Folge 104: Wie umgehen mit der AfD? - Gast: Prof. Oliver Lembcke

Veto Folge 104. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die AfD steht in Umfragen sehr gut da und wird möglicherweise bei den Landtagswahlen im Herbst stärkste Partei. Sollte sie lieber ignoriert werden oder ist gerade die offensive Auseinandersetzung mit ihr richtig? Prof. Oliver Lembcke plädiert für Letzteres. Je mehr mit AfD-Politikern diskutiert werde desto mehr sei dies eine Chance für die anderen Parteien.

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Ich würde behaupten, 99,9999% der AfD Wähler interessieren Fakten nicht und somit auch nicht ob sich die AfD Riege selbst auseinandernimmt. Im Gegenteil…das bekräftigt sie noch mehr Humbug zu glauben und was von Wahlbetrug und co zu faseln.

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Warum hat die AfD dann in den Umfragen in den letzten Monaten ca. 5 Prozentpunkte verloren, wenn doch angeblich 99,9999 % sich von nichts beeinflussen lassen?
Das Gespräch mit Herrn Lembcke war sehr interessant, wie in Zeitgeist lassen sich die Gedankengänge eines Gastes viel besser nachvollziehen, wenn dieser länger ausführen darf. In der Tat ist die Frage, ob eher die Correctiv-Geschichte oder die Gründung des BSW die AfD bundesweit in Umfragen unter 20 % gebracht hat, beides war zeitlich dicht zusammen. Auffällig ist, dass die Ampel-Parteien kein bisschen (auch nicht von der Causa Krah) profitieren konnten, sie haben alle im wesentlichen die gleichen Werte wie vor einem halben Jahr.

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Potentielle Wähler <> echte Wähler

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In aller Kürze: :star::star::star::star::star::star::star::star::star::star: 10/10 Sterne für diese Sendung.

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Es wäre fair, dass jetzt auch so zu Berichten.

Correctiv werden Falschaussagen über früheres Gerichtsurteil untersagt (jungefreiheit.de)

Gell?

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Sehr gute und wichtige Sendung. Ich bin zwar auch absoluter AfD Gegner (Alternative für’s Denken, das Deppenzeichen hab ich bewusst genommen), aber halte den Diskurs mit diesen manipulativen Idioten für absolut richtig.

Trotzdem kann ich aber auch verstehen, wenn einige Menschen resignieren und sagen " es hat keinen Sinn mit denen zu reden ".

Das ist eben die Frage: Ergibt es Sinn. Siehe auch Diskussionen mit Flacherdlern, Coronaleugnern, Quarkdenkern…

Da sehe ich noch einen Unterschied, denn die AfD wird inzwischen von etwa 20% der Wähler gewählt. Oftmals aus Protest - ohne dass sich Leute mit dem Programm der AfD befasst haben. Daher sind Aufklärung und Auseinandersetzung richtig.

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Ich habe auch das Gefühl, daß viele unzufrieden mit den „alten“ Parteien sind und entweder gar nicht wählen oder die, die am meißten die Fresse aufreißen. Hauptsache erst mal dagegen. Ich finde den Affen wird viel zu viel Bühne geboten, auch mit schlechter Presse erlangt man Bekanntheit. Man sollte im Gegenzug viel mehr andere Parteien mal zu Wort kommen lassen. Die ganzen Stammtischschwätzer, die solche Vollidoten wählen, machen sich nicht selber schlau, die kennen gar keine andere Parteien. Von den über 30 Parteien, die jetzt zur Europawahl antreten haben die noch nie was gehört. Da ist auch viel Schund dabei, doch auch einige echte Ausweichmöglichkeiten, will man nicht die Großen wählen. Aber, daß viele Leute Rattenfängern hinterher laufen ist ja leider überall so.

Das ist natürlich richtig, die Klientel meinte ich ja nicht.

Warum sollte man denn glauben, dass sich die Wähler anderer Parteien mehr mit dem jeweiligen Parteiprogramm befassen?

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Im Prinzip meinte ich ja die Wähler, die bereits die AfD gewählt haben, nicht die Unentschlossenen. Dass man die etl. durch Argumente überzeugen kann, da gebe ich Holger recht.

Nun ist die Frage. Ob ein rechtes* / rechtsextremes* / rechtsradikales* / faschistisches* Programm gar besser ist als ein linkes oder liberales Programm sei dahingestellt. Will heissen, wenn ich als SPD-Wähler das Programm nicht kenne, es sich am Ende als demokratisch herausstellt, dann ist das immer noch was anderes, als wenn ich einen Höcke in eine Funktion wähle, die ihm Dinge unternehmen lassen, die vielleicht nicht mehr in eine demokratische Richtung gehen…es ist also ein massiver Unterschied WAS ich wähle, egal, ob ich das Programm kenne oder nicht. Die AfD Wähler, die gewählt haben, haben gewählt, also ist das ein Fakt und somit nicht mehr umkehrbar - erst dann, wenn sie an sich selbst feststellen, dass sie sich selber reingeritten haben (z.B. wenn dank AfD die AfD-Wähler die aktuell Bürgergeld beziehen** dann auf einmal gar nix mehr bekommen und arbeiten gehen „dürfen“ - erst dann wird ein Umdenken kommen und dann werden sie aktiv anders wählen).

*ohne auf eine Partei bezogen
** fiktives Beispiel

Genau so ist das. Ich gehe von 50% der Wähler aus, die gegen ihre Vorvorstellung und/oder Interessen wählen. So wie Holger ja jetzt wohl auch.

Tja, sicher wird die AfD auch von vielen Leuten gewählt, die von den „Altparteien“ enttäuscht sind. Aber warum sind die das denn? Vielleicht auch weil die Medien dauernd auf der Ampel rumhacken? Da frag Ich mich auch: Muss das denn sein, ist die Regierung wirklich so schlecht wie uns die Medien dauernd einreden wollen oder sind wir nach 16 Jahren merkelschen „Mutti macht das schon“ so schlafköpfig, dass wir es seltsam finden, wenn Politiker miteinander streiten?

Politik ist nunmal Streit, ist nunmal verbale Auseinandersetzung und ja, auch eben manchmal die eine oder polemische verbale Entgleisung. Ohne Streit kein Kompromiss. Und man sollte ja auch nicht vergessen, dass die Ampel nun auch den ganzen Mist aufräumen muss, den Merkel 16 Jahre lang verpennt hat (ja, auch unter Beteiligung von FDP und SPD, das hab Ich nicht vergessen).

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Zumeist ist es die eigene Unfähigkeit zu reflektieren. Die afd wird den Armen und sozial Schwachen nicht helfen, nicht denen mit anderen Identitäten und und und. Es wird bis auf die Reichen den Armen danach schlechter gehen… auch muss man selber etwas für sein Glück tun. Schnallen Viele nicht. Es ist einfacher aktuell die Ampel und hier die grünen und noch weiter habeck verantwortlich zumachen. Für sein eigenes Versagen!

Lustig, dass man glaubt, mit der derzeitigen Politik (v. a. Migrationspolitik) würde das Beste für die Armen und sozial Schwachen rausgeholt. Z. B. was das Wohnen angeht. Wenn die Regierung massenweise den zu wenig vorhandenen Wohnraum anmietet, um Migranten unterzubringen, braucht man sich nicht zu wundern, dass für den Kartoffelbürger das Wohnen immer teurer wird, wenn man überhaupt noch eine Wohnung findet. Das betrifft natürlich besonders Familien, was wiederum zum demographischen Niedergang beiträgt.

Das in diesem Kontext immer wieder zitierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das rausgefunden haben will, mit der AfD würde es deren eigenen Wählern viel schlechter gehen, wird übrigens - große Überraschung - von Bundes- und Landesregierungen finanziert.

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Die Naiivität, dass die afd probleme lösen könnte UND würde…

Btw. Es gab auch VOR der Ampel Wohnungprobleme…

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Die erste Baugenossenschaft wurde 1862 in Hamburg-Steinwerder gegründet; die älteste, noch heute bestehende Baugenossenschaft ist die Münchener, die 1871 errichtet wurde.[2] Die Wohnungsnot trug immer wieder zu Protesten bei, so auch im Juli 1872 bei den sogenannten Blumenstraßenkrawallen in Berlin

In der Weimarer Republik begann der Soziale Wohnungsbau, um den noch immer grassierenden Wohnraummangel in den Großstädten abzumildern. In den 1920er-Jahren entstanden in vielen deutschen Städten neue Siedlungen, die insbesondere Bevölkerungsgruppen mit kleinem Einkommen ein gesundes Wohnumfeld bieten sollte.

Quelle: wiki

Du kannst Dein Verschwörungskasperle wieder einpacken. :clown_face:

Das Thema Wohnraummangel ist so alt, wie es Städte gibt, würde ich behaupten.

Aber okay, migranten sind an Allem Schuld habe ich gelernt…

Ich habe nicht behauptet, es hätte vor 2015 niemals Mangel an Wohnraum gegeben. Ein seltsamer Strohmann, den du da jetzt widerlegt hast.

Es geht um das Ausmaß dieses Mangels. Dass dieses nichts mit Migration zu tun hätte, halte ich für eine überaus gewagte Annahme.

Übrigens richtet sich meine Kritik bei solchen Themen immer vor allem gegen die Politik, nicht gegen die Migranten. Es ist ja nicht verwunderlich, dass man sich bessere Lebensumstände als im eigenen Land sucht, wenn die Politik eines fremden Landes das ermöglicht. In Deutschland wird das aber durch offene Grenzen und hohe Leistungen viel zu großzügig ermöglicht.

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