFM ist scheinbar bemüht die ganzen “Vergasen” und schlimmeren kommentare wenigstens halbwegs zu Entfernen, die Themenwoche ist defintiv(!) ein Erfolg, und ich gebe lieber meine GEZ Gebühren dafür aus als für irgendwelche dummen Serien…

Tja, wir lassen Tiere vergasen, schreddern, schächten, vereitern, sich gegenseitig zu Tode trampeln, sich gegenseitig fressen, köpfen, ohne Narkose kastrieren und noch viel schlimmeres…aber beim ficken…da hört des Spaß auf. :ugly

Bring mal das Argument “Fragt man Tiere eigentlich ob sie gefressen werden wollen” dann biste gleich schlimmer als Putin :ugly

Toleranz bzw. Akzeptanz bedeutet für mich, dass solche Dinge [B]nicht mehr erwähnenswert[/B] sind. Das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen meint aber, dazu eine ganze Themenwoche bringen zu müssen. Aber das ist natürlich auch kein Wunder. Wir leben schließlich in einem Land, in dem die Tatsache, dass z. B. Bahnhof soundso “jetzt barrierefrei ist” oder ausgebaut wird usw., als erwähnenswert in der Presse angesehen wird. In anderen Ländern, z. B. USA, ist es selbstverständlich, dass Rollstuhlfahrer sich wie gesunde Menschen ohne besondere Hilfe in der Öffentlichkeit bewegen können.

Dass du ausgerechnet die USA als Positivbeispiel erwähnst. Ich sage nur Rassendiskriminierung, Islam-Diskriminierung, Prüderie bei sexuellen Themen …

[QUOTE=hurlbrink;386899]Dass du ausgerechnet die USA als Positivbeispiel erwähnst.[/QUOTE]

Was die Integration von körperlich beeinträchtigten Menschen betrifft, sind die USA ein Positivbeispiel.

Ich schaue ab und zu WDR und ich sah die Ankündigung.

Ich dachte nur, Wollen die mich verarschen???!!

Danke Holger für den erstklassigen Bericht!!