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Abtreibungsgegner wird durch die Medien gejagt - ist das richtig?


#81

Das Pro und Contra kann von mir aus gerne hier weitergeführt werden:

http://argumentia.de/thema/schwangerschaftsabbruch
(da kann man auch der Einfachheit halber nur einen Daumen nach oben oder unten anklicken - derzeit stehts 55% zu 45%)

daher würde ich gerne Abtreibung durch Glücksspiel austauschen. Hat für mich ähnliche Vorraussetzungen.

Beispiel:
Herr A. Hole ist sehr engagiert und absoluter Glücksspielhasser. Daher erstattet er Anzeige gegen mehrere Spielhallen des Gewinnspielbetreiber “Venus” welche seiner Meinung nach unerlaubte Werbung für Glücksspiel machten. Er hat sich in seinem Umfeld schon einige Feinde deswegen gemacht, weil er sehr radikal vorgeht und auch so menschlich nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Er lässt auch keine Gelegenheit aus das Thema anzuschneiden und jedem der es nicht wissen will, seine Meinung mitzuteilen/aufzudrücken.

Nun hat sich eine stattliche Menge von Anzeigen gesammelt. Den Spielhallenbetreibern ist das natürlich ein Dorn im Auge, und sie gehen damit an die Öffentlichkeit. Einige Zeitungen springen darauf an. Interessieren sich für A. wollen ihn interviewen, was denn seine Beweggründe sind. A. will dies natürlich auch unbedingt, da ihm das Thema ja so wichtig ist. Auf Grund seiner negativen Erfahrungen in seinem Umkreis tritt er aber nur unter dem Pseudonym X. auf.

Auf Grund der Anzeigen ist den Spielhallen natürlich der richtige Name von A. bekannt. Diese veröffentlichen diesen. Die Zeitungen geben das als ihre recherchen aus und veröffentlichen auch den Namen von A. Das gefällt ihm natürlich nicht und er schickt Unterlassungserklärungen raus.

In der Zwischenzeit stellt man fest, dass die Anzeigen allesamt unhaltbar sind, da die Spielhallenbetreiber im rechtlich sauberen Rahmen aggierten.

Nun kommen noch einige Zocker mit größerer Reichweite auf den Plan, weil sie sich von A. in ihrem Recht beschnitten sehen und veröffentlichen ebenfalls den Namen von A.

–>
Und jetzt die Frage: ist das veröffentlichen des Namens von A. gerechtfertigt oder nicht?


#82

Nach über 70 Anzeigen, dem damit verbundenen Lostreten eines gesellschaftlichen Diskurses und Interviews: Ja.


#83

auch wenn du scheinbar komplett an meinem Beispiel vorbei argumentierst: Danke für deine Meinung


#84

Du hast selbst die Frage am Schluss gestellt. Es macht wenig Sinn, dass ich nochmal meine Meinung, die ich schon am Beginn der Diskussion dargestellt habe, nochmal hier ausbreite. Außer wenn du suggerieren willst, dass die Antwort sehr wohl vom Hintergrundsthema abhängt.


#85

Nö, er hat vollkommen ins Schwarze getroffen, komme auch erneut bei JA an.


#86

Ja.​​


#87

Suggerieren wollte ich nicht. Wenn das so ankam, tut es mir leid.

mit vorbei argumentieren meinte ich:

Da dies nicht Inhalt meines Beispiels war. Aber vielleicht hängt ja doch auch evtl. die Beantwortung der Frage vom Hintergrundthema ab… :thinking: Ich weiß es nicht… vielleicht war das Threadthema auch falsch gewählt.

Ich verstehe nur nicht ganz, warum es nicht möglich sein soll, einen gesellschaftlichen Diskurs anzustoßen (auch vielleicht ungewollt) und dabei dann noch anonym zu bleiben. Aber vielleicht hab ich darin einen Denkfehler, und du kannst mir auf die Sprünge helfen.


#88

Weil die Gesellschaft das Recht hat zu erfahren, wer ihnen da was aufzwingen will. Wie scheiße wäre bitte ein anonymer Bundestag?


#89

Ich persönlich fände die Idee ziemlich sympathisch. :grinning:
Ich für meinen Teil wähle eben eine Partei und deren Programm, weniger die selbstdarstellerischen Persönlichkeiten dahinter. So kann ich mich so gut wie möglich von Vorurteilen frei sehen, und den Inhalt betrachten.


#90

Vordergründig mag die Idee interessant sein, aber das öffnet eben Kungelei Tür und Tor.

Und im Übrigen wählst du nur mit einer deiner beiden Stimmen eine Liste…


#91

Als obs die Küngelei nicht auch so gäbe. :wink:

Es würde einfach einem Ideal entsprechen, aber das ist ja dann auch wieder was für den Philo-Thread


#92

Das ist doch kein Argument!
Der Logik zufolge brauchen wir auch keine Polizei, weil es Diebstahl und Mord auch mit Polizei gibt…


#93

Das war auch kein Argument. Das sollte eigentlich der Kollege hier (:wink:) mehr als genug zeigen.