
Titel: Fiendish Freddy’s Big Top o’ Fun
Hersteller: Gray Matter / Mindscape International Ltd.
Genre: Geschicklichkeit
Jahr: 1989
Plattform: Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, C64, DOS, Sinclair ZX Spectrum
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[zeile][zelle][sup]Der Kredit ist fällig…[/sup][/zelle]
[zelle][sup]…daher ist Eile geboten[/sup][/zelle][/zeile]
Die Story:
Hereinspaziert, hereinspaziert, der Zirkusdirektor begrüßt alle seine Gäste. Leider lassen sich selbige immer seltener zu einem Zirkusbesuch hinreißen und daher herrscht Ebbe in der Kasse. Gut, wenn man in Zeiten der Krise einen Kredit aufnehmen kann, schlecht, wenn dieser von dubiosen Kredithaien kommt. Und ausgerechnet heute abend (so stehts im Vertrag) muß das gesamte Darlehen von $10.000 zurückgezahlt werden, oder das Zirkusgelände geht in den Besitz der Bank über, die darauf einen Hotelkomplex errichten will.
Da hilft nur eins: Dieser Abend muß spektakulär werden, um das Überleben des Zirkus zu sichern. Eine Jury bestehend aus fünf Clowns wird eingeladen, um die Vorstellung zu bewerten und je nach Qualität der einzelnen Darbietungen Geld springen zu lassen.
Dummerweise hat die Bank aber ein viel größeres Interesse daran, das Grundstück zu bekommen, als die $10.000. Und deshalb wird der fiese Clown Fiendish Freddy zum Zirkus geschickt, um die Vorstellung zu sabotieren.

[sup]Dank meiner “grandiosen” Darbietung ist die Jury eingeschlafen[/sup]
Das Spiel:
Fiendish Freddy’s Big Top O’ Fun fällt am ehesten in die Kategorie der Mulit-Sportspiele wie Winter Games oder California Games. Nur müssen hier statt Sportdisziplinen Zirkusnummern gemeistert werden. Außerdem gibt es ein klares Ziel, nämlich die $10.000 zu verdienen, um den Zirkus zu retten. Das Spiel kann alleine, oder mit bis zu fünf Spielern gespielt werden. Im Multiplayer-Modus spielt jeder für sich, und das Spiel wird dann geschafft, wenn mindestens ein Spieler $10.000 verdient. Schade, daß die Summen aller Spieler nicht einfach addiert werden, und man so zusammenarbeiten kann. Folgende Auftritte mit jeweils 3-4 Leveln sind zu bewältigen:
Turmspringen:
Diese Disziplin besteht aus 4 Leveln. Nacheinander wird in einen großen Wasserbottich, einen Wassereimer, auf einen Ytong-Block (!) und in ein Wasserglas gesprungen, wobei die Absprunghöhe mit jedem Level steigt.
Zusätzlich müssen während des Sprunges verschiedene Kunstfiguren gezeigt werden, sobald eine Glocke ertönt.
Schafft ihr es nicht, diese schnell genug auszführen, kommt Fiendish Freddy mit einem Propeller auf dem Rücken angeflogen und bläst euch mit einem überdimensionalen Fön aus der Bahn.[zeile][zelle]
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[zeile][zelle][sup]Was nicht passt…[/sup][/zelle]
[zelle][sup]…wird passend gemacht![/sup][/zelle][/zeile]
Jonglieren:
Ebenfalls 4 Level. Ihr steuert einen Clown auf einem Einrad, dem von einem Seelöwen die üblichen Jonglierutensilien wie Keulen, Bowlingkugeln, Kettensägen oder Ambosse zugeworfen werden. Diese gilt es nun in der Luft zu halten. Fiendish Freddy bedient sich fieser Tricks um euch mit Gegenständen wie Bomben oder Raketen das Leben schwer zu machen. Die Bombem müssen umgehend zurückgeworfen werden, die Raketen hingegen müssen jongliert werden, bis die Zeit abläuft. Lasst ihr eine Bombe oder Rakete fallen, bleibt vom Clown nur noch ein Häufchen Asche mit Plastiknase übrig.

[sup]Jonglieren, ein Job für echte Männer[/sup]
Trapez:
Ihr müsst dreimal versuchen, die Trapeznummer zu überstehen. In bester Pitfallmanier wird von Trapez zu Trapez gesprungen. In jeder Runde wird das Timing schwieriger und es kommen mehr Hindernisse wie brennende Reifen hinzu, die es zu durchspringen gilt. Wartet ihr an einem Trapez zu lange, erscheint Fiendish Freddy mit einer riesigen Schere und… ihr ahnt es bereits.

[sup]Oben wird gefallen, unten wird geflüchtet[/sup]
Messerwerfen:
Es gilt Ballons auf einer rotierenden Scheibe mit Messern zu zerplatzen. Aber Vorsicht: Eure Assistentin ist nicht das Ziel. Trefft ihr diese, so dankt sie es euch mit einem markerschütternden Schrei. Das Fiendish Freddy euch die Sicht mit Rauchbomben vernebelt, macht es nicht einfacher. Habt ihr alle Messer verbraucht ohne alle Ballons zu zerstören, oder überschreitet ihr das Zeitlimit löst Fiendsh Freddy die Schrauben an der Scheibe und eure Assistentin rollt davon.

[sup]Lasst eure Assistentin leben[/sup]
Hochseil:
Wieder in luftigen Höhen ist das Hochseil dreimal zu meistern. Ihr müsst nicht nur das Gleichgewicht halten, sondern auch noch Fiedish Freddy ausweichen, der euch vom Seil stoßen will. Außerdem beschießt er euren Artisten mit Rasiermessern, die es mit der Balancierstange abzuwehren gilt.
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[zeile][zelle][sup]Ohne Netz wirds gefährlich[/sup][/zelle]
[zelle][sup]Nochmal schnell winken, danach gehts abwärts[/sup][/zelle][/zeile]
Menschliche Kanonenkugel:
Gib Topf an Fetuccini Brothers…ähm…falsches Spiel. :oops:
Das große Finale des Abends. Nachdem eure Assistentin die Kanone mit Schießpulver gefüllt hat, müsst ihr nun die Entfernung des Ziels bestimmen. Je nach Menge an Schießpulver muß das rettende Sprungtuch vor oder zurückgeschoben werden. Stellt ihr es zu weit weg, macht ihr eine Gesichtsbremse im Manegenstaub, aber fliegt ihr zu weit, kann der Flug auch schonmal am Zeltpfosten enden. Fiendish Freddy ist natürlich auch schon unterwegs. Lasst ihr euch mit der Positionierung des Ziels zu viel Zeit, verstopft er die Kanonenmündung mit einem riesigen Korken, was in einer gewaltigen Explosion endet.
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[zeile][zelle][sup]The show must go on…[/sup][/zelle]
[zelle][sup]…auch verkohlt vergisst eure Assistentin das Winken nicht.[/sup][/zelle][/zeile]
Fazit:
Fiendish Freddy’s Big Top o’ Fun begeistert vor allem durch seinen schwarzen Humor. Bei jeder Gelegenheit versucht Fiendish Freddy, euch um die Ecke zu bringen, und oft genug gelingt dies auch. Denn der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich hoch. Glücklicherweise gibt es einen Übungsmodus, bei dem jede der Disziplinen bis zur Perfektion “geprobt” werden kann. 6 Disziplinen sind allerdings etwas mager. Ich hätte mir auf jeden Fall noch eine Tierdressur gewünscht. Die Grafik ist liebevoll gestaltet, hätte stellenweise zwar detailreicher sein können, aber alles in allem zufriedenstellend. An der Musik gibt es zumindest in der Amiga Version nichts auszusetzen. Die Dos Version hingegegen vergewaltig die Ohren mit grottigstem Midi gepiepse. Selbst die C64 und die Spectrum Versionen sind der PC Version in Sachen Sound haushoch überlegen. Daher empfehle ich, das Spiel auf dem Amiga zu spielen. Die Steuerung per Joystick ist gut, allerdings sollte vor dem Spielen das Handbuch gelesen werden, da nicht immer alles selbsterklärend ist, insbesondere die Figuren beim Turmspringen. Die Animationen sind nett anzusehen und selbst wenn man versagt wird man durch die lustigen Sterbesequenzen umgehend wieder aufgemuntert. Da kommt besonders mit fünf Spielern (Schaden)Freude auf.
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[zeile][zelle][sup]Im Zirkus gehen die Lichter aus, und schon am…[/sup][/zelle]
[zelle][sup]…nächsten Tag ist nichts mehr davon übrig.[/sup][/zelle][/zeile]








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Für erfahrene Adventurespieler dürften die Rästel wohl nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht sein. Ich bin kein besonders begabter Adventurespieler, und für meinen Geschmack waren sie genau richtig: Man muss überlegen, aber verliert nicht die Motivation, weil man an einem idiotisch schweren Rästel hängen bleibt. Ich hab bisher stets den Solo-Weg bestritten, kann also leider nichts zum Action, bzw. Team-Weg sagen. Die Kämpfe im Solomodus sind sehr beschränkt und nicht besonders spannend, aber darauf liegt auch gar nicht der Schwerpunkt. Wer also Action sucht, sollte vielleicht auch den Action-Weg wählen, inwiefern dort aber die Kämpfe umgesetzt wurden kann ich nicht sagen.









