Folge 124: WDR-Talkshow rassistisch? - Kopfschütteln über Urheberrechtsreform

Wer nicht?

Vorallem, wenn man bedenkt, dass er sich intensiv mit derlei(!) Themen beschäftigt hat.
Auszüge (dieser wirklich sehenswerten kleinen Serie):

Und dann gab es natürlich noch das hier:

:wink:

Etwas, was nicht nicht rassistisch gemeint ist, ist nicht rassistisch.
Es kann höchstens vom Empfänger der Botschaft als rassistisch empfunden werden. Das heißt aber auch nicht automatisch, dass es auch rassistisch ist.

Mitunter wird vergessen, dass das Wesen des „Rassismus“ nicht nur durch das genutzte Wort sondern auch durch die Haltung selbst einer „besseren/höherwertigen Rasse“ anzugehören - und damit diskriminierend zu sein - definiert wird.
(Aber bei solchen Feinheiten redet man sich gegenüber der „Wortverbieterfranktion“ den Mund fusselig!)

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In dem Falle zitiere ich einfach mal Rüdiger Bierhorst frei: „Du meinst das sicher nicht böse, aber leider ernst.“

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Ich kapiere nicht, worauf der Vergleich abzielt, ich stehe ja nicht auf deren Seite. :thinking: Also nein, deren Forderungen spielen heute kaum noch eine Rolle. Und so wird es eben irgendwann denjenigen gehen, die gegen gendergerechte Sprache anstrampeln. Das war meine Botschaft.

Das ist sooo auf vielen Ebenen falsch… :frowning_face:

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Darf mir jede einzelne dieser Ebenen egal sein? :innocent:

Weil Du es so definierst und so haben willst - nur bist Du nicht die maßgebende Instanz, die das zu definieren hat.
Es ist Ausdruck der Narrtei, dass die Nutzung oder Nennung eines Wortes diskriminierend sei und nicht der Mensch bzw. dessen Absicht, die er verfolgt.
Ergo: Du machst es Dir viel zu einfach und bequem.

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Einfach nur beschämend und traurig.

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Ich behaupte mal, die Menschen wissen nicht, dass das rassistisch sein könnte. Denn die meisten Leute haben einen harten Job, lesen nicht den Spiegel oder manchen sich großartig Gedanken. Die meisten Menschen versuchen irgendwie den Tag zu überleben.

Das ist dieser Artikel wirklich. Noch deutlicher kann man kaum seinen akademischen Elfenbeinturm dokumentieren als diese Dame aus Portugal, die mir die Bedeutung von Worten aus meiner Muttersprache im Mund herumzudrehen versucht. Erbärmlich.

Kommentar korrigiert.

Und manche würden das gerne tun, ohne tagtäglich rassistisch (oder anderweitig) diskriminiert und beleidigt zu werden.

Unwichtiger Hinweis

Eigentlich wollte ich jetzt in einen Zynismus abdriften, weil man dein Posting so schön sezieren und dadurch Denkfehler /-muster darstellen kann, aber das würde einem Vorführen gleichkommen und steht mir allein schon deswegen nicht zu. Du bist nicht mein Feind; der steht rechts und lacht sich ins Fäustchen!

Darüber hinaus:

Und zuletzt:
Es wäre nunmal eben schön gewesen, wenn Holger jemanden zur Gast gehabt hätte, der sich mit dem Themenkomplex Rassismus und Diskriminierung professionell beschäftigt. An anderer Stelle sprach er allerdings davon, dass er Schwierigkeiten dabei habe, genau solche Leute für ein Interview zu gewinnen.

Nein, da widerspreche ich dir. Damit unterstellst ja, dass alle Menschen als potenzielle Rassisten geboren werden. Es gibt Kinder, die einfach aufgrund von Filmen Cowboy und Indianer spielen. Mit der Korrektur meiner Meinung sagst du ja aus, dass sich die Kinder ja grundsätzlich Rassisten sind.

Es wäre auch mal in dieser ganzen Debatte mal interessant zu erfahren, ob man sich nur wieder für das Internet echauffiert, oder ob man auch tatsächlich das Gespräch gesucht wird. Vielleicht ist es einfach bei einem gesellschaftlichen Teil einfach noch nicht angekommen, weil man stets andere Dinge zu tun hat.

ABER: Rassismus „geht nicht weg“, weil man Wörter verbietet. Ein Rassist bleibt ein Rassist. Unsere Denkansätze sind oftmals zu kurz. Genauso wie die Debatte um abgehängte Ossis. Ein Beispiel ist hier das doch Fernsehen. Die einzigen Einblick in schwarzes Leben bekommt man fast nur bei VOX und seinen „4 Hochzeiten“. Wie viele Figuren in Serien sind tatsächlich real abgebildet. In Krimis sind Schwarze ohnehin meist nur perfekt integrierte Deutsche. Ich bin da sehr auf die UFA-Kampagne gespannt, um mehr Diversität in Filme und Serien zu bringen.

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Du meinst wahrscheinlich „verbietet“? Das behaupte ich auch nicht, aber dem Rassismus wird weiterer Nährboden entzogen. Derlei Wörter nicht zu benutzen, sich nicht zu eigen zu machen, ist das Mindeste, was man tun kann, um Stellung gegen Rassismus zu beziehen; wirklich das Mindeste.

Glücklicherweise stimmt das nicht.

Sorry, aber diese Argumentation halte ich für nicht stichhaltig. Du kannst natürlich diese Wörter aus dem Vokabular streichen, spätestens in einigen Jahrzehnten erkennst du aber die „neuen“ Rassisten nicht mehr, weil sie sich die derzeitige Sprache angepasst haben. Rassismus bekämpft man mit Integration, mit der Verhinderung von Parallelgesellschaften und Austausch der Menschen. Und nicht mit dem Verbieten von Wörtern.

Und natürlich bleibt ein Rassist ein Rassist. Nehmen wir doch einfach mal die AfD oder auch die Corona-Schwurbler. Es ist doch legitim, dass ein Mensch sagen kann, dass er die Einwanderung von Afrikanern oder Nahostlern nicht möchte. Das kann mehrere Gründe haben. Z.B. dass diese Menschen so froh sind, hier arbeiten zu dürfen, dass sie mehr als sie dürfen ausgebeutet werden. Sie schwächen gewisse Systeme, weil sie mit Gewerkschaften nicht vertraut sind. Und die Arbeitgeber sind froh, dass sie willige Leute haben, die nicht wegen jedem Problemchen die Gewerkschaft auf die Firma hetzen. Würdest du das als Rassismus bezeichnen? Begründe das und warum sollst du es entscheiden, dass es Rassistisch ist. Müssen es die angesprochenen Personen als rassistisch einstufen oder brauchen wir eine übergeordnete Stelle, die Rassismus bewertet. Wer soll das sein?

Oder ist es erst Rassismus, wenn die Sprache härter wird? Also wenn die AfD davon spricht, man müsse auf Flüchtlinge schießen oder diese „entsorgen“.

Bei dieser gesamten Situation wird immer in Extremen gedacht, doch dies kann man nicht so gelten lassen, weil es zahlreiche Menschen sind, die weder schwarz oder weiß (in Sinne des Denkens - nicht der Hautfarbe) sind. Es gibt zwischen diesen Farben aber zahlreiche weitere Farben und der Bäckerverkäufer, der Mohrenkopfbrötchen verkauft, macht entsprechend einen sprachlichen Fehler, aber ohne rassistischen Hintergrund. Genauso wie wir hier alle mit Sicherheit übereinstimmen, dass weder Anke Engelke, noch Bernhard Hoecker, noch die gesamte Besetzung von „In letzter Instand“ wirkliche Rassisten sind.

Wir wissen nicht mal, ob das rassistisch ist, was dort angesprochen wurde. Denn im Internet zählt sowieso nur noch eine Echauffierierungssgesellschaft. Wer am lautesten schreit, bekommt heutzutage recht. Wo sind die gesamten Fernsehräte, die aus verschiedenen Gruppen zusammen gestellt sind? Gibt es umfangreiche Umfragen? Wie viele Menschen haben sich im Internet überhaupt darüber beschwert, die wirklich aus dieser Gruppe kommen? Und woran liegt das, das ein Teil dieser Menschen sich nicht repräsentiert fühlt? Weder beim WDR; noch in Parteien. Wir sollten bei dieser gesamten Debatte auch mal überlegen, warum zahlreiche türkischen Familien Satellitenschüssel haben, wir Angebote für Blinde und Taube haben - aber GAR NICHTS für türkische, russische oder andere Nationalitäten.

Integration ist kein leichtes Unterfangen - aber zum Glück haben wir teilweise solche Missstände aus den Parisern Vororten nicht. Griechen, Türken, Italiener sind doch schon passabel integriert, ein Jerome Boateng tut der Nationalmannschaft gut, weil der Rassist vielleicht merkt, dass er von einem Schwarzen zum Titel geschossen wurde.

Du schreibst manchmal Dinge, die du höchstwahrscheinlich nicht einmal böse / verletzend meintst, die aber davon zeugen, dass du selbst nie wirklich Rassismus / Diskriminierung erfahren hast / haben kannst. Das freut mich für dich!
Allerdings stelle ich fest, dass mir dazu nur noch zynische Kommentare einfallen würden, die eine Diskussion nachhaltig vergiften und daher nicht förderlich sein würden.
Nur noch ganz schnell:
Hoeckers Blackfacing war rassistisch, aber nicht rassistisch gemeint.
Die Intention war nicht, rassistische Stereotype zu verbreiten, sondern eine prominente Person möglichst so darzustellen, dass der Schauspieler als eben diese Person erkannt wird, die er persifliert; gleiches haben bereits Kalkofe oder Hoeckers ehemalige Switch-Kollegin Susanne Pätzold (als Shary Reeves) gemacht. Der Punkt ist allerdings, dass diese Persiflagen sogar besser funktioniert hätten, wenn die Rollen von PoC gespielt worden wären.

edit:

Jäger sind wegen dem Wort Jäger niemals stigmatisiert worden, und auch nicht annähernd in der weise diskriminiert worden wie Sinti und Roma. Insofern ist es einfach ein dummer Vergleich. Es gibt zwar Militante Tierschützer, die ein Problem mit Jägern haben. Trotzdem haben Jäger niemals einen Rassismus erlebt, wie ihn Sinti und Roma erlebt haben.

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Schade, dass du einige meiner Fragen nicht beantwortet hast. Ich folge deinem Beispiel, also darf nur eine bestimmte Person des gleichen Geschlechts und Herkunft eine Person parodieren? Und der Autor? Muss er dieser Argumentation folgen? Oder dem Chefredakteur der Sendung? Hoecker ist in seiner Funktion ein Schauspieler und dies ist sein Job. Folge ich deiner Logik, darf ich keinen guten Schauspieler, der Deutscher ist, einen temperamentvollen Italiener sprechen kann. Das alte Apu-Problem der Simpsons.

Wenn der weiße privilegierte Mann auf den Tisch haut, dann hat das ja auch zu reichen.

Weil eine PoC automatisch lustiger ist als Hoecker mit schwarz angemalten Gesicht?