Samma Hawk, ma wat anderes. Mir is aufgefallen das du relativ häufig „ntv“ als Quelle nennst, siehst du das nicht kritisch? Ich mein ntv is die BILD unter den Nachrichtensendern.
rofl, grad im Spiegel gelesen:
Wenn Angela Merkel sich mit einem Thema befasst, dann in allen Details. Als Wissenschaftlerin will sie erst alle Fakten kennen, bevor sie eine politische Entscheidung trifft.
Mhm, is das die selbe Frau die „nochmal ganz neu über Kernkraft nachgedacht hat“ nach Fukushima? Was hatn der Autor geraucht das der son Satz rausballert…
Ach, sag bloß? Und trotzdem musste keiner zusätzlich in Quarantäne, trotz 2 weiterer Corona-Fälle in der selben Woche und einer weiteren Kollegin ging es in der gleichen Woche ebenfalls nicht gut. Ihr wiederum wurde gesagt, dass „eigentlich“ (!) Quarantäne angebracht wäre, aber ihr Test war ja negativ, da könne sie nach dem Wochenende ruhig wieder arbeiten gehen.
Und wenn man eine neue Studie heranzieht, dann scheint das Ansteckungsrisiko in Läden tatsächlich bei „eher gewinn ich im Loto“ zu liegen, wenn man nicht völlig hanebüchene Parameter her nimmt, wie es der Spiegel getan hat.
Was ist der Vorwurf? Die Änderung der Meinung nachdem neue Fakten aufgetreten sind? Sie hat die Atomkraft ja nicht in D eingeführt.
Klar, sie hat vorher die Laufzeiten verlängert, allerdings mit der Überzeugung an die Sicherheit modernerer Werke als es Tschernobyl war. Fukushima hat offen gelegt, dass Unfälle, mit deren Ausmaß zwar zu rechnen war, aber deren Wahrscheinlichkeit unterschätzt wurde, auch in moderneren Kraftwerken passieren können. Sie hat Ihre Meinung also an neue Rahmenbedingungen angepasst.
Dabei gäbe es genug Beispiele für eine Kritik in diese Richtung; das war aber kein gutes.
Weil Volkers Laden nicht der einzige Laden ist den es gibt.
Mal vereinfacht dargestellt:
Tun wir mal so als wäre das Bild mit dem „Lottogewinn“ realistisch. Also pro geöffnetem Laden in Deutschland und pro Person die ihn betritt besteht die Chance eines Lottogewinns. Jetzt schauen wir mal wieviele Menschen es so gibt, schauen wie viele Läden… zwei hin, drei im Sinn… oh, wir haben in Deutschland jeden Tag plötzlich N Lottogewinner und diese stecken mit einer Wahrscheinlichkeit von N/Lottogewinner weitere Leute an die wiederum… usw usw usw.
(Jaaaaha ich weiß das N/Lottogewinner nicht die Wahscheinlichkeit ausdrückt!!!)
Was ich nicht begreife ist warum anscheinend so iele Leute ein Problem damit haben sich das vorzustellen wie das Funktioniert und sei es nur rudimentär. Verlangt ja keiner das man Virologe ist oder Mathematiker, aber der simple Gedanke: Läden zu = weniger Kontakte = weniger Ansteckung, sollte eigentlich jedem einleuchten bzw. begreifbar sein. Es spielt keine Rolle ob er die Realität nun bis ins kleinste abbildet, darum geht es überhaupt nicht.
Fukushima Daiichi wurde ab 1971 in Betrieb genommen und ist damit das älteste Kernkraftwerk der ehemals staatlichen Tōkyō Denryoku (Tokyo Electric Power Company – TEPCO), […]
Quelle: Kernkraftwerk Fukushima Daiichi – Wikipedia
Kernkraftwerk Tschernobyl […] Während der Bauzeit wurden weitere Blöcke geplant und der Ausbau auf bis zu sechs Blöcke genehmigt. Das Kraftwerk in der heutigen Form wurde etwa von 1970 bis 1983 erbaut. […] Kommerzieller Betrieb: 27. Mai 1978 […]
Quelle: Kernkraftwerk Tschernobyl – Wikipedia
Und ich dachte, der Grund wäre, die Bewegungen generell zu reduzieren (auch zum und vom Laden etc), und nicht eine tatsächliche Hochrechnung der Lottogewinn-Wahrscheinlichkeit, wenn man ein Geschäft betritt
Wiki ist keine akzeptierte Quelle !!111einself!!11
Vielleicht noch mal anders Jera:
Stell dir einfach vor es gibt in Deutschland jeden Tag eine unbestimmte Anzahl an Interaktionen zwischen Menschen. Jede Interaktion bedeutet ein gewisses Ansteckungsrisiko.
Jetzt gibt es mehrere Wege die Zahl der Interaktionen und den Risikofaktor zu begrenzen. Tun wir einfach mal so als würde „alle Läden dicht“ die Interaktionen um 50% reduzieren und den Risikofaktor ebenfalls. Klingt schon mal ganz gut.
Jetzt fragen wir uns wie das aussehen würde wenn wir sagen "Alle Läden offen aber mit Hygienekonzept. Wir haben dadurch die Anzahl der Interaktionen definitv nicht so gesenkt als wenn alles dicht ist und haben auch den Risikofaktor nicht so gesenkt.
Einleuchtend oder?
Jetzt könnte man sich natürlich noch zig Zwischenlösungen usw. ausdenken und hier und da noch auf besondere Aspekte hinweisen, Nuancen, etc. pp. unter Strich bleibt aber immer bestehen das ein „völliges lahmlegen“ (was wir ja garnicht haben, was aber manche anscheinend so empfinden) immer beide Faktoren mehr senkt als ALLE anderen „Lösungen“.
Doch das habe ich. Denn durch die geschlossenen Läden passiert auch genau das was du sagst. Reduzierung der Bewegungen hin und weg, usw.
Das hängt da alles mit dran. An „Läden zu“ hängt ein Rattenschwanz von beeinflussenden Faktoren, die Anzahl der Interaktionen, das Risiko, usw. usw. und all das führt im Endeffekt IMMER und unter ALLEN Umständen zu niedrigeren Zahlen als JEDE andere Lösung.
Noch mal als Bild: Eine Quarantäne (gemeint ist hier eine hundertprozentige) ist IMMER erfolgreicher als ALLES andere. Eine Quarantäne bei der du dein Plastikzelt verlässt wirkt schon nur noch zu 50%, wenn du nicht nur dein Zelt verlässt sondern auch noch über die Straße zum Bäcker gehst nurnoch zu 10% und wenn der Bäcker dann kein Hygienekonzept hat nur noch zu 1%. usw. usw.
Wenn du aber gar nicht zum Bäcker gehen kannst weil er zu hat ist dein Risiko 0 und dein Schutz bei 100%.
Da du dich nicht freiwillig selbst isolierst (bzw. ausreichend) muss der Staat dich sozusagen dazu zwingen und das macht er in dem er dir die Möglichkeiten wegnimmt (bzw. reduziert) die du hast „Unfug“ anzustellen bzw. dich und andere zu gefährden.
(JAHA, ich weiß das die Zahlen Quatsch sind, darum gehts nicht!)
Da gehst Du von einer falschen Prämisse aus (oder für Dich: Deine Argumentation führ ins Leere )
Zunächst einmal ist „jede Interaktion“ viel zu unbestimmt. Grundlegend muss damit ein Ansteckungsrisiko bei überhaupt irgendeiner Interaktion vorhanden ist einer der Teilnehmer der Interaktion infiziert sein. Denn wo kein Virus ist, da ist auch das Risiko bei Null. Und selbst wenn ein Infizierter dabei ist, ist die nächste Frage wie ist denn die Wahrscheinlichkeit für die jeweiliger Interaktion. So haben z. B. folgende Interaktionen wohl nächst unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten:
Wir winken uns zu
Wir geben uns die Hand
Wir diskutieren gepflegt mit einer Mate in einer Bar
Wir machen ein gepflegtes Muay Thai Sparring miteinander
Interessant ist doch: Die Hygienekonzepte in Läden in Restaurants und beim Spot bestanden doch auch schon im Sommer und da waren die Zahlen niedrig. Sie stiegen, als das Wetter schlechter wurde. Das lässt doch eher vermuten, dass die Infektion an anderen Orten stattfand, weil sich Tagesverhalten und Immunsystem der Menschen ändert.
Und dann ist es doch komisch, dass die Orte geschlossen werden, wo schon vorher kaum Infektionen stattfanden.
In der Summe also ganz und gar nicht. Denn wenn ich von falschen Prämissen ausgehe kann ich mir ja alles mögliche beweisen. (Auch wen Volker das bestimmt wieder ganz dolle pöhse und Menschenverachtend findet, wenn nicht so auf kreative Statistik steht)
Ist eigentlich die Ansteckungsgefahr beim Muay Thai oder beim BJJ höher?