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Das Sonntagsfrühstück 1: Erlebnisse im Supermarkt


#201

Ist doch logisch:
Die erste Regel im Handel lautet: Sorge dafür, dass der Kunde bei mir kauft - bzw. mein Geschäft betritt (und nicht das der Konkurrenz).
Dabei ist natürlich neben dem Preis auch der Standort und die Bequemlichkeit wichtig.


#202

Das bringt aber alles nichts, wenn man letztlich einen @Naked_Snake antrifft, welcher dich aus dem Laden wirft, weil ihm deine Fratze nicht passt.


#203

Angeblich das Lesegerät kaputt ist? Die Technik wird übrigens von DHL gestellt, das heißt, dass du von denen Abhängig bist. Letztens wurde bspw. die Technik umgestellt und prompt kamen Leute, die mir ihr Handy hinhalten mit einem QR-Code der für eine Retoure gescannt werden muss. Nur hatten wir die neuen Geräte noch nicht da. Der Arsch war natürlich ich und es kam der Klassikerspruch “Dann geb ich meine Pakete zukünftig eben woanders ab.”.

Zum Punkt, die bekommen Geld dafür. Dass du dich da mal nicht täuschst. Die Paketshops in den Geschäften sollen natürlich Kunden in den Laden locken und wenn die schon mal da sind, dann kaufen die evtl. auch was. Außerdem werden die Post-Filialen entlastet. Ergo eine Win-Win-Situation für beide. Darüber hinaus ist es so, dass du erst mal eine gewisse Anzahl an Paketen pro Tag annehmen musst, bevor du einen einstelligen Cent-Betrag für jedes weitere Paket erhältst.

Und, klingt nicht mehr so als hätte die Filiale direkt was davon, außer mehr Arbeitsaufwand oder?

Regelmäßig Geld in die Kassen spühlt es nur, wenn du eine Stellfläche für eine Packstation an DHL vermietest.

Ähnlich ist es mit dem Geld abheben. Dafür bekommt man kein Geld, es kostet Geld.

Lest doch gefälligst mal alles und nicht nur das, was ihr lesen wollt. Die Aussage ist doch komplett aus dem Kontext gerissen :roll_eyes:


#204

Die Aussage “Dein Gesicht passt mir nicht” würde rein rechtlich in der Tat nicht genügen um jemandem ein Hausverbot auszusprechen.
Solange man das aber einfach mit dem unverschämten Benehmen des Kunden begründet, lässt sich das Hausrecht immer problemlos durchsetzen. Denn was unangemessenes, unakzeptables Verhalten ist bestimmt letztlich der Inhaber bzw. der, der im Geschäft gerade das Sagen hat.

Soll heißen: Wenn sich bei mir im Laden z.B. jemand in voller HSV- Montur breitmacht finde ich schon einen Weg diesen unzumutbaren Anblick nicht lange ertragen zu müssen. :stuck_out_tongue:


#205

Um DHL ging es gar nicht. Da habe ich in meiner Nähe sowohl eine Packstation als auch eine sehr kompetente und freundliche Filiale. Das (angeblich) kaputte Lesegerät habe ich bei Hermes und DPD erlebt. “Angeblich” schreibe ich, da mir zwischen den Zeilen gesagt wurde, dass die einfach nur keinen Bock hatten, das Paket anzunehmen. Sollte es für die Geschäfte wirklich so furchtbar alles sein (und das kann ja durchaus sein), dann sollen sie eben ihren Kooperationsvertrag mit den Versendern kündigen. Denn eines geht nicht: draußen mit den renommierten Logos der Paketdienste werben und so tun, als sei man eine Filiale von denen und dann nur Pakete annehmen, von Leuten die einen (selbstdefinierten) Mindestumsatz reinbringen.


#206

#207

Gut, an Hermes hatte ich gar nicht gedacht. Kommt halt auch immer darauf an, wo solche Paketshops drin sind. Hatte da eigentlich noch keine Probleme, außer kaputte Technik^^

Eine Shell-Tankstelle kann sich das bspw. wohl nicht aussuchen, dass wird von oben diktiert, dass da ein Hermes-Shop rein kommt. Hatte früher meine Pakete immer in einem kleinen Puppenladen abgegeben und der machte das natürlich freiwillig und immer sehr freundlich. Hat sogar manchmal die Pakete günstiger gemacht als sie waren. Fand ich immer komisch, weil bringen tuts ihm ja nix, aber wieso beschweren, wenn man Geld spart :smiley:


#208

das Landgericht Hamburg (315 O 326/08) hat hier aber eine griffige Formel entwickelt, die man nutzen sollte: „Wenn man sich anders benimmt als normale Kunden“.

Das ist der entscheidende Punkt und auch in den allermeisten Fällen der Anlass für einen Konflikt. Der eine von hundert Kunden,der meint seine “als Kunde bin ich König”-Attitüde in der extremen Variante ausleben zu müssen.
Wie lange da der Geduldsfaden des jeweiligen Betreibers ist mag unterschiedlich sein , in der Praxis hat aber noch jeder dem ich ein unangemessenes Verhalten bescheinigt habe auf Aufforderung auch das Geschäft verlassen. Meist schweigend, manchmal mit einem Spruch, der meine Enschätzung dieser Person dann eher bestätigt (“hier sollte auch mal ein Laster reinfahren…”)


#209

Der Artikel hängt sich aber auch ganz schön am Hausverbot auf. Was ich übrigens gar nicht geschrieben habe, sondern nur von rausschmeißen, aber man nimmt das mit dem lesen hier ja eh nicht so genau.

Jedenfalls geb ich bspw., weil das im Artikel angesprochen wurde, nicht jedem Besoffenen direkt Hausverbot, solange er nicht randaliert oder dergleichen, sondern begleite sie nach draußen. Sind sie nüchtern, dürfen sie auch wieder rein.


#210

Und wenn mir der Service, für den ich den Umweg gemacht habe, dann ohne Notwendigkeit verwehrt wird (wie gesagt, Kasse leer, Sytemfehler etc. vorbehalten), so wie Nacktschlange es beschrieben hat (s.u.), habe ich auch das Recht den geplanten Kaufvertrag platzen zu lassen. Dass ich dann noch die Waren zurückräume ist wohl nur ein feuchter Traum.


#211

Du hast aber geschrieben, dass “letztlich der Inhaber bzw. der, der im Geschäft gerade das Sagen hat” bestimmt, was unangemessenes Verhalten ist. Und so einfach ist das eben nicht, denn sonst könnte man auch schon jemanden rausschmeißen, weil er sich im Laden die Nase putzt, arrogant ist oder eine Burka trägt. Es muss ein ganz konkreter Grund vorliegen, z.B. wenn jemand randaliert und eben keine “Nichtigkeiten”, welche DIR nicht in den Kram passen. Wenn man damit nicht klarkommt, dann sollte man seinen Laden besser dicht machen.


#212

Wie gesagt sieht die Praxis anders aus und gerade die Anwendung der eigenen Maßstäbe trägt nicht nur zum Wohlbefinden bei sondern auch dazu, dass der Laden eben nicht dicht gemacht werden muss.
Denn es ist auch aus kaufmäninischer Sicht durchaus sinnvoll und effektiv auf ein paar Kunden lieber zu verzichten die nur Zeit und Nerven kosten (oder sich tatsächlich wie ein bösartiges Arschloch aufführen) .

So gesehen darfst Du Dich - spätestens seit Deiner heutigen Analphabeten-Atttacke gegen Holger - auch glücklich schätzen, dass das Forum nicht in meinen Entscheidungsbereich fällt.


#213

Eher dein feuchter Traum. Wie gesagt, wenn du (Tief-)Kühlware hast und die schon angewärmt ist, dann dürften wir die nicht zurück ins Regal stellen, sondern müssten die Ware wegschmeißen. Damit entsteht ein Schaden, den du ersetzen müsstest. Da kannst du dich noch so gegen wehren und einen auf “na das musste dann mit einem Anwalt klären.” machen, aber Fakten sind Fakten und Pflichten hat nicht nur der Händler, sondern auch der Kunde.


#214

Das passt aber juristisch nun nicht zusammen:

Also die Preisangaben an den Regalen sind nur ein Preisangebot, der Vertragsabschluss findet erst an der Kasse mit dem Kassieren und Bezahlen statt. Dann sollte ich aber auch als Kunde jederzeit noch bis zum Abschluss vom Kauf zurücktreten können, erst recht, wenn irgendwelche Leistungen, die eigentlich angeboten werden, dann doch nicht angeboten werden. Dass dann die Kühlkette für einige Waren unterbrochen wird, könnte euer ganz persönliches Problem eurer Verkaufsform sein.


#215

Mag sein, dass es in der Praxis bei dir anders aussieht, aber wenn du mal an jemanden geraten solltest, den du wegen einer Nichtigkeit aus dem Laden wirfst (z.B. weil er arrogant ist) und dieser dagegen vorgeht, kann das ziemlich teuer für dich werden.

Was soll denn das jetzt schon wieder? Ich habe lediglich helfen wollen. Wenn man meint, mich dafür aus dem Forum ausschließen zu müssen, dann ist das mehr als lächerlich. Aber das zeigt ganz gut, dass DU nur danach entscheidest, welche Nase dir passt und welche nicht. Da muss ich ja @ExtraKlaus sofort loben, dass er das mal anders sieht, denn gesperrt bin ich ja offensichtlich nicht.


#216

Nein, Deine “hilfreicher” Beitrag wurde lediglich gemeldet und ausgeblendet. Du solltest zumindest nicht auch noch versuchen uns hier für blöd zu verkaufen.

Meine Beurteilung bezieht sich auch weniger auf Deine Nase, als ganz konkret auf Dein Auftreten hier über die letzten Wochen.


#217

Leistungen, die u.U. nicht erbracht werden können. Das ist schon ein Unterschied und klar kannst du jederzeit VOR dem Bezahlvorgang noch vom Kauf zurücktreten, aber entstandene Schäden sind nicht unser Problem.

Das abheben von Bargeld ist nur eine zusätzliche Serviceleistung und nicht Kerngeschäft des Ladens. Da stehen die Chancen also so oder so schlecht, da rechtlich irgendwas zu drehen. Zumal du dann vermutlich auch beweisen müsstet, dass du nur und einzig wegen der Möglichkeit Bargeld abzuheben dort einkaufen warst. Wird schwierig. Insofern ist ein etwaiger entstandener Schaden durchaus vom Kunden zu tragen.

Zumal ich das geeier wegen dem Geld nicht verstehe. Ich zücke mein Handy, hebe bis zu 300€ ab und das ganz ohne Mindesteinkaufswert von 10-20€. Mit diesem Service wird übrigens in den Läden, wo ich das kann, nicht geworben, deswegen weiß das auch nahe zu keiner und alle gucken immer verdutzt. Da werd ich sogar regelmäßig von anderen Kunden angesprochen, wie das denn funktioniert :wink:


#218

Mein Beitrag war auch hilfreich, denn ich habe Holger dort ganz genau beschrieben, wo sich die Fehler befanden.


#219

Hausrecht

Money Quote:

Das Hausrecht gilt auch für gewerblich und freiberuflich genutzte Grundstücke, so etwa auch bei einem Gasthaus. Der Hausherr ist befugt, ein Hausverbot auszusprechen und notfalls mit Gewalt (Notwehr, § 32 StGB) durchzusetzen. Wird gegen ein Hausverbot verstoßen, liegt Hausfriedensbruch vor (§ 123 StGB). Auch kann die Nichteinhaltung von Zutrittsbedingungen zivilrechtliche Folgen haben.

/eod


#220

Die Schäden sind nicht euer Problem? Muss ich als Kunde überhaupt ahnen, dass die Kühlkette so wichtig ist? Ich denke nicht. Warum habt ihr keine Regeln, die zur Einhaltung der Kühlkette bis zum Abschluss des Kaufes zwingen? Ich glaube nicht, dass sich dort überhaupt ein Hinweis befindet, dass ein Herausnehmen der Ware zum Kauf verpflichtet.Warum keine Bedienung im Kühlbereich selbst? Das Problem ist von euch zum Zwecke der Profitsteigerung selbst verursacht imo.

Gab es da ein Gerichtsverfahren, was diesbezüglich gegen den Kunden geurteilt hat?