Ist das diese Frau, deren Comedy-Rolle daraus besteht, eine penetrante Klischee-Oberlehrerin zu spielen, die ständig bemüht lustig sein will, aber eigentlich immer nur „Du, du, du!“ sagt?
Ah ja? Das ist ein Wendehals. Siehe seine Videos über karakaya Talk und Rassismus. Da hat er Karakaya als F**** beschimpft und sich empört über die Rasiismusbetroffenen.
Hier der Link. leider hat er das 1. Video gelöscht mit seinen Beschimpfungen. https://www.youtube.com/watch?v=ibcoGezHFaU&t=148s
Uh. Glaubst du ich nicht? Ich lese täglich drei Zeitungen, mehrere Wochenmagazine und mehr. Wir berichten zwar weniger, daher das liegt daran, dass ich mit Expertise einhole. Klar hätte ich im Affekt etwas zu „In letzter Instant“ machen können, aber letztendlich habe ich - durch mg - auch erst gemerkt, dass eine eine Wiederholung war.
Ich verarbeite diese ganzen Informationen durch wandern. Ich würde aber nie auf die kommen, meinen Beruf auf schwer oder kompliziert einzustufen. Seien wir ehrlich: mein Beruf ist kinderleicht - vielleicht auf meiner Sicht. Ich kann jeden Tag aus 20 Themen auswählen. Manchmal nehme ich Boulevard, weil man diverse Agenturen glücklich stimmen will und Leser halten möchte, manchmal wollen wir Debatten anstoßen.
Wie gesagt, ich würde mich nicht so hinstellen wie Anne Will. An ihrer Stelle sage ich „danke, für das Feedback“ und würde zu meiner Redaktion sagen: Lasst und über ins hinaus wachsen.
Also mich drängt es ein kleines Statement in die Welt hinaus zu posaunen: Wenn ich zukünftig von „Zigeunern“ spreche, dann meine ich explizit keine Sinti oder Roma.
Natürlich assoziiere ich auch keinesfalls leckere Lebensmittel mit diesen zwei Bevölkerungsgruppen.
Diese Ehre wird dann halt anderen zu Teil.
Ich finde Gottschalk hat da recht gut formuliert wie jemand, der die aktuellen Diskussionen zwar nicht unbedingt nachvollziehen kann und oft übertrieben findet, dennoch vernünftig und rücksichtsvoll damit umgehen kann:
„Ich werde gewisse Begriffe nicht mehr benutzen und diese nicht zähneknirschend vermeiden, weil es die Political Correctness verbietet, sondern weil einem Menschen mit meiner Eloquenz unzählige Worte zur Verfügung stehen, die weder missverständlich sind noch aus einer Denkschule kommen, die ausgedacht hat.“
Eine der wesentlichen Erkenntnisse, nämlich, dass Aussagen nicht rassistisch gemeint sein müssen, um rassistisch zu sein, ist ihm aber noch nicht gewahr geworden.
Entschuldigen will sich Gottschalk, anders als die Talkgäste Micky Beisenherz und Janine Kunze, Moderator Steffen Hallaschka oder der WDR, übrigens nicht – nichts von ihm sei schließlich verletzend oder gar bösartig gemeint gewesen.
Aber, was mich viel mehr verwundert, ist die Tatsache, dass die ganze öffentliche Debatte der letzten Jahre scheinbar an Gottschalk (und den anderen) vorbei gegangen ist. Gottschalk lebt vermutlich in seiner ganz eigenen Bubble. Aber zumindest Beisenherz müsste doch wissen, wie die Öffentlichkeit und das Internet funktionieren.