Folge 116: Shlomo über seine Zeit im Gefängnis

Wenn du doch nur einen Juristen in deinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis kennen würdest, der dir da weiterhelfen kann. Ich meine mich erinnern zu können, dass es da einen gibt. Ich glaube sein Name fängt mit O an. Oskar, Otto, Olaf… ich komme gerade nicht drauf. Hilf mir mal! :wink:

sehr sehr schade, leider ein vollkommen verschenktes Interview ohne eine kritische Einordnung oder nachhaken…

Wo hättest du dir denn mehr nachhaken gewünscht?

Eine „kritische Einordnung“ muss schon im eigenen Schädel passieren - das darf nicht vorgekaut werden. Im Prinzip genau das Problem, was die ÖR Nachrichtensendungen anfangen zu forcieren.

Für diese kritische Einordnung müssen aber auch möglichst viele unabhängige Informationen zur Verfügung stehen - was hier nicht der Fall sein kann.

Wir haben Shlomos Aussage - und die muss man erst mal so stehen lassen, wenn man jetzt nicht selbst weiter recherchieren kann oder möchte. Für mich persönlich ist das Thema nicht wichtig genug, um da viel weitere Recherchearbeit rein zu stecken.

Einzig klar - zumindest für mich - ist, dass Shlomo Fehler gemacht hat, die ihn erst in diese Situation gebracht haben, was er ja auch selbst erkannt hat.

…in wie weit das von den Behörden was Persönliches war oder generell eine „unheilige Tendenz zu übertriebenen Maßnahmen“ ist - man bedenke da auch die Hausdurchsuchung wegen einem von einem Rentner geteiltem Meme - …ich würde da eher auf Letzteres tippen.

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Also nichts, da bin ich dabei.

Radikalisiert? Man kann auch sagen, er bekommt täglich Beweise dafür, dass seine Beoabachtungen korrekt sind und seine politische Meinung gefestigt wird. Das ist völlig legitim. Der Sprech der „andrern“ Seite ist deutlich härter und war es auch früher schon. Daher, wer austeilt muss auch einstecken können. Warum es nicht geht, wenn eine andere politische Richtung an die Macht kommt, der jetzigen Richtung mal zu zeigen wie schön es ist ausgegrenzt, unwürdig und antidemokrartisch behadelt zu werden, verstehe ich gar nicht.

Gut so! Genau dass, ist es was diese Selbstverständlichkeit der „anderen Seite“ braucht, um mal wieder ein bisschen Realität schnuppern zu können. Harte Diskussion mit Argumenten. Damit sind 90% der Verfechter der „anderen Seite“ raus. Von dir habe ich auch noch keine Argumente gehört, ausser das Schlomo nicht deiner Richtung entspricht und deswegen hart angegenagen werden soll. Merkste was?

Angesichts der Tatsache, dass es sehr wahrscheinlich nichtmal einen Prozess gegeben hätte, wenn Schlomo sich nicht so „dusselig“ angestellt hätte und einen Anwalt eingeschaltet hätte und ihm seine gerichtliche Post, so verstehe ich es, von seiner ex Freundinn vorenthalten geworden wäre … Merkste selber, ne?

Ja! Absolut. Allerdings gehe ich davon aus, dass es neue Prozesse geben wird, wenn Schlomo irgendwen verleumdet. Es gibt da genug Leute die auf der Lauer liegen und ihm ALLES vorwerfen werden was eben geht. Dafür, findet man echt wenig …

Ja. Und hier hat Holger sehr genau nachgefragt und dies auch wunderbar herrausgestellt. Die Kritik, Holger sei hier nicht „hartnäckig“ oder „hart“ genug Vorgegangen, sollen hier erstmal sagen wogegen denn. Shlomo hat ausser etwas dusselig zu sein, nichts getan, was verboten wäre.

Und ich kann da immer wieder nur fragen, was wäre mit einem Rechtsbeistand von Anfang an passiert? Nichts, gar nichts, oder?

Nein, hat er nicht. Er hat sich nicht gegen die Vorwürfe solcher verteidigt, wenn ich das richtig verstehe.

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Eigentlich genau das Gegenteil.
Der Spruch war Jesu Antwort auf die Frage, ob man denn Steuern zahlen solle.

Der komplette Text im Kontext:

20 Und sie [die obersten Priester & Schriftgelehrten] lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern könnten.
21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst.
22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht?
23 Da er aber ihre Arglist erkannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich?
24 Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie aber antworteten und sprachen: Des Kaisers.
25 Er aber sagte ihnen: So gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
26 Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen vor dem Volk; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen.

Im Prinzip auch schon die erste Anweisung Kirche und Staat getrennt zu halten. Hat ja in der Historie des römischen Katholizismus „nicht ganz so gut“ geklappt. :ugly:

Soweit das Wort zum Sonntag am Mittwoch. :wink:

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Aber hier in der Realtität sind wir uns einig, dass man Schlomo, neben der Dusseligkeit, nichts vorwerfen kann, rechtlich wie privat, weil die Vorwürfe gegen ihn nicht geprfüft, sondern wegen schlechter bzw. fehlender Verteidigung quasi durchgewunken wurden?

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Hatte mir jetzt erst mal Picco angeschaut, danke für die Filmempfehlung. Echt ein heftiger Film, sogar für mich. Das Interview höre ich mir bestimmt auch noch weiter an.

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Ich muss zugeben, dass ich mich mit Mitte 40 auch mit hoher Netzaffinität irgendwie zu alt für die Youtuber-Beef-Szene fühle. Und die Bubbles, in denen es um plakative Meinungs-Darstellung geht, halte ich für lächerlich bis gefährlich.
Insofern bin ich eigentlich sehr dankbar für jemanden wie @Fernsehkritiker, der nach „alter Schule“ versucht, sich an Sachinformationen und logisch-neutraler Einordnung zu orientieren. Das hatte zwar schon immer Grenzen, aber genau die sind es ja, die dank „Haltung“ immer weniger beachtet / geschätzt werden.

Daher finde ich es auch sehr gut, dass Shlomo hier zu Wort kommt, begleitet von Holger, um seine Sicht der Dinge darzustellen. Iudex non calculat ist ja ein Standardspruch in der Justiz, sodass man Strafen nicht ohne Weiteres gegen eine Schwere des Verbrechens aufrechnen kann.

Wenn man sich Positionen von Shlomo so durchsieht (ich wusste bis jetzt wenig über ihn, Honigwabe usw., nur vom Hörensagen), dann ist er mir persönlich mit seiner AfD-Nähe schon extrem suspekt und seine Islamkritik ist natürlich sehr drastisch.

Gleichwohl finde ich es sehr traurig, dass man sich in politischen Kontroversen heute schon mit so etwas zurückhalten muss. Insbesondere wenn man Reichweite aufgebaut hat, ist es ja ein Zeichen dafür, dass man als interessant / nachdenkenswert wahrgenommen wird.
Den Islam, und insbesondere die Elemente, die gewalttätig reagieren, wenn man ihr heiliges Büchlein verbrennt, halte ich selbst für nicht vereinbar mit unserer FDGO. Das schließt auch den Umgang vor allem linker politischer Kräfte mit ein, die ihm nicht nur kritiklos gegenüberstehen, sondern Kritiker aktiv bekämpfen, mit rechtsstaatlich oft nicht sauberen Mitteln.

Ob das hier der Fall war, kann ich nicht beurteilen; in einer Satire diese Symbole zu zeigen, ist allerdings nichts, was in meinen Augen zur „Verhetzung“ geeignet ist. Böhmermann hat den Übertritt vom Satiriker zum Hardcoreaktivisten längst weit hinter sich gelassen. Er nutzt nun die sicher fließenden Gebührengelder für seine politischen (ebenfalls sehr fragwürdigen) Ziele. Es sieht für mich so aus als sei ihm das in diesem Fall gelungen.

TLDR: Besonders aufgefallen ist mir genau wie Holger aber der Gedanke, dass durch das öffentliche „Doxing“ mit Böhmermanns gebührenfinanzierter Reichweite der Mann wirklich in Lebensgefahr gebracht wurde!
Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden, bei dem Shlomo dazu auffordert, Moslems in Lager zu bringen und zu vernichten. Auch finde ich nichts, indem er eine Rasse/Ethnie über eine andere in Würde oder Wert stellt. Das sind für mich aber die Kennzeichen eines Rechtsradikalen in Abgrenzung zu einem extrem Konservativen. (Ebenso wie Enteignungsphantasien und staatliche Durchdringung von Wirtschaft, Alltag und Medien Linksextremismus von sozialdemokratischen Linken unterscheiden.)
Meiner bescheidenen Meinung nach hätte Shlomo hier allen Grund, seinerseits juristisch gegen Böhmermann vorzugehen.

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Ich muss sagen, dass ich entsetzt bin. Wegen so einem Müll, so eine „Verhaftung“ zu veranstalten, ist so unglaublich lächerlich, dass mir absolut die Worte fehlen. Was ist unter Faeser aus diesem Staat geworden. Ungeheuerlich.

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Es ist absolut unfassbar, dass wegen so einer ‚Lappalie‘ in Kauf genommen wird, dass der Sohn von Shlomo ein lebenslanges Trauma mit sich herumträgt.
Danke das Du ihn einfach frei sprechen gelassen hast, die Fragen dazu waren die richtigen.
Auch danke an die wertvolle Arbeit von Shlomo.

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Okay, ich bin mal neugierig. Welche „wertvolle Arbeit“ leistet Schlomo denn deiner Meinung nach?

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In der Tat. Die intellektuellen Flughöhe scheint doch sehr überschaubar. Trotzdem ist das doxing zu verurteilen und der Polizeieinsatz zu hinterfragen. Aber den „Skandal“ sehe ich darin nicht. Offensichtlich ist die Polizei von einer falschen Gefährdungslage ausgegangen, insofern wäre ein Statement der Polizei interessant gewesen. Tatsächlich passiert ist nichts.

Man sollte sich eher fragen, weshalb dieser Shlomo nicht in der Lage ist die Geldauflage zu zahlen bzw. sich um einen Anwalt zu kümmern. Er ist tatsächlich selbst schuld

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Guter Hinweis. Man sollte bei allem immer im Hinterkopf behalten: Wir kennen nur Shlomos Version der Ereignisse.

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Immerhin mehr als dein seltsames Format hier geleistet hat.

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Eigentlich einfach zu beantworten:
Es geht darum, einer großen Anzahl von Menschen, die zu Themen wie Islamisierung und Flüchtlingen eine Meinung haben, die in den Mainstreammedien nicht abgebildet oder zugelassen wird, eine mediale Heimat zu geben – einen Ort, an dem ihre Ansichten gehört werden, sie sich ernst genommen fühlen und sich nicht von vornherein als Ausgestoßene oder Unmenschen empfinden müssen.

Derselbe Grund warum NIUS auch so relativ erfolgreich ist.

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Beschreibst Du nicht gerade die Definition von Populismus?

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Wer soll da gefährdet gewesen sein? Und dass Shlomo Fehler gemacht hat, hat weder er selbst noch sein Umfeld bestritten. Groß zu „fragen“ braucht man sich da auch nichts mehr, weil er es nun mehrmals ausführlich erzählt hat. Die Frage ist, ob das Vorgehen der Behörden in irgendeinem Verhältnis zu dem steht, was Shlomo gemacht hat. „Er ist selbst schuld“ ist somit die unterkomplexeste Äußerung, die man dazu machen kann. Wenn jede unschöne, geschmacklose usw. Äußerung sowie eine versäumte Zahlfrist es rechtfertigt, dass jemand wie ein gefährlicher Schwerverbrecher behandelt wird, dann gute Nacht.

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Also es war ja wohl eine Geldstrafe mit Strafandrohung oä. Insofern war klar, dass der Knast droht, wenn er nicht zahlt. 2. Hat denn Holger oder irgendwer mal nach einem Statement der Staatsanwaltschaft gefragt ? Shlomo berichtet ja er und andere wäre telefonisch Überwacht worden, das geht ja auch nur mit richterlichem Beschluss und beim vorliegen strenger Voraussetzungen. § 100 StPO. Insofern muss es Anhaltspunkte für eine spezielle Gefährdungslage gegeben haben.