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Folge 11


#21

Und da haben wir wieder das rassistische “Afrika-Argument”. Jaja, in Afrika geht es allen schlecht und nur wir können diesem Kontinent helfen. Ziemlich traurig, dass du so ein Weltbild hast.
Abgesehen davon muss man Nahrungsmittel nicht, so polemisch wie du es gesagt hast, durch die Welt schicken, sondern man kann sie direkt hier vor Ort den Bedürftigen zukommen lassen. Obdachlose sind immer dankbar für eine Aufmerksamkeit dieser Art. Und dies ist nicht eine Geste von oben herab sondern Menschlichkeit auf Augenhöhe mit dem Betroffenen. Und nicht so abwertend wie du gesagt hast, “nach Afrika schicken”.


#22

Was bist Du denn für einer, der angebrochene Fläschchen den Obdachlosen geben will?


#23

Was bist du denn für einer, der mit Post-Kolonialer Rhetorik “argumentiert”?


#24

Mit der Absurdität hast Du doch angefangen! Soll Holger jetzt den Leuten vorschreiben, dass sie vor Ende der Aufnahme aber noch bitte schnell die Flasche leeren müssen?


#25

Ich habe nur meine Bedenken geäußert. Vorschriften mache ich nicht. So etwas ist wohl in deinem reaktionären Weltbild angebracht.


#26

Bedenken geäußert. Haha. Dann steh doch dazu! Für mich ist hier Ende.


#27

:kissing_heart:


#28

Es ist jedenfalls eine nette Geste, deinen Müll beim nächstbesten Obdachlosen abzuladen. Mehr Wertschätzung geht nicht.


#29

Und schon macht Herr Newstime Werbung für Massengeschmack!
6:10 Das gibt Reichweite :slight_smile:

#30

Die Sendung startete mit einem anspruchsvollen Thema, der Auswahl und Darstellung von Nachrichten. Aber dann wurde es ehrlich gesagt ziemlich belanglos. Was hat dieser Gast bitte mit seriösen Nachrichten zu tun? Dann wurden ein ganzer Haufen Youtube-Kanäle durchdekliniert. Da wären wir wieder dabei, dass es m. E. eine zu große Fixierung auf Youtube gibt in der Sendung.


#31

Besonders bemerkenswert an der Sendung fand ich die Lesevideos von Funk. Jetzt ist es tatsächlich so weit, dass auf die dümmlichst mögliche Art jungen Leuten erklärt werden muss, was ein Buch ist und dass man die Dinger tatsächlich auch lesen kann. Hatte auf jeden Fall grossen Fremdschämfaktor, kein Satiriker hätte sich das besser ausdenken können.


#32

Oh ja, das habe ich. Du scheinst medial nicht besonders viel zu konsumieren und im Bereich Social Media wenige Kontakte zu haben. Vielleicht unterscheiden sich unsere sozialen Kontakte auch zu sehr. Wenn Du aber lesen und das Gelesene verstehen kannst, weißt Du, wen ich meine und wen ich explizit ausschließe. Vielleicht hast Du das “auf den Zug aufspringen” schlicht überlesen… Aber den “Leidensdruck” eines Pansexuellen oder Nobinären musst Du mir noch mal erklären…

Ich muss an dieser Stelle Ludger K., den ich dankenswerter Weise durch die Mediatheke kennengelernt habe, zitieren. Bezogen auf Conchita Wurst und das, was in diese Figur projiziert wurde: “Das ist kein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft tolerant ist. Das ist ein Zeichen, dass die Gesellschaft bekloppt ist. Manchmal ist ein Mann in Frauenkleidern einfach nur ein Mann in Frauenkleidern.”


#33

Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen dafür, daß der Mann in Frauenkleidern singen kann? :smile:


#34

Ich dachte erst du zitierst Ludger Winter und war kurz verwirrt. Allein schon wegen der kohärenten Syntax.


#35

Warten wir einfach wieder auf deine hellen Momente.


#36

Das hat meine Mutter am Anfang auch gesagt.


#37

Für mich war das eine streckenweise eher schwächere Sendung. Der erste Beitrag zum aktuellen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine war noch gut: Auch wenn es natürlich nichts Neues ist, dass die öffentlich Rechtlichen hier unausgewogen berichten, fand ich den Beitrag dennoch informativ gerade im Bezug auf die aktuellen Geschehnisse der Krim-Krise.
Danach hat die Folge leider abgebaut. HerrNewsTime als Gast war ziemlich belanglos und das Interview war mir auch größtenteils zu unkritisch; gerade weil HerrNewsTime an mehren Stellen seine “Berichterstattung” einfach damit rechtfertigt, dass es ja die Zuschauer interessiert. Das ist anscheinend wichtiger als die Frage, ob solche Berichte eher problematisch gerade für die Betroffenen sind, die psychische Probleme haben (Miguel Pablo, Excel, Drachenlord). Naja, der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler - oder wie war das damals bei RTL? :smiley:
Bei dem Beitrag zu Funk zu “Non-binary gender” hat mich gestört, dass du, Holger, dich mit dem Thema scheinbar gar nicht beschäftigen wolltest. Ich erwarte nicht, dass du die Positionen übernimmst, denn man kann das auch kritisch betrachten, aber warum müssen die Kommentare der Funkleute mit einer klischeehaften Stimme und Betonung vorgelesen werden, während die Meinung der Gegenposition ganz normal vorgetragen werden? Über Humor kann man bekanntlich schlecht streiten, aber so werden Positionen ins lächerliche gerückt - was natürlich praktisch ist, weil man sich dann mit ihnen nicht auseinander setzen muss. Die restlichen Kommentare zu Funk, gerade zur Absurdität des Leseaccounts, hatten da mehr Substanz.


#38

“Die Ereignisse überschlagen sich!”

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was das Problem ist, wenn Funk einen Beitrag (oder Magazin) über Menschen macht, die sich weder als weiblich noch als männlich sehen. Es gibt diese Leute und es sind wenige. Wenn man sich davon gestört fühlt, ist das in erster Linie das Problem von einem selbst. Dasselbe gilt, wenn man sich von anderen Dingen wie der sexuellen Orientierung eines anderen Menschen gestört fühlt.

Weitere Ausführungen

Das Thema Geschlechtsidentität ist ziemlich komplex und noch nicht auserforscht. Es gibt in jeder Kultur gewisse Rollenbilder, die einem Geschlecht zugeordnet werden. Zwischen Kulturen können sie sich auch teilweise unterscheiden, innerhalb einer Kultur können sie über die Zeit variieren. Beispielsweise wurde vor wenigen Jahrzehnten oft klar getrennt: Frau = Herd, Mann = Arbeit (so ganz ist das immer noch nicht aufgehoben). Andere Bilder bleiben bis heute vorherrschend: Jungen = blau, Autos, Technik, Handwerk; Mädchen = rosa, Puppen, Kleider, Schminken, Schmuck.

Daneben gibt es ein angeborenes Geschlecht, ein eigenes komplexes Thema, das unter anderem mit inneren und äußeren Geschlechtsorganen, Hormonen und Chromosomen zusammenhängt. Abweichungen von 46,XX (weiblich) und 46,XY sind übrigens häufiger als viele denken. Einige Menschen sind biologisch weder Mann noch Frau (nicht binär!), sondern bestehen aus sogenannten Mosaiken. Bei einigen Menschen unterscheidet sich das angeborene Geschlecht von ihrem persönlichen Empfinden. Ob das Empfinden auf den Rollenbildern basiert oder ob man sich unabhängig davon weiblich oder männlich fühlen kann, wage ich als Außenstehender nicht zu beurteilen.

Zur Meinung von Heike, sie sehe im Video nur Frauen: Ich zumindest kann die erste Person und die Dragqueen nicht als eindeutige Frau erkennen.

“Gehabt euch wohl!”


#39

Da bei Pansexuellen die Partnerwahl einfach nur nicht an ein Geschlecht gebunden ist, dürften sie keinen anderen Leidensdruck als Bisexuelle haben.


#40

Ich kenne es aus meinem Bekanntenkreis und verbinde es einfach nur mit Geltungssucht. Der einzige Leidensdruck, der hier besteht, ist die Unzufriedenheit über ein schrecklich banales Leben, was dem Anspruch, “besonders” sein zu wollen, nicht gerecht wird. Ich bekenne mich dazu, zu den 99% stink normaler, gewöhnlicher Menschen zu gehören. Was ist verkehrt daran? Aber wenn ich mir so meine Insta-Kontakte anschaue, könnte man den Eindruck haben, die David Bowies und Lady Gagas stellen die Mehrheit in der Bevölkerung dar.