Wissen ist Olli Folge 36. Hier kann darüber diskutiert werden!
Die Iranische Revolution im Jahr 1979 führte zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und zur Abschaffung der Monarchie. Es entstand ein islamistisches Regime unter Ajatollah Chomeini. Der Iran hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen durchgemacht - und steht nun möglicherweise wieder vor einer. Olli skizziert die wichtigsten Punkte.
Ironisch, dass das Schah-Regime maßgeblich deshalb gestürzt wurde, weil es zu viele Reformen unternahm. Historisch betrachtet scheitern Staaten ja meist am Gegenteiligen. Unter dem Schah-Regime war ein Demokratisierungsprozess wesentlich greifbarer gewesen als jemals wieder unter dem der Mullahs der Fall. Aber wie Olli im Video auch hervorhebt, war ein Großteil der Bevölkerung des Iran leider islamisch-fundamentalistisch eingestellt, und konnte mit den Prinzipien der Weißen Revolution wie Frauenrechten, religiöser Toleranz, flächendeckender Bildung und Co. nicht nur nichts anfangen, sondern lehnte diese strikt ab.
Vermisst habe ich im Video die Rolle der US-Regierung unter Carter und der westlichen Europäer, die ja auch ihren entscheidenden Anteil daran hatten, dass die radikalislamischen Kräfte sich gegen den Schah durchsetzen konnten.
Hatte ich ja schon auch drin, aber eben nur sehr kurz. Wollte mich auf das Land selbst beschränken, da hätte ich aber in der Tat an der Stelle ein wenig ausführlicher sein können.
Gibt es denn Bestrebungen, das Format auszudehnen? Geschichts-YouTuber wie Mr. Wissen ToGo sind mit Videos von zehn bis zwanzig Minuten sehr erfolgreich und können darin mehr Inhalt transportieren. Das gäbe auch Dir Raum die Themen näher zu beleuchten. Und genug zu erzählen hast Du als wandelndes Lexikon ja.
Wenn es Dir schwer fällt, vom Skript abzulesen, könnte man doch auch längere Videos ungeschnitten veröffentlichen. Vielleicht mit einem Sidekick an Deiner Seite, der Dir abgestimmte Fragen zu einem Thema stellt, zu dem Du Dich vorab informiert hast.
Ich finde Olli auch am stärksten, wenn er mit jemandem zusammen agiert,
wie z.B. mit Holger im Aufnahmestudio oder damals beim Sonntagsfrühstück.
Das i-Tüpfelchen ist bei ihm fü mich immer der persönliche Bezug zu den Themen
(weil er ja viele Dinge ja als Zeitzeuge “miterlebt” hat) bzw. seine Anekdoten und
kleine Details, die man ansonsten nicht hört.
Also, wenn er einfach erzählt, anstatt abzulesen.
Wie man bei Mario gesehen hat, kommt es den Zusehern gar nicht
auf einen inhaltlich lückenlosen und perfekten Vortrag an,
sondern auf die Person Olli und seine Art, die z.B. für mich an erster Stelle steht.
Er wirkt eher wie ein Kumpel, den man etwas fragt, weil man weiß,
dass er es gut erklären kann und sich damit auskennt.
Genau das macht seinen Reiz aus.
In der Pädagogik bzw. Didaktik spricht man in diesem Zusammenhang
von „Peer Group Education“. Dahinter steckt die Erkenntnis,
dass man Inhalte oft besser versteht, wenn sie von einem Gleichgestellten
erklärt werden, als wenn sie klassisch von einem „Lehrer“ vermittelt werden.
Und die derzeitige Form sind halt eher klassisch “Lehrer”-Style als ein Gespräch,
in dem auch Nachfragen möglich sind.
Auch, wenn ich gerade lese, dass das Format auch in Teilen in der Live-Show stattfinden soll,
wäre vielleicht eine Art “Sonntagsfrühstück” zwischen Olli und einer zweiten (und/oder
auch dritten) Person das Richtige für die Zuseher.
Nach Marios Tod schaue ich gerade die Sonntagsfrühstücke von Folge 1 an noch einmal
und fühle mich sehr gut unterhalten, weil es eben diese persönlichere Ebene bietet.
Dass das Format dann teilweise nicht so gut funktionierte, lag leider meist an
den Themenvorgaben der Community. Dies könnte ja aber geändert werden.
Aber wie gesagt - das ist nur ein Idee - ins Unreine gesprochen bzw. geschrieben.
Noch eine Ergänzung der Idee, die als “Editierter Post” untergehen würde:
Es gibt doch auf YouTube etc. viele alte einzelne Tagesschau-Sendungen der letzten
Jahrzehnte, in denen das damalige Zeitgeschehen in kurzen Beiträgen präsentiert wird.
Spontan fallen mir da Meldungen wie über die RAF-Anschläge, Gladbeck,
aber auch Sportereignisse wie Olympia ‘84 etc. ein.
Man könnte pro Sendung eine dieser kurzen Tagesschau-Szenen sozusagen als “Einstieg”
in ein Thema wählen und Olli erzählt dann detaillierter und man unterhält sich
darüber mit einer oder zwei weiteren Person(en).
Olli wüsste natürlich im Vorfeld, um was es gehen soll und kann sich
entsprechend vorbereiten.
Ich denke, dass dadurch auch die Anspannung durch den Teleprompter
und das Ablesen wegfällt und es für Olli entspannter wird.
Wie gesagt - das Besondere an Olli ist im Aufnahmestudio, dass er Inhalte
mit persönlichen Anekdoten bzw. Details darstellt. In einem “Vortrag”,
so wie es derzeit im Format der Fall ist, geht das leider unter, weil es
um reine Fakten etc. geht.
Ich wiederhole mich, aber: Das Format lebt von Ollis Persönlichkeit
und mit meiner Idee könnte man das stärker in den Fokus bringen
und davon profitieren.