Folge 109: Leben ohne Smartphone - möglich?

Sonntagsfrühstück Folge 109. Hier kann darüber diskutiert werden!

Das Smartphone ist in ein elementarer Teil des täglichen Lebens geworden. Denn es wird damit ja nicht nur telefoniert: Es ist wichtig für Sicherheitschecks, es ist ein elektronisches Ticket, es ist ein Spielecomputer und für Kommunikation enorm wichtig. Und die Frage lautet: Kann man darauf überhaupt verzichten? Ausgerechnet der Jüngste am Tisch kann sich das am ehesten vorstellen.

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Ich glaub, Étienne und ihr redet n bisschen aneinander vorbei, weil ihr anderen Generationen angehört. Oder auch: verglichen mit der eigenen peer group nutzt er sein Handy vllt relativ wenig, aber verglichen mit Julian oder Holger dann eben doch ähnlich viel.

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Ich glaube, Clark Kent ist nicht repräsentativ für seine Generation, Julian wohl auch nicht, nur Holger.

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Zum telefonieren habe ich noch ein ziemliches altes Handy. IPhone für Internet, Musik usw. Einzige was mich stört, ich möchte gar nicht unbedingt 24 Stunden erreichbar sein. Beim Festnetz konnte man schön ich war nicht zuhause sagen. Ansonsten habe ich es unterwegs für Podcasts, Musik und natürlich besonders für MG :wink: immer nah bei mir. Wenn möglich gehe ich so viel wie es geht zu Fuß. Wäre mir ohne IPhone zu langweilig.

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Zum Thema Handy auf Konzerten/bei Veranstaltungen habe ich mal ein ganz unschönes Video auf YouTube gesehen (es war der offizielle Kanal, kein Video eines Gasts): Es müsste die Mayday 2019 gewesen sein; vom Blickpunkt des Videos aus sah man einen relativ großen Ausschnitt der Halle und die Bühne. Fast alle standen nur rum und haben auf Ihre Handys gesehen. Da frag ich mich schon: Warum zahle ich eine teure Karte für ein Live-Event, tanze garnicht, sondern glotze nur aufs Handy?

Auch diese Idee des Konzert-mitfilmens ist mir suspekt. Man lässt sich doch garnicht richtig auf die Band, die Stimmung in der Halle usw. ein, wenn man stets daran denkt, dass das Handy gut hochgehalten werden muss, um irgendwie mit okayer Akustik und Videoqualität was mitzufilmen. Ich gehe zu einer Veranstaltung, habe da meinen Spaß und behalte mir die Erinnerung daran. Und weiß, dass ich 100% der Atmosphäre usw. mitbekommen habe, ohne vom Handy abgelenkt gewesen zu sein.

PS: Seitdem ich weiß, dass das Brot im Vordergrund schon 109 Mal aufgetaut wurde, sehe ich das Sonntagsfrühstück mit ganz anderen Augen :wink:

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Wenn das Handy so wichtig ist, dass man ohne eben nichts mehr tun kann (siehe Kennwörter und 2FA-Codes), sollte man dringend eine Redundanz aufbauen.

Am besten einen Kennwortmanager verwenden, der auch 2FA integrieren kann - dann ist der Verlust des Smartphones nicht mehr der Weltuntergang, sondern nur noch nervig.

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Ist tatsächlich eine interessante Frage, ob ein Leben ohne Smartphone noch möglich ist. Man ist sich ja einerseits der Annehmlichkeiten bewusst (unterwegs Musik hören, bezahlen an der Kasse, schnell mal Schnappschüsse machen, kurzfristig jemandem schreiben etc), andererseits ist man sich auch über die Abhängigkeit im Klaren, wenn man das Smartphone mal für eine gewisse Zeit nicht dabei hat - Stichwort permanente Erreichbarkeit und die Angst, irgendwas zu verpassen.

Ich mache es ähnlich wie Holger. Ich habe das Handy immer lautlos und bis auf WhatsApp auch die Vibration ausgestellt. Im Kino stets Flugmodus und auf Konzerten maximal ein Foto als Erinnerung. Und da es wirklich überhand nimmt mit dem ganzen Gefilme, versuche ich immer möglichst weit vorne Richtung Bühne zu stehen, damit ich einen weitgehend freien Blick habe.

In großen Menschenmengen habe ich den Flugmodus meist auch an, da ich dann sowieso keinen Empfang habe mit meinem - für heutige Verhältnisse fast schon rückständigen - 2GB-Datentarif in einem mittelprächtigen Netz.

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Man könnte an der Stelle auch noch auf die Vorteile eingehen, die ein Handyverzicht im Beruf hätte, da in einigen Branchen eine immer noch extreme Verfügbarkeitskultur herrscht:

-Anrufe nach der Arbeit oder an freien Tagen
-die Erwartungshaltung, dass man auch unterwegs produktiv ist, immer seine Mails checkt usw.

Jetzt kann man sagen: selber schuld, wenn man da mitmacht. Wenn in manchen Branchen oder Unternehmen jedoch alle andere das Spiel mitspielen, ein Betriebsrat eh keine Rolle spielt usw. ist klar, wer schonmal keinen beruflichen Aufstieg hinlegen wird.

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Ist das arg schwer, zwei Sätze von mir sinnerfassend zu lesen? Ansonsten sind wir uns hoffentlich zmd einig, dass Clark Kent schon immer genau so attraktiv wie Superman war.

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Alles alter Kaffee. Wenn einem der Komfort halt wichtiger ist als alles andere …

Ich kenne nur 2 Leute die ohne Smartphone leben, meine Mutter und meine Schwiegermutter. Beide über 70.

Fakt ist, es tut uns nicht gut. Dazu mal 2 Buchtipps.

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Das Smartphone kann aber auch zum Lebensretter werden. Früher musste man zur nächsten Telefonzelle oder Haus laufen um Hilfe zu holen und war dann vielleicht zu spät.

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Dafür reicht ein gewöhnliches Handy.

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Ob jetzt Bezeichnung Handy/Smartphone ist da zweitrangig. Überall erreichbar ist wichtig, wobei ich beim iPhone deutlich schneller bei der Notruftaste wäre.

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Der Smartphone-Vorteil für mich: die Lupe
:camera_flash: :v:

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Dieser Unterschied ist gemeint. Und Kurzwahl gab es schon, ohne voher das Gerät zu entsperren. Aber klar, ein Vorteil ist es!

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Findest du? Das eine ist ein tragbares Telefon, das andere ein Minicomputer mit Telefonfunktion. Und da der wichtigste Vorteil eines Smartphones, der dir einfällt, auch auf ein gewöhnliches Handy zutrifft, spricht er nicht automatisch für das Smartphone, zumal die Herstellung eines solchen mehr problematische Rohstoffe verbrauchen dürfte, besonders wenn man den Leuten von klein auf einhämmert, dass sie alle paar Monate das neueste Modell brauchen.

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Seit 2012 nutze ich ein Smartphone und ich muß gestehen, dass sie wirklich evolutionär und revolutionär in technischer Hinsicht sind.
Aber ich benutze bei Weitem nicht alle Funktionen, die man nutzen könnte. Eine schlimme Angewohnheit ist, dass ich seit ca. 5 Jahren so gut wie immer im Bett kurz vor dem Schlafen gehen noch dutzende YouTube Videos anschaue, oder irgendwelche Mediatheken.
Manchmal ist es Fluch und Segen zugleich. Die Kameras sind sehr praktisch, werden dann aber auch für unschöne Dinge genutzt, der Anwendungszweck ist da ja vielfältig.
Ausserdem glaube ich nicht, dass meine Daten dort sicher und anonym sind, aber die Vorteile überwiegen für mich.

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Zum Thema Bargeld abschaffen frage ich mich immer was das für Exhibitionisten sind die sich da ständig freiwillig komplett nackt machen wollen. Ich kann dieses ultra naive Verhalten null verstehen. Ich empfinde es als abnormal, dass einige Leute den Firmen offenbar gar nicht genug Daten in den Rachen werfen können. Was passiert da in diesen Gehirnen? Kein Schimmer, mir fehlen die Worte dafür.

:thinking:

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Ich finde Bargeld auch nicht immer praktisch, aber ich zahle zu mindestens 80 % mit Bargeld. Für mich ist das Freiheit und Bargeld muss auch für die Freiheit verfügbar sein. Sonst ist der Missbrauch nicht weit weg.
Die neuen Internettechnologien und das Smartphone machen Menschen halt auch extrem angreifbar, wenn man bedenkt, dass jede einzelne Suchanfrage in jeder App ausgiebig erforscht wird. Es soll ja zur Optimiuerng genutzt werden und dafür ist das auch in Ordnung. Wenn dann irgendwann mal Staaten aus welchen Gründen auch immer repressiv werden, kann man auch diese Suchanfragen schön verknüpfen und viele Rückschlüsse über unliebsame Personen bekommen.

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Was geht wird auch gemacht. Nicht nur von Staaten. Aber ja, du hast recht