Wie gefährlich ist der Qualitätsverlust im Fernsehn?

Hallo
auf den Wunsch von Usern poste ich den Beitrag nocheinmal in diesem Forum, sodass jeder antworten kann.

Schon seit langem sehe ich die traurige Entwicklung des Unterhaltungsfernsehens (ich spreche vor allem von RTL und RTL II aber auch von Pro7 und Co.) und mich lässt der Gedanke nicht los, das das mehr als nur schlechtes Fernsehen ist…
Es ist allgemein bekannt, dass Eltern (v.a. um die Nachmittagszeit) mit Arbeit oder Haushalt beschäftigt sind und somit nicht kontrollieren können, was sich ihre Kinder im Fernsehen anschauen.
Das war lange Zeit auch kein großes Problem, klar, Mist gab es immer, aber was da momentan in den Flimmerkisten abläuft ist meiner Meinung nach nurnoch pervers… Die Themen, die Charaktere, die Sprache (!), die Absurdität und die Botschaften einiger gescripteter Formate / Casting- / Reality Shows haben sich doch wirklich sehr ins negative bis abgrundtiefe gewandelt…
Dazu muss ich sagen das ich doch sehr geschockt bin seitdem ich die letzte Folge “Generation Ahnungslos” gesehen habe…
Zugegeben, die Sendung läuft erst nach 20:00 Uhr, aber eine Mutter (oder Mutter-Schauspielerin) DARF ihre “Tochter” NIEMALS als “…kleine Fotze…” o.Ä. bezeichnen, nicht einmal in einem sogenannten Rollentausch.
Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass das Fernsehen eine erzieherische Funktion hat, ob das nun so geplant ist oder nicht. Täglich sehen Kinder/Jugendliche diesen Mist und der Mist prägt sich jedes mal etwas tiefer in ihren Köpfen ein, das geschieht unterbewusst…
Leider wird die ganze Scheiße von den am leichtesten beeinflussbaren Wesen der Erde gesehen, nämlich Teenagern in der Pubertät. Sie haben teilweise noch nicht die Lebenserfahrung, das Hintergrundwissen oder das richtige Gespür um zu erkennen wie wirklichkeitsfremd die gestellten Aufnahmen sind (siehe z.B. bei Verdachts/Betrugsfälle - Ein 11-Jähriger glaubt vielleicht wirklich das derartiges tagtäglich irgendwo in Deutschland passiert)
Es ist allgemein bekannt das die Umwelt einen Menschen prägt und das Fernsehen ist eben ein fester Bestandteil unserer Umwelt!
Und so etwas wie das Aktuelle Nachmittags-/Abendprogramm auf den betreffenden Sendern verstehe ich unter einem schlechtem Umfeld.
Immerhin werden Familien, in denen Eltern den ganzen Tag saufen und nur in Fäkalsprache kommunizieren, häufig vom Jugendamt das Sorgerecht entzogen um die Kinder zu schützen und genau DIESES Umfeld wird von RTL1/2 in jenen Mistsendungen künstlich erschaffen und in tausende Wohnzimmer projektiert, genau DER Dreck, vordem Heranwachsende behütet werden sollten läuft zur besten Sendezeit, nämlich nach den Hausaufgaben wenn die Flimmerkisten angehen.
Vielleicht bin ich mit meinen knapp 20 Jahren ja schon wieder zu altmodisch, weil ich mit 12 Simpsons und Malcolm Mittendrin geglotzt hab, aber ist DAS noch gesund?
Wenn wir ein Buch lesen, nutzen wir unsere Fantasie uns versetzen uns gedanklich in eine bestimmte Lage/Situation denn unser Gehirn beschäftigt sich mit der beschriebenen Szenerie.
Wieso sollte das beim Fernsehen anders sein?
Versteh mich nicht Falsch, das soll jetzt keine Verschwörungstheorie ala “RTL züchtet zukünftige Serienmörder” sein, was ich meine ist vielmehr das jahrelanger Umgang mit Dreck auch seine Spuren hinterlässt.
Wie sich das äußert weis ich auch nicht, sei es in unserem Verhalten, im Umgang miteinander, in der Sprachentwicklung oder im Vertrauen gegenüber anderen Menschen (siehe z.B. Harz IV-Empfänger)
Mir ist selbstverständlich klar das das Fernsehen nicht alles ist, aber es spielt unbestreitbar eine Rolle in unserem Westlichen Lebensstil.
Ähnlich war es doch auch mit den zunehmend niveaulosen Texten der deutschen Rap-Szene und jetzt hört euch doch mal an den Bahnhöfen von mittelgroßen Städten um… Hört euch die Ausdrücke an, achtet darauf was für Musik aus den Handys tönt, von wem sie konsumiert wird und v.a. wie sich derjenige verhält…
Ich will niemanden in Schubladen stecken, aber wenn ihr die Sache aufmerksam beobachtet, fällt euch da vielleicht ein Zusammenhang auf…
Wie denkt ihr darüber? Glaubt ihr die Jugend von heute steckt das einfach weg ohne Schaden daran zu nehmen oder wird dadurch eine breite Masse negativ beeinflusst?

Ich denke schon das es nicht Gesund für unsere Zukünftige Kultur ist und ich würde jede Petition zur Verbannung dieser Programme unterschreiben, aber wie im Umgang mit dem Internet sind auch die Erziehungsberechtigten dazu aufgerufen dem Nachwuchs den Umgang mit dem Fernsehen nahezubringen. Solange den TV-Anstalten ihr TV-Programm egal ist und alles nur auf Werbung und Umsatz ausgelegt ist muss halt jeder einzelne reagieren und die Kinder mit den Richtigen Umgang mit Medien erziehen.
Bei mir ist z.b. schon RTL komplett gebannt, weil bei dem Sender bekomme ich jedesmal einen Brechreiz.

Ich persönlich stelle grad um, denn in Zeiten von Breitbandverbindung, OTR und FTP-Push kann man sich sehr schön sein eigenes Programm erstellen und das ganz ohne Werbung.
Wenn ersteinmal alles vernünftig läuft hab ich zum Schluß jeden Tag mein Fernsehprogramm auf der Mediabox ohne mich zumüllen lassen zu müssen :smt023

Mfg Bully

Ich persönlich habe sehr starke Zweifel daran, dass die Fernsehserien selbst der konkrete Auslöser des jugendlichen Fehlverhaltens sind. Die Ursachen hierfür sind stets bei den Erziehungsberechtigten und im näheren Umfeld des jeweiligen Kindes zu suchen.
Sicherlich prangern manche Eltern ebenso die Fernsehsendungen dafür an, dass sie jungen Menschen eine unflätige und mit Kraftausdrücken angereicherte Sprache nahe bringen, allerdings wird die Umsetzung dieser Sprache in die Realität dadurch bedingt, dass die Eltern darin versagt haben, ihren Kindern ein Mindestmaß an Manieren und ein sozial akzeptables Verhalten zu vermitteln. In einem gewissen Maße sind viele Eltern von einem solchen Programm abhängig, da sie dadurch ihre eigenen Unzulänglichkeiten maskieren und die Schuld bequem auf ein leicht angreifbares Medium schieben können.
Damit will ich natürlich nicht sagen, dass man das Programm so lassen sollte. Ich möchte nur darauf hinaus, dass man es aus anderen Gründen ändern müsste.

Ich habe zwei sehr interessante Videos zum Thema gefunden.
[1/2] Medien-u. Gesellschaftskritik von Richard D. Precht - Medientage München 2009
[video]http://www.youtube.com/watch?v=3RP2zQBBRy0[/video]
und
Verblöden wir? - 21. BB-Disput Nov.1992
[video]http://www.youtube.com/watch?v=VEUc1gaDFC4[/video]

Das war eine Nachricht, die ich Homerjay schon geschickt hab, ich denke, er hat nix dagegen, wenn ich sie hier nochmal als Beitrag bringe:

Ich denke, das zentrale Problem sprichst du selbst an. Das ist nämlich nicht das Fernsehn, sondern die fehlende Erziehung und Aufmerksam durch die Eltern. Jedes Kind wird irgendwann mal mit Tod, Fäkalsprache, unmoralischen Situationen und anderen Dingen konfrontiert oder von ihnen bedroht. Dass es diese Dinge gibt sollte man als verantwortungsvolle Eltern auch nicht vor Kindern verstecken.
Die einzige Frage, die sich Eltern stellen sollten ist nicht: “Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Kind davon unbehelligt bleibt?” sondern "Was kann ich tun, damit mein Kind das richtig verarbeitet und daraus lernt?"
Und hier setzen wir an. Nicht beim schlechten Fernsehprogramm, bei fluchenden Menschen auf der Straße oder bei den Weltmächten, die zulassen, dass es Krieg auf dieser Welt gibt, der dem Kind zeigt, dass Gewalt als Problemlöser taugt. Sondern bei der Aufmerksamkeit und der Führung, die wir Kindern bieten müssen. Man lässt sein Kind nicht allein vor dem Fernseher und am Besten auch gar nicht in der Wohnung an schönen Tagen. Man nimmt sich Zeit für die Erziehung, unternimmt sinnvolles mit ihm und erklärt ihm all die Dinge kindgerecht, die es miterleben muss, damit es lernt, gut damit umzugehen.

Unsere Kinder werden nicht durch das Fernsehn gefährdet. Sie können nur durch ihre eigenen Eltern und deren fehlende Zuwendung gefährdet werden.

Ich denke auch dass die Zauberformel hier eher folgende ist: Lead by exaple - Führen durch Vorbild

Ich persönlich bin der Meinung, dass ich sehr viel mehr nach meinen Eltern geraten bin als nach dem Fernsehprogramm der 90er :wink:

Das ganze ist aber ein sehr viel komplexeres Thema wenn ich so darüber nachdenke. Ich denke um Vorbilder haben zu können muss man auch einen gewissen Respekt haben KÖNNEN vor dem Wissen und der Erfahrung anderer. Jeder hat schonmal erlebt, dass Jugendliche oft mit einer naturgegebenen Arroganz durch ihr Jugendleben gehen und ich war da früher keine Ausnahme.
Wichtig ist da aber dass dort anreize gegeben werden müssen mal über sich selbst nachzudenken und zu relfektieren ob das jetzt alles so richtig war wie etwas gemacht wurde.

Ich behaupte nicht, dass es so ist wie ich sage - aufgrund meiner Kindheit hab ich nur den Eindruck dass es so sein könnte.

Lax

Bisher habe ich immer gesagt Verblödungsfernsehn gibts nicht. Nur weil das Fernsehn teilweise niveaulos ist, verblödet doch keiner. Seit kurzem sehe ich das etwas differenziert.

In all den vorgetäuschen „Wissenssendungen“, wie Galileo, Abenteuer Leben, Abenteuer Wissen und Co. wird kein Wissen mehr direkt vermittelt, sondern es muss erstmal alles selbst „getestet“ werden. Auf kabel1 wurde kürzlich gefragt, wie viel Wasser in ein Auto passt? Anstatt auszurechnen welches Volumen das Auto hat, haben die kurzerhand das Auto selbst mit Wasser gefüllt - nur um fest zu stellen, dass Auto nich dicht ist, und das Wasser aus den offenen Stellen wieder heraus läuft (ach ne! :slight_smile: ). Also was wurde gemacht? Es wurde versucht das Auto abzudichten und das Auto erneut mit Wasser gefüllt. Zwar ist nun mehr Wasser eingetreten, als wieder rausgeflossen ist, ganz dich war das Auto aber immernoch nicht und so konnte die Wassermenge nur auf ca. 4000 liter geschätzt werden (abgesehen davon, dass das Volumen bei jedem Auto anders ist und an sich eine völlig unwichtige Informaion ist). Als nächstes wurde gefragt, ob es denn wohl möglich ist, den Motor bei vollgefülltem Innenraum noch anspringt. Anstatt analytisch vorzugehen und zu überlegen was der Motor denn benötigt, damit er anspringt wurde es einfach getestet - und er sprang an. Nur in einem Nebensatz wurde angemerkt, dass zuvor alle Kabel im Innenraum abgedichtet wurden, damit es keinen Kurzen bei der Zündung gibt. Das was den meisten im Kopf bleiben wird ist, dass es geht und nicht, dass es nur wegen der speziellen Preparierung ging.
Weitere Beispiele sind zum Beispiel die Tests, ob ein beliebiges Video aus dem Internet oder aus der Werbung „echt“ oder „fake“ ist. Ist das möglich was dort zu sehen ist? Anstatt einen Experten zu fragen, ob soetwas möglich ist (oft kann man die Frage ja zum Beispiel anhand von physikalischen Grenzen erklären) muss versucht werden das Video selbst nachzustellen und selbst zu testen.
Das sind sicher nur die extremsten Beispiele, zeigt aber sehr gut, was mittlerwile fast überall im Fernsehen und in anderen Medien vorzufinden ist. Dem Zuschauer wird eine Information vorgekaukelt, wo keine ist.
Das hat vielleicht für alle, die es auch mal anders gelernt haben noch keinen so großen Einfluss. Ich glaube aber für die nächste Generation dafür umso größere. Mittlerweile zeigt sich die Oberflächlichkeit einfach nicht mehr in einzelnen Sendungen, sondern in der breiten Masse der Medien. Und somit bekommt der Mensch die Oberflächlichkeit dementsprechend vorgelebt.

Als krasses Gegenbeispiel empfehle ich auch „Mit offenen Karten“ auf arte. Dort wird komprimiert in zehn Minuten ein vielfaches an Informationen vermittelt als in jeder durchschnittlichen „Wissenssendung“ im ganzen Jahr. Selbst teilweise aufwendig gemachte historische Dokumentationen, die durchaus wissen vermitteln, halten sich heut zu Tage zu viel an der Aufmachung auf.

Die andere Gefahr sehe ich in geskripteten Dokusoaps. Auch hier wird einem eine Realität vorgegaukelt die es so nicht gibt. Viele Zuschauer wissen das sicherlich auch. Entscheident ist aber auch hier wieder die Masse. Um es zu vereinfachen: Wen man den ganzen Tag nur Assis sieht, glaubt man irgendwann, es gibt wirklich nur solche Assis und das sei ganz normal um nicht zu sagen „richtig“ (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Konformit% … t_von_Asch).
Trauriger Tiefpunkt was das angeht ist für mich X-Diaries auf RTL II. Die Sendung kommt um 19 Uhr (?), also keinem ganz schlechten Sendeplatz. Ich habe ein paar mal reingezappt. Soweit ich das sehe gehts dort immer um das Selbe. Irgendjemand ist um Urlaub und Betrügt jemand anderen mit jemand anderem. Sei es nun das Pärchen das sich gegenseitig Betrügt, der Familienvater der sich betrinkt und danach eine andere Frau flachlegt oder die Mutter die mit dem Freund ihrer Tochter ins Bett geht. Sind es Männer, die das spitz kriegen gibts direkt aufs Maul (oder es wird zumindest mit selbigem gedroht). Etwas anderes scheint im Urlaub gar nicht mehr zu passieren. Darüber hinaus werden dort zwei Pappnasen die scheinbar nicht mehr der deutschen Sprache mächtig sind (wirklich so extrem habe ich das noch selten gesehen; siehe http://www.rtl2.de/rvp/xdiaries/ ). Nach wenigen Minuten konnte ich mir den Mist nicht mehr ansehen, auch wenn meistens schöne Körper in knappen Bikinis zu sehen waren. :wink:

Ich denke auch dass die Zauberformel hier eher folgende ist: Lead by exaple - Führen durch Vorbild

Ich persönlich bin der Meinung, dass ich sehr viel mehr nach meinen Eltern geraten bin als nach dem Fernsehprogramm der 90er :wink:

Führen durch Vorbild ist gut, aber ich sehe eben eine Verflachung des gesamten Fernsehprogramms und der gesamten Medienlandschaft. Zwei Generationen nach uns hat vielleicht nur noch eine kleine Elite Zugang zu qualitativ hochwertigen Medien. Wo das im extremfall hinführen kann zeigt der Film Idiocracy.
Und wenn ich bedenke, wer sich die letzten zwei Jahre alles bei mir in der Firma auf die Stelle des Fachinformatikers beworben hat und mir die ganzen Praktikanten ansehe, könnte mir schon jetzt angst und bange werden.

Fernsehen hat sich auch in soweit geändert, dass früher solche Programme gar nicht möglich waren. Früher wurden die Sender noch mehr auf ihre Inhalte geprüft. Ihr könnt Euch sicherlich noch an die Zeit erinnern, in der noch bei den Krawallshows gepiepst wurde.

Ob das nötig oder gar sinnvoll ist weiß ich nicht, das zeigt aber, dass sich gegenüber Wertevorstellung im Fernsehen einiges geändert hat.

Und macht Fernsehen dumm, gibt es immer mehr dumme oder werden einfach nur immer mehr dumme Leute zu Wort gelassen (beachtet)? Ich glaube eher letzteres.

Ich habe mir jetzt gerade auch den Vortrag von Richard D. Precht und finde seinen Beitrag wirklich sehr wichtig.
Gerade uns, hauptsächlich junge Menschen, die sich für Medien interessieren und ein Teil des Internets sind sollte das was er gesagt hat nachdenklich machen.

Denn das was er hier prognostiziert ist nicht Zukunft, für junge Menschen ist das bereits Realität. Viele von uns suchen sich genau diese Information heraus, die uns passt und lesen hauptsächlich Blogs, die ähnlich denke wie wir selber.
Das Darf aber nicht sein! Das macht uns blind!

Es ist doch gerade wichtig Meinungen und Informationen zuzulassen und auch in irgend einer Weise unterstützen (insoweit das sie überhaupt möglich sind), auch wenn sie uns nicht passen. Gerade Medien die uns ein weites Spektrum liefern, auch mit Inhalten die uns egal sind müssten uns wichtig sein.

Übertragen auf die Privaten: Sie senden uns nur ein sehr begrenztes Spektrum, welches die Mehrzahl der TV-Besitzer anspricht. Das sind zumeist sehr einfältige, stupide Inhalte. Ich glaube nicht dass es mehr dumme Menschen gibt, dumme Menschen werden nur immer mehr von den privaten Sender bedient, da man so eine breite Masse erreichen kann. Mit einer anspruchsvollen Wissenschaft-, Kultur- oder Politiksendung erreicht man nun mal keine große Zuschauermenge.

Man könnte weiter gehen und sich fragen ob Verbreitungskanäle wie “on Demand” nicht Gift für unsere Gesellschaft ist, denn wie werden sonst Sendungen, Inhalte, Meinungen hervorgebracht, die sonst kaum Konsumenten hat. Nicht desto trotz sind diese oder vielleicht sogar gerade diese für unsere Gesellschaft wichtig.

In Deutschland sind wir in der glücklichen Situation die ÖR zu besitzen. Das Problem steht hier alleine darin, dass die ÖR die Privaten oftmals als Konkurrenz ansehen (und vergleichen ihre Quoten) oder das sich viel zu viele alleine von den privaten “Ernähren” und auch nicht auf das wenig hochwertige der Privaten zurückgreift.
Bei Zeitschriften gibt es aber dies nicht. Hier steht zudem eine große Konkurrenz zum Internet, mit dem man kostenlos gezielt Inhalte abrufen kann. Zeitschriften wollen sich dem anpassen und vermutlich werden ihre Artikel bald auch alle einzeln abrufbar. Was ist aber mit den anderen Artikeln, die auch wichtig sind, aber nur relativ wenig interessiert?

Ich denke hier ist nicht die nur (nur da es nun mal viele gibt, die sich darüber keine Gedanken machen) die Politik gefragt, sondern gerade wir, die mit den neuen Medien aufgewachsen sind und die Veränderung miterleben und mitbestimmen. Wir sollten eine breite Vielfalt fördern, auch wenn wir dann auch für Inhalte bezahlen, die uns egal sind.

[…]Viele von uns suchen sich genau diese Information heraus, die uns passt[…]

Um genau zu sein tun wir das alle. Es ist ein unterbewusster Prozess, bei dem man die Glaubwürdigkeit von Theorien, Studien etc. erhöht oder senkt, je nachdem wie gut sie in das eigene Weltbild passen. Je schlechter etwas zur eigenen Einstellung passt, desto stärker sucht man nach Fehlern (und findet sie dann meistens auch), während man im Extremfall Ergebnisse die einem in den Kram passen hinnimmt, selbst wenn sie komplett ausgedacht sind*. Aktuelle Sommerlochgeschehnisse der deutschen Politik zeigen das recht deutlich, ich nehme es auch oft genug bei mir selbst wahr.

Da gebe ich Dir völlig recht, aber umso schlimmer ist es doch, wenn dann sogar der Input nach dem eigenen Weltbild oder Wunsch sortiert ist. Dadurch wird man völlig blind und einem erreicht überhaupt nicht mehr was um einen herum sich abspielt.

Das ist vielleicht die eigentliche Verdummungsgefahr, die von den Medien ausgeht, die nicht nur die eh schon dummen trifft, sondern alle.

Danke, homer-Jay, dass Du diesen Beitrag nochmal in einem eigenen Thread bringst und
Danke, Pfaumann für das verlinkte Video von Richard D. Precht - ich habe es gebannt verfolgt! Meine Antwort an ihn wäre: Wenn die Massenmedien ihrer Verantwortung nicht gerecht und zu schlecht werden, bleibt uns ja leider nur noch die Flucht ins Internet. Ich möchte an dieser Stelle auch etwas verlinken - und zwar diesen 5-Seiter von der ALM, den zu lesen sich lohnt

http://www.alm.de/fileadmin/Dateien/ALM_PM_05_2009_Anlage_Beratungspapier_Programmgrenzen.pdf

Darin kann man sehen, dass die Landesmedienanstalten die desolate Qualität des Programms sehr wohl bemerken, sich aber in ihrer Rolle recht hilflos fühlen (wollen) und es beim Appell an die Privaten belassen, moralisches Handeln wäre langfristig auch das ökonomisch sinnvolle Handeln. Dass dieser Schund in seinem geballten Auftreten auf die Dauer Werte verändert, ahnen sie, trauen es sich aber nicht so recht, das auch zuzugeben:

Es sind die eher „kleinen“ Beispiele, die Fälle, die für eine rechtliche Würdigung zu klein, für ein Wegsehen aber zu groß sind, auf die geachtet werden muss. Sie führen nicht nur zu öffentlichen Diskussionen über die Qualität und die „Zulässigkeit“ von TVProgrammen [-]führen[/-]. Sie entscheiden zugleich über die Grenzen der Rundfunkfreiheit, weil sie diese Grenzen innerhalb der gegebenen Grenzen langsame und kaum sichtbar verschieben. Aus solchen eher kleinen Fällen entsteht das Material, kommen die Beispiele, die dann für die Behauptung eines Verlustes von Werten in Anspruch genommen werden.

Ich persönlich bin mir sicher, dass die permanente Ausstrahlung des Schunds Werte verändert - und das ist auf zweifache Weise schrecklich: die einen werden immer mehr an asoziales Verhalten „gewöhnt“ und denken das wäre anerkanntes Verhalten - und die anderen fragen sich, warum sie sich eigentlich in diese dekadente Gesellschaft integrieren sollen. Wenn ich denken würde, dass Deutschland wirklich so wäre, wie es „We are Family“ vorlebt, würde ich mich vom nächsten Hassprediger zum Selbstmordattentäter ausbilden lassen… :evil:

Wie sehr sich das Fernsehen verändert hat, kann man an den Parodien darauf gut verfolgen: In Woody Allens „Was sie schon immer über Sex wissen wollten, aber sich nicht zu fragen trauten“ gibt es eine Show „Was ist meine Perversion?“ (im Robert-Lembke-Stil) - die wirkt inzwischen sehr hausbacken:

Und TV-Kaiser ist auch schon in der Kurve überholt worden…

Ja Danke … danke an alle und Danke an die liebe Sonne, das sie scheint …

Zum Thema,…

Ist irgendwie immer etwas einseitig, die Verantwortung auf das Fernsehen zu schieben, oder? Ich kann mich einigen der Vorposter - im Tenor - nur anschliessen: Das Problem liegt nicht im Fernsehen als Auslöser, es ist bestenfalls als begleitender Faktor zu sehen … das Problem liegt in der Unfähigkeit der Eltern, ihre Kinder zu kritischen Menschen zu erziehen.

Die Situation der Bevölkerung im Umgang mit den Medien ist vergleichbar der Situation der Menschen im Umgang mit den religionen vor dem Zeitalter der Aufklärung: Haben früher Priester den Menschen jeglichen Unsinn als “den wahren Willen Gottes” (aka “der Götter”) verkauft, dann hat heute das Fernsehen diese Aufgabe übernommen. Der Mensch glaubt, was er sieht, und das fernsehen lässt ihn sehen, was er glauben soll.

Aber ist das das Problem des Fernsehens?

Es ist das Problem der Einfältigkeit der Menschen. Eben … als als wahr hinzunehmen, ohne zu hinterfragen. Früher gab es klare Grenzen: Im Variete gab es “Zauberer” und “Illusionisten” und im wahren Leben gab es sie nicht. Früher ging man in’s Kino, um sich verzaubern zu lassen und beim Verlassen des Kinos hatte einen die Realität wieder.

Irgendwann verwischten diese Grenzen … Nachrichten waren keine puren Dokumentation von Fakten mehr, sie wurden aufgepolstert mit reisserischen Metaphern und stimmungsschaffenden Elementen … die Wochenschauen im dritten Reich sind ein ziemlich drastisches Beispiel für Meinungsmache.

Aber ist das das Problem der Nachrichtenproduzenten?

Die Menschheit verdummt, wird gleichgültiger, hinterfragt nicht mehr. Politiker haben sich früher noch Mühe gegeben, die Wähler zu täuschen, heute müssen sie das schon gar nicht mehr.

Fazit:
Die Menschheit (zumindestens die, die dem Fernsehgott huldigen) wird einfältiger, dümmer und leichter zu lenken. Printmedien (mit vier Buchstaben) bedienen das Rückenmark ihrer Leser, bestimmte Fernsehsender tun es ihnen gleich und die Saat geht auf.

Die Situation ist nicht anders als sie in Europa im 14. Jhr. war: Es ist einfacher für die “Einfachen” zu glauben … als den Kopf anzustrengen und zu denken. Hiessen die die Lenker der Menschheit früher noch Hohepriester oder Papst … so heissen sie heute Generalintendant.

Und das Volk lässt es zu.

Und die, die hinterfragen schalten diese “Sender” erst gar nicht ein …

Die Menschheit (zumindestens die, die dem Fernsehgott huldigen) wird einfältiger, dümmer und leichter zu lenken. Printmedien (mit vier Buchstaben) bedienen das Rückenmark ihrer Leser, bestimmte Fernsehsender tun es ihnen gleich und die Saat geht auf.

Und was hat die Politik davon? Es gibt immer mehr Splittergruppen und Nichtwähler.
Wobei ich nicht glaube, dass es mehr Dumme oder diese recht viel dümmer werden, die meisten Kommen mit der den Medien nur nicht mehr klar (dabei möchte ich nicht nur die dummen einschließen).
Und dann wären wir wieder bei der Verantwortung der Medien.

Ja Danke … danke an alle und Danke an die liebe Sonne, das sie scheint … …
:roll:

Gefühlte 90% der Forenbeiträge belassen es dabei, sich von (kurzen) Ausschnitten schlechten Fernsehens unterhalten zu fühlen, weil sie sich gern gruseln oder weil es Ihnen das Gefühl der Überlegenheit gibt oder was weiß denn ich. Es ist seltener, dass die Forenbeiträge sich mit dem effektiven Schaden an der Gesellschaft beschäftigen - insofern bin ich tatsächlich sowohl für den Thread als solchen dankbar als auch allen dankbar, die hier gute Quellen zum Thema zusammentragen. Die liebe Sonne hat übrigens heute morgen Deinen Beitrag gelesen und entschieden, so lange Pisswetter einkehren zu lassen, bis der liebe Isegrimm wieder gelernt hat, ihr dankbar zu sein… :twisted: Wenn es also in einer Woche immer noch schifft, wissen wir an wen wir uns wenden…

Ist irgendwie immer etwas einseitig, die Verantwortung auf das Fernsehen zu schieben, oder?

Oh, die Verantwortung liegt bestimmt nicht nur am Fernsehen. Aber hier konzentrieren wir uns nun mal auf diesen Aspekt. Dein Einwurf wirkt wie der Appell des Drogendealers ans Gericht, die Konsumenten hätten ja auch Eigenverantwortung und der afghanische Bauer müsse ja auch seine Kinder durchbringen und die Wirtschaft habe ja auch was davon … und … und …

Das Format Fernseh-Kritik lebt momentan davon, Beispiele schlechten/geschmacklosen/ … Fernsehens zu präsentieren und diese satirisch-bissig zu kommentieren. Aber ob das auf Dauer reicht? Ich finde, der Grimme-Award verpflichtet zu mehr:

  • Analyse der Schädlichkeit der TV-Formate (findet in Teilen schon statt)
  • Analyse: wie konnte es überhaupt dazu kommen?
  • Analyse: wie kommen wir aus der verfahrenen Situation der Sachzwänge der Medienlandschaft wieder heraus?

Ich würde mir da auch Beiträge von Medienwissenschaftlern, Produzenten, … wünschen - und nicht nur die Aufschreie von uns „Opfern“. :!:

Dein Einwurf wirkt wie der Appell des Drogendealers ans Gericht, die Konsumenten hätten ja auch Eigenverantwortung und der afghanische Bauer müsse ja auch seine Kinder durchbringen und die Wirtschaft habe ja auch was davon … und … und …

  1. Ich esse nur da, wo es mir schmeckt …
  2. Ich esse mit Genuss …
  3. Ich lass mir nicht jeden Pamps vorsetzen.
  • Analyse der Schädlichkeit der TV-Formate (findet in Teilen schon statt)
  • Analyse: wie konnte es überhaupt dazu kommen?
  • Analyse: wie kommen wir aus der verfahrenen Situation der Sachzwänge der Medienlandschaft wieder heraus?

Wie wärs denn mal mit …

  • Analyse der Kritikfähigkeit des Konsumenten und der Möglichkeit zu verzichten?
  • und nicht nur die Aufschreie von uns „Opfern“. :!:

Also …
… ich sehe mich nicht in einer Opferrolle. Opfer sind Geschädigte, die sich gegen ihr Schicksal nicht durchsetzen konnten. Wenn Du hier Zuschauer in einer „Opferrolle“ siehst, dann ignorierst Du schlichtweg die Tatsache, das es auch ein Leben „neben“ dem Fernsehen gibt.

Und wenn mir das Fernsehen nicht passt, dann kann ich auch was anderes tun …

… niemand wird zum sehen vergewaltigt.

Das Format Fernseh-Kritik lebt momentan davon, Beispiele schlechten/geschmacklosen/ … Fernsehens zu präsentieren und diese satirisch-bissig zu kommentieren. Aber ob das auf Dauer reicht? Ich finde, der Grimme-Award verpflichtet zu mehr:

  • Analyse der Schädlichkeit der TV-Formate (findet in Teilen schon statt)
  • Analyse: wie konnte es überhaupt dazu kommen?
  • Analyse: wie kommen wir aus der verfahrenen Situation der Sachzwänge der Medienlandschaft wieder heraus?

Ich weiß zwar nicht, ob der Grimme-Award zu sowas verpflichtet, aber ansonsten stimme ich dir voll zu. Ich würde mir auch etwas mehr brainlastige Themen bei FKTV wünschen.
Wenn die Recherche zu für einen alleine zu aufwendig ist, könnte man so ein Thema ja auch gemeinsam im Forum versuchen zu erörtern.

  1. Ich esse nur da, wo es mir schmeckt …
  2. Ich esse mit Genuss …
  3. Ich lass mir nicht jeden Pamps vorsetzen.

Ja, Du! Jetzt stell dir aber vor es gäbe, mit Außnahme einiger weniger und sehr teurer Feinschmäckerrestaurants NUR noch Fast Food-Ketten. Die Burger sind noch mehr als heute schon mit Geschmacksverstärkern versehen, so dass Sie einerseitz sehr lecker sind, andererseits man sich sehr schnell an diesen besonderen Geschmack gewöhnt und ihn immer wieder haben will. In der Werbung siehst du nichts anderes mehr, als Burger hier, Burger da. Bis auf wenige Ausnahmen hast du wie gesagt nur die Wahl zwischen Burger A, Burger B, Burger C usw. Durch den Konkurrenzkampf werden die Burger sehr günstig. Wohingegen die Lebensmittel im Laden im teurer werden. Fernsehen gibts keine Kochshows mehr, neue Kochbücher erscheinen auch nicht, weil sie sich nicht mehr absetzen lassen. Stattdessen überall nur diese riesigen Werbeplakaten mit überaus großen, saftigen, Burgern. Selbst die Medien berichten schon, wie gut, wie gesund die Burger doch seien.
Du lebst in dieser Welt. Um dich herum nur burgergeile Menschen. Mal angenommen du bist noch einer der wenigen die wirklich kochen können und sich das essen auch leisten können und du bekommst ein Kind. Du musst dieses Kind in dieser Welt großziehen. Dürfte schwer werden ihm zu vermitteln wie schlecht die Burger sind. Selbst wenn du es halbwegs schaffst und Fast Foot die Ausnahme bleibt. Irgendwann bekommt auch dein Kind ein Kind… spätestens in der vierten Generation dürfte von dem Ökotrip nicht mehr viel übrig geblieben sein.

Und ähnlich sehe ich die Gefahr auch beim Fernsehen und der Medienlandschaft allgemein. Sicherlich wird es erstmal noch lange Zeit auch gute Bücher geben, vielleicht auch einen Fernsehsender der noch qualitätiv hochwertiges Programm zeigt. Nur wenn deine ganze Umwelt sagt, das vermeintliche Schundprogramm IST GUT, dann ist das ein Einfluss dem man sich nie völlig entziehen kann. (Außer eben in einer elitären Parralelgesellschaft wo dein gesamtes Umfeld [Elite-Uni] ganz andere Dinge erzählt.)
Es ist doch jetzt schon schwer sich gewissen dingen zu entziehen. Natürlich musst du DSDS nicht anschauen. Aber es ist doch so, dass jede Sendung von RTL (einschließlich RTL2, VOX, NTV…) versucht etwas über DSDS zuberichten. Auch Stefan Raab bei TV-Total hilft fleißig mit. Genauso wie die BILD-Zeitung. Dadurch wird das Thema auch für alle anderen Medien interessant (das gleiche Phänomen, das sich jetzt auch bei der Sarrazin-Debatte zeigt) und überall ist ewas über DSDS zu finden, sei es nun in der ARD oder in der Süddeutschen (sei es nun positiv oder negativ). Deshalb muss ich zwar DSDS noch nicht anschauen, aber es zeigt wie schnell eine Sendung allgegenwärtig wird und dein Umfeld beeinflussen kann.

Ich sehe das eben langfristig. Aber ich denke auch, dass die entwicklung in diese Richtung gerade beängstigend schnell voranschreitet.

  • Analyse der Kritikfähigkeit des Konsumenten und der Möglichkeit zu verzichten?

Gerne auch das. :slight_smile:

Also ich behalte mir mal das recht vor etwas mit gegenargumenten zu kommentieren.

Die Ursachen hierfür sind stets bei den Erziehungsberechtigten und im näheren Umfeld des jeweiligen Kindes zu suchen.

Das sehe ich nicht so wie alle anderen hier. Meine Erziehung war mieserabel, weil ich keine hatte und doch ist ein vernünftiger, sich recht gut artikullierender Mensch aus mir geworden! Auf der anderen Seite kenne ich einen der hatte wirklich Vorbildliche Eltern, beide sehr Erfolgreich im Arbeitsleben und beide sehr liebevoll im Umgang mit Ihren Kindern. Aus ihm wurde alles andere als ein guter Junge! Ich finde es so oder so nicht gerecht den Eltern die Schuld in die Schuhe zu schieben, klar ein gewisses maß an Erziehung benötigt jeder aber gänzlich alles auf die Eltern zu schieben halte ich für stupide und zu simpel. Mir ist aufgefallen das hier sehr viele, wenn nicht sogar alle mit einem recht klugen Kopf sind. Umso erschreckender finde ich das Ihr diese These wirklich glaubt.

Was ich auf jedenfall exakt genauso sehe ist das nähere Umfeld/Freundeskreis.

Da trennt sich die spreu vom Weizen, geht mal davon aus das das Kind oder auch Jugendliche /m oder w/ auszieht mit 18 und woanders hinziehen möchte, fern von den Eltern, so wie es jeder Jugendliche will/möchte. So nun zieht der weg, Mutter ruft an und fragt ob alles okay sei, Sohn beantwortet das mit: „Ja Mutter“. Geht zum ersten mal zur Berufsschule und lernt vermeidlich nette Menschen kennen, möchte sich einreihen und Unterhält sich mit den sog. Freunden! Seine Mutter, die ihn bis dahin immer bemuttert hat und ihn nie aus den Augen lies hat nun keine Möglichkeit mehr ihr Kind zu beschützen (jedenfalls nicht in der Situation). Das Kind merkt, hey die sind ja nett und ich hatte so coole Freunde vllt noch nicht! Lässt sich auf die idioten ein und gerät in einen Zufriedenheitszustand. Er hat direkt Freunde gefunden!

So jetzt kann ich natürlich ausholen bla keks schreiben aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will. Die verleiten Ihn trotz seiner guten Erziehung zu blödsinnigen dingen, sie versauen praktisch den fachmännisch geschulten und getrimmten Traum(schwieger)sohn!

Fazit: Selbst die beste Erziehung ist keine Garantie das du verdummst oder blödsinn treibst. Das Fernsehn hat davon lediglich 1 % Anteil um mal eine fiktive Zahl in den Raum zu werfen. Die Eltern…sagen wir mal 10 %. Den höchsten Faktor bezüglich der Verdummung wäre somit das Umfeld und die eigene Kraft sich anzutreiben, denn wenn du von dir aus sagst was solls passt schon, unterstützt du deine höchstpersönliche Verdummung noch zusätzlich.

Jedenfalls bin ich dieser Meinung :slight_smile:

Wie wärs denn mal mit …

  • Analyse der Kritikfähigkeit des Konsumenten und der Möglichkeit zu verzichten?

Aber vielleicht konditioniert? Wenn mensch als Kind bereits die Erfahrung gemacht hat, dass Fernsehen die (einzige?) Unterhaltungsmöglichkeit ist? Fernsehkonsum - egal ob kritisch oder nicht - ist auch immer eine Frage der Bildungsschicht, welcher mensch entstammt bzw. in welcher er geprägt wurde. Entsprechend fällt die Analyse recht kurz aus: Partiell nicht vorhanden. Eine passive Gesellschaft lehrt eben keine Kritikfähigkeit!