Interessant, dass niemand von den ganzen Brüggemanns und Wunders für das Projekt verantwortlich sein will. Scheinbar haben auch einige von den Schauspielern nicht gewusst, worauf sie sich genau einlassen. Behaupten sie nun jedenfalls.
Ist das Sächsisch? Laut Wikipedia kommt sie aus BW. Das Erotische kommt wohl eher durch ihr kratziges Gehauche.
Wie hat das eigentlich funktioniert, dass man ohne weiteres binnen weniger Minuten jemanden öffentlich dazu bringen kann seine Meinung zu revidieren und sich für seine Meinung zu entschuldigen?
Unter den Voraussetzungen könnte man auch in China die Meinungsfreiheit einführen.
Ich finde, der hat sich in dem Interview mit NTV sehr klar und souverän geäußert:
Dort spricht er übrigens einen wichtigen Punkt an, der bisher von vielen „Privilegieeeeerrrt!!!“-Kritikern der #allesdichtmachen-Kampagne (aber auch von Journalisten) gern unterschlagen wurde:
Es sind zu einem Drittel Promis, zu einem Drittel Leute, die zwar noch arbeiten, die aber keine Stars sind, und zu einem Drittel Schauspieler, die kein Schwein kennt, die noch am Anfang stehen. Die meisten von ihnen kommen gerade so durch.
„Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das Volk verloren sein. […] Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil sei es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschliesslich die Zukunft. […]"
Ich hab mich so genannt, weil a) Civitas fand, dass 4Lyn ne scheiß Band ist, und b) Eisenfunk vllt nach Nazi-Kram klingt, aber die Band nur so komisches Elektro-Geschrammel macht:
Ja, stimmt. Hitler war ein ziemlich überzeugter Nazi. Darf ich mein Avatar trotzdem behalten oder muss ich jetzt ein neues zeichnen? Und um was gings jetzt ursprünglich nochmal?
Neue Wendung: Youtube macht es Nutzern offenbar schwer, die Originalvideos zu finden. Wer nach „allesdichtmachen“ sucht, findet Berichte über die Kampagne oder Reuploads aber nicht den Originalkanal. Rechtliche Schritte sind angeblich schon eingeleitet:
@BrainFister Du weißt, ich habe nur einen IQ von 96, kannst du mir erklären, woran genau diese Atmungssache nun geschickte satirische Kritik ist?
Übrigens könnte man auch einfach mal dankbar dafür sein, dass der Staat einen auch davor schützt, für seine Asozialität echte Konsequenzen zu erfahren.
„Feminismus“ ist nicht „Gleichberechtigung (von Mann und Frau)“ und umgekehrt.
Man braucht ja keine zwei Begriffe für etwas, was 100 %ig das Gleiche wäre.
Es ist klar, dass es einen Teil der Feministinnen gibt, die auch das Ziel „Gleichberechtigung“ haben - d. h. es gibt eine undefinierte Schnittmenge - aber das ist was anderes.
Nebenbei wäre „Feminismus“ ein äußerst diskriminierender und auch sexistischer Ausdruck, wenn man damit „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ meint.
Diesbezüglich ist auch interessant, dass im Brockhaus-Eintrag „Feminismus“ das Wort „Gleichberechtigung“ nicht auftaucht - dafür aber viele andere Eigenschaften, die je nach Jahrzehnt differenzieren.
Kleiner Auszug aus dem Artikel
…Seit Beginn der 1980er-Jahre traten Teile der feministischen Bewegung v. a. in der Bundesrepublik Deutschland den Rückzug in eine »neue Innerlichkeit« an. Damit einher ging die Formulierung eines »neuen« Weiblichkeitsmythos, der Mutterschaft, Körper, Natur und Gefühl ins Zentrum der weiblichen Identität stellte, zum Teil verbunden mit der radikalen Abwertung »männlicher« Denkstrukturen, d. h. Rationalität und Wissenschaft, denen eine weibliche, an Mystik, Magie, Astrologie und Esoterik ausgerichtete »feministische Spiritualität« entgegengesetzt wurde. Diese Tendenzen zogen scharfe Kritik auch von feministischer Seite auf sich. Angeregt durch die Thesen Judith Butlers (»Gender trouble«, 1990; deutsch »Das Unbehagen der Geschlechter«) sowie durch neuere Studien zu »Männlichkeit« hat sich die feministische Theorie seit den 1990er-Jahren der Genderforschung zugewandt. Dabei wird zum einen hervorgehoben, dass nur der Blick auf das Geschlechterverhältnis – und nicht der isolierte Blick auf »die« Frau und »den« Mann – eine adäquate Analyse der Lebensrealitäten ermöglichen kann. …
Persönliche Anmerkung:
Bei dem ganzen Wikipedia-Hickhack ist mir das Angebot vom Brockhaus inzwischen häufig lieber. Gerade beim Blick auf die Änderungshistorie beim Feminismus-Eintrag wurde mir bei 2.000 Änderungen seit dem 27.09.2009 schwindelig. Und die Liste geht noch weiter…
Immer, wenn ich sowas wie die Ticktack-Mädels sehe, weiß ich, dass es uns verdammt gut geht. Das sind selbst herbeigeredete Luxusprobleme von Millenials, die sowohl unendlich satt als auch unendlich selbstgefällig sind. Solange sonst nichts falsch läuft, ist alles okay.
Da kann man in der Tat nur spekulieren.
Ich vermute, dass dies mitunter lediglich die Sorge ums eigene Portemonnaie ist.
Ich für meinen Teil bin nur diese „Ich habe es doch nicht so gemeint!“-Entschuldigungen müde.
Wenn es „Ich habe es anders gemeint!“-Erklärbäräußerungen wären würde ich ja nix sagen.
Sind Youtube & Internetinteraktion noch so großes Neuland für Medienschaffende, dass sie sich nicht vorher über mögliche Reaktionen bewusst sind?
Oh, dass kann ich zumindest für mich beantworten: Weil es irre ist anzunehmen, dass Sprachanpassungen irgendwas an Dingen wie Diskriminierung oder Ungleichbehandlung ändern würden.
Wenn eine genderneutrale Sprache tatsächlich was bringen würde, dann wäre die Türkei ein Musterbeispiel für Frauenrechte.
Ich drücke es mal so aus:
Deans Beitrag hat mich nur darin bestätigt, dass das Nichtvorhandensein meines Tiktok-Accounts keine schlechte Idee darstellt.
Ich kann ja auf die nächste Sau, die durchs Dorf gejagt wird, warten. Vielleicht habe ich dann mehr Sprit.
In diesem Sinne: Oink!
Ich verliebe mich gerade in Dietrich Brüggemann. Hier ein genialer satirischer Text von ihm, in dem er die Entwicklungen der kommenden Monate und Jahre skizziert:
Lt. Ben Becker hat seine Schwester Meret, Teilnehmerin bei #allesdichtmachen, Morddrohungen erhalten. Dies noch als Baustein zur Erklärung der Frage, warum Videos zurückgezogen werden.
Okay, das ist wirklich gut. Ich werde mir folgenden Satz klauen: „Bei Maischberger wird diskutiert, warum diese gute Nachricht in Wirklichkeit eine schlechte Nachricht ist.“
Meine Güte, da wir ja jetzt alle wissen, dass das keine kritische Kunst-Aktion gegen Politik und Maßnahmen war, sondern man nur den Mob triggern wollte, können wir das Thema auch langsam zu Grabe tragen.