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Folge 110: Ken Jebsen baut 'ne Siedlung, Tik Tok und die Musik

Die Mediatheke Folge 110. Hier kann darüber diskutiert werden!

Ken Jebsen sammelt fleißig Spenden, um eine Art eigene abgeschottete Siedlung für seine Follower zu bauen - bahnt sich da endgültig eine Sekte an? Ein Sektenexperte nimmt dazu Stellung. Außerdem: Markus Lanz muss einfach gelobt werden, Posch und Lenßen nerven wieder am Nachmittag und Tik Tok nimmt Einfluss auf die deutschen Charts.

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Sehr gute Folge. Fand den Teil zu den jüngsten Entwicklungen rund um Ken Jebsen gut recherchiert und fundiert. Finde es ziemlich bedenklich in welche Richtung das bei Ken Jebsen und seinem Dunstkreis geht. Er hat ja auch alle Videos von seinem YT Account genommen. So war ja wenigstens noch der Blick der Öffentlichkeit drauf und man konnte entsprechend gegen argumentieren. Aber jetzt?

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Zur Jebsen-Arche:

Ein Staat im Staate… Radikale Abschottung… Ablehnung von Regierung und Polizei… Erschaffung eines neuen Menschenbildes… Moment, da war doch erst letztens was… Ach ja, die Liebig 34 in Berlin. Schauen wir uns doch mal an, wie die Polizei in diesem „Alternativstaat“ begrüßt wurde:


(ab 6:42 Minuten)

Ein Auszug aus dem Begrüßungs-Appell an die Polizei:
„Deutsche Polizisten, ihr habt euer Land verlassen, um in dieses feindliche Gebiet einzumarschieren. […] denkt an eure Familien. Friedrichshain wird euer Vietnam werden.“

Dieses zeitlich naheliegende Beispiel war dem Sektenexperten sicherlich gerade entfallen. Genauso wie alle anderen ähnlichen Beispiele aus der links-esoterischen Szene. :wink:

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Ich kann die heutige Folge erst später oder morgen kucken. Wollte nur anmerken: Ich hab den Lanzi schon vor vielen Jahren gelobt, als er ständig kritisiert wurde, und der Wagenknecht- Shitstorm war. Da hatte ich eine „Markus Lanz- Talkshow“ Fanseite auf FB. Das ging so ab damals. Als Mensch muss der Lanzi ein feiner Mensch sein. Habe schon etliche seiner Dokus gesehen, und diverse Interviews. Hat seinen Papa sehr früh verloren, das hat ihn traumatisiert. Und trotzdem, oder gerade deswegen, hat er doch ne tolle Karriere hingelegt. :slightly_smiling_face:

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Verstehe das Drama um Ken Jebsens Arche nicht unbedingt,er möchte mit gleichgesinnten eine relativ abgeschottete Siedlung gründen, ja und weida?
Sowas haben Menschen seit je her gemacht, so sind mal Länder und Kulturen entstanden.
Natürlich kann man immer wieder über die Ideologie dahinter diskutieren,in unserer Gesellschaft blühen aber wie Vorredner angesprochen haben viellerlei auch gefährliche Ideologien und Paralellgesellschaften.
Nur weil die politisch-ideologische Richtung einem gerade nicht passt sehe ich aber keine Grundlage diese Idee an sich als gefährlich zu brandmarken,dazu müsste man erstmal sehen was dort dann wirklich passiert.

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OT Traurige Nachrichten: https://www.sueddeutsche.de/kultur/sean-connery-tod-1.5100498

Rest in Peace Mr. Bond!

@BrainFister In der Tat, in Sachen Esoterik beißt sich die Schlange in den Schwanz: https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-mit-corona-leugnern-ins-kanzleramt-wenn-der-esoteriker-am-gruenen-kabinettstisch-sitzt_id_12421865.html

Loredana kenne ich in erster Linie dadurch, dass sie ein älteres Paar um mehrere hunderttausend Euro/Franken(?) betrogen hat: https://youtu.be/YgxlLjjyEkI

Scooter ist ist sowieso einer der großen Philosophen unserer Zeit mit „How much is the fish“ oder „Döp döp döp dödödöpdöp“ und „It’s nice to be important but it’s more important to be nice!“
Von „FBI Open Up“ empfehle ich die Deutsche Version :wink: https://youtu.be/gBPXY13AnIg

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Für den TIK TOK Scheiß bin ich auch zu alt.

Was Jebsen angeht kann man sich wirklich nur noch fragen woraus solche Ideen entspringen. Kann man noch weiter von der Realität weg sein? Wenigstens will er seinen Humbug jetzt hinter „verschlossenen“ Türen abhalten. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht wenn diese Leute alle auf einem Fleck sitzen, dann wissen wir wo sie sind und auch wir können das besser beobachten. :slight_smile:

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Dieser angebliche Sektenexperte gehört selbst einer Sekte an:

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Naja, ich glaube nicht daran, dass Jebsen jemals seinen Plan in die Tat umsetzen wird, aber ich glaube daran, dass ihm genug Leute Geld dafür geben :wink:

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Schöner Beitrag über TikTok @DeanStag - Ich verstehe jetzt zumindest ein bisschen mehr, wie sich das auf Musik auswirkt. Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie ich es nutzen kann ^^

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Netter Versuch! Matthias Pöhlmann wird in dem verlinkten Artikel nicht mal erwähnt. Aber wenn man sich ansieht, welche Foreneinträge du mit einem Herz makiert hast und auch selbst von Zensur sprichst, wenn KenFM und Oliver Janich der Saft auf Youtube abgedreht wird, dann weiß man, mit wem man es zu tun hat.

Lügen verbreiten ist eben eure Masche, aber immerhin ist diese Masche leicht zu durchschauen.

Und nochmal: Wenn Youtube deinen Kanal entfernt, sperrt oder sonst was damit macht, ist das keine Zensur. Das ist nichts anderes, als wenn ich dich aus meinem Haus schmeiße.

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Wie wäre es mit „gar nicht“? :wink:

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Google doch einfach mal nach Matthias Pöhlmann Skeptiker. :wink:

Habe ich. Ich konnte nichts finden. Aber bestimmt wirst du eine unseriöse Seite finden, die dich bestätigt. Ich warte solange…

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ok…

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Sag mir Bescheid und wir überfluten diese komische App mit betonbrautschen Ergüssen!

Jetzt erst recht, muhaha!

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Richtig. Aber wenn man den Zutritt in allen großen Häusern verweigert bekommt, ist es dann wirklich so unglaublich überraschend und skandalös, wenn irgendwann über den Bau eines eigenen Hauses nachgedacht wird? Was ist die Alternative? (Digitale) Obdachlosigkeit?

Über Jebsen an sich kann ich nicht viel sagen, da ich seine Arbeit nie verfolgt habe. Seine Feststellung, dass er und seine Gäste inzwischen Schwierigkeiten haben, Hotels u.a. Veranstaltungsorte zu finden, halte ich aber für durchaus zutreffend. Dass bestimmte Leute es zudem enorm schwer haben, auf großen Plattformen wie Youtube, Facebook oder Twitter ein Zuhause zu finden, ist inzwischen allgemein bekannt. Das trifft nicht nur stramme Nazis, sondern bspw. auch die Betreiber von Sendungen wie der „Honigwabe“, in der Holgi erst vor wenigen Monaten selbst zu Gast war.

Letztlich passiert durch dieses (linksfreundliche) Deplattforming nun genau das, wovor in diesem Zusammenhang schon seit Jahren immer wieder gewarnt wurde: Die dadurch verdrängten Personen/Gruppierungen radikalisieren sich zunehmend und wandern immer mehr in eine Randzone ab. Diese Randzone wiederum ist so weit weg von Staat und Gesellschaft, dass sich die begonnene Radikalisierung dort nur noch drastischer ausformen wird.

Nur stellt sich dann eben die Frage: Wer hat diese Leute an den radikalen Rand gedrängt? Für mich zeigt sich daran klar, dass Deplattforming keine echte Lösung bietet, sondern das Problem nur verschiebt - und auf lange Sicht sogar zu einer Verschlimmerung führt.

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Ich würde Jebsens Siedlungsprojekt nicht nur negativ bewerten. Wenn man so sehr auf Kriegsfuß mit der Mehrheitsgesellschaft steht, dass man ihr absolut nichts Positives mehr abgewinnen kann und grundsätzlich alles ablehnt, ist es doch besser, zu versuchen, den eigenen Lebensentwurf in die Realität umzusetzen, anstatt nur rumzunörgeln.

Dabei können Jebsen und seine Anhänger immerhin noch was lernen, denn es wird sich wohl als schwierig erweisen, mit lauter Querulanten eine funktionelle Kommune zu gründen. Und vielleicht erweisen sich ja Teile dieses Experiments wider Erwarten als funktionell, dann kann auch die Mehrheitsgesellschaft noch was davon lernen, oder es entsteht zumindest einen Ort, an dem sich auch die Spinner wohlfühlen.

Ich glaube nicht, dass Jebsens Projekt lange überleben wird, wir können es bei linken Kommunen recht gut beobachten, dass die meisten schnell eingehen und auch in den USA gab es in der Gründerzeit hunderte solcher Versuche, die wenigsten haben auch nur eine Generation überlebt, diejenigen, die übrig blieben, wie die Amish, haben meist einen stark religiösen Hintergrund.

Auch wenn das Experiment höchstwahrscheinlich vor der Gründung scheitern wird, finde ich es respektabler, wenn sie mal versuchen, was zu schaffen als nur rumzunörgeln.

Ob es sich dabei um eine Sekte handelt, wie der Sektenexperte im Beitrag erklärt, oder eine politische Gruppierung, wie Jebsen es wohl nennen würde ist eher belanglos. Sowohl die meisten Sekten als auch die meisten politischen Gruppen sind eher harmlos, bei den extremen gewalttätigen Ausreißern, würde ich sogar sagen, dass Sekten weniger Schaden anrichten als politische Gruppen.

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Nun ja, Pöhlmanns Publikationen tauchen auf der Seite der GWUP auf https://blog.gwup.net/tag/matthias-poehlmann/. Ob er dort Mitglied ist weiß ich nicht. Was auf vielen Seiten steht ist, dass er Sektenbeauftragter der Bayerischen Landeskirche ist. Das hat in der Kombination nach meiner Meinung schon eine gewisse Komik. In wie weit das aber für Positionen im Interview relevant war weiß ich nicht.

Der Vergleich hinkt in meinen Augen. Dein Haus ist Dein höchst privater Lebensbereich. Aber bereits bei Geschäften die dem Publikum zugänglich sind, kann man z. B. nicht mehr einfach so Hausverbot erteilen (die Hürden sind aber niedrig). Noch anders sieht das bei Monopol- oder de-facto Monopol aus, da bekommen dann Anbieter sogar eine Zugangs- oder Versorgungspflicht aufs Auge gedrückt.

Ein gutes Beispiel ist hier in meinen Augen die Wahlwerbung. Da haben die Parteien auch das Anrecht auf Sendezeit.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei der herausgehobenen Stellung die z. B. YouTube hat, hier mal ein Gericht entsprechend urteilt.

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Stimmt, ich hatte das erste Google-Ergebnis ohne drauf zu klicken falsch interpretiert. Die Schnittmenge zwischen Matthias Pöhlmann und der Skeptiker-Sekte ist finde ich jedoch weiterhin offensichtlich.